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Wachsender Bach bei Krautheim, im Volksmund auch "Kuharsch" genannt
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Bild: Wachsender Bach, Krautheim  (Hohenlohekreis)
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Wachsender Bach bei Krautheim. Im Volksmund wird die Tuffrinne an der Klepsauer Straße auch "Kuharsch" genannt.

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Meldungen

28.04.2016 Kühlwasserleckage an einem Notstromdieselmotor im Kernkraftwerk Philippsburg (Bl… mehr

28.04.2016 Umweltminister Franz Untersteller auf der 9. Sitzung der Informationskommission … mehr

26.04.2016 Befunde bei der Befestigung von Haltesegmenten der Klappenblattdichtung von Absp… mehr

21.04.2016 30 Jahre Tschernobyl mehr

Weitere Nachrichten

Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: Blüten der Bergenie im Schnee, Frühling
Blüten der Bergenie (Bergenia) unter Schnee
(© M. Linnenbach)

Am 26. April 2016 kam es in Baden-Württemberg zu einem unerwarteten Wintereinbruch mit Frost und starkem Schneefall bis in tiefe Lagen. Insbesondere Frühjahrsblüher sowie die beginnende Obstbaumblüte wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Das Internetportal Themenpark Umwelt ist Teil des Umweltinformationssystems Baden-Württemberg (UIS BW). Konzipiert und entwickelt von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit einem Informationsangebot von derzeit ca. 3.000 Internetseiten möchte der Themenpark der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung der Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form aufzeigen. Die Internetpräsentation soll zwischen Mensch und Natur vermitteln, nicht zuletzt weil Natur und Landschaft durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen erfüllen. Es lohnt sich also hineinzuschauen. Zur Orientierung werden die verschiedenen Zugänge hier kurz vorgestellt:

Der Zugang Unsere Umwelt präsentiert das Inventar an Bodenlandschaften, Geotopen, Mooren, Schutzgebieten sowie das BodenseeWeb.

In den Umweltthemen werden umweltpolitische Fragen zu Abfall als Ressource, Biologischer Vielfalt, Bodenschutz, Klimaschutz und Umweltbildung behandelt und beispielhafte Aktionen wie das Natura-TV präsentiert.

Die Umweltbeobachtung informiert über die Messnetze der landesweiten Bodendauerbeobachtung und über den Landschaftswandel in Baden-Württemberg.

Der Zugang Umwelt erleben führt zu Umwelterlebnisgebieten in Stadt- und Landkreisen. Auch Einrichtungen mit umweltgerechten Freizeitangeboten wie Naturschutzzentren, Freilichtmuseen und Lehrpfade werden hier gezeigt.

Aktuelle Themen


 

Symposium ''Internationale Wasserwirtschaft im Einzugsgebiet Alpenrhein und Bodensee''

Bild: Der Hinterrhein
Der Alpenrhein
(© ISF 2011)

Der unverbaute Alpenrhein ist noch ein naturnaher, ungezähmter Flusslauf. Aus den Alpen fließt im Winter nur wenig Wasser ab, da die Niederschläge meist als Schnee fallen.

 19.0416 Umweltminister Franz Untersteller: „Um die Qualität des Bodensees dauerhaft zu sichern und weiter zu verbessern, müssen die Anrainerländer über die nationalen Grenzen hinweg intensiv zusammen arbeiten und regelmäßig ihre Erfahrungen austauschen.“

Am 19.04.fand in Friedrichshafen das 3. Symposium „Internationale Wasserwirtschaft im Einzugsgebiet Alpenrhein und Bodensee“ statt. Rund 120 Fachleute aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz diskutieren darüber, wie beispielsweise Zuflüsse und Uferbereiche des Sees wieder naturnäher gestaltet oder der Hochwasserschutz weiter verbessert werden können.

Im Vorfeld der Tagung erklärte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller in Stuttgart: „Wir können die Qualität des Bodensees nur dann sichern und weiter verbessern, wenn alle Anrainerländer zusammenarbeiten und ihre Maßnahmen aufeinander abstimmen. Das in diesem Jahr von Baden-Württemberg veranstaltete Symposium leistet einen wichtigen Beitrag zu diesem grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch.“

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Landesgartenschau in Öhringen / Minister Bonde: ''Öhringen wird mit Landesgartenschau traditionsreicher und moderner Botschafter für ganz Baden-Württemberg''

Bild: Hohenloher Ebene TP_BGL9_10_26
Hohenloher Ebene
(© LGRB, Autor: K.Rilling)

Blick von der Keuper-Schichtstufe bei Waldenburg auf die Hohenloher Ebene; im Hintergrund Künzelsau-Gaisbach

07.04.2016 - In der ehemaligen Residenzstadt Öhringen im Hohenlohekreis findet dieses Jahr die 26. baden-württembergische Landesgartenschau statt. Unter dem Motto „Der Limes blüht auf" lädt Öhringen ab dem 22. April 2016 für 171 Tage zu einem blütenreichen Großereignis ein. Auf rund 30 Hektar werden revitalisierte, historische Gartenanlagen sowie neu geschaffene Parkflächen Gästen aus nah und fern präsentiert.

„Mit der Landesgartenschau hat Öhringen die Weichen für die Zukunft der Stadt richtig und weitsichtig gestellt. Die gewachsene Parkkulisse mit 300-jährigem Baumbestand, einzigartige historische Gewächshäuser und der historische Obergermanisch-Raetische Limes präsentieren eindrucksvoll die traditionsreiche Geschichte Öhringens. Gleichzeitig gewinnt die Stadt mit modernen Natur- und Erholungsräumen weiter an Attraktivität - sie blüht auf mit neuen Baumalleen, einem Kletterturm und Freiflächen am Fluss Ohrn. Öhringen ist mit der Landesgartenschau ein traditionsreicher und gleichzeitig moderner Botschafter für den Hohenlohekreis und ganz Baden-Württemberg", sagte Tourismusminister Alexander Bonde am Donnerstag (7. April) anlässlich der Eröffnungspressekonferenz zur Landesgartenschau Öhringen (Hohenlohekreis). Zur vollständigen Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg)

Weitere Informationen:

Mitten durch das Landesgartenschaugelände verläuft ein Teilstück des Obergermanisch-Raetischen Limes, der 2005 in die UNESCO-Liste der Welterbestätten aufgenommen wurde. Der Limes verläuft auf rund 80 Kilometern Länge durch den Hohenlohekreis. In Öhringen selbst verläuft er auf rund 500 Metern Länge unsichtbar im Boden. Ein Grenzstein zeigt die Lage an.

Im historischen Öhringer Hoftheater präsentiert sich der Treffpunkt Baden-Württemberg als Vertretung des Landes. Zur Landesgartenschau 2016 finden vielfältige Ausstellungen und Veranstaltungen der baden-württembergischen Ministerien und deren nachgeordneten Dienststellen statt. Er bietet ein reichhaltiges Ausstellungsprogramm u. a. zu Themen wie Elektromobilität und Brennstoffzelle im Alltag  - Demonstrationsprojekte, Zauber der Wildbahn - Heimische Wildtiere in Hohenlohe oder Landschaftserhaltungsverbände in Baden-Württemberg - Brückenbauer zwischen Mensch und Natur.

Pressemitteilung MLR: http://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unser-service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/landesgartenschau-in-oehringen-bonde-oehringen-wird-mit-landesgartenschau-traditionsreicher-un/

Homepage Landesgartenschau Öhringen: http://www.laga2016.de/veranstaltungen/treffpunkt-bw.html

Umwelterlebnisort Römerkastelle Neckarburken http://www.themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/44313/?path=7160;10736;

Limeskastell Welzheim http://www.themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/31343/?path=7160;31153;


 

Natura-TV sendet wieder Live-Videos

Bild: Weißstorch, Horst
Weißstorch (Ciconia ciconia) bei der Landung auf dem Horst
(© KIT)

Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist kein ausgesprochener Nahrungsspezialist. Je nach Jahreszeit bevorzugt er die Beute, die am häufigsten in der Landschaft verfügbar ist. Dazu zählen Grillen, Heuschrecken, größere Käfer und deren Larven, Frösche, Fische, Eidechsen, Mäuse, Maulwürfe und Schlangen (meist Ringelnattern). Sehr wichtig sind Regenwürmer, insbesondere während der Aufzucht der Jungstörche. In der Regel zieht ein Storchenpaar drei bis vier Jungstörche pro Jahr groß. Die Jungvögel sind leicht an den noch nicht voll entwickelten Schnäbeln und an den farblosen, grauen Beinen zu erkennen.

Um seinen Lebensraum war es eng geworden. Stehende Gewässer und feuchte Wiesen waren aus der bäuerlichen Kulturlandschaft so gut wie verschwunden. Vielerorts war der Weißstorch ausgestorben. Der Tiefpunkt des Bestandes war 1988 erreicht. In Deutschland (alte Bundesländer) gab es nur noch 2.949 Paare. Umfangreiche und gezielte Hilfsmassnahmen haben dazu beigetragen, diesen dramatischen Rückgang zu stoppen. Im Jahr 2001 wurden bereits wieder 4.290 Brutpaare gezählt. Inzwischen gehört der Weißstorch zu den Brutvogelarten mit Bestandszunahmen über 50%.

Gefährdung:

Rote Liste Baden-Württemberg = Vorwarnliste.

Literatur:

Hölzinger, J., Bauer, H.-G., Berthold, P., Boschert, M. & Mahler, U. (2008): Rote Liste und kommentiertes Verzeichnis der Brutvogelarten Baden-Württembergs. Naturschutz-Praxis, Artenschutz 11.

 

07.03.2016 Natura-TV, das Naturerlebnisnetzwerk im Rahmen des Projekts "Lebendige Rheinauen", ist wieder auf Sendung!

Stand Mitte April: Beide Wanderfalkenküken sind geschlüpft, die Störche brüten fünf Eier, hier kann frühestens Ende April mit dem ersten Schlupf gerechnet werden (Tagebuch 2016).

Erleben Sie live die Kinderstuben von Weißstorch, Wanderfalke & Co.

Sehen Sie sich auch unsere archivierten Bilder und Videos der vergangenen Jahre an!


 

Hochwasserschutz im Land gestärkt

 
Bild: Hochwasser Alb, Stadt Karlsruhe
Hochwasser der Alb bei Karlsruhe-Bulach (Dezember 2010)
(© LUBW, Autor: B. Grießmann)

Wegen Hochwasser gesperrte Unterführung an der Alb am 09.12.2010.

 
Bild: Neckarhochwasser 01-2011 (1)
Überspülter Steg am Neckar in Heidelberg (Hochwasser Januar 2011)
(© privat, Autor: B. Grießmann)

17.02.2016 Umweltminister Franz Untersteller: „Ein extremes Hochwasser kann über eine Million Menschen im Land betreffen. Daher haben wir die Mittel für den Hochwasserschutz an den Landesgewässern auf eine solide Basis gestellt und seit 2011 auf rund 53 Millionen Euro im Jahr mehr als verdoppelt."

In seiner letzten Sitzung hat sich der Ministerrat mit dem Stand des Hochwasserschutzes im Land befasst. Umweltminister Franz Untersteller erklärte hierzu heute (17.02.) in Stuttgart: „Wir haben die Mittel zur Finanzierung von technischen Hochwasserschutzmaßnahmen und von Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie an Landesgewässern von rund 25 Millionen Euro im Jahr 2011 auf nun rund 53 Millionen Euro pro Jahr mehr als verdoppelt." Zudem habe die 2013 vom Landtag beschlossene Zweckbindung des Wasserentnahmeent-gelts dafür gesorgt, dass die benötigten Mittel auch in Zukunft dauerhaft zur Verfügung stehen. „Damit ist das Land jetzt in der Lage, den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor einem Hochwasser zuverlässig und kontinuierlich weiter verbessern zu können."

Integriertes Rheinprogramm (IRP):
Das neu geschaffene solide finanzielle Fundament habe dafür gesorgt, dass das Land beim Integrierten Rheinprogramm (IRP) erstmals drei Hochwasserrückhalteräume gleichzeitig bauen könne, betonte der Umweltminister. Dies sind der Rückhalteraum Weil-Breisach mit den Abschnitten I und III sowie die Rückhalteräume Elzmündung und Kulturwehr Breisach. Daneben wurden die Planungen für den Hochwasserrückhalteraum Elisabethenwörth wieder aufgenommen.

„Mit den in Betrieb befindlichen Poldern Altenheim, dem Kulturwehr Kehl/Straßburg, dem Polder Söllingen/Greffern und dem im November 2015 fertig gestellten Rückhalteraum Rheinschanzinsel stehen heute rund 44 Prozent des insgesamt für den Hochwasserschutz am Rhein zu erstellenden Rückhaltevolumens von über 167 Millionen Kubikmetern zur Verfügung", sagte Untersteller. „Zusammen mit den Rückhaltemaßnahmen auf der französischen Seite können wir damit unterhalb der Staustufe Iffezheim derzeit den Schutz der Anlieger vor einem Hochwasserereignis sicherstellen, wie es statistisch gesehen alle 120 Jahre vorkommen kann."

Besonders froh zeigte sich Franz Untersteller darüber, dass es dem Land gelungen ist, die Maßnahmen des IRP sowie weitere Dammrückverlegungsmaßnahmen an Acher, Rench, Kinzig und Dreisam im Nationalen Hochwasserschutzprogramm des Bundes zu verankern: „Wir erwarten, dass wir deswegen in den nächsten Jahren bis zu 20 Millionen Euro Bundesmittel pro Jahr zusätzlich abrufen und in den Schutz der Bürgerinnen und Bürger investieren können."

Dammertüchtigungsprogramm des Landes:
Auf einer Länge von rund 1.000 Kilometern leisten die landeseigenen Dämme an Gewässern I. Ordnung und an den Bundeswasserstraßen Rhein und Neckar ebenfalls einen wichtigen Beitrag, um das Hochwasserrisiko zu vermindern. „Da die meisten der Dämme inzwischen über 70 Jahre alt sind, müssen wir diese nach und nach ertüchtigen", sagte der Minister. Insgesamt seien noch rund 560 Kilometer zu sanieren, die Kosten hierfür beliefen sich aktuellen Schätzungen zufolge auf insgesamt rund 545 Millionen Euro. „Auch dies zeigt wie wichtig es war, die finanziellen Mittel für den Hochwasserschutz deutlich zu erhöhen und auf eine verlässliche Basis zu stellen", so Franz Untersteller.

Örtliche Hochwasserschutz- und Kombimaßnahmen:
„Neben den großen Programmen müssen landesweit auch lokale Hochwasserschutzmaßnahmen an den Landesgewässern umgesetzt werden, um die Ortslagen vor einem sogenannten Jahrhunderthochwasser zu schützen", betonte der Umweltminister weiter. So habe das Land zum Beispiel 70 Prozent der Kosten in Höhe von 23 Millionen Euro für das im Jahr 2013 fertig gestellte Hochwasserrückhaltebecken Wolterdingen übernommen, das den Hochwasserschutz an der Donau wesentlich verbessert hat. Auch an den rund 5,1 Millionen Euro kostenden Schutzmaßnahmen an der Tauber in Bad Mergentheim hat sich das Land mit 70 Prozent beteiligt.

Besonderen Wert lege die Landesregierung zudem auf Maßnahmen, die sowohl den Hochwasserschutz als auch die Gewässerökologie verbesserten, erklärte Untersteller. So ist beispielsweise 2014 in Rastatt das Hochwasser- und Ökologieprojekt an der Murg fertig gestellt worden. Für rund 10 Millionen Euro sind Dämme zurück verlegt und so etwa 50 Hektar neue, naturnahe Überflutungsflächen geschaffen worden, die zugleich den Hochwasserschutz für die Stadt wesentlich verbessert haben. Das Land hat die Maßnahme mit knapp 5 Millionen Euro unterstützt, den Rest haben die EU sowie die Stadt Rastatt beigetragen.

„Darüber hinaus stellen wir den Städten und Gemeinden im Land für Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes und der Gewässerökologie an kommunalen Gewässern jedes Jahr weitere rund 40 Millionen Euro bereit. Dies soll auch in Zukunft so bleiben", so der Umweltminister.

Hochwasserrisikomanagementplanung:
„Ein wirksamer Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor den Gefahren eines Hochwassers benötigt auch ein gut funktionierendes, aufeinander abgestimmtes Management aller Beteiligten" sagte Franz Untersteller. Gemeinsam mit den betroffenen Akteuren und der Öffentlichkeit hat das Land daher Hochwasserrisiko-Managementpläne erarbeitet und Ende 2015 veröffentlicht. Die Pläne basieren auf den Hochwassergefahrenkarten, die die Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes vor wenigen Wochen für 11.300 Kilometer Gewässerlänge veröffentlicht hat.

„Gerade in Zeiten des Klimawandels ist ein Hochwasser nie völlig auszuschließen", erklärte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft abschließend. „Mit unserem integrierten und umfassenden Ansatz, der Maßnahmen des Flächenmanagements, der Hochwasservorsorge und des technischen Hochwasserschutzes kombiniert, können wir die Risiken für Leib und Leben sowie für große materielle Verluste der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg aber nachhaltig vermindern."


 

Natur wieder Natur sein lassen

Bild: Binnendüne Hirschacker
Binnendüne Hirschacker (Rhein-Neckar-Kreis)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Postglazial entstandene Binnendüne bei Mannheim-Friedrichsfeld mit offenen Flugsandflächen, gesäumt von Heidekraut und lückigem Baumbestand.

 02.02.2016 Mit dem ehemaligen Standortübungsplatz in Schwetzingen-Hirschacker (Rhein-Neckar-Kreis) wird eine weitere Fläche des Nationalen Naturerbes dauerhaft dem Naturschutz gewidmet. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Eigentümerin der Flächen hat unter Beteiligung des Landes Baden-Württemberg und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) das frühere Militärgebiet offiziell der NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe" übertragen.

„Es freut mich ganz besonders, dass der ehemalige Standortübungsplatz der NABU-Stiftung ‚Nationales Naturerbe‘ übertragen werden konnte. Die Dünenwälder sind damit in guter Hand und kommen ab sofort ausschließlich dem Naturschutz zu Gute. Die Erhaltung der Biodiversität ist von unschätzbarem Wert für die Sicherung unserer Lebensgrundlagen - hierfür braucht es auch Refugien für Tiere und Pflanzen", sagte Naturschutzminister Alexander Bonde anlässlich der erfolgreichen Übertragung.

„Nach dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen wird diese naturschutzwichtige Fläche mit Brief und Siegel als Nationales Naturerbe und damit dem Naturschutz zur Verfügung gestellt", teilte Ministerialdirektor Rolf Schumacher im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft nach Unterzeichnung der Übertragungsvereinbarung mit. „Zusammen haben wir erreicht, dass die Liegenschaft Schwetzingen-Hirschacker dauerhaft für den Naturschutz gesichert wird", so Schumacher.

Der „Hirschackerwald" in Schwetzingen im Rhein-Neckar-Kreis ist bereits Teil eines Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiets sowie des FFH-Gebiets "Sandgebiete zwischen Mannheim und Sandhausen" „Mit der Übernahme des Hirschackerwalds durch die NABU-Stiftung ‚Nationales Naturerbe‘ kann das einmalige Dünengebiet noch besser für den Naturschutz entwickelt werden. Bund, Land sowie Stiftungen und Naturschutzverbände mit ihren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Naturschutz haben für den Schutz der Biodiversität erfolgreich zusammengearbeitet. Ich danke allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement", sagte Minister Bonde. „Dass die ehemalige Militärfläche in Schwetzingen als Nationales Naturerbe bestens geschützt wird, ist ein gelungenes Beispiel für eine naturschutzfreundliche Konversion," so Bonde abschließend.

Die Koalitionspartner der 16. Legislaturperiode hatten im Jahr 2005 vereinbart, ehemals militärisch genutzte Naturschutzflächen des Bundes in einer Größenordnung von bis zu 125.000 Hektar zur dauerhaften Sicherung des Nationalen Naturerbes unentgeltlich an die Länder, an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) oder an Naturschutzorganisationen zu übertragen. Die Übertragung erfolgte in bisher zwei Tranchen.

In Baden-Württemberg sind bei der ersten Tranche drei Liegenschaften von der BImA auf das Land (Sandweier, Offenburg-Durbach und Waldstetten) und zwei weitere auf die NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe" (Iffezheim und Lahr-Langenhard) übertragen worden.

Die Übertragungsfläche „Schwetzingen-Hirschacker" mit rund 118 Hektar aus der zweiten Tranche wurde nach naturschutzfachlichen Kriterien vom Land Baden-Württemberg, dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) identifiziert und vom Bundesumweltministerium (BMUB) in das Naturschutzprojekt des Nationalen Naturerbes aufgenommen. Für die Fläche gelten höchste Naturschutz-Anforderungen. Beispielsweise sollen in Schwetzingen Heidelandschaften erhalten werden, da sie Lebensraum für seltene Pflanzen und eine große Zahl bedrohter Tierarten sind. Das Land Baden-Württemberg entschied, diese Fläche an die NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe‟ zu übertragen, die seit über 100 Jahren naturschutzfachlich wertvolle Flächen bewahrt und pflegt. Unter dem Motto „Natur wieder Natur sein lassen" erwirbt und erhält die NABU-Stiftung solche Flächen und schafft einzigartige Naturparadiese. Die Naturerbe-Fläche bietet den Menschen vor Ort die Gelegenheit für Naturerleben und Erholung. Die NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe" möchte die Fläche in Schwetzingen für Besucherinnen und Besucher öffnen und zugleich sensible Naturbereiche vor Störungen bewahren.

Im Juni 2015 hat der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages die dritte Tranche des „Nationalen Naturerbes" mit rund 31.000 Hektar beschlossen. Die BImA ist alleinige Flächengeberin. Auch hier ist das Land Baden-Württemberg mit der Liegenschaft „Reisberg/Waldheide, Krampf‟ (Landkreis Heilbronn) vertreten.

Naturerbefläche Schwetzingen-Hirschacker
Die Naturerbefläche „Hirschackerwald‟ liegt im Norden der Großen Kreisstadt Schwetzingen und umfasst rund 118 Hektar. Das Gebiet ist ein kombiniertes Natur- und Landschaftsschutzgebiet und als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet ausgewiesen. Derzeit wird eine Erweiterung des Naturschutzgebiets geprüft. Nach dem Zweiten Weltkrieg verblieb das Gebiet im Bundeseigentum und wurde als Standortübungsplatz der US-Army genutzt. Die Offenland-Flächen in den Dünen- und Sandgebieten mit ihren besonderen Pflanzengesellschaften werden in Anlehnung an die frühere traditionelle Nutzung bewirtschaftet oder gepflegt, vorrangig in Form von Beweidung. Seit über zehn Jahren arbeiten die staatliche Naturschutzverwaltung, die BImA und der NABU an der Pflege und Entwicklung der Dünenlebensräume.


 

45 Jahre Ramsar Konvention

 
Bild: Ramsar Logo
Ramsar Logo
(© public domain)

International Convention on Wetlands of International Importance especially as Waterfowl Habitat.

 
Bild: Wollmatinger Ried, Moor, Ramsar
Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried (Ldkr. Konstanz)
(© LUBW, Autor: M. Witschel)

Das Naturschutzgebiet "Wollmatinger Ried, Giehrenmoos und Dreifußwiesen" - so der amtliche Name - ist eines der wertvollsten Schutzgebiete am Bodensee. Die erste Unterschutzstellung reicht bis in das Jahr 1930 zurück. Die internationale Bedeutung wurde 1968 durch die Verleihung des Europadiploms der EU gewürdigt. Inwischen zählt die Fläche auch zur Gebietskulisse der global agierenden Ramsar-Konvention.

Am 02 Februar 2016 beging die Ramsar Konvention ihren 45. Geburtstag als die älteste globale Naturschutzkonvention mit derzeit 160 Mitgliedstaaten weltweit. Der Name der Konvention geht zurück auf die iranische Stadt Ramsar, in der 1971 das internationale Abkommen beschlossen wurde. Deutschland unterzeichnete die Konvention 1976. Sie ist ein völkerrechtlicher Vertrag, deren Ausarbeitung ursprünglich von der UNESCO angestoßen wurde.

Das Abkommen verpflichtet die Beitrittsstaaten, geeignete Maßnahmen zu unternehmen, die Biodiversität in ausgewiesenen Schutzgebieten zu erhalten. Dort wird aber kein totales Nutzungsverbot angestrebt sondern der Grundsatz der nachhaltigen, ökologisch ausgewogenen Nutzung (z.B. durch Tourismus). Ein eigenes Büro, dasInternationale Ramsar-Sekretariat in Gland, am Genfersee, dient der Überwachung der Umsetzung der Konvention und ihrer Weiterentwicklung.

Deutschland hat bislang 35 Ramsar-Gebiete benannt. In Baden-Württemberg sind derzeit drei Ramsar-Gebiete ausgewiesen:

  • NSG Wollmatinger Ried (767 ha)
  • NSG Mindelsee (459 ha)
  • sowie seit August 2008 das grenzübergreifende Ramsar-Gebiet "Oberrhein - Rhin supérieur" (Anteil Baden-Württemberg 25.117 ha, Anteil Elsaß 22.413 ha).

 

Biosphärengebiet Schwarzwald startet am 1. Februar

 
Bild: Blick auf den Belchen
Blick auf den Belchen im Südschwarzwald
(© Land BW)
 
Bild: TP_BGL1_087 Blick über den Schluchsee nach Südosten
Blick über den Schluchsee nach Südosten
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Wie der Titisee liegt der Schluchsee in einem großen, vom Gletscher ausgeschürften Becken. Allerdings ist der See in seiner heutigen Ausdehnung durch den künstlichen Aufstau der Schwarza entstanden. Der Seespiegel des ursprünglichen viel kleineren Gewässers lag ursprünglich ca. 30 m tiefer. Der Stausee gehört zum Schluchseewerk und bildet das Oberbecken des Pumspeicherkraftwerks Häusern. Darüber hinaus spielt er eine wichtige Rolle als Urlaubs- und Naherholungsgebiet.

 04.01.2016 Mit der Unterzeichnung der Verordnung und dem Hissen der Fahne durch Naturschutzminister Alexander Bonde in Bernau ist der Weg nun frei für den Start des zweiten Biosphärengebiets in Baden-Württemberg. Nach der Veröffentlichung der Verordnung im Gesetzblatt wird das Biosphärengebiet Schwarzwald zum 1. Februar eingerichtet.

„Baden-Württemberg ist stolz auf die tolle Entwicklung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Ich freue mich sehr darüber, dass sich 29 Gemeinden im Südschwarzwald nun entschlossen haben, die Chance zu ergreifen und Teil des Biosphärengebiets Schwarzwalds zu werden. Sie machen sich nun gemeinsam mit dem Land auf den Weg, ein ambitioniertes Regionalentwicklungs- und Naturschutzprojekt mit Leben zu füllen. Am Ende wird eine spannende Modellregion entstehen, die Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus kraftvoll verbindet und für alle einen Mehrwert schafft", sagte Naturschutzminister Bonde bei der feierlichen Unterzeichnung der Verordnung über das Biosphärengebiet Schwarzwald in Bernau (Landkreis Waldshut). Bonde dankte allen Beteiligten für deren großes Engagement und Unterstützung auf dem arbeitsreichen, aber erfolgreichen Weg zum Biosphärengebiet Schwarzwald.

Motor Regionalentwicklung - Gemeinden gestalten ihre Zukunft

„Ich bin davon überzeugt, dass unser Biosphärengebiet Schwarzwald ein voller Erfolg werden wird - sei es aus wirtschaftlicher, touristischer, sozialer, kultureller oder naturschutzfachlicher Sicht", betonte der Minister. Für alle Beteiligten entstehe eine Win-win-Situation. So gewinne beispielsweise die Landwirtschaft und mit ihr die vielen kleinen, familiengeführten Betriebe eine zusätzliche Wertschöpfungsperspektive. Touristische Angebote würden stärker vernetzt. Landschaftlich biete der Südschwarzwald eine einzigartige Kulturlandschaft, die insbesondere mit ihren Allmendweiden ein Alleinstellungsmerkmal vorzuweisen habe. Aber auch die naturnahen Bergbäche, Moore und Felsen, Seen und Teiche sowie die standörtlich und nutzungsbedingt unter-schiedlichen Wälder prägten diese Landschaft in besonderer Weise und stünden nun unter einem besonderen Schutz. „Der südliche Schwarzwald ist geradezu prädestiniert für ein Biosphärengebiet", unterstrich Bonde.

„Heute wissen wir, wer für die nächsten zehn Jahre beim Biosphärengebiet Schwarzwald dabei ist. Ich bin mir sicher, dass die beteiligten Gemeinden von der Strahlkraft des Gebiets enorm profitieren werden. Als Präsidentin des für mich schönsten Regierungsbezirks setze ich mich dafür ein, dass der Region eine besondere Bedeutung zuteil wird. Ich bin stolz darauf, dass sie sich nun aufgemacht hat, ihre Zukunft zu gestalten", sagte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.

Das Biosphärengebiet gebe den Rahmen für die Regionalentwicklung und sei Impulsgeber, so Minister Bonde weiter. Entscheidend sei nun, was die Menschen in der Region daraus machten. „Ich bin gespannt auf den Ideenprozess in der Region. Schon heute spüren wir eine große Motivation bei allen Beteiligten. Gemeinsam wer-den wir nun ein gutes Stück Naturschutz und Regionalentwicklung im Südschwarzwald angehen", sagte der Minister abschließend.

Kommunen im Biosphärengebiet

Folgende 29 Kommunen haben sich dafür entschieden, beim Start des Biosphärengebiets Schwarzwald dabei zu sein:

Landkreis Lörrach: Aitern, Böllen, Fröhnd, Hausen im Wiesental, Häg-Ehrsberg, Kleines Wiesental, Schönau im Schwarzwald, Schönenberg, Schopfheim, Todtnau, Tunau, Utzenfeld, Wembach, Wieden, Zell im Wiesental
Landkreis Waldshut: Albbruck, Bernau, Dachsberg, Höchenschwand, Häusern, Ibach, St. Blasien, Ühlingen-Birkendorf, Wehr
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: Hinterzarten, Horben, Oberried, Schluchsee
Stadt Freiburg im Breisgau
Des Weiteren umfasst das Biosphärengebiet Schwarzwald einen Teil der Gemarkung der Gemeinde Weilheim.

Mit den 29 am Biosphärengebiet Schwarzwald beteiligten Gemeinden umfasst dieses nun eine Gebietskulisse von 63.236 Hektar.

Ein Biosphärengebiet ist eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung, die auch von der UNESCO mit einem besonderen Zertifikat ausgestattet wird. Das Land hat bereits im Vorfeld zugesagt, dass es sich in umfangreicher Weise finanziell engagieren will. Die ersten drei Jahre übernimmt das Land Baden-Württemberg die Kosten vollständig. Danach trägt das Land 70 Prozent der Kosten, 30 Prozent übernehmen die Gemeinden mit Unterstützung der Landkreise.

In der nächsten Zeit wird ein Startteam in der zunächst provisorischen Geschäftsstelle in einem zur Verfügung stehenden Gebäude in Schönau seine Arbeit aufnehmen. Die Stelle des Geschäftsführers sowie Stellen für die Bereiche

  • Naturschutz und Landschaftspflege
  • Landnutzung (Schwerpunkt Landwirtschaft)
  • Wirtschaft, Tourismus, Regionalentwicklung und Regionalvermarktung
  • Bildung, Kultur, Gesellschaft und Soziales

sind derzeit beim Regierungspräsidium Freiburg ausgeschrieben. Die Ausschreibungen sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Freiburg abrufbar.

Was ist was? Nationalpark und Biosphärengebiet

Gemeinsam ist beiden Gebieten das Ziel des Tier- und Naturschutzes. Während sich die Natur in einem Nationalpark ohne direkte Beeinflussung durch den Menschen entwickeln soll, steht im Biosphärengebiet die traditionelle, vom Menschen geschaffene und gepflegte Kulturlandschaft im Fokus. Das Miteinander von Mensch und Natur ist der Schwerpunkt im Biosphärengebiet. Im Nationalpark sind 75 Prozent der Gesamtfläche einer Nutzung entzogen, im Biosphärengebiet lediglich 3 Prozent.

Biosphärengebiete umfassen nach § 25 Bundesnaturschutzgesetz großräumige Kulturlandschaften mit charakteristischer und reicher Naturausstattung, die zu erhalten, zu fördern und zu entwickeln sind. Biosphärengebiete sind Modellregionen, in denen aufgezeigt wird, wie sich Aktivitäten im Bereich der Wirtschaft, der Siedlungstätigkeit und des Tourismus zusammen mit den Belangen von Natur und Landwirtschaft gemeinsam innovativ fortentwickeln können.


 

Blume des Jahres 2016 - die Echte Schlüsselblume (Primula veris)

Bild: Echte Schlüsselblume (1)
Echte Schlüsselblume (Primula veris), Blume des Jahres 2016
(© M. Linnenbach)

Mit der Ernennung der Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) zur Blume des Jahres, soll für den Schutz dieser selten gewordenen Pflanze geworben werden, die in den meisten Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Die Blume des Jahres steht immer auch stellvertretend für einen bedrohten Lebensraum. Bei der Wiesen-Schlüsselblume sind dies sonnige, eher trockene Wiesen und lichte Wälder auf kalkhaltigen Böden.

Link zur Loki-Schmidt Stiftung
http://www.loki-schmidt-stiftung.de/projekte/aktuelle_blume_des_jahres.php

Die leuchtend gelbe Pflanze gilt als Frühlingsbote, sie blüht von April bis Juni.

Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) gehört zur Gattung der Primeln. Sie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht eine Größe von 30 cm. Den Winter übersteht sie dank eines Rhizoms das häufig flaumig behaart ist. Die eiförmig-länglichen Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Durch die Anordnung der leuchtend gelben Blüten erhielt die Schlüsselblume auch ihren Namen, denn die Dolde mit den hängenden Blüten sieht aus wie ein Schlüsselbund. Es können bis zu 20 Einzelblüten an einer Dolde hängen. Die Früchte der Schlüsselblume sind Kapselfrüchte, sind diese reif öffnen sich die Kapseln und die zahlreichen Samen können sich verbreiten. Die Echte Schlüsselblume unterscheidet sich in einigen Merkmalen von der ähnlich aussehenden Hohen Schlüsselblume. Die Echte Schlüsselblume besitzt dottergelbe, stark duftende Blüten. Im inneren der Blüte befinden sich fünf orangefarbene Flecken. Die Hohe Schlüsselblume duftet hingegen kaum und hat goldgelbe Blüten ohne Flecken.

Primula veris kommt in ganz Europa und Vorderasien vor. Als Standorte werden trockene Wiesen und lichte Wälder bevorzugt. Sie gehört zu den Pflanzen, welche einen kalkhaltigen, stickstoffarmen lockeren Boden benötigen.
Zur Blume des Jahres wurde sie unter anderem, als Botschafterin für den bedrohten Lebensraum der Magerrasen gewählt. Diese Wiesen gehen mehr und mehr verloren, denn diese Art der Beweidung ist wirtschaftlich nicht lohnend, so werden diese seltenen Lebnsräume entweder der Sukzession überlassen oder mit modernen Methoden beweidet, was meist einen hohen Stickstoffeintrag zur Folge hat. Mit den Magerwiesen geht auch eine Vielzahl an angepassten Tierarten verloren.

Die Blume des Jahres wird alljährlich von der Loki Schmidt Stiftung gekürt, Bereits1979 wurde diese Stiftung von der Namensgeberin gegründet, die sich bis zu ihrem Tod 2010 sehr engagiert für den Schutz heimischer Pflanzen einsetzte. Einer der Hauptzwecke ihrer Stiftung ist die öffentlichkeitswirksame Kampagne zur Blume des Jahres. Der Titel wurde das erste Mal im Jahre 1980 an den Lungen-Enzian verliehen (Gentiana pneumonanthe).

Wer Schlüsselblumen im eigenen Garten ansiedeln möchte, kann sich die Samen der Pflanze auf der Homepage der Stiftung bestellen.


 

Bioabfall, Wertstoff voller Energie

Bioabfall, Wertstoff voller Energie
(© Land BW)

02.11.2015  ...Speisereste, Küchenabfälle und Gartenschnitt sind kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff. Aus ihm lässt sich Kompost und Biogas herstellen. Wer keinen eigenen Komposthaufen hat, sollte also die Bio-Tonne nutzen, damit dieser Rohstoff nicht verloren geht. Unser Video zeigt, wie aus Biomüll wieder Energie und Kompost wird.

Bio- und Grüngutabfälle lassen sich in mehrfacher Hinsicht verwerten, bisher werden sie allerdings überwiegend kompostiert. Über die Biogaserzeugung lässt sich aus ihnen wertvolle Energie gewinnen. Die dabei anfallenden Gärrückstände können zusätzlich zu Komposten veredelt werden. Die holzigen Anteile der Grünabfälle eignen sich als Biobrennstoffe für Biomassekraftwerke. Sie sind aber auch Ausgangsstoffe für hochwertige Komposte oder Pflanzen- und Blumenerden. Damit ist die hochwertige Verwertung der Bioabfälle aus ökologischer und ökonomischer Sicht einer Entsorgung über die Restmülltonne vorzuziehen. Die effiziente stoffliche und energetische Verwertung von Bio- und Grünabfällen kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Ressourcenschutz und damit zum Erreichen umweltpolitischer Ziele leisten.

Wie können Bio- und Grünabfälle optimal gesammelt werden?
Für die Sammlung der Bioabfälle aus Haushalten ist die Biotonne der zentrale Baustein. Über die Biotonne können sämtliche organische Abfälle erfasst werden, die in privaten Haushalten und Gärten anfallen. Davon ausgenommen sind nur der Baum- und Strauchschnitt. Die Abfallsammlung ist umso effizienter und erfolgreicher, je flächendeckender sie erfolgt. Sind viele Haushalte an das System angeschlossen, wird die Sammellogistik nicht nur kosteneffizient, sondern lassen sich Bio- und Grünabfälle auch in hohen Raten mobilisieren.

Gemeinsam für eine bessere Verwertung
Um Bio- und Grünabfälle in Baden-Württemberg künftig effizienter zu nutzen, haben das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, der Landkreistag und der Städtetag eine „Gemeinsame Erklärung zur Zukunft der Bioabfallverwertung" auf den Weg gebracht. Denn derzeit werden im Land lediglich aus einem Drittel der gesammelten Bioabfälle Strom und Wärme gewonnen und von über 900.000 Tonnen Grünabfällen im Jahr würden bisher nur 100.000 Tonnen zur Energieerzeugung verwertet.

Ziel der gemeinsamen Erklärung ist es, Baden-Württemberg zur führenden Kompetenzregion für hochwertige Bio- und Grüngutverwertung auszubauen. Dabei spielen die getrennte Sammlung und hochwertige Verwertung von Bio- und Grünabfällen in einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft eine entscheidende Rolle.

Weiterführende Informationen:

Gutachten: Interkommunale Zusammenarbeit bei der Verwertung von Bioabfall

Gemeinsame Erklärung Bioabfall (PDF)

Bioabfallverordnung (PDF)

LUBW-Studie „Bio- und Grünabfälle" (PDF)

Hochwertige Verwertung von Bioabfällen - Ein Leitfaden (PDF)





 

Was tun im Klimawandel? Machen Sie mit bei der Umfrage des Umweltministeriums zu den Folgen des Klimawandels

Bild: Umfrage Klimawandel UM
Umfrage zu den Folgen des Klimawandels

Dem Klimawandel entschlossen begegnen und den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase schrittweise verringern - diese Ziele stehen im Vordergrund der Klimapolitik des Landes. Doch selbst bei einer begrenzten weltweiten Klimaerwärmung um zwei Grad, lassen sich für Mensch, Umwelt und Natur weitgehende Folgen ableiten und teilweise schon heute - auch in Baden-Württemberg - erkennen.

Über die gravierenden gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen sind sich die Menschen in sehr unterschiedlichem Umfang bewusst. Deshalb hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft eine Online-Umfrage im Beteiligungsportal des Landes gestartet. Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Einschätzungen, Erwartungen und Vorschläge zum Umgang mit den Klimaveränderungen einbringen.

Die Ergebnisse fließen in die Anpassungsstrategie des Landes ein. Mit dieser will sich die Landesregierung gegen die zu erwartenden Klimafolgen wappnen, mögliche Chancen nutzen und Folgekosten verringern. Einen ersten Entwurf der Strategie hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft am 14. November vorgestellt.

Machen Sie mit bei der Umfrage des Umweltministeriums und nehmen Sie sich circa 15 Minuten Zeit, um die 19 Fragen zu den Auswirkungen des Klimawandels zu beantworten! Die Teilnahme ist bis zum 19. Dezember 2015 möglich.


 

Wanderungsmöglichkeiten für Wildtiere verbessern

 
Bild: Grünbrücke - Strasse
Grünbrücken als Ausgleichsmaßnahme
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die trennende Wirkung von Verkehrswegen wächst mit zunehmender Breite. Einen schmalen Schotterweg vermögen viele Organismen noch leicht zu überwinden, sodass ein Austausch zwischen den Populationen weiterhin bestehen kann. Eine breite Autobahn oder Bundesstraße hingegen isoliert die Populationen im Laufe der Zeit völlig voneinander. Neben der direkten Flächeninanspruchnahme bewirken Strassen auf beiden Seiten deutliche ökologische Beeinträchtigungen in den angrenzenden Lebensräumen.

Die Verluste an Amphibien, Kleinsäugern und Vögeln haben in den letzten Jahren durch die ständige Erhöhung des Straßenverkehrs und die fortlaufende Verdichtung des Straßennetzes stark zugenommen. Insbesondere Igel, Amphibien sowie Greif- und Singvögel sind häufige Opfer (Kollisionstod). Die Erwärmung der Luft über Asphaltflächen führt gerade in den Übergangsjahreszeiten Frühjahr und Herbst zu hohen Insektendichten, und zieht damit zahlreiche insektenfressende Kleinvögel an. Der Großteil dieser Vögel zählt zu den "Niedrigfliegern". Dem Kollisionstod der Altvögel folgt der schleichende, unsichtbare Tod verwaister Nestlinge. Vogelschlag durch Strassenverkehr entspricht einer ungerichteten biologischen Auslese und kann erhebliche Populationsverluste bewirken.

Zur Lösung dieser Problematik wurden in den letzten Jahren verschiedene Schutzmaßnahmen eingeleitet:

  • Verkehrsrechtliche Anordnungen (Hinweisschilder, Strassensperrungen)
  • Dauereinrichtungen (Leitsysteme, Durchlässe, Grünbrücken)

  • KRANZ, B., JAEGER, J., ESSWEIN, H. (2002): Flächenzerschneidung in Baden-Württemberg. Neuauflage mit Zeitreihen 1930 - 1998. Kurzinformation der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg (Selbstverlag), Stuttgart, 20 S.

     
    Bild: Europäische Wildkatze, schleichend
    Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris)
    (© BUND, Autor: Th. Stephan)

    09.03.2015 Staatssekretärin Gisela Splett setzt sich für Querungshilfen an der B 31 bei Titisee-Neustadt ein, um die biologische Vielfalt im Land zu erhalten. „Viele Tier- und Pflanzenarten in Baden-Württemberg stehen bereits heute auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Diesem negativen Trend müssen wir entgegenwirken, indem wir Artenschutz flächenwirksam gestalten und als Querschnittsaufgabe verstehen. Dazu gehört die Schaffung einer Infrastruktur, die es Wildtieren erlaubt, möglichst hindernisfrei zu wandern“, erklärte Staatssekretärin Gisela Splett bei einer Ortsbesichtigung an der B 31. Splett setzt sich dafür ein, dass an der B 31 östlich von Titisee-Neustadt, auf dem Gebiet der Gemeinde Friedenweiler, Querungshilfen über die hier dreispurig ausgebaute B 31 entstehen.

    Um den Naturschutz voranzutreiben und den Auswirkungen der sogenannten „grauen“ Infrastruktur, das heißt Siedlungs- und Verkehrsflächen, entgegenzuwirken, arbeitet das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur an einem landesweiten Wiedervernetzungskonzept. Hierbei sollen Lebensräume von Wildtieren und Pflanzen an bestehenden Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen bestmöglich miteinander vernetzt werden. Ein wichtiger Bestandteil der Bemühungen im Land ist dabei die Umsetzung der im „Bundesprogramm Wiedervernetzung“ enthaltenen Maßnahmen an Autobahnen und Bundesstraßen.

    „Die vorgesehene Wiedervernetzungsmaßnahme an der B 31 ist eines von zwölf im Bundesprogramm enthaltenen Projekten und hat für uns sehr hohe Priorität.“ Bei Friedenweiler verläuft in den Wäldern südlich und nördlich der B 31 ein Wildtierkorridor, über den Tiere vom Südschwarzwald in den Mittleren Schwarzwald und dann weiter über den Nordschwarzwald zum Beispiel in den Odenwald wandern können. Allerdings ist der naturräumlich eigentlich vorhandene Wildtierkorridor in der Praxis kaum noch durchlässig. Denn der permanente Verkehr mit einem Aufkommen von täglich über 18.000 Fahrzeugen hindert die Wildtiere an der Wanderung. Eine Querungshilfe in Form einer Grünbrücke ist daher unbedingt notwendig und, im Unterschied zu vielen anderen Bereichen der B 31, topographisch auch machbar.

    Eine Grünbrücke muss so gestaltet werden, dass sie einer Vielzahl von Tierarten die Querung ermöglicht. Zusätzlich muss auch das „Hinterland“ beidseits der Straße für die Wildtiere so attraktiv sein, dass sie sich zunächst dort aufhalten können, bevor sie weiterwandern. Die Wälder in der Umgebung einer künftigen Grünbrücke über die B 31 erfüllen diese Anforderung derzeit noch nicht, so dass zu der vorgesehenen Wiedervernetzungsmaßnahme unbedingt auch eine naturschutzfachliche Aufwertung des umgebenden Waldes gehört. Dann können Tierarten wie Rehe, Wildschweine und Füchse, aber gegebenenfalls später auch die Wildkatze und der Luchs, die B 31 wieder gefahrlos queren.

    „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit vereinten Kräften eine grüne Infrastruktur schaffen können die  dazu beiträgt, dass die biologische Vielfalt langfristig erhalten bleibt. Ich danke deshalb allen, die sich für die Schaffung eines Netzes von grünen Korridoren im Land einsetzen“, zeigte sich Frau Splett erfreut über die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren.

    Verkehrsaufkommen und Wildunfälle

    Seit 1975 hat sich das Verkehrsaufkommen in Deutschland vervierfacht: Im selben Zeitraum hat sich dich die Zahl der Wildunfälle verfünffacht. Ein deutliches Zeichen, dass Wildtiere immer mehr Barrieren überwinden müssen, um Nahrung oder Partner zu finden. In unserer dicht bebauten und von Verkehrswegen durchzogenen Kulturlandschaft ist es für Wildtiere nicht einfach, von einem Lebensraum zum anderen zu wandern. Sie stoßen dabei auf eine Vielzahl von Hindernissen, vor allem in Form von Siedlungen und von dichtbefahrenen Straßen. All dies trägt zu der in den letzten Jahrzehnten immer stärker gewordenen Gefährdung vieler Tier- und Pflanzenarten bei.


     

    Das EU-Schulfruchtprogramm

     
    Bild: Äpfel
    Reife Äpfel
    (© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

    Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war es üblich, Äpfel im eigenen Garten oder auf dem "Äckerle" anzubauen. Mit Beginn des Industriezeitalters wanderten viele Menschen in die Großstädte. Die Selbstversorgung aus dem heimischen Obstgarten ging zurück. Es entwickelte sich der erwerbsmäßige Obstanbau.

    In den gemäßigten Breiten der Erde ist Apfel heutzutage das meistgeerntete Obst. Weltweit werden jährlich über 60 Mio Tonnen des mehr oder weniger rotbäckigen Kernobstes aus der Familie der Rosengewächse geerntet - das macht rund 8,5 Kilogramm pro Kopf der Weltbevölkerung.

    gängige Apfelsorten, die besonders für Gärten und den Bio-Anbau geeignet sind:

    Ananas Renette:
    Früchte klein, guter Tafelapfel, Ernte ab Mitte Oktober, guter Geschmack

    Freiherr von Berlepsch:
    hoher Vit. C-Gehalt, sehr guter Tafelapfel, Ernte ab E. Okt., Aufbewahrung in Folien

    Goldrenette v. Bleuheim:
    Tafelapfel, nussartiger Geschmack, saftig, mürbe, Ernte ab M. Okt.

    Boskoop:
    große Früchte, süß-säuerliches Fleisch, Ernte Anfang Okt., gute Lagerfähigkeit

    James Grieve:
    mittelgroß, saftig, säuerlich, Tafelapfel - Frischverzehr, Ernte ab Mitte August

    Ribston Pepping:
    guter Tafelapfel, muskatartig, mittelgroß, gut haltbar, Ernte bis Mitte. Nov..möglich

    Zuccalmaglios Renette:
    guter Tafelapfel, mittelgroß, saftig, Ansprüche an Boden hoch, Ernte im Okt.

    Ontario:
    hoher Vit.C-Gehalt, Ernte Mitte Okt., guter Lager- u. Winterapfel

    Winterambur:
    große Früchte, saftig, Ernte Anfang Okt.

    Hauxapfel:
    Mostsorte, starke Säure, Ernte Mitte Okt.

    Kaiser Wilhelm:
    Tafelapfel, mittelgroß, A. Okt. säuerlichsüß, druckempfindlich

    Gelber Edelapfel:
    hoher Säuregehalt, gute Lagereigenschaften, bes. für Mus - bleibt weiß

    Goldparmäne:
    Tafelapfel - Frischverzehr, aromatisch u. süß, M. Sept., Pollenspender!

    Melrose:
    gutschmeckend, Lagerobst, Ernte Anfang Okt.

     
    Bild: Obst und Gemüse
    Wochenmärkte bieten ein vielfältiges Angebot an Obst und Gemüse
    (© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

    Wochenmärkte und Bauernmärkte bieten dem Verbraucher stets eine große Auswahl an frischen, vitaminreichen Produkten. Hier ist der Kunde noch König.


    ausgewählte Literatur: Leitzmann, C. (2001): Welternährung zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Die globale Ernährungssituation. Biologie in unserer Zeit 31(6), S. 408 - 416 (2001), ISSN 0045-205X

    Ziel des EU-Schulfruchtprogramms ist es, Kinder möglichst früh an ein gesundheitsförderndes Ernährungsverhalten heranzuführen und zu vermitteln, dass Obst und Gemüse nicht nur gesund ist sondern auch lecker schmeckt. Neben diesem direkten Effekt soll mit dem Programm auch dem rückläufigen Obst- und Gemüseverzehr entgegengewirkt werden.

    Um dieses Ziel zu erreichen stellt die EU den Mitgliedsstaaten 90 Millionen Euro zur Kofinanzierung von Obst- und Gemüselieferungen an vorschulische und schulische Einrichtungen zur Verfügung.

    Baden-Württemberg nutzt die Chancen, die das Programm bietet.

    Unter Federführung des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz wurden die Voraussetzungen für die Programmdurchführung geschaffen. Für Baden-Württemberg stehen jährlich mindestens 2 Millionen Euro für Obst- und Gemüsemahlzeiten zur Verfügung. Leider kann das Land nicht für die notwendige Kofinanzierung einstehen. Das heißt 50 Prozent der Kosten müssen von Dritten getragen werden. Dies können zum Beispiel Schulträger, Fördervereine, Eltern oder Sponsoren sein.

    Alltagskompetenz und gesundheitsfördernde Ernährung werden in Schulen und Kindertagesstätten fast nebenbei erlernt. Schon einfache Veränderungen schaffen verführerische Situationen:

    • lassen Sie die Kinder gemeinsam frühstücken
    • ein Korb mit Früchten im Raum motiviert zum Zugreifen
    • in Stücke geschnittene Früchte bleiben selten liegen
    • am Schulkiosk wird frisches Obst und Gemüse angeboten
    • das Früchtethema kann zu jeder Jahreszeit in mehreren Fächern bearbeitet werden
    • Kresse auf der Fensterbank ziehen
    • Kräuter im Schulgarten pflanzen und ernten
    • das Angebot im Lebensmittelhandel testen
    Quelle: MBW Marketinggesellschaft mbH