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Blick vom Herrchenäcker auf den Galgenberg bei Rauenberg (Aufn. 2011)
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Bild: NSG Galgenberg (Rhein-Neckar-Kreis), Parabraunerde
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Die dicht bewaldete Bergkuppe des Galgenbergs überragt Wiesen, Weinberge und Ackerflächen (fruchtbare Parabraunerde aus Löß und Lößlem). In früherer Zeit waren die Berghänge aufgrund der intensiven Nutzung von Holz nahezu unbewaldet. Der weithin sichtbare, 243 m hohe Gipfel diente einst als Hinrichtungsstätte. Im deutschen Sprachraum tragen zahlreiche Hügel und Berge diese Bezeichnung.

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12.08.2016 Land veröffentlicht Leitfaden zum Starkregenrisikomanagement für Städte und Geme… mehr

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Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: Klebriger Hörnling, August
Klebriger Hörnling (Calocera viscosa)
(© M. Linnenbach)

Der auffällig gefärbte Klebrige Hörnling Calocera viscosa) wächst in Laub- und Nadelwäldern. Er zeigt seine 5 bis 10 cm hohen Fruchtkörper auf dem Waldboden ab Juli / August. Der attraktive Pilz findet sich vor allem in höheren Lagen, im Tiefland ist er selten. Junge Exemplare sind gute Speisepilze, die Älteren sollte man stehen lassen, sie können Übelkeit und Durchfall verursachen.

Das Internetportal Themenpark Umwelt ist Teil des Umweltinformationssystems Baden-Württemberg (UIS BW). Konzipiert und entwickelt von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit einem Informationsangebot von derzeit ca. 3.000 Internetseiten möchte der Themenpark der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung der Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form aufzeigen. Die Internetpräsentation soll zwischen Mensch und Natur vermitteln, nicht zuletzt weil Natur und Landschaft durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen erfüllen. Es lohnt sich also hineinzuschauen. Zur Orientierung werden die verschiedenen Zugänge hier kurz vorgestellt:

Der Zugang Unsere Umwelt präsentiert das Inventar an Bodenlandschaften, Geotopen, Mooren, Schutzgebieten sowie das BodenseeWeb.

In den Umweltthemen werden umweltpolitische Fragen zu Abfall als Ressource, Biologischer Vielfalt, Bodenschutz, Klimaschutz und Umweltbildung behandelt und beispielhafte Aktionen wie das Natura-TV präsentiert.

Die Umweltbeobachtung informiert über die Messnetze der landesweiten Bodendauerbeobachtung und über den Landschaftswandel in Baden-Württemberg.

Der Zugang Umwelt erleben führt zu Umwelterlebnisgebieten in Stadt- und Landkreisen. Auch Einrichtungen mit umweltgerechten Freizeitangeboten wie Naturschutzzentren, Freilichtmuseen und Lehrpfade werden hier gezeigt.

Aktuelle Themen


 

Bodenerlebnistag am Mundenhof in Freiburg am 11. September 2016

Bild: Gley, Schwemmsediment Jungmoränenhügelland
Gley aus Schwemmsediment
(© LGRB, Autor: M. Weiß)

In Muldentälchen und Senken herrscht im Westallgäuer Hügelland häufig hoch anstehendes Grundwasser. Im wasserübersättigten Boden werden die Eisen- und Manganverbindungen beweglich. Im Grundwasserschwankungsbereich (Go-Horizont) kommt es während trockener Phasen zur Ausfällung orangeroter Eisenoxide. Im ganzjährig im Grundwasser liegenden unteren Teil des Bodenprofils (Gr-Horizont) herrschen graue, reduzierte Eisenverbindungen vor. Solche Gleye sind in der Regel erst durch Entwässerung zu ertragreichen Grünlandstandorten geworden.

Turnusmäßig organisiert das RP Freiburg alle vier Jahre die Aktionen zum Tag des Bodens. Dieser findet im Jahr 2016 in Freiburg statt. Vorgesehen ist ergänzend ein Boden-Erlebnistag für die Zielgruppe Familien, der am 11. Sept. 2016 auf dem Mundenhof stattfindet. Wie in den vergangenen Jahren können und sollen am Tag des Bodens verschiedene Kooperationspartner ihre Beiträge einbringen. Beispiele sind z. B. Bodenwerkstatt des LGRB, Bodenexkursionen, Bodenrallye, etc.

Im Jahr 2016 ist der Boden des Jahres der „Gley“ d.h. der Grundwasserboden, so dass der rote Faden für den Boden-Erlebnistag Informationen rund um das Thema „Boden und Wasser“ sein wird (siehe beigelegter Flyer).

Mit einem Wettbewerb (läuft aktuell) an Schulen zum internationalen Tag des Bodens will das Regierungspräsidium Freiburg zusätzlich daran erinnern, dass Böden eine unverzichtbare Grundlage menschlichen Lebens sind.


 

Ausbreitung eingewanderter invasiver Arten soll bekämpft werden

Bild: Nutria (Myocastor coypus), Sumpfbiber, Kopf
Nutria (Myocastor coypus)
(© LUBW, Autor: R. Kober-Moritz)

Der Nutria (Myocastor coypus) stammt ursprünglich aus Südamerika. Die invasive Art hat sich in Deutschland etabliert.

Stuttgart 03.08.2016 In dieser Woche ist die erste EU-Liste invasiver Arten in Kraft getreten. Insgesamt 37 Tier- und Pflanzenarten sind darin aufgeführt, mindestens 24 von ihnen kommen in Deutschland vor, darunter der amerikanische Ochsenfrosch und der Signalkrebs. Es handelt sich dabei um Tier- und Pflanzenarten, die eingewandert sind, und einheimische Arten ggf. verdrängen, Schäden in Flora und Fauna anrichten und/oder zu gesundheitlichen Schäden führen. Die Europäische Kommission beziffert allein die medizinischen und ökonomischen Folgekosten durch eingewanderte Arten in der EU auf rund zwölf Milliarden Euro pro Jahr.

Die Liste geht auf die Biodiversitätsstrategie der EU zurück, deren Ziel es ist, den Rückgang der Artenvielfalt aufzuhalten. Ein Punkt dabei ist die Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten. „Für Baden-Württemberg ist nur ein Teil der Liste relevant, es fehlen aber beispielsweise Riesenbärenklau oder Kalikokrebs - also Arten, die hierzulande massive Schäden anrichten können", sagt Martin Klatt, Artenschutzreferent des Naturschutzbunds NABU. In der gesamten EU gehen Fachleute von rund 12 000 eingewanderten Arten aus, von denen rund 10 bis 15 Prozent als invasiv eingestuft werden.

Wichtig sei jetzt, die angemessenen Konsequenzen zu ziehen. Nach Einschätzung des NABU spielen Monitoring und Prävention eine wichtige Rolle. „Nur wenn man genau im Blick hat, welche Arten sich wie ausbreiten, kann man bei Bedarf rechtzeitig sinnvolle Maßnahmen ergreifen", sagt Klatt. Ein Beispiel ist der Kalikokrebs: Er stammt aus Nordamerika, wurde 1993 erstmals nahe Baden-Baden gefunden und hat sich am Oberrhein mittlerweile von Baden-Württemberg nach Rheinland-Pfalz ausgebreitet. Die Tiere wandern über Land, besiedeln neue Gewässer, zerstören dort häufig die Vegetation und vernichten die Amphibien- und Libellenbestände. Derzeit wird untersucht, wie verhindert werden kann, dass der Krebs neue Gewässer besiedelt.

Ob eine Bekämpfung invasiver Arten sinnvoll ist, hängt nach Angaben des Umweltministeriums auch davon ab, wie weit die Art bereits verbreitet ist. Vor diesem Hintergrund werden in Baden-Württemberg üblicherweise punktuelle Maßnahmen gegen noch nicht weit verbreitete Arten oder zum Schutz naturschutzfachlich hochwertiger Flächen durchgeführt.

Nach befürwortender Stellungnahme durch den zuständigen Verwaltungsausschuss hat die EU-Kommission am 14.7.2016 die erste Unionsliste veröffentlicht, die am 3.8.2016 in Kraft getreten ist. Steckbriefe mit wesentlichen Angaben zum Vorkommen und zum Aussehen der gelisteten Arten sind in den  BfN-Skripten 438 verfügbar.

Quelle: Staatsanzeiger BW


 

Umwelt und Natur erleben, Umweltstaatssekretär Andre Baumann auf Sommertour

Bild: Dr. Andre Baumann
Staatssekretät Dr. Andre Baumann
(© Land BW)

Dr. Andre Baumann wurde 1973 in Heidelberg geboren, ist in Schwetzingen aufgewachsen, wo er auch heute mit seiner Familie lebt. Er hat an der Universität Marburg Biologie mit den Schwerpunkten Naturschutz und Ökologie studiert. Parallel hat Baumann ein zweites Hauptstudium der Rechtswissenschaften absolviert, aber nicht abgeschlossen. An der Universität Regensburg wurde der Diplom-Biologe promoviert. Im Mai 2016 wurde er zum Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg ernannt.

04.08.2016 „Das Land Baden-württemberg ist spannend, und die Umwelt-, Energie und Naturschutzpolitik ist es auch. Ich freue mich auf viele interessante Begegnungen im ganzen Land." Umweltstaatssekretär Andre Baumann nutzt die Augustwochen zu einer Sommertour durch Baden-Württemberg. Ziel der Sommertour ist es, wichtige Themen in den Vordergrund zu rücken, vorbildliche Projekte zu besuchen und den Natur- und Umweltschutz in seiner Breite darzustellen, jeweils ohne konkreten aktuellen Anlass.

Andre Baumann: „Die Produktion erneuerbarer Energien und Klimaschutz, Rohstoffgewinnung und Abfallverwertung, Naturschutz und Landschaftspflege - die Themen des Natur- und Umweltschutzes sind so wichtig wie sie vielfältig sind! Für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung unseres Landes brauchen wir die großen und die vermeintlich kleinen Projekte, von denen ich manche in der parlamentarischen Sommerpause besuchen möchte."

Die Tour führt Staatssekretär Baumann auf 18 Stationen zwischen Heidelberg und Friedrichshafen und zwischen Rhein und Donau, den Anfang machen am kommenden Montag die Regionale Kompetenzstelle Energieeffizienz (KEFF) in Balingen sowie das Naturschutz-Jugendzeltlager des Bundes Naturschutz Alb-Neckar, BNAN, in Trochtelfingen. Die Sommertour endet am 18. August im Rheinkraftwerk Iffezheim.

Die meisten Termine sind presseöffentlich, dazu wird jeweils separat eingeladen.


 

UNESCO-Biosphärenreservat im Schwarzwald, Umweltministerium, Regierungspräsidium Freiburg und beteiligte Kommunen und Kreise stellen UNESCO-Antrag

Bild: TP_BGL1_081 Wasserfall bei Todtnau
Wasserfall bei Todtnau
(© Autor: K. Rilling)

Nördlich von Todtnau stürzt der Stübenbach in einem breiten Wasserfall über 60 m in die Tiefe. Entstanden ist der Wasserfall während der Eiszeiten, als sich der Hauptgletscher im Schönenbachtal in Richtung Todtmoos bewegte und ein tiefes Muldental ausschürfte. Der kleine Hanggletscher bei Todtnauberg hatte nicht die Kraft, der Tieferlegung des Hauptgletschers zu folgen. Das Stübenbachtal stellt daher ein so genanntes Hängetal dar und der Wasserfall fällt über die Talkante ins Haupttal ab. Aufgrund der Wiederständigkeit der harten Migmatite blieben die schroffen Formen und Wasserfallkanten bis heute erhalten. Nach Nordwesten setzen sich entlang der Schindelhalde felsenreiche Steilhänge mit flachen Steinschuttböden fort (Regosole, Ranker).

29.07.2016 Der Antrag, das Biosphärengebiet Schwarzwald international als UNESCO-Biosphärenreservat anzuerkennen, wurde am 29.07.in der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets in Schönau unterzeichnet worden. Zu den Unterzeichnern gehören Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller, die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, der Geschäftsführer des Biosphärengebiets Schwarzwald Walter Kemkes, sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Kreise und Kommunen. Der Antrag wird vom deutschen Nationalkomitee für das UNESCO-Programm „Man and the Biosphere" an die UNESCO weitergeleitet. Eine Anerkennung wäre dann bis Ende 2017 möglich.

„Gemeinsam erleben wir hier im Schwarzwald, in den Grenzen des Biosphärengebiets, wie eine einzigartige Modellregion mit erheblichem Mehrwert für Wirtschaft, Tourismus und Natur entsteht", erklärte Umweltminister Franz Untersteller. Er lobte das Engagement der beteiligten Kreise und Kommunen und hob die naturschutzfachlich herausragende Bedeutung des Biosphärengebiets Schwarzwald hervor: „Das Biosphärengebiet begeistert mit seiner typischen und durch die Allmendweiden einmaligen Landschaft, mit seinen Wäldern, Mooren und Felsen und mit seinen Gewässern. Es lohnt sich, diese Natur- und Kulturlandschaft mit ihrem Reichtum an Pflanzen und Tieren zu schützen und weiter zu entwickeln."

Umweltminister Franz Untersteller und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Wir stärken den Schutz der biologischen Vielfalt und sichern Lebensräume für Mensch und Natur."
Das künftige Biosphärenreservat umfasst ein Gebiet von über 63.000 Hektar. Etwas mehr als zwei Drittel davon sind als so genannte Entwicklungszone deklariert, rund 30 Prozent sind Pflegezone und gut drei Prozent bilden die Kernzone des Reservats. Während die Kernzone ihrer natürlichen Entwicklung überlassen werden muss, kann und soll in den beiden anderen Zonen naturschonend und nachhaltig gewirtschaftet und gepflegt werden. In der Pflegezone steht die naturschonende Nutzung der Kulturlandschaften im Vordergrund, in der Entwicklungszone ist die nachhaltige Entwicklung der Flächen das Ziel, wobei die Flächen grundsätzlich uneingeschränkt wirtschaftlich, landwirtschaftlich oder touristisch genutzt werden können.

Für Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ist die Unterzeichnung ein Meilenstein: „Mit der Unterzeichnung des UNESCO-Antrags gehen wir einen weiteren Schritt in der Erfolgsgeschichte des Biosphärengebiets im Schwarzwald. Die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat wird mit vielen kreativen Ideen einen spürbaren Impuls für die Steigerung der Qualität und Attraktivität dieser Region und somit für das Wohlergehen der Menschen, die hier leben, geben." Sie ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir weitere 200 Hektar Staatswald in die Kernzone des Biosphärengebiets einbringen können. Das ist nochmals ein starkes Bekenntnis der Landesregierung zum Biosphärengebiet."

Ergänzende Informationen
Der Antrag auf Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat ist von Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller, der Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, dem Geschäftsführer des Biosphärengebiets Schwarzwald, Walter Kemkes, sowie Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Kreise Lörrach, Waldshut und Breisgau-Hochschwarzwald sowie der Stadt Freiburg unterzeichnet worden.

Außerdem unterstützen die 28 Kommunen des Biosphärengebiets Schwarzwald den Antrag: Aitern, Böllen, Fröhnd, Hausen im Wiesental, Häg-Ehrsberg, Kleines Wiesental, Schönau im Schwarzwald, Schönenberg, Schopfheim, Todtnau, Tunau, Utzenfeld, Wembach, Wieden, Zell im Wiesental (alle Landkreis Lörrach), Albbruck, Bernau im Schwarzwald, Dachsberg, Höchenschwand, Häusern, Ibach, St. Blasien, Ühlingen-Birkendorf, Wehr (Landkreis Waldshut), Hinterzarten, Horben, Oberried, Schluchsee (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets ist in Schönau eingerichtet. Neben Geschäftsführer Walter Kemkes, einer Verwaltungskraft und einer Assistenz werden dort Fachleute für Naturschutz, für Landnutzung, für Wirtschaft/Tourismus/Regionalentwicklung/Vermarktung und für Bildung/Kultur/Gesellschaft/Soziales arbeiten. Ein Besucherzentrum für das Biosphärengebiet wird voraussichtlich in Todtnau entstehen.

Die Kosten für das Biosphärengebiet von etwa 660.000 Euro jährlich trägt in den ersten drei Jahren das Land, danach übernehmen die Kreise und Kommunen 30 Prozent der Kosten.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft


 

Spaziergänger loben Blütenpracht, Landwirte schlagen Alarm

Bild: Jakobs-Kreuzkraut, Oftersheimer Dünen
Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea)
(© M. Linnenbach)

Das Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea), auch Jakobs-Kreuzkraut genannt, ist eine zweijährige, krautige Pflanze. Im ersten Jahr besteht sie ausschließlich aus etwa 20 cm langen, dunkelgrünen Grundblättern. Im zweiten Jahr entwickeln sich Stängel und Blütenstände. Die Pflanze wird von Landwirten und Pferdehaltern nicht gerne gesehen, da alle ihre Teile auf Grund der enthaltenen leberschädigenden Alkaloide giftig sind. Die Giftstoffe können sich vor allem im Organismus von Pferden und Kühen langsam anreichern und ein Leberversagen zur Folge haben. Schafe und Ziegen dagegen reagieren weniger empfindlich. Die giftige Wirkung entfaltet die Pflanze dabei nicht nur in frischem Futter, sondern auch in Silage sowie in begrenzten Maße im Heu. Experten warnen davor, dass die pflanzlichen Gifte in die Nahrungskette gelangen könnte und damit auch den Menschen gefährden.

27.07.216  - Das Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea) ist eine zweijährige, krautige Pflanze. Im ersten Jahr besteht sie ausschließlich aus etwa 20 cm langen, dunkelgrünen Grundblättern. Im zweiten Jahr entwickeln sich Stängel und Blütenstände. Das Jakobskreuzkraut siedelt sich bevorzugt auf offenen Flächen wie Straßenrändern, Bahngleisen und Ackerbrachen an.  Nach der Blütezeit zwischen Juni und Mitte August bildet das Kraut zahlreiche Flugsamen aus und kann sich damit über den Wind großflächig ausbreiten.

Die Pflanze wird von Landwirten und Pferdehaltern nicht gerne gesehen, da alle ihre Teile auf Grund der enthaltenen leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide giftig sind. Die Giftstoffe können sich vor allem im Organismus von Pferden und Kühen langsam anreichern und letztendlich ein Leberversagen zur Folge haben. Schafe und Ziegen dagegen reagieren weniger empfindlich. Die giftige Wirkung entfaltet die Pflanze dabei nicht nur in frischem Futter, sondern auch in Silage sowie in begrenzten Maße im Heu. Experten warnen davor, dass die pflanzlichen Gifte in die Nahrungskette gelangen könnte und damit auch den Menschen gefährden. Einzelne Pflanzen können durch Ausreißen beseitigt werden, dabei sollten unbedingt Schutzhandschuhe getragen werden. Gemähte oder ausgerissene Pflanzen müssen von Weideflächen unbedingt entfernt werden. Diese können dem Restmüll beigegeben oder, solange keine Samen vorhanden sind, kompostiert werden.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Jakobs-Greiskrautes sind die Ebenen bis mittleren Gebirgslagen der gemäßigten Klimazonen Europas. Es handelt sich bei der Pflanze also nicht um einen Neophyten (Einwanderer), sondern um eine einheimische Art.


 

Neue Ausstellung des Umweltministeriums auf der Landesgartenschau in Öhringen, Landschaftserhaltungsverbände Baden-Württemberg - Brückenbauer zwischen Mensch und Natur

Bild: Pflegemassnahmen Sandhausen
Pflegemaßnahmen, Gehölzschnitt
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)
Pflegemassnahmen zur Offenhaltung der Sandrasenflächen. Gehölzschnitt im zeitigen Frühjahr.

 20.07.2016 Staatssekretär Andre Baumann hat am 20.07. auf der Landesgartenschau in Öhringen die Ausstellung „Landschaftserhaltungsverbände Baden-Württemberg - Brückenbauer zwischen Mensch und Natur" eröffnet. „Wir brauchen Landschaftserhaltungsverbände, um unsere reichhaltige Kulturlandschaft erhalten und weiter entwickeln zu können", betonte Staatssekretär Baumann. Die Verbände seien in den Regionen gut vernetzt und könnten so gemeinsam mit allen Beteiligten praxistaugliche Maßnahmen der Biotop- und Landschaftspflege erarbeiten. „Das ist kooperativer Naturschutz, der vor Ort akzeptiert wird, hiervon profitieren die Bewirtschafter und unsere Natur gleichermaßen."

Auch bei der Umsetzung des europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000" komme den Landschaftserhaltungsverbänden eine wichtige Rolle zu, betonte Andre Baumann: „Landschaftserhaltungsverbände erhalten und mehren das wertvollste europäische Naturerbe unseres Landes - gemeinsam mit den Kommunen und mit den Bäuerinnen und Bauern."

Starke Landschaftserhaltungsverbände flächendeckend in ganz Baden-Württemberg zu schaffen, stelle einen Schwerpunkt der Naturschutzstrategie des Landes dar, erklärte Staatssekretär Baumann weiter. „Inzwischen gibt es bei uns 31 Landschaftserhaltungsverbände, zwei weitere befinden sich derzeit in der Gründungsphase. Eine solche Verbreitung findet sich in ganz Deutschland kein zweites Mal."

Zudem leisteten die Landschaftserhaltungsverbände im Land vorbildliche Arbeit, sagte Baumann. So sorgten sie zum Beispiel dafür, dass allein im letzten Jahr über 5.000 Verträge mit Landwirten an erhöhte Fördersätze angepasst und auf einer Fläche von rund 2.500 Hektar neue Landschaftspflegeverträge abgeschlossen werden konnten. „Die finanziellen Mittel, die direkt der Natur zu gute kommen, konnten wir mit Hilfe der Landschaftserhaltungsverbände von 21 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 29,5 Millionen Euro im Jahr 2015 deutlich erhöhen." Auch die in der laufenden Legislaturperiode geplante Erhöhung des Naturschutzhaushalts um insgesamt rund 30 Millionen Euro solle zu einem Großteil direkt in die Landschaftspflege fließen, hierbei spielten die Landschaftserhaltungsverbände eine wichtige Rolle, so der Staatssekretär.

Die Ausstellung kann bis zum 31. Juli während der Öffnungszeiten der Landesgartenschau besucht werden.


 

Ausschreibung des 18. Landesnaturschutzpreises **Naturoase Siedlung'- aber natürlich''

Bild: Haussperling, Garten
Haussperling (Passer domesticus), Jungvogel
(© M. Linnenbach)

Der Haussperling (Passer domesticus) ein Singvogel aus der Gruppe der Sperlinge, zu der weltweit 36 Arten gehören. In Deutschland leben mit dem Feldsperling und dem ebenfalls zu den Sperlingen zählenden Schneefink nur zwei Verwandte.

Der Spatz, wie der Haussperling auch landläufig genannt wird, lebt meist in unmittelbarer Nachbarschaft des Menschen. Somit ist der Vogel von allen landschaftlichen Veränderungen im Siedlungsbereich direkt betroffen. Fehlende Brutplätze durch sanierte, moderne Gebäude, versiegelte Flächen und ein verringertes Nahrungsangebot machen ihm seit einiger Zeit das Leben schwer.

Die Möglichkeiten, dem Haussperling und anderen Vögeln das Leben zu erleichtern, sind einfach wie vielfältig. Wer in seinem Garten auf Gift verzichtet und ihn möglichst vielfältig mit heimischen Pflanzen bestückt, leistet einen Beitrag zu einem reichhaltigem und natürlichem Nahrungsangebot für Spatzen und andere Vögel. Durch gezielte Fütterung kann man den Erhalt der Bestände fördern.

16.06.2016 Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller: „Auch in einer Stadt kann und muss Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschaffen werden. Herausragendes Engagement wollen wir würdigen."
Zum 18. Mal wird in diesem Jahr der Landesnaturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg ausgeschrieben und vergeben. Er steht unter dem Motto „Naturoase Siedlung - aber natürlich". Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 1. August. Gesucht sind beispielhafte Projekte und Aktivitäten, mit denen es gelingt oder gelungen ist, Siedlungsbereiche naturnah zu gestalten.

Bewerbungsphase endet am 1. August
„Naturoasen im unmittelbaren Wohnumfeld werden immer wichtiger als Lebensraum für Pflanzen und Tiere und als Nischen der Erholung für uns Menschen", erklärte Umweltminister Franz Untersteller. „Die naturnahe Gestaltung von Städten und Gemeinden ist eine Aufgabe, die alle angeht und zu deren Lösung viele etwas beitragen können: kommunale Einrichtungen, wie Schulen und Kindergärten, Verbände, Initiativen und Einzelpersonen gleichermaßen. An sie alle richtet sich der Aufruf, sich mit gelungenen Projekten um den Landesnaturschutzpreis zu bewerben."

Die Preisträger werden unter allen Bewerbern nach den Kriterien Naturschutzeffekt, Innovation, Modellhaftigkeit sowie Dauer und Nachhaltigkeit von einer Jury ausgewählt. Die Preisverleihung durch Naturschutzminister Franz Untersteller erfolgt im Frühjahr 2017.

Ergänzende Informationen
Seit 1982 vergibt die Stiftung Naturschutzfonds alle zwei Jahre den Landesnaturschutzpreis, der mit 20.000 Euro dotiert ist. Um den Preis können sich Verbände, Vereine, Personengruppen sowie Einzelpersonen oder auch Schulen und Kindergärten aus Baden-Württemberg bewerben.


 

Nationalparkticket Schwarzwald geht an den Start

Bild: NSG Schliffkopf (1989), Luftbild, Nationalpark
Hochfläche des Naturschutzgebiets Schliffkopf
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Naturschutzgebiet Schliffkopf - als Schutzgebiet seit 1938 ausgewiesen. Erweiterung und Neuverordnung im Jahr 1986 durch das Regierungspräsidium Karlsruhe. Heutige Flächengröße ca. 1.357 ha. Seit dem 08. September 2013 zählt das Schutzgebiet auch zur Gebietskulisse des Nationalparks Schwarzwald.

Sehenswürdigkeiten: Bergheiden, Moorflächen, Blockhalden, Lotharpfad und Buhlbachsee (Karsee) mit Schwingraseninsel. Die Hochfläche zwischen Hornisgrinde und Kniebis stellt auch eine Wasserscheide dar. Hier finden sich die Quellgebiete von Acher, Murg und Rench.

01.06.2016 Minister Untersteller: "Ein Baustein für die umweltfreundliche Mobilität in der Nationalparkregion." Mit einem einfachen und preiswerten Ticket können künftig Nationalparkbesucher verbundübergreifend den ÖPNV nutzen. Ich freue mich, dass es mit Hilfe von Landesmitteln gelungen ist, ein kundenfreundliches Angebot zu machen", so Verkehrsminister Winfried Hermann am Mittwoch, 01. Juni 2016 zum Start des Nationalparktickets.

Naturschutzminister Franz Untersteller ergänzte: „Der Nationalpark Schwarzwald erfreut sich wachsender Beliebtheit und Akzeptanz. Mit dem heute neu eingeführten Nationalparkticket können wir nun allen Gästen die umweltfreundliche Mobilität mit dem öffentlichen Verkehr im gesamten Gebiet des Nationalparks Schwarzwald erleichtern."

Das Gebiet des Nationalparks Schwarzwald erstreckt sich über zwei Teilbereiche, in denen die Tarifgebiete der drei Verkehrsverbünde Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV), Tarifverbund Ortenau GmbH (TGO) und Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt GmbH (VGF) aneinander grenzen. Entsprechend konnte der Nationalpark bislang nicht komplett mit einem einzigen Ticket erkundet werden. Hier schafft das Nationalparkticket Abhilfe. Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto anreisen, können dann vor Ort bequem und nachhaltig mobil sein. Aber auch Gäste, die beispielsweise mit einem Fahrschein von KVV, TGO oder VGF in den Nationalpark kommen, erhalten mit dem Nationalparkticket die Möglichkeit, im Anschluss per Bus im ganzen Gebiet des Parks unterwegs zu sein.

Minister Hermann: Ein Ticket statt drei!
Das Nationalparkticket gilt künftig in dem definierten Bereich des Nationalparks. Überregional verbundüberschreitend gültige Fahrkarten (z. B. Baden-Württemberg-Ticket, KONUS) behalten ihre Gültigkeit, ebenso wie die Verbundtarife vor Ort. Das Nationalparkticket ergänzt diese Tarife verbundüberschreitend im Park. Es trägt dazu bei, dass der Park mit nur einem Ticket über Verbundgrenzen hinweg und preiswert befahren werden kann. Das Gültigkeitsgebiet erstreckt sich dabei über Teilbereiche der drei Verkehrsverbünde KVV, TGO und VGF und fasst diese nutzerfreundlich zusammen. Dazu zählen alle heutigen und künftigen Haltestellen zwischen Schwanenwasen an der B 500 (KVV) und Kniebis Skistadion (VGF) an der B 28. Hinzu kommen die Haltestellen von/bis Herrenwies/Dorfplatz, von/bis Bühlertal/Wiedenfelsen, Sasbachwalden-Brandmatt, ab/bis Hornisgrinde, von/bis Seebach/Wolfsbrunnen, von/bis Obertal/Adler, sowie von/bis Zuflucht.

Das Nationalparkticket ist in verschiedenen Varianten erhältlich:

Einzelticket 2,40 Euro
Familienticket 4,60 Euro
Gruppenticket für fünf Personen 9,20 Euro pro Tag
Der Ticketvertrieb wird von drei Busunternehmen (Firmen RVS, Katz, Klumpp) vor Ort erbracht.

Die Preise basieren auf Gremienbeschlüssen des Nationalparks und machen Ausgleichszahlungen an die Verkehrsverbünde nötig. Das Land übernimmt in der Startphase des Nationalparktickets für zwei Jahre diese Zahlungen und stellt dafür Mittel in Höhe von 40.000 Euro zur Verfügung. Die Mittel werden aus dem Budget des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (UM) zur Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes für den Nationalpark Schwarzwald gestellt, das Verkehrsministerium (VM) betreut die Förderung fachlich.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie Ministerium für Verkehr


 

Bodensee, Klimawandel gefährdet Sauerstoffaustausch

Bild: Der Untersee,Luftbild
Bodensee-Untersee aus der Vogelperspektive
(© Grohe 2009, Autor: Grohe)

 03.05.2016 Der Bodensee ist Trinkwasserlieferant für rund 5 Millionen Menschen, ein beliebtes Urlaubs- und Erholungsgebiet und zugleich Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Deshalb engagiert sich das Land Baden-Württemberg seit vielen Jahren in der Klima- und Umweltforschung rund um den Bodensee.

„Klimawandel und Stoffeinträge, wie beispielsweise Phosphat, beeinflussen die Wasserqualität des Bodensees und verändern sein Ökosystem“, so die Präsidentin der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Margareta Barth. „Deshalb beobachtet das Institut für Seenforschung der LUBW seit den 1920er-Jahren die Zusammenhänge der zahlreichen Prozesse, die für die Wasserqualität des Bodensees wichtig sind.“

Anstieg der Wassertemperatur


Langfristig führt der Klimawandel zum Anstieg der Wassertemperatur im Bodensee. Die Temperatur an der Oberfläche des Sees ist heute im Mittel 0,9°C wärmer als vor 50 Jahren (siehe Abbildung). Was zum Baden angenehm erscheinen mag, verändert jedoch das Mischungs- und Schichtungsverhalten des Bodensees. Es beeinflusst den Stoffaustausch, was sich wiederum auf die Nährstoffverhältnisse und vor allem auf den Sauerstoffaustausch auswirkt.

Niedrigere Wasserstände im Sommer

Die sommerlichen Wasserstände sind seit den 1990er Jahren im Durchschnitt deutlich niedriger als zuvor. Eine Hauptursache hierfür sind die klimatischen Veränderungen im alpinen Einzugsgebiet des Bodensees. Der Schneefall im Winter geht zurück, dadurch fallen die sommerliche Schneeschmelze und die Wasserzufuhr über die Zuflüsse geringer aus. Die niedrigeren Wasserstände im Sommer wirken sich vor allem auf die ufernahen Bereiche aus.

Nicht nur die Flachwasserzone als wichtiges Brutgebiet für Fische und Krebstiere wird kleiner, auch viele der wertvollen Feuchtgebiete am Seeufer trocknen im Sommer stärker aus und sind bedroht. Dagegen breitet sich der Schilfgürtel in trockenen Jahren weiter in Richtung See aus. So entstehen neue Schilfröhrichte, die aber wieder durch Hochwässer gefährdet sind.

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Hochwasserschutz im Land gestärkt

 
Bild: Hochwasser Alb, Stadt Karlsruhe
Hochwasser der Alb bei Karlsruhe-Bulach (Dezember 2010)
(© LUBW, Autor: B. Grießmann)

Wegen Hochwasser gesperrte Unterführung an der Alb am 09.12.2010.

 
Bild: Neckarhochwasser 01-2011 (1)
Überspülter Steg am Neckar in Heidelberg (Hochwasser Januar 2011)
(© privat, Autor: B. Grießmann)

17.02.2016 Umweltminister Franz Untersteller: „Ein extremes Hochwasser kann über eine Million Menschen im Land betreffen. Daher haben wir die Mittel für den Hochwasserschutz an den Landesgewässern auf eine solide Basis gestellt und seit 2011 auf rund 53 Millionen Euro im Jahr mehr als verdoppelt."

In seiner letzten Sitzung hat sich der Ministerrat mit dem Stand des Hochwasserschutzes im Land befasst. Umweltminister Franz Untersteller erklärte hierzu heute (17.02.) in Stuttgart: „Wir haben die Mittel zur Finanzierung von technischen Hochwasserschutzmaßnahmen und von Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie an Landesgewässern von rund 25 Millionen Euro im Jahr 2011 auf nun rund 53 Millionen Euro pro Jahr mehr als verdoppelt." Zudem habe die 2013 vom Landtag beschlossene Zweckbindung des Wasserentnahmeent-gelts dafür gesorgt, dass die benötigten Mittel auch in Zukunft dauerhaft zur Verfügung stehen. „Damit ist das Land jetzt in der Lage, den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor einem Hochwasser zuverlässig und kontinuierlich weiter verbessern zu können."

Integriertes Rheinprogramm (IRP):
Das neu geschaffene solide finanzielle Fundament habe dafür gesorgt, dass das Land beim Integrierten Rheinprogramm (IRP) erstmals drei Hochwasserrückhalteräume gleichzeitig bauen könne, betonte der Umweltminister. Dies sind der Rückhalteraum Weil-Breisach mit den Abschnitten I und III sowie die Rückhalteräume Elzmündung und Kulturwehr Breisach. Daneben wurden die Planungen für den Hochwasserrückhalteraum Elisabethenwörth wieder aufgenommen.

„Mit den in Betrieb befindlichen Poldern Altenheim, dem Kulturwehr Kehl/Straßburg, dem Polder Söllingen/Greffern und dem im November 2015 fertig gestellten Rückhalteraum Rheinschanzinsel stehen heute rund 44 Prozent des insgesamt für den Hochwasserschutz am Rhein zu erstellenden Rückhaltevolumens von über 167 Millionen Kubikmetern zur Verfügung", sagte Untersteller. „Zusammen mit den Rückhaltemaßnahmen auf der französischen Seite können wir damit unterhalb der Staustufe Iffezheim derzeit den Schutz der Anlieger vor einem Hochwasserereignis sicherstellen, wie es statistisch gesehen alle 120 Jahre vorkommen kann."

Besonders froh zeigte sich Franz Untersteller darüber, dass es dem Land gelungen ist, die Maßnahmen des IRP sowie weitere Dammrückverlegungsmaßnahmen an Acher, Rench, Kinzig und Dreisam im Nationalen Hochwasserschutzprogramm des Bundes zu verankern: „Wir erwarten, dass wir deswegen in den nächsten Jahren bis zu 20 Millionen Euro Bundesmittel pro Jahr zusätzlich abrufen und in den Schutz der Bürgerinnen und Bürger investieren können."

Dammertüchtigungsprogramm des Landes:
Auf einer Länge von rund 1.000 Kilometern leisten die landeseigenen Dämme an Gewässern I. Ordnung und an den Bundeswasserstraßen Rhein und Neckar ebenfalls einen wichtigen Beitrag, um das Hochwasserrisiko zu vermindern. „Da die meisten der Dämme inzwischen über 70 Jahre alt sind, müssen wir diese nach und nach ertüchtigen", sagte der Minister. Insgesamt seien noch rund 560 Kilometer zu sanieren, die Kosten hierfür beliefen sich aktuellen Schätzungen zufolge auf insgesamt rund 545 Millionen Euro. „Auch dies zeigt wie wichtig es war, die finanziellen Mittel für den Hochwasserschutz deutlich zu erhöhen und auf eine verlässliche Basis zu stellen", so Franz Untersteller.

Örtliche Hochwasserschutz- und Kombimaßnahmen:
„Neben den großen Programmen müssen landesweit auch lokale Hochwasserschutzmaßnahmen an den Landesgewässern umgesetzt werden, um die Ortslagen vor einem sogenannten Jahrhunderthochwasser zu schützen", betonte der Umweltminister weiter. So habe das Land zum Beispiel 70 Prozent der Kosten in Höhe von 23 Millionen Euro für das im Jahr 2013 fertig gestellte Hochwasserrückhaltebecken Wolterdingen übernommen, das den Hochwasserschutz an der Donau wesentlich verbessert hat. Auch an den rund 5,1 Millionen Euro kostenden Schutzmaßnahmen an der Tauber in Bad Mergentheim hat sich das Land mit 70 Prozent beteiligt.

Besonderen Wert lege die Landesregierung zudem auf Maßnahmen, die sowohl den Hochwasserschutz als auch die Gewässerökologie verbesserten, erklärte Untersteller. So ist beispielsweise 2014 in Rastatt das Hochwasser- und Ökologieprojekt an der Murg fertig gestellt worden. Für rund 10 Millionen Euro sind Dämme zurück verlegt und so etwa 50 Hektar neue, naturnahe Überflutungsflächen geschaffen worden, die zugleich den Hochwasserschutz für die Stadt wesentlich verbessert haben. Das Land hat die Maßnahme mit knapp 5 Millionen Euro unterstützt, den Rest haben die EU sowie die Stadt Rastatt beigetragen.

„Darüber hinaus stellen wir den Städten und Gemeinden im Land für Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes und der Gewässerökologie an kommunalen Gewässern jedes Jahr weitere rund 40 Millionen Euro bereit. Dies soll auch in Zukunft so bleiben", so der Umweltminister.

Hochwasserrisikomanagementplanung:
„Ein wirksamer Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor den Gefahren eines Hochwassers benötigt auch ein gut funktionierendes, aufeinander abgestimmtes Management aller Beteiligten" sagte Franz Untersteller. Gemeinsam mit den betroffenen Akteuren und der Öffentlichkeit hat das Land daher Hochwasserrisiko-Managementpläne erarbeitet und Ende 2015 veröffentlicht. Die Pläne basieren auf den Hochwassergefahrenkarten, die die Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes vor wenigen Wochen für 11.300 Kilometer Gewässerlänge veröffentlicht hat.

„Gerade in Zeiten des Klimawandels ist ein Hochwasser nie völlig auszuschließen", erklärte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft abschließend. „Mit unserem integrierten und umfassenden Ansatz, der Maßnahmen des Flächenmanagements, der Hochwasservorsorge und des technischen Hochwasserschutzes kombiniert, können wir die Risiken für Leib und Leben sowie für große materielle Verluste der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg aber nachhaltig vermindern."


 

Natur wieder Natur sein lassen

Bild: Binnendüne Hirschacker
Binnendüne Hirschacker (Rhein-Neckar-Kreis)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Postglazial entstandene Binnendüne bei Mannheim-Friedrichsfeld mit offenen Flugsandflächen, gesäumt von Heidekraut und lückigem Baumbestand.

 02.02.2016 Mit dem ehemaligen Standortübungsplatz in Schwetzingen-Hirschacker (Rhein-Neckar-Kreis) wird eine weitere Fläche des Nationalen Naturerbes dauerhaft dem Naturschutz gewidmet. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Eigentümerin der Flächen hat unter Beteiligung des Landes Baden-Württemberg und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) das frühere Militärgebiet offiziell der NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe" übertragen.

„Es freut mich ganz besonders, dass der ehemalige Standortübungsplatz der NABU-Stiftung ‚Nationales Naturerbe‘ übertragen werden konnte. Die Dünenwälder sind damit in guter Hand und kommen ab sofort ausschließlich dem Naturschutz zu Gute. Die Erhaltung der Biodiversität ist von unschätzbarem Wert für die Sicherung unserer Lebensgrundlagen - hierfür braucht es auch Refugien für Tiere und Pflanzen", sagte Naturschutzminister Alexander Bonde anlässlich der erfolgreichen Übertragung.

„Nach dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen wird diese naturschutzwichtige Fläche mit Brief und Siegel als Nationales Naturerbe und damit dem Naturschutz zur Verfügung gestellt", teilte Ministerialdirektor Rolf Schumacher im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft nach Unterzeichnung der Übertragungsvereinbarung mit. „Zusammen haben wir erreicht, dass die Liegenschaft Schwetzingen-Hirschacker dauerhaft für den Naturschutz gesichert wird", so Schumacher.

Der „Hirschackerwald" in Schwetzingen im Rhein-Neckar-Kreis ist bereits Teil eines Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiets sowie des FFH-Gebiets "Sandgebiete zwischen Mannheim und Sandhausen" „Mit der Übernahme des Hirschackerwalds durch die NABU-Stiftung ‚Nationales Naturerbe‘ kann das einmalige Dünengebiet noch besser für den Naturschutz entwickelt werden. Bund, Land sowie Stiftungen und Naturschutzverbände mit ihren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Naturschutz haben für den Schutz der Biodiversität erfolgreich zusammengearbeitet. Ich danke allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement", sagte Minister Bonde. „Dass die ehemalige Militärfläche in Schwetzingen als Nationales Naturerbe bestens geschützt wird, ist ein gelungenes Beispiel für eine naturschutzfreundliche Konversion," so Bonde abschließend.

Die Koalitionspartner der 16. Legislaturperiode hatten im Jahr 2005 vereinbart, ehemals militärisch genutzte Naturschutzflächen des Bundes in einer Größenordnung von bis zu 125.000 Hektar zur dauerhaften Sicherung des Nationalen Naturerbes unentgeltlich an die Länder, an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) oder an Naturschutzorganisationen zu übertragen. Die Übertragung erfolgte in bisher zwei Tranchen.

In Baden-Württemberg sind bei der ersten Tranche drei Liegenschaften von der BImA auf das Land (Sandweier, Offenburg-Durbach und Waldstetten) und zwei weitere auf die NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe" (Iffezheim und Lahr-Langenhard) übertragen worden.

Die Übertragungsfläche „Schwetzingen-Hirschacker" mit rund 118 Hektar aus der zweiten Tranche wurde nach naturschutzfachlichen Kriterien vom Land Baden-Württemberg, dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) identifiziert und vom Bundesumweltministerium (BMUB) in das Naturschutzprojekt des Nationalen Naturerbes aufgenommen. Für die Fläche gelten höchste Naturschutz-Anforderungen. Beispielsweise sollen in Schwetzingen Heidelandschaften erhalten werden, da sie Lebensraum für seltene Pflanzen und eine große Zahl bedrohter Tierarten sind. Das Land Baden-Württemberg entschied, diese Fläche an die NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe‟ zu übertragen, die seit über 100 Jahren naturschutzfachlich wertvolle Flächen bewahrt und pflegt. Unter dem Motto „Natur wieder Natur sein lassen" erwirbt und erhält die NABU-Stiftung solche Flächen und schafft einzigartige Naturparadiese. Die Naturerbe-Fläche bietet den Menschen vor Ort die Gelegenheit für Naturerleben und Erholung. Die NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe" möchte die Fläche in Schwetzingen für Besucherinnen und Besucher öffnen und zugleich sensible Naturbereiche vor Störungen bewahren.

Im Juni 2015 hat der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages die dritte Tranche des „Nationalen Naturerbes" mit rund 31.000 Hektar beschlossen. Die BImA ist alleinige Flächengeberin. Auch hier ist das Land Baden-Württemberg mit der Liegenschaft „Reisberg/Waldheide, Krampf‟ (Landkreis Heilbronn) vertreten.

Naturerbefläche Schwetzingen-Hirschacker
Die Naturerbefläche „Hirschackerwald‟ liegt im Norden der Großen Kreisstadt Schwetzingen und umfasst rund 118 Hektar. Das Gebiet ist ein kombiniertes Natur- und Landschaftsschutzgebiet und als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet ausgewiesen. Derzeit wird eine Erweiterung des Naturschutzgebiets geprüft. Nach dem Zweiten Weltkrieg verblieb das Gebiet im Bundeseigentum und wurde als Standortübungsplatz der US-Army genutzt. Die Offenland-Flächen in den Dünen- und Sandgebieten mit ihren besonderen Pflanzengesellschaften werden in Anlehnung an die frühere traditionelle Nutzung bewirtschaftet oder gepflegt, vorrangig in Form von Beweidung. Seit über zehn Jahren arbeiten die staatliche Naturschutzverwaltung, die BImA und der NABU an der Pflege und Entwicklung der Dünenlebensräume.


 

45 Jahre Ramsar Konvention

 
Bild: Ramsar Logo
Ramsar Logo
(© public domain)

International Convention on Wetlands of International Importance especially as Waterfowl Habitat.

 
Bild: Wollmatinger Ried, Moor, Ramsar
Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried (Ldkr. Konstanz)
(© LUBW, Autor: M. Witschel)

Das Naturschutzgebiet "Wollmatinger Ried, Giehrenmoos und Dreifußwiesen" - so der amtliche Name - ist eines der wertvollsten Schutzgebiete am Bodensee. Die erste Unterschutzstellung reicht bis in das Jahr 1930 zurück. Die internationale Bedeutung wurde 1968 durch die Verleihung des Europadiploms der EU gewürdigt. Inwischen zählt die Fläche auch zur Gebietskulisse der global agierenden Ramsar-Konvention.

Am 02 Februar 2016 beging die Ramsar Konvention ihren 45. Geburtstag als die älteste globale Naturschutzkonvention mit derzeit 160 Mitgliedstaaten weltweit. Der Name der Konvention geht zurück auf die iranische Stadt Ramsar, in der 1971 das internationale Abkommen beschlossen wurde. Deutschland unterzeichnete die Konvention 1976. Sie ist ein völkerrechtlicher Vertrag, deren Ausarbeitung ursprünglich von der UNESCO angestoßen wurde.

Das Abkommen verpflichtet die Beitrittsstaaten, geeignete Maßnahmen zu unternehmen, die Biodiversität in ausgewiesenen Schutzgebieten zu erhalten. Dort wird aber kein totales Nutzungsverbot angestrebt sondern der Grundsatz der nachhaltigen, ökologisch ausgewogenen Nutzung (z.B. durch Tourismus). Ein eigenes Büro, dasInternationale Ramsar-Sekretariat in Gland, am Genfersee, dient der Überwachung der Umsetzung der Konvention und ihrer Weiterentwicklung.

Deutschland hat bislang 35 Ramsar-Gebiete benannt. In Baden-Württemberg sind derzeit drei Ramsar-Gebiete ausgewiesen:

  • NSG Wollmatinger Ried (767 ha)
  • NSG Mindelsee (459 ha)
  • sowie seit August 2008 das grenzübergreifende Ramsar-Gebiet "Oberrhein - Rhin supérieur" (Anteil Baden-Württemberg 25.117 ha, Anteil Elsaß 22.413 ha).

 

Blume des Jahres 2016 - die Echte Schlüsselblume (Primula veris)

Bild: Echte Schlüsselblume (1)
Echte Schlüsselblume (Primula veris), Blume des Jahres 2016
(© M. Linnenbach)

Mit der Ernennung der Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) zur Blume des Jahres, soll für den Schutz dieser selten gewordenen Pflanze geworben werden, die in den meisten Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Die Blume des Jahres steht immer auch stellvertretend für einen bedrohten Lebensraum. Bei der Wiesen-Schlüsselblume sind dies sonnige, eher trockene Wiesen und lichte Wälder auf kalkhaltigen Böden.

Link zur Loki-Schmidt Stiftung
http://www.loki-schmidt-stiftung.de/projekte/aktuelle_blume_des_jahres.php

Die leuchtend gelbe Pflanze gilt als Frühlingsbote, sie blüht von April bis Juni.

Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) gehört zur Gattung der Primeln. Sie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht eine Größe von 30 cm. Den Winter übersteht sie dank eines Rhizoms das häufig flaumig behaart ist. Die eiförmig-länglichen Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Durch die Anordnung der leuchtend gelben Blüten erhielt die Schlüsselblume auch ihren Namen, denn die Dolde mit den hängenden Blüten sieht aus wie ein Schlüsselbund. Es können bis zu 20 Einzelblüten an einer Dolde hängen. Die Früchte der Schlüsselblume sind Kapselfrüchte, sind diese reif öffnen sich die Kapseln und die zahlreichen Samen können sich verbreiten. Die Echte Schlüsselblume unterscheidet sich in einigen Merkmalen von der ähnlich aussehenden Hohen Schlüsselblume. Die Echte Schlüsselblume besitzt dottergelbe, stark duftende Blüten. Im inneren der Blüte befinden sich fünf orangefarbene Flecken. Die Hohe Schlüsselblume duftet hingegen kaum und hat goldgelbe Blüten ohne Flecken.

Primula veris kommt in ganz Europa und Vorderasien vor. Als Standorte werden trockene Wiesen und lichte Wälder bevorzugt. Sie gehört zu den Pflanzen, welche einen kalkhaltigen, stickstoffarmen lockeren Boden benötigen.
Zur Blume des Jahres wurde sie unter anderem, als Botschafterin für den bedrohten Lebensraum der Magerrasen gewählt. Diese Wiesen gehen mehr und mehr verloren, denn diese Art der Beweidung ist wirtschaftlich nicht lohnend, so werden diese seltenen Lebnsräume entweder der Sukzession überlassen oder mit modernen Methoden beweidet, was meist einen hohen Stickstoffeintrag zur Folge hat. Mit den Magerwiesen geht auch eine Vielzahl an angepassten Tierarten verloren.

Die Blume des Jahres wird alljährlich von der Loki Schmidt Stiftung gekürt, Bereits1979 wurde diese Stiftung von der Namensgeberin gegründet, die sich bis zu ihrem Tod 2010 sehr engagiert für den Schutz heimischer Pflanzen einsetzte. Einer der Hauptzwecke ihrer Stiftung ist die öffentlichkeitswirksame Kampagne zur Blume des Jahres. Der Titel wurde das erste Mal im Jahre 1980 an den Lungen-Enzian verliehen (Gentiana pneumonanthe).

Wer Schlüsselblumen im eigenen Garten ansiedeln möchte, kann sich die Samen der Pflanze auf der Homepage der Stiftung bestellen.


 

Was tun im Klimawandel? Machen Sie mit bei der Umfrage des Umweltministeriums zu den Folgen des Klimawandels

Bild: Umfrage Klimawandel UM
Umfrage zu den Folgen des Klimawandels

Dem Klimawandel entschlossen begegnen und den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase schrittweise verringern - diese Ziele stehen im Vordergrund der Klimapolitik des Landes. Doch selbst bei einer begrenzten weltweiten Klimaerwärmung um zwei Grad, lassen sich für Mensch, Umwelt und Natur weitgehende Folgen ableiten und teilweise schon heute - auch in Baden-Württemberg - erkennen.

Über die gravierenden gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen sind sich die Menschen in sehr unterschiedlichem Umfang bewusst. Deshalb hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft eine Online-Umfrage im Beteiligungsportal des Landes gestartet. Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Einschätzungen, Erwartungen und Vorschläge zum Umgang mit den Klimaveränderungen einbringen.

Die Ergebnisse fließen in die Anpassungsstrategie des Landes ein. Mit dieser will sich die Landesregierung gegen die zu erwartenden Klimafolgen wappnen, mögliche Chancen nutzen und Folgekosten verringern. Einen ersten Entwurf der Strategie hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft am 14. November vorgestellt.

Machen Sie mit bei der Umfrage des Umweltministeriums und nehmen Sie sich circa 15 Minuten Zeit, um die 19 Fragen zu den Auswirkungen des Klimawandels zu beantworten! Die Teilnahme ist bis zum 19. Dezember 2015 möglich.