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Vernässte Senke (Erdfall) bei Backnang (Rems-Murr-Kreis)
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Bild: Doline
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Durch Auslaugung und Verkarstung im Untergrund entstehen im Keuperhügelland kleine abflusslose Erdfälle. In ihnen finden sich meist stark vernässte Böden. Der nordwestlich von Backnang gelegene Erdfall ist im Laufe der Zeit sogar vermoort.

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Meldungen

15.01.2017 Entschließung der Landesärztekammer zu freigegebenen Abfällen aus dem Rückbau vo… mehr

13.01.2017 120 neue Windkraftanlagen im Jahr 2016 mehr

04.01.2017 Naturschutztage 2017 in Radolfzell mehr

09.01.2017 Grundwasser hat ein langes Gedächtnis mehr

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Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: Grünspecht (2), Winter
Grünspecht (Picus viridis) im Schnee, auf der Suche nach Ameisen
(© C. Ritter)

Der Grünspecht (Picus viridis) wird bis zu 31 Zentimeter lang und hat eine Spannweite von bis zu 52 Zentimetern. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite ist blass hell- bis graugrün gefärbt.Oberkopf und der Nacken sind rot. Die Art bevorzugt halboffene Landschaften mit ausgedehnten Althölzern, vor allem Waldränder und Feldgehölze mit hohen alten Bäumen. Als Brutgebiet wählt er überwiegend Streuobstbestände.

Beliebte Nährtiere sind die Ameisen-Arten Lasius niger, Lasius flavus, Lasius fuliginosus sowie Formica cunicularia. Harte Winter verkraftet der Vogel schlecht, da er bei höheren Schneelagen von seiner Hauptnahrung, den Ameisen, abgeschnitten wird. Milde Winter und trockene, warme Sommer haben den Grünspechten in den letzten Jahren die teilweise Wiederbesiedlung verwaister Gebiete ermöglicht.

Der Bestand des Grünspechts ist mit geschätzten 8.000 bis 11.000 Brutpaaren in Baden-Württemberg derzeit nicht bedroht. Vogel des Jahres 2014.

Das Internetportal Themenpark Umwelt ist Teil des Umweltinformationssystems Baden-Württemberg (UIS BW). Konzipiert und entwickelt von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit einem Informationsangebot von derzeit ca. 3.000 Internetseiten möchte der Themenpark der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung der Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form aufzeigen. Die Internetpräsentation soll zwischen Mensch und Natur vermitteln, nicht zuletzt weil Natur und Landschaft durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen erfüllen. Es lohnt sich also hineinzuschauen. Zur Orientierung werden die verschiedenen Zugänge hier kurz vorgestellt:

Der Zugang Unsere Umwelt präsentiert das Inventar an Bodenlandschaften, Geotopen, Mooren, Schutzgebieten sowie das BodenseeWeb.

In den Umweltthemen werden umweltpolitische Fragen zu Abfall als Ressource, Biologischer Vielfalt, Bodenschutz, Klimaschutz und Umweltbildung behandelt und beispielhafte Aktionen wie das Natura-TV präsentiert.

Die Umweltbeobachtung informiert über die Messnetze der landesweiten Bodendauerbeobachtung und über den Landschaftswandel in Baden-Württemberg.

Der Zugang Umwelt erleben führt zu Umwelterlebnisgebieten in Stadt- und Landkreisen. Auch Einrichtungen mit umweltgerechten Freizeitangeboten wie Naturschutzzentren, Freilichtmuseen und Lehrpfade werden hier gezeigt.

Aktuelle Themen


 

Landesweite Streckenergebnisse und Gutachten zum Wildverbiss an Waldbäumen liegen vor

Bild: Rehe, Schnee, Winter
Rehwild (Capreolus capreolus)
(© public domain)

Wildtierregulierung und ihre Auswirkungen werden durch ein Monitoring begleitet. In den Kernzonen von Schutzgebieten ist die Jagd grundsätzlich eingeschränkt oder ganz untersagt. Eine möglichst unberührte Natur ohne menschliche Eingriffe ist naturschutzfachliches Ziel für solche Regelungen.


 08.01.2017 - „Wildtiere sind Teil unserer Kulturlandschaft. Die in den vergangenen Jahren rasant gestiegenen Schwarzwildbestände richten immer wieder große Schäden an und stellen uns vor große Herausforderungen, die wir nur gemeinsam lösen können", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk. Wildschweine würden von menschlichen Strukturen und den Folgen des Klimawandels profitieren und sich entsprechend stark vermehren.

„Die Streckenergebnisse des Jagdjahres 2015/2016 belegen, dass sich die Jägerinnen und Jäger intensiv für die Regulation unserer heimischen Wildtierbestände einsetzen", sagte der Minister. Es sei bisher schon eine Herausforderung gewesen, die Rehwildbestände so zu regulieren, dass eine natürliche Verjüngung der heimischen Hauptbaumarten möglich sei. Mit dem rasanten Anstieg der Schwarzwildbestände in den letzten Jahren seien die Ansprüche an die Jägerinnen und Jäger im Land gewachsen. Die Jagdstrecke an Schwarzwild habe im abgelaufenen Jagdjahr 2015/16 einen Zuwachs von rund 40 Prozent zur Vorjahresstrecke und mit insgesamt rund 68.000 Wildschweinen den bisher zweithöchsten Wert für Baden-Württemberg erreicht. „Um die Jägerinnen und Jäger bei der Regulation der Schwarzwildbestände zu unterstützen, haben wir einen landesweiten Runden Tisch Schwarzwild einberufen. Unter wissenschaftlicher Begleitung sollen Praxishinweise zum Management dieser Wildtierart erarbeitet und die Thematik effektiver Schwarzwildbejagung beleuchtet werden", sagte der Minister. Der Runde Tisch ‚Schwarzwild‘ setze sich aus Vertreten der Jägerschaft, der Land- und Forstwirtschaft, des Veterinärwesens sowie des Natur- und Tierschutzes zusammen.

Rehwildbewirtschaftung

„Mit rund 167.000 erlegten Tieren ist das Reh nach wie vor die häufigste in Baden-Württemberg erlegte Wildtierart. Eine effektive Rehwildjagd ist notwendig, um die naturnahe Verjüngung unserer Wälder sicherzustellen", erklärte der Forstminister.

Die Forstlichen Gutachten zum Wildverbiss würden eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Bemessung der Anzahl der zu erlegender Rehe in den Jagdrevieren darstellen. Alle drei Jahre würden die unteren Forstbehörden die Verbissbelastung der verschiedenen Baumarten im Wald aufnehmen. „Unsere Auswertungen zeigen, dass im Regelfall der Wildverbisses durch gezielte Bejagung an schützenswerten Verjüngungsflächen bei den allermeisten Baumarten auf ein vertretbares Maß abgesenkt werden kann", sagte Peter Hauk. Lediglich bei der Baumart Eiche und bedingt auch bei der Tanne sei eine reine Bejagung nicht immer ausreichend. Dort müsse mit entsprechenden Schutzmaßnahmen aufwändig nachgeholfen werden.

„Forstliche Gutachten zum Wildverbiss an Waldbäumen"

In Baden-Württemberg ist das „Forstliche Gutachten zum Wildverbiss an Waldbäumen" als ein landesweites, jagdrevierbezogenes Schätzverfahren konzipiert. Das Verfahren hat sich seit über 30 Jahren bewährt.


 

Fahrrad-Jahr 2017 beginnt

Bild: Radfahren
Fahrradfahren liegt im Trend
(© LUBW)


30.12.2016 - Am 12. Juni 1817 ist Karl Drais erstmals auf seiner Laufmaschine (Draisine) durch Mannheim gefahren. Das Fahrrad feiert 2017 also 200. Geburtstag. „Ich freue mich, mit den Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg, 2017 das große Fahrrad-Jubiläum feiern zu können", sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Die Laufmaschine gilt als die Urform des Fahrrads. Anlässlich des 200-jährigen Fahrrad-Jubiläums stellen das Land Baden-Württemberg und zahlreiche Partner über das Jahr verteilt ein vielfältiges Programm auf die Beine. „Dabei wird für jeden etwas dabei sein", ist sich Minister Hermann sicher. Zu den Highlights des Jubiläumsjahres zählen beispielsweise die „Jubiläumstour. Die nachhaltigste Roadshow der Welt.", die als mobile Ausstellung von Mai bis August 2017 mit Lastenfahrrädern durch Baden-Württemberg tourt sowie die bereits im November 2016 eröffnete Landesausstellung „2 Räder - 200 Jahre" im Mannheimer Technoseum. Als enge Partner des Landes bereiten auch die beiden Drais-Städte Mannheim und Karlsruhe große Veranstaltung anlässlich des Fahrrad-Jubiläums vor.

Gewinner beim Jubiläumswettbewerb zum Fahrrad-Jahr 2017 stehen fest

Um das Fahrrad-Jubiläum mit möglichst vielfältigen Aktivitäten landesweit gestalten zu können, wurde schon 2016 der „Jubiläumswettbewerb. Fahrrad. Ideen. Entwickeln." ausgeschrieben. Gesucht waren spannende Ideen für Aktionen in und aus Baden-Württemberg, mit denen das Fahrrad 2017 gefeiert wird. „Das Interesse am Wettbewerb war enorm - es gab über 70 eingereichte Beiträge, allesamt kreative Ideen rund um das Thema Fahrrad. Die Bandbreite reichte von Veranstaltungen, Design- und Sportwettbewerben über Forschungsbeiträge bis hin zu touristischen Inszenierungen. Die Gewinner des Jubiläumswettbewerbs stehen nun zum Start des Jubiläumsjahres fest", freut sich Minister Hermann.

Zu den jeweils drei Gewinnern aus acht Kategorien zählt die Idee von Uwe Mayer für ein erzählendes, historisches Bilderbuch für Kinder mit dem Titel „Die Laufmaschine - Vom Herrn Baron von Drais und seiner erstaunlich nützlichen, sagenhaften Erfindung!". Mit einer anderen prämierten Projektidee legt der Landkreis Göppingen im Jahr des Fahrrad-Jubiläums den Fokus auf das Themenfeld Radfahren und Inklusion und möchte damit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen Perspektiven in der Fortbewegung mit dem Fahrrad aufzeigen. Explorinho - die Werkstatt junger Forscher an der Hochschule Aalen will für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren einen Kurs für den Bau eines kreativen Fahrradrahmens unter ästhetischen, praktischen und unter Leichtbau-Aspekten anbieten. Die Stadt Konstanz plant in Kooperation mit der Hochschule Konstanz, studentische Kampagnen-Entwürfe zur Förderung des Radverkehrs ausarbeiten zu lassen.

Die Gewinner des Jubiläumswettbewerbs erhalten zwischen 1.000 und 3.000 Euro für die Projektideen. „Ich freue mich, dass wir mit dem Wettbewerb so zahlreiche Akteurinnen und Akteure für das Fahrrad-Jubiläum begeistern konnten. Ich hoffe, dass nun auch alle Beiträge im Jahr 2017 umgesetzt werden können."

Für eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg macht sich stark für die Entwicklung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität. Das Fahrrad und der Radverkehr nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Um das Mobilitätsverhalten im Land dauerhaft zu verändern und den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr zu steigern, setzt sich die im Jahr 2012 vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg gestartete Initiative RadKULTUR für eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur im Land ein. Gemeinsam mit den vom Land geförderten RadKULTUR-Kommunen bietet sie ein vielfältiges Programm, um den Spaß am Fahren zu fördern und die Menschen zu motivieren, in ihrem Alltag ganz selbstverständlich aufs Rad zu steigen.

Quelle: Ministerium für Verkehr


 

Heimische Landwirtschaft setzt auf artgerechte Nutztierhaltung, Klimaschutz und Artenvielfalt

Bild: Schaf mit Ohrmarke
Hausschaf (Ovis orientalis aries), beliebtes Nutztier
(© M. Linnenbach)

Die Ohrmarke dient der amtlichen Kennzeichnung und Registrierung von Haus- und Nutztieren.Seit Juli 2005 gilt dies auch für Ziegen und Schafe.

29.11.2016 Mit dem Förderprogramm FAKT werde ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt gesunder Nutztierbestände und intakter Kulturlandschaften geleistet. Beides seien Grundlagen für hochwertige Lebensmittel aus Baden-Württemberg, so der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

„Unsere Bäuerinnen und Bauern erzeugen Lebensmittel und Rohstoffe unter Einhaltung höchster Standards. Die steigende Nachfrage der Betriebe nach unseren Umweltförderprogrammen belegt, dass dabei eine artgerechte Tierhaltung und der Schutz der Umwelt einen breiten Raum einnehmen", sagte der Minister.

Allein beim Ausgleichsprogramm FAKT liege das beantragte Fördervolumen dieses Jahr acht Prozent über dem Vorjahreswert. Rund 53 Prozent der Betriebe würden über FAKT einen Ausgleich für entsprechende Maßnahmen beantragen. Weitere Fördermittel stünden bereit. Ein Einstieg in FAKT wäre nach wie vor möglich.

Das Förderprogramm FAKT
Das Ziel von FAKT (Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl) ist der Erhalt und die Pflege der Kulturlandschaft, der Schutz des Klimas und der natürlichen Ressourcen Wasser, Boden, Luft, der Erhalt und die Verbesserung der Biodiversität sowie die Förderung der artgerechten Tierhaltung.

Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

 


 

Vogelgrippe * am Bodensee - Maßnahmenfahrplan festgelegt

Bild: Reiherente_Erpel
Reiherente (Aythya fuligula) - Erpel
(© Autor: T. Dove)

Die bevorzugten Lebensräume der Reiherente (Aythya fuligula) sind Seen und Fließgewässer mit mäßiger Fließgeschwindigkeit. Auch auf größeren Baggerseen lassen sich rastende Reiherenten in kleinen Trupps gut beobachten.

09.11.2016 Mit Blick auf das Auftreten der für Vögel sehr gefährlichen Vogelgrippe H5N8 am Bodensee macht sich der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, vor Ort ein Bild über die Lage und stellt das weitere Vorgehen vor.

„Die Erfahrungen aus den Vogelgrippefällen früherer Jahre (z. B. 2005) zeigen, dass ein abgestimmtes, angemessenes aber entschlossenes Handeln der richtige Weg ist, um die Krankheit bestmöglich einzudämmen. In ganz Europa ist immer wieder mit dem Auftreten der Vogelgrippe zu rechnen, und unsere Experten sind deshalb gut vorbereitet. Auch das Zusammenspiel der Behörden aller Ebenen funktioniert", sagte Hauk in Konstanz.

Umgehend notwendige Maßnahmen veranlasst
Gemeinsam mit einem Expertenstab habe er umgehend notwendige Maßnahmen veranlasst. Auch wenn jeder Vogelgrippefall immer etwas anders gelagert sei, könne man auf erprobte Konzepte zurückgreifen. Dementsprechend arbeite man nun den vorliegenden Fall in enger Abstimmung mit den Nachbarländern zielorientiert ab. Derzeit sei die Vogelgrippe in verschiedenen Regionen Europas aufgetreten.

„Nach aktuellem Kenntnisstand können wir davon ausgehen, dass H5N8 für den Menschen ungefährlich ist. Allerdings raten die Experten, beim Umgang mit tot aufgefundenen Tieren grundsätzlich ein Höchstmaß an Sorgfalt walten zu lassen und die Grundsätze der Hygiene zu beachten sowie die Tierkörper nicht zu berühren", betonte Hauk. Das Sozialministerium sei eingebunden. Bürgerinnen und Bürger, die derzeit am Bodensee tote Vögel, vor allem tote Enten fänden, sollten sich an die jeweils zuständige Gemeinde/Stadt oder das Landratsamt wenden.

Schutzstreifen angeordnet
„In einem ersten Schritt wird behördlich angeordnet, dass in einem Uferstreifen von 1.000 Metern Breite am Bodensee Geflügelbestände ‚aufgestallt‘, also in Ställe verbracht werden müssen. In diesem Schutzstreifen gelten zusätzlich besondere Biosicherheitsmaßnahmen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit unseren Nachbarn am Bodensee und mit der Geflügelwirtschaft, die ein großes Interesse an der Gesunderhaltung der Nutztierbestände hat", erklärte Hauk. Besondere Biosicherheitsmaßnahmen werden vorsorglich auch entlang des gesamten baden-württembergischen Rheinufers auf 500 Meter Breite angeordnet.

Flankierend dazu betreibe man ein engmaschiges Monitoring am Bodensee selbst, aber auch am Rhein entlang, wo sich immer wieder Rast- und Ruheplätze von Zugvögeln befänden, die für die Ausbreitung der Krankheit verantwortlich wären. „Behörden, Fischer, Landwirte und Jäger werden hier mit einbezogen. Deren besondere Ortskenntnis ist sehr hilfreich", betonte Hauk. Zusätzlich sollten landesweit Jägerinnen und Jäger erlegte Enten und Gänse für eine Beprobung zur Verfügung stellen.

„Im Landkreis Konstanz wird das Landratsamt als zuständige Behörde in Kürze die rechtliche Anordnung erteilen", so Landrat Frank Hämmerle. „Darüber hinaus empfehlen wir auch Hundehaltern, im Bereich des Ufers ihre Tiere anzuleinen."

„Da sich die Lage täglich ändern kann, ist unser Maßnahmenplan nicht statisch. Ausgehend von der jeweiligen Einschätzung der Experten richten wir unser Handeln am Erforderlichen aus. Hierzu stehen wir mit unseren Partnern der Internationalen Bodenseekonferenz in engem Kontakt", sagte der Minister. In die Expertise würden alle notwendigen Fachrichtungen einfließen. Veterinäre, Landwirte und Verwaltungsfachleute würden gemeinsam an einem Strang ziehen.

Hintergrundinformationen
Bei 37 tot aufgefundenen Reiherenten wurde das Virus H5N8 nachgewiesen. Bei weiteren 13 Funden laufen die Untersuchungen noch. Fundorte in Konstanz, Radolfzell, Moos, Bodman-Ludwigshafen und Friedrichshafen.

Aktuell verzeichnet Baden-Württemberg 50 (Stand 12.11. 10.00 Uhr) bestätigte Fälle des für Geflügel hochpathogenen Virus H5N8 im Landkreis Konstanz und im Bodenseekreis. Derzeit gibt es insgesamt 121 tote Wildvögel im Bereich des Bodensees auf baden-württembergischer Seite, 73 im Landkreis Konstanz und 48 im Bodenseekreis. Die Abklärung, ob die 71 Verdachtsfälle ebenfalls an H5N8 verendet sind, läuft derzeit.

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' Vogelgrippe ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Geflügelpest. Dabei handelt es sich um eine durch Viren hervorgerufene Tierseuche, von der Hühner, Puten, Gänse, Enten, wildlebende Wasservögel und andere Vögel betroffen sein können. Bei einer Infektion mit den aggressiveren Virusstämmen führt sie meist zum Tod der infizierten Vögel. Einige Varianten der Geflügelpest-Viren können in Einzelfällen auf Menschen aber auch auf Hauskatzen übertragen worden.


 

Klatschmohn (Papaver rhoeas) wird Blume des Jahres 2017

Bild: Klatschmohn, Blüte
Klatschmohn (Papaver rhoeas), Blüte
(© C. Antesberger)

Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist eine einjährige bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 cm erreicht. Die Blütezeit verläuft je nach Standort und Klima von Mai bis Juli. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber der Milchsaft.

Blume des Jahres 2017

31.10.2016 Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) als bekanntester Vertreter aller Mohnarten, ist Blume des Jahres 2017. Das teilte die Loki Schmidt Stiftung, die diese jährlich kürt, am 31. 10. 2016 in Hamburg mit. Die auffallend rot blühende zarte Ackerpflanze sei in Deutschland gar nicht mehr so häufig.

Durch diese Wahl solle auf die allgemeine Gefährdung der Ackerwildkräuter und deren Bedeutung für die Vielfalt in der Kulturlandschaft aufmerksam gemacht werden.Aufgrund des fortschreitenden Rückgangs der Pflanzenvielfalt sind auch die Bestäuber wie Schmetterlinge und Bienen sowie andere Insekten, die diese Wildpflanzen als Nahrungspflanzen und Lebensstätte nutzen, stark bedroht.

 

 


 

Fichte ist Baum des Jahres 2017

Bild: Taubenmoos(Ldkr. Waldshut), winter
NSG Taubenmoos, bodensaurer Fichtenwald
(© LUBW, Autor: J. Schaber)

Auf den schattigen Lichtungen der Waldmoore und in den nordexponierten Lagen der Hangmoore taut der Schnee meist erst Ende April/Anfang Mai vollständig ab.  Das NSG wurde 2007 gemeinsam mit dem "Naturschutzgroßprojekt Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental" durch das Regierungspräsidium Freiburg ausgewiesen. Derzeit laufen Überlegungen die ökologisch wertvolle Hochfläche in die Gebietskulisse des Biosphärengebiets Südschwarzwald einzubinden.

 13.10.2016 Die Fichte ist eine wichtige Baumart für die heimische Waldwirtschaft. Sie wächst in Baden-Württemberg auf 34 Prozent der Waldfläche. Fichtenholz ist ein wichtiger Rohstoff für die heimische holzverarbeitende Industrie. Nach Branchenangaben finden bundesweit rund zwei Drittel des erzeugten Nadelschnittholzes Verwendung in der Bauwirtschaft. Fichte ist in Baden-Württemberg die dominierende Nadelholzart.

„Lange Jahre war die heimische Baumart Fichte als naturfern verpönt. Richtig eingesetzt und richtig behandelt, ist die Fichte eine sehr leistungsfähige Baumart mit vielen Vorzügen. Ihre Wahl zum Baum des Jahres 2017 begrüße ich außerordentlich", sagte Forstminister Peter Hauk. Neben vielen anderen Baumarten werde die Fichte auch in Zukunft auf den richtigen Standorten klimastabile Mischwälder im Südwesten mit prägen. Fichtenholz, das zu Bauholz verarbeitet werde, speichere langfristig große Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid.

Der Baum des Jahres wird durch die Dr. Silvius Wodarz-Stiftung ausgerufen.


 

Land baut Flutinformations- und Warnsystem für Kommunen weiter aus

Bild: Neckarhochwasser 01-2011 (4)
Alte Brücke in Heidelberg - Hochwasser Januar 2011
(© privat, Autor: B. Grießmann)

Die Feuerwehr Heidelberg und die für den Hochwasserdienst zuständigen Kräfte der Stadt Heidelberg waren im Januar 2011 durch die Wetterereignisse extrem gefordert. Die Feuerwehr verzeichnete in diesem Zusammenhang insgesamt 34 Einsätze, davon 25-mal Wasser in Gebäuden, drei Einsätze wegen umgestürzter Bäume, zwei Einsätze zur Wasserrettung sowie viele sonstige Einsätze.

16.09.2016 Umweltminister Franz Untersteller und Innenminister Thomas Strobl: „Kommunen müssen sich auf Hochwasser intensiv vorbereiten, um die Bevölkerung schützen zu können. Unser Flutinformations- und Warnsystem FLIWAS hilft ihnen dabei."

Umweltminister Franz Untersteller und Innenminister Thomas Strobl haben die nächste Ausbaustufe des Flutinformations- und Warnsystems des Landes FLIWAS 3 als Testversion freigeschaltet. Ab sofort können Städte und Gemeinden das modernisierte Instrument nutzen, um sich noch gezielter auf mögliche Hochwasser vorzubereiten. Mit der Nutzung von FLIWAS 3 können alle Verantwortlichen im Ernstfall schnell, koordiniert und zielgerichtet handeln.

„Es spricht vieles dafür, dass sowohl große Hochwasserereignisse wie im Jahr 2013 als auch Starkregenereignisse infolge des Klimawandels in Zukunft vermehrt auftreten werden. Umso wichtiger ist es, die organisatorischen Vorkehrungen zur Hochwassergefahrenabwehr zu verbessern", erklärten die für den Hochwasserschutz und für den Katastrophenschutz zuständigen Landesminister Franz Untersteller und Thomas Strobl.

Moderne Informationstechnologie hilft, Gefahren früh zu erkennen und abzuwehren
Untersteller und Strobl forderten die Kommunen auf, der Land-Kommunen-Kooperation FLIWAS 3 beizutreten und die Software zur Stärkung des kommunalen Hochwasserrisikomanagements zu nutzen. Es sei ein mobiles und hochmodernes Instrument, das es erlaube, eine Vielzahl von Daten und Informationen zu bündeln und in Einsatz- und Alarmpläne einfließen zu lassen. „Je besser die Datengrundlage für solche Pläne, desto höher ist der Schutz der Bevölkerung und der Schutz von Eigentum und Sachwerten", so Untersteller und Strobl.Kommunen, die der Land-Kommunen-Kooperation FLIWAS 3 beitreten, erhalten Schulungen und professionelle Unterstützung bei der Nutzung des Systems.

Ergänzende Informationen

FLIWAS ist das webbasierte Hochwassermanagementsystem für Baden-Württemberg. Mit FLIWAS wird Mitarbeitern im Hochwasserschutz ein Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem im Hochwasserfall der hohe Informations- und Kommunikationsbedarf schnell gedeckt werden kann. Alle relevanten Informationen, die zur schnellen Lagebeurteilung benötigt werden, werden an einer Stelle gebündelt. Hochwasseralarm- und -einsatzpläne können mit Hilfe von FLIWAS automatisiert, vernetzt und auf einfache Weise aktualisiert werden. Dank zentraler Datenhaltung und Webtechnologie ist FLIWAS räumlich unabhängig und kann auf jedem PC mit Internetzugang genutzt werden.

Die neu entwickelte Software FLIWAS 3 basiert auf Erkenntnissen aus der Praxis und den Erfahrungen der Anwender mit den Vorgängerversionen. FLIWAS 3 verfügt über eine moderne, intuitiv zu bedienende Oberfläche und kann sowohl landesweit bereitgestellte als auch lokal verfügbare hochwasserrelevante Daten und Informationen in einer Anwendung bereitstellen.


 

Ausbreitung eingewanderter invasiver Arten soll bekämpft werden

Bild: Nutria (Myocastor coypus), Sumpfbiber, Kopf
Nutria (Myocastor coypus)
(© LUBW, Autor: R. Kober-Moritz)

Der Nutria (Myocastor coypus) stammt ursprünglich aus Südamerika. Die invasive Art hat sich in Deutschland etabliert.

Stuttgart 03.08.2016 In dieser Woche ist die erste EU-Liste invasiver Arten in Kraft getreten. Insgesamt 37 Tier- und Pflanzenarten sind darin aufgeführt, mindestens 24 von ihnen kommen in Deutschland vor, darunter der amerikanische Ochsenfrosch und der Signalkrebs. Es handelt sich dabei um Tier- und Pflanzenarten, die eingewandert sind, und einheimische Arten ggf. verdrängen, Schäden in Flora und Fauna anrichten und/oder zu gesundheitlichen Schäden führen. Die Europäische Kommission beziffert allein die medizinischen und ökonomischen Folgekosten durch eingewanderte Arten in der EU auf rund zwölf Milliarden Euro pro Jahr.

Die Liste geht auf die Biodiversitätsstrategie der EU zurück, deren Ziel es ist, den Rückgang der Artenvielfalt aufzuhalten. Ein Punkt dabei ist die Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten. „Für Baden-Württemberg ist nur ein Teil der Liste relevant, es fehlen aber beispielsweise Riesenbärenklau oder Kalikokrebs - also Arten, die hierzulande massive Schäden anrichten können", sagt Martin Klatt, Artenschutzreferent des Naturschutzbunds NABU. In der gesamten EU gehen Fachleute von rund 12 000 eingewanderten Arten aus, von denen rund 10 bis 15 Prozent als invasiv eingestuft werden.

Wichtig sei jetzt, die angemessenen Konsequenzen zu ziehen. Nach Einschätzung des NABU spielen Monitoring und Prävention eine wichtige Rolle. „Nur wenn man genau im Blick hat, welche Arten sich wie ausbreiten, kann man bei Bedarf rechtzeitig sinnvolle Maßnahmen ergreifen", sagt Klatt. Ein Beispiel ist der Kalikokrebs: Er stammt aus Nordamerika, wurde 1993 erstmals nahe Baden-Baden gefunden und hat sich am Oberrhein mittlerweile von Baden-Württemberg nach Rheinland-Pfalz ausgebreitet. Die Tiere wandern über Land, besiedeln neue Gewässer, zerstören dort häufig die Vegetation und vernichten die Amphibien- und Libellenbestände. Derzeit wird untersucht, wie verhindert werden kann, dass der Krebs neue Gewässer besiedelt.

Ob eine Bekämpfung invasiver Arten sinnvoll ist, hängt nach Angaben des Umweltministeriums auch davon ab, wie weit die Art bereits verbreitet ist. Vor diesem Hintergrund werden in Baden-Württemberg üblicherweise punktuelle Maßnahmen gegen noch nicht weit verbreitete Arten oder zum Schutz naturschutzfachlich hochwertiger Flächen durchgeführt.

Nach befürwortender Stellungnahme durch den zuständigen Verwaltungsausschuss hat die EU-Kommission am 14.7.2016 die erste Unionsliste veröffentlicht, die am 3.8.2016 in Kraft getreten ist. Steckbriefe mit wesentlichen Angaben zum Vorkommen und zum Aussehen der gelisteten Arten sind in den  BfN-Skripten 438 verfügbar.

Quelle: Staatsanzeiger BW


 

UNESCO-Biosphärenreservat im Schwarzwald, Umweltministerium, Regierungspräsidium Freiburg und beteiligte Kommunen und Kreise stellen UNESCO-Antrag

Bild: TP_BGL1_081 Wasserfall bei Todtnau
Wasserfall bei Todtnau
(© Autor: K. Rilling)

Nördlich von Todtnau stürzt der Stübenbach in einem breiten Wasserfall über 60 m in die Tiefe. Entstanden ist der Wasserfall während der Eiszeiten, als sich der Hauptgletscher im Schönenbachtal in Richtung Todtmoos bewegte und ein tiefes Muldental ausschürfte. Der kleine Hanggletscher bei Todtnauberg hatte nicht die Kraft, der Tieferlegung des Hauptgletschers zu folgen. Das Stübenbachtal stellt daher ein so genanntes Hängetal dar und der Wasserfall fällt über die Talkante ins Haupttal ab. Aufgrund der Wiederständigkeit der harten Migmatite blieben die schroffen Formen und Wasserfallkanten bis heute erhalten. Nach Nordwesten setzen sich entlang der Schindelhalde felsenreiche Steilhänge mit flachen Steinschuttböden fort (Regosole, Ranker).

29.07.2016 Der Antrag, das Biosphärengebiet Schwarzwald international als UNESCO-Biosphärenreservat anzuerkennen, wurde am 29.07.in der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets in Schönau unterzeichnet worden. Zu den Unterzeichnern gehören Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller, die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, der Geschäftsführer des Biosphärengebiets Schwarzwald Walter Kemkes, sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Kreise und Kommunen. Der Antrag wird vom deutschen Nationalkomitee für das UNESCO-Programm „Man and the Biosphere" an die UNESCO weitergeleitet. Eine Anerkennung wäre dann bis Ende 2017 möglich.

„Gemeinsam erleben wir hier im Schwarzwald, in den Grenzen des Biosphärengebiets, wie eine einzigartige Modellregion mit erheblichem Mehrwert für Wirtschaft, Tourismus und Natur entsteht", erklärte Umweltminister Franz Untersteller. Er lobte das Engagement der beteiligten Kreise und Kommunen und hob die naturschutzfachlich herausragende Bedeutung des Biosphärengebiets Schwarzwald hervor: „Das Biosphärengebiet begeistert mit seiner typischen und durch die Allmendweiden einmaligen Landschaft, mit seinen Wäldern, Mooren und Felsen und mit seinen Gewässern. Es lohnt sich, diese Natur- und Kulturlandschaft mit ihrem Reichtum an Pflanzen und Tieren zu schützen und weiter zu entwickeln."

Umweltminister Franz Untersteller und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Wir stärken den Schutz der biologischen Vielfalt und sichern Lebensräume für Mensch und Natur."
Das künftige Biosphärenreservat umfasst ein Gebiet von über 63.000 Hektar. Etwas mehr als zwei Drittel davon sind als so genannte Entwicklungszone deklariert, rund 30 Prozent sind Pflegezone und gut drei Prozent bilden die Kernzone des Reservats. Während die Kernzone ihrer natürlichen Entwicklung überlassen werden muss, kann und soll in den beiden anderen Zonen naturschonend und nachhaltig gewirtschaftet und gepflegt werden. In der Pflegezone steht die naturschonende Nutzung der Kulturlandschaften im Vordergrund, in der Entwicklungszone ist die nachhaltige Entwicklung der Flächen das Ziel, wobei die Flächen grundsätzlich uneingeschränkt wirtschaftlich, landwirtschaftlich oder touristisch genutzt werden können.

Für Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ist die Unterzeichnung ein Meilenstein: „Mit der Unterzeichnung des UNESCO-Antrags gehen wir einen weiteren Schritt in der Erfolgsgeschichte des Biosphärengebiets im Schwarzwald. Die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat wird mit vielen kreativen Ideen einen spürbaren Impuls für die Steigerung der Qualität und Attraktivität dieser Region und somit für das Wohlergehen der Menschen, die hier leben, geben." Sie ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir weitere 200 Hektar Staatswald in die Kernzone des Biosphärengebiets einbringen können. Das ist nochmals ein starkes Bekenntnis der Landesregierung zum Biosphärengebiet."

Ergänzende Informationen
Der Antrag auf Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat ist von Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller, der Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, dem Geschäftsführer des Biosphärengebiets Schwarzwald, Walter Kemkes, sowie Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Kreise Lörrach, Waldshut und Breisgau-Hochschwarzwald sowie der Stadt Freiburg unterzeichnet worden.

Außerdem unterstützen die 28 Kommunen des Biosphärengebiets Schwarzwald den Antrag: Aitern, Böllen, Fröhnd, Hausen im Wiesental, Häg-Ehrsberg, Kleines Wiesental, Schönau im Schwarzwald, Schönenberg, Schopfheim, Todtnau, Tunau, Utzenfeld, Wembach, Wieden, Zell im Wiesental (alle Landkreis Lörrach), Albbruck, Bernau im Schwarzwald, Dachsberg, Höchenschwand, Häusern, Ibach, St. Blasien, Ühlingen-Birkendorf, Wehr (Landkreis Waldshut), Hinterzarten, Horben, Oberried, Schluchsee (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets ist in Schönau eingerichtet. Neben Geschäftsführer Walter Kemkes, einer Verwaltungskraft und einer Assistenz werden dort Fachleute für Naturschutz, für Landnutzung, für Wirtschaft/Tourismus/Regionalentwicklung/Vermarktung und für Bildung/Kultur/Gesellschaft/Soziales arbeiten. Ein Besucherzentrum für das Biosphärengebiet wird voraussichtlich in Todtnau entstehen.

Die Kosten für das Biosphärengebiet von etwa 660.000 Euro jährlich trägt in den ersten drei Jahren das Land, danach übernehmen die Kreise und Kommunen 30 Prozent der Kosten.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft


 

Nationalparkticket Schwarzwald geht an den Start

Bild: NSG Schliffkopf (1989), Luftbild, Nationalpark
Hochfläche des Naturschutzgebiets Schliffkopf
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Naturschutzgebiet Schliffkopf - als Schutzgebiet seit 1938 ausgewiesen. Erweiterung und Neuverordnung im Jahr 1986 durch das Regierungspräsidium Karlsruhe. Heutige Flächengröße ca. 1.357 ha. Seit dem 08. September 2013 zählt das Schutzgebiet auch zur Gebietskulisse des Nationalparks Schwarzwald.

Sehenswürdigkeiten: Bergheiden, Moorflächen, Blockhalden, Lotharpfad und Buhlbachsee (Karsee) mit Schwingraseninsel. Die Hochfläche zwischen Hornisgrinde und Kniebis stellt auch eine Wasserscheide dar. Hier finden sich die Quellgebiete von Acher, Murg und Rench.

01.06.2016 Minister Untersteller: "Ein Baustein für die umweltfreundliche Mobilität in der Nationalparkregion." Mit einem einfachen und preiswerten Ticket können künftig Nationalparkbesucher verbundübergreifend den ÖPNV nutzen. Ich freue mich, dass es mit Hilfe von Landesmitteln gelungen ist, ein kundenfreundliches Angebot zu machen", so Verkehrsminister Winfried Hermann am Mittwoch, 01. Juni 2016 zum Start des Nationalparktickets.

Naturschutzminister Franz Untersteller ergänzte: „Der Nationalpark Schwarzwald erfreut sich wachsender Beliebtheit und Akzeptanz. Mit dem heute neu eingeführten Nationalparkticket können wir nun allen Gästen die umweltfreundliche Mobilität mit dem öffentlichen Verkehr im gesamten Gebiet des Nationalparks Schwarzwald erleichtern."

Das Gebiet des Nationalparks Schwarzwald erstreckt sich über zwei Teilbereiche, in denen die Tarifgebiete der drei Verkehrsverbünde Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV), Tarifverbund Ortenau GmbH (TGO) und Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt GmbH (VGF) aneinander grenzen. Entsprechend konnte der Nationalpark bislang nicht komplett mit einem einzigen Ticket erkundet werden. Hier schafft das Nationalparkticket Abhilfe. Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto anreisen, können dann vor Ort bequem und nachhaltig mobil sein. Aber auch Gäste, die beispielsweise mit einem Fahrschein von KVV, TGO oder VGF in den Nationalpark kommen, erhalten mit dem Nationalparkticket die Möglichkeit, im Anschluss per Bus im ganzen Gebiet des Parks unterwegs zu sein.

Minister Hermann: Ein Ticket statt drei!
Das Nationalparkticket gilt künftig in dem definierten Bereich des Nationalparks. Überregional verbundüberschreitend gültige Fahrkarten (z. B. Baden-Württemberg-Ticket, KONUS) behalten ihre Gültigkeit, ebenso wie die Verbundtarife vor Ort. Das Nationalparkticket ergänzt diese Tarife verbundüberschreitend im Park. Es trägt dazu bei, dass der Park mit nur einem Ticket über Verbundgrenzen hinweg und preiswert befahren werden kann. Das Gültigkeitsgebiet erstreckt sich dabei über Teilbereiche der drei Verkehrsverbünde KVV, TGO und VGF und fasst diese nutzerfreundlich zusammen. Dazu zählen alle heutigen und künftigen Haltestellen zwischen Schwanenwasen an der B 500 (KVV) und Kniebis Skistadion (VGF) an der B 28. Hinzu kommen die Haltestellen von/bis Herrenwies/Dorfplatz, von/bis Bühlertal/Wiedenfelsen, Sasbachwalden-Brandmatt, ab/bis Hornisgrinde, von/bis Seebach/Wolfsbrunnen, von/bis Obertal/Adler, sowie von/bis Zuflucht.

Das Nationalparkticket ist in verschiedenen Varianten erhältlich:

Einzelticket 2,40 Euro
Familienticket 4,60 Euro
Gruppenticket für fünf Personen 9,20 Euro pro Tag
Der Ticketvertrieb wird von drei Busunternehmen (Firmen RVS, Katz, Klumpp) vor Ort erbracht.

Die Preise basieren auf Gremienbeschlüssen des Nationalparks und machen Ausgleichszahlungen an die Verkehrsverbünde nötig. Das Land übernimmt in der Startphase des Nationalparktickets für zwei Jahre diese Zahlungen und stellt dafür Mittel in Höhe von 40.000 Euro zur Verfügung. Die Mittel werden aus dem Budget des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (UM) zur Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes für den Nationalpark Schwarzwald gestellt, das Verkehrsministerium (VM) betreut die Förderung fachlich.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie Ministerium für Verkehr


 

Was tun im Klimawandel? Machen Sie mit bei der Umfrage des Umweltministeriums zu den Folgen des Klimawandels

Bild: Umfrage Klimawandel UM
Umfrage zu den Folgen des Klimawandels

Dem Klimawandel entschlossen begegnen und den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase schrittweise verringern - diese Ziele stehen im Vordergrund der Klimapolitik des Landes. Doch selbst bei einer begrenzten weltweiten Klimaerwärmung um zwei Grad, lassen sich für Mensch, Umwelt und Natur weitgehende Folgen ableiten und teilweise schon heute - auch in Baden-Württemberg - erkennen.

Über die gravierenden gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen sind sich die Menschen in sehr unterschiedlichem Umfang bewusst. Deshalb hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft eine Online-Umfrage im Beteiligungsportal des Landes gestartet. Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Einschätzungen, Erwartungen und Vorschläge zum Umgang mit den Klimaveränderungen einbringen.

Die Ergebnisse fließen in die Anpassungsstrategie des Landes ein. Mit dieser will sich die Landesregierung gegen die zu erwartenden Klimafolgen wappnen, mögliche Chancen nutzen und Folgekosten verringern. Einen ersten Entwurf der Strategie hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft am 14. November vorgestellt.

Machen Sie mit bei der Umfrage des Umweltministeriums und nehmen Sie sich circa 15 Minuten Zeit, um die 19 Fragen zu den Auswirkungen des Klimawandels zu beantworten! Die Teilnahme ist bis zum 19. Dezember 2015 möglich.