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Blick von der Robert-Bosch-Straße auf das NSG Wilhelmsäcker
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Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: Botanischer Garten Karlsruhe, Herbst
Botanischer Garten Karlsruhe in herbstlicher Stimmung
(© H. Martin)

Die historischen Gebäude und Anlagen im Karlsruher Schlossgarten werden von der Einrichtung Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg betreut und verwaltet.

...mehr...

Das Internetportal Themenpark Umwelt ist Teil des Umweltinformationssystems Baden Württemberg (UIS BW). Konzipiert und entwickelt von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit einem Informationsangebot von derzeit ca. 2.900 Internetseiten möchte der Themenpark der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung der Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form aufzeigen. Die Internetpräsentation soll zwischen Mensch und Natur vermitteln, nicht zuletzt weil Natur und Landschaft durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen erfüllen. Es lohnt sich also hineinzuschauen. Zur Orientierung werden die verschiedenen Zugänge hier kurz vorgestellt:

 

Aktuelle Themen


 

Bioabfallforum 2014 in Stuttgart

Bild: Bioabfalltonnen
Biotonnen für Bioabfälle aus Haushalten.
(© LUBW, Autor: M. Grümer)

Ab dem 1. Januar 2015 müssen häusliche Bioabfälle gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz grundsätzlich flächendeckend getrennt eingesammelt und verwertet werden.

Umweltministerium, Landkreistag und Städtetag unterzeichnen Gemeinsame Erklärung zur Zukunft der Bioabfallverwertung

15.10.2014 Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller, der Hauptgeschäftsführer des Landkreistages, Professor Eberhard Trumpp sowie für den Städtetag der Bürgermeister der Stadt Pforzheim und Mitglied im Umweltausschuss des Städtetags, Alexander Uhlig, haben am 15.10. im Rahmen des 3. Bioabfallforums Baden-Württemberg in Stuttgart eine „Gemeinsame Erklärung zur Zukunft der Bioabfallverwertung“ unterzeichnet.

„Bioabfälle sind unabhängig vom Wetter und der Tageszeit immer verfügbar und daher ein idealer Energieträger, der möglichst optimal genutzt werden muss“, erklärte Minister Untersteller. Derzeit würden jedoch lediglich aus einem Drittel der im Land gesammelten Bioabfälle Strom und Wärme gewonnen und von über 900.000 Tonnen Grünabfällen im Jahr würden bisher nur 100.000 Tonnen zur Energieerzeugung verwertet, betonte Untersteller. „In Zeiten von Klimawandel und knappen natürlichen Ressourcen müssen wir diese sogenannten sekundäre Rohstoffquellen künftig effizienter nutzen“, sagte der Umwelt- und Energieminister weiter. Über 220.000 Einwohner könnten so mit Strom und Wärme versorgt werden. Dass Bioabfälle neben der energetischen Verwertung zusätzlich als Kompost auch noch stofflich genutzt werden könnten, machten sie zu einer besonders wertvollen Ressource. „Gemeinsam mit den Landkreisen und den Städten im Land wollen wir daher Baden-Württemberg zur führenden Kompetenzregion für eine hochwertige Bio- und Grüngutverwertung ausbauen.“

„Der kommunalen Abfallwirtschaft in Baden-Württemberg ist es in beachtlicher Geschwindigkeit gelungen, komplett aus der Deponierung von Bio- und Grünabfällen auszusteigen und ihre Verwertung konsequent voranzutreiben“, erläuterte Professor Eberhard Trumpp, der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags. „Den entsorgungspflichtigen Landkreisen und Stadtkreisen ist dabei der bemerkenswerte Spagat gelungen, zum Klima- und Ressourcenschutz beizutragen und gleichzeitig für die deutschlandweit niedrigsten Abfallgebühren zu sorgen“, hob Hauptgeschäftsführer Professor Trumpp hervor. „Damit auch in Zukunft gute Fortschritte bei der Erfassung und Verwertung von Bio- und Grüngut erzielt werden können“, so Professor Trumpp weiter, „bedarf es eines weiterhin konstruktiven, pragmatischen und praxisgerechten Miteinanders von Land und Kommunen.“ Dafür stehe die Gemeinsame Erklärung, der man von Seiten des Landkreistags daher auch gerne beigetreten sei.

Ergänzende Informationen

Ab dem 1. Januar 2015 müssen häusliche Bioabfälle gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz grundsätzlich flächendeckend getrennt eingesammelt und hochwertig verwertet werden. Zurzeit sammeln in Baden-Württemberg 31 von insgesamt 44 Stadt- und Landkreisen die Bioabfälle getrennt ein.

Das Umweltministerium rechnet mit einer Erhöhung des durchschnittlichen Aufkommens an häuslichen Bioabfällen von aktuell 45 auf 60 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Allein dafür werden etwa 12 bis 18 zusätzliche Vergärungsanlagen zur energetischen Verwertung benötigt. Weitere Anlagenkapazitäten sind für die energetische und stoffliche Verwertung der Grünabfälle aus Gärten und der Landschaftspflege erforderlich. Hier geht das Ministerium von einer Zunahme von derzeit 85 Kilogramm auf 90 Kilogramm pro Einwohner und Jahr aus.

Der Endentwurf der Gemeinsamen Erklärung des Umweltministeriums, des Landkreistags und des Städtetags ist dieser Pressemitteilung als Anlage beigefügt.

Gemeinsame Erklärung Bioabfall [10/14; 107 KB]

Bioabfälle im Themenpark Umwelt


 

Baden-Württemberg hat bundesweit höchsten Anteil naturnaher Wälder


09.10.2014 Die Bundeswaldinventur zeigt, dass der Wald in ganz Baden-Württemberg in den letzten 25 Jahren ökologischer, vielfältiger und klimastabiler geworden ist. Außerdem hat der erste Nachhaltigkeitsbericht für Staatswald gezeigt, dass das Land im Staatswald die Nachhaltigkeitsziele Ökologie, Ökonomie und Soziales voran bringt.

„Der Wald in unserem Land ist vielfältig und erfüllt verschiedenste Aufgaben. Der Wald ist eine wichtige Rohstoffquelle. Gleichzeitig ist er der wichtigste Lebensraum für Tiere und Pflanzen und beliebter Erholungsraum für Waldbesucherinnen und Waldbesucher. Die Bundeswaldinventur zeigt, dass der Wald in ganz Baden-Württemberg in den letzten 25 Jahren ökologischer, vielfältiger und klimastabiler geworden ist. Das ist Bestätigung und Ansporn zugleich, den Weg der Nachhaltigkeit im Forst konsequent weiter zu gehen. Dazu leistet der Nachhaltigkeitsbericht für den Staatswald einen bedeutenden Beitrag - er zeigt erstmals mit nachvollziehbaren Fakten, dass das Land im Staatswald die Nachhaltigkeitsziele Ökologie, Ökonomie und Soziales voran bringt“, sagte Forstminister Alexander Bonde bei der Vorstellung der Ergebnisse der Bundeswaldinventur 3 für Baden-Württemberg und des ersten Nachhaltigkeitsberichtes des Landesbetriebs ForstBW für den Staatswald.


 

Erfolgreiche Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd 2014


 06.10.2014 Erfolgreicher Abschluss der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd - der renaturierte Taubenbach und die Streuobstwiesen im Wetzgau werden auch in Zukunft als ökologisch wertvolle Erlebnis- und Lebensräume fungieren.


Neben der Stadt Schwäbisch Gmünd hätten sich Bürgerschaft, Landkreis, verschiedene Verbände und Vereinigungen, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter sowie zahlreiche Privatinvestoren in außergewöhnlich hohem Maße eingebracht. „Das Bürgerengagement ist ein langfristiger Mehrwert, der auch nach der Gartenschau nachwirken und von dem die Stadt auch in den kommenden Jahren profitieren wird“, so Minister Alexander Bonde.

Das Land habe mit einer Fördersumme von rund 25 Millionen Euro maßgeblich dazu beigetragen, die städtebauliche, landschaftsarchitektonische und ökologische Entwicklung der Gold- und Silberstadt voranzubringen. „Eine Besonderheit auf der Landesgartenschau war die durchgängige Präsenz von Wald- und Holzthemen. In Schwäbisch Gmünd war erstmals ein größeres Waldgebiet Bestandteil einer Landesgartenschau. Beeindruckende Holzbauwerke wie beispielsweise der Forstpavillon, in dem wir uns gerade befinden oder die Holzkugelbahn im Taubentalwald zeigen den Nutz- und Erholungswert des Waldes“, sagte Minister Bonde abschließend.

Weiterführende Links




 

Schwimmender Neckarkongress in und um Heilbronn

25.09.2014 Unter der Schirmherrschaft von Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller findet am 29. September der vierte Neckarkongress statt. Nach Stuttgart 2009, Villingen-Schwenningen 2010 und Ladenburg 2012 bereist der Kongress dieses Jahr auf einem Schiff den Neckar zwischen Heilbronn und Bad Wimpfen. Erwartet werden über 150 Teilnehmer aus Politik und Verwaltung, darunter Vertreter der Kommunen, der Schifffahrt, der Wasserwirtschaft, der Touristik, des Naturschutzes und der Fischerei.

Organisiert wird der Neckarkongress des Umweltministeriums von der dort angesiedelten Akademie für Natur- und Umweltschutz sowie dem Regionalverband Heilbronn-Franken mit Unterstützung der weiteren vier Regionalverbände am 376 Kilometer langen Fluss.


 

25 Jahre Natur- und Landschaftsschutzgebiet Waldhägenich

Bild: NSG Waldhägenich
NSG Waldhägenich bei Bühl (Ldkr. Rastatt)
(© LRA Rastatt)

Gehölzstruktur im NSG Waldhägenich mit frisch gemähter Wiese rechts und blütenreicher und ungemähter Wiese links (Streifenmahd).

Kartenansicht Google.Maps.

Bühl 20.09.2014 „Die Lebensqualität und die Zukunft der Menschheit hängen entscheidend von einer intakten Natur ab. Die Natur ist unsere Lebensgrundlage und bietet Rohstoffe, Ressourcen, Erholung und Stille. Es gibt damit zahlreiche ökologische, ökonomische und soziale Gründe, die Schöpfung zu bewahren. Darüber hinaus wollen wir auch aus Verantwortung gegenüber unseren Kindern ihnen eine intakte Natur hinterlassen und unsere Heimat bewahren“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde bei einer Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes Waldhägenich in Bühl (Landkreis Rastatt).

Stiftung Waldhägenich – Brückenbauer zwischen Mensch und Natur

„Dass viele Menschen aus Bürgerschaft, Verwaltung und Unternehmen mit viel Klugheit Verantwortung für unsere Natur übernehmen wollen und es auch tun, ist eine Stärke Baden-Württembergs. Die Bedeutung des Engagements vor Ort zeigt sich hier in der Arbeit der Naturstiftung Waldhägenich – zum Beispiel im konkreten Einsatz für die typischen blütenreichen Mähwiesen“, sagte Bonde. Gerade in einem dicht besiedelten Raum mit vielfältigen Nutzungsinteressen sei es eine besondere Herausforderung, den Erhalt dieser besonderen Landschaft und ihrer Artenvielfalt voran zu bringen. „Als Brückenbauer zwischen Mensch und Natur hat die Naturstiftung eine wichtige Aufgabe übernommen, die durch den behördlichen Naturschutz allein nicht möglich wäre. Sie als in der Naturstiftung Engagierte zeigen täglich aufs Neue, dass der Einsatz für eine intakte Natur jede Anstrengung wert ist“, sagte Bonde abschließend.

NSG Waldhägenich

Ende des 18. Jahrhunderts war der Waldhägenich – von wenigen kleinen Waldflächen abgesehen –, eine große, zusammenhängende, oft überschwemmte und damit feuchte Wiesenfläche, die nur Heu vom minderer Qualität brachte. Tiefgreifende Wasserbaumaßnahmen in den 1960er Jahren und der Strukturwandel in der Landwirtschaft weg von der Viehhaltung hin zum Ackerbau haben in Verbindung mit einer Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung grundlegende Veränderungen mit sich gebracht. Insbesondere wurden viele Wiesen umgebrochen oder intensiviert. Dieser Entwicklung sollte mit der Ausweisung zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet entgegen gewirkt werden.

Die Ausweisung des Waldhägenich als Schutzgebiet war aufgrund vielfältiger Nutzungsinteressen nicht einfach. Daher wurde am 12. Juni 1989 die Naturschutzstiftung Waldhägenich als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet. Für die Gründung der Stiftung wurde von der Stadt Bühl und ansässigen Firmen ein Stiftungsvermögen von einer Million Deutsche Mark aufgebracht. Die Stiftung hat unter anderem die Aufgabe, die Akzeptanz des Gebiets durch Entschädigungen für die landwirtschaftliche Einbußen zu erhöhen.


 

Landesweite Verbreitungskarte des Uhus jetzt online

Bild: Junge Uhus (Bubo bubo)
Junguhus (Bubo bubo) bei Dietlingen im Enzkreis
(© AGW, Autor: B. Fischer)

Eine akualisierte Karte*, basierend auf den Daten der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW), zeigt die Brutverbreitung des Uhus (Bubo bubo) in Baden-Württemberg für den Zeitraum von 2008 bis 2012. In der  Übersichtskarte wird die absolute Anzahl unterschiedlicher Reviere je Quadrant auf der Topografischen Karte 1:25.000 (TK 25-Quadrant) dargestellt, die im Zeitraum 2008 bis 2012 in mindestens in einer Brutsaison von Uhus besetzt waren.

Diese Informationen können beispielsweise bei der Auswahl und artenschutzrechtlichen Beurteilung von Standorten für Windenergieanlagen hilfreich sein. Die neue Übersichtskarte zum Uhu und zu weiteren windkraftempfindlichen Arten sowie die entsprechenden Geodaten sind unter diesem Link einsehbar.

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* Die Karten wurden, soweit nicht anders vermerkt, auf Basis des Räumlichen Informations- und Planungssystems RIPS der LUBW und des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystems ATKIS des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg erstellt © Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (www.lglbw.de ) Az.: 2851.9-1/19


 

Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg warnt vor Aussterben der Wanderschäferei

NSG Elsenzaue-Hollmuthang, Beweidung mit Schafen
(© M. Linnenbach)

19.08.2014, - Der baden-württembergische Landesschafzuchtverband warnt vor dem Aussterben der Wanderschäferei mit dramatischen Folgen für die Umwelt. Das wäre sicherlich das Ende zahlreicher Land- und Naturschutzgebiete im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb. Derzeit liege der Stundenlohn für Schäfer mit 4,90 Euro weit unter dem künftigen Mindestlohn von 8,50 Euro; deswegen ist auch das Interesse an diesem Beruf so gering.





 

Minister Untersteller gibt Startschuss für Mikroplastikuntersuchungen im Land

 
Bild: Umweltminister Untersteller, Mikroplastik
Umweltminister Franz Untersteller bei der Probenahme
(© Land BW, dpa)
 
Bild: Bodenexkursion 2005 (66)
Forschungsschiff Kormoran (LUBW, ISF)
(© KIT, Autor: C. Düpmeier)

07.08.2014 Umweltminister Franz Untersteller gab am 07. August in Lauffen am Neckar den offiziellen Startschuss für die landesweiten Mikroplastikuntersuchungen in den baden-württembergischen Gewässern. Für diese Untersuchungen werden sowohl das Messschiff „Max Honsell“ der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg als auch die "Kormoran" des Instituts für Seenkunde (ISF) am Bodensee eingesetzt.

Die LUBW koordiniert die Untersuchungen und konnte für die wissenschaftliche Betreuung den Spezialisten Professor Dr. Christian Laforsch von der Universität Bayreuth gewinnen. Untersteller ließ für die erste symbolische Probennahme im Neckar ein Netz von der „Max Honsell“ ins Wasser. Dabei handelt es sich um ein „Manta Trawl“, das speziell für die Probenahme von Wasseroberflächen entwickelt wurde.

Bilder von im Meer treibendem Plastikmüll sind uns schon lange gegenwärtig. Dieser zersetzt sich und wird zu Mikroplastik, das von Meerestieren aufgenommen wird. Die Verbreitung von Mikroplastik in der marinen Umwelt ist inzwischen gut dokumentiert. Dagegen weiß man bisher wenig über die Verbreitung von Mikroplastik in den heimischen Flüssen und Seen.

„Kunststoffe haben unser Leben zwar in vielen Bereichen positiv verändert“, erklärt der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller, „aber wie alle Dinge hat auch Kunststoff eine zweite Seite, eine Nebenwirkung, die uns zunehmend Probleme macht. Kunststoffe besitzen eine extrem lange Abbauzeit von mehreren hundert Jahren. Viele Kunststoffe, die in die Umwelt gelangt sind, sind auch heute noch dort zu finden. Wir hinterlassen den kommenden Generationen ein langlebiges und unangenehmes Erbe, dessen Risiko wir kaum abschätzen können.“

Im letzten Herbst hat eine Untersuchung am italienischen Gardasee die Verantwortlichen in Europa aufhorchen lassen. Im Sediment wurde Mikroplastik gefunden. Bisher war man davon ausgegangen, dass Mikroplastik eher ein Thema der Meere sei.

„Wir nehmen von politischer Seite diese Tatsachen sehr ernst“, betont Umweltminister Untersteller. Deshalb haben wir die LUBW beauftragt, die baden-württembergischen Gewässer auf Mikroplastik zu untersuchen. Mit gesicherten Erkenntnissen können wir gezielt handeln und die richtigen Konsequenzen ziehen – national und international. In den Gewässern lebende Würmer, Schnecken, Muscheln, Wasserflöhe und Muschelkrebse nehmen das Mikroplastik mit der Nahrung auf. Die Organismen dienen dann selbst wieder als Nahrungsquelle für Fische. So gelangen die Schadstoffe möglicherweise in die Nahrungskette.

Die Präsidentin der LUBW, Margareta Barth, ergänzt: „Wir sind froh, dass wir für diesen Auftrag Professor Laforsch gewinnen konnten. Er hat die Untersuchungen am Gardasee durchgeführt und tätigt zurzeit weitere in Bayern. So ist durch eine einheitliche Untersuchungsmethode die Vergleichbarkeit der Ergebnisse gewährleistet.“

 

Weiterführende Links:

Mikroplastikuntersuchungen in Baden-Württemberg (PDF)


 

Höhlen auf der Schwäbischen Alb für Unesco-Welterbe nominiert

Bild: Hohler Fels bei Schelklingen - Fundstätte
Hohle Fels bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) - Fundstätte der Venus von der Alb
(© LGRB, Autor: Burgmeier, Bergner)

Nordöstlich von Schelklingen ragen aus dem Oberem Massenkalk des Weißen Jura, drei Felsentürme aus dem unteren rechten Talhang der Schelklinger Ach. Am Fuß des mittleren Felsens (Hohle Fels) befindet sich ein torbogenförmiger, vergitterter Zugang (Breite  5 m, Eingangshöhe ca. 3 m) zu der 120 m langen Höhle des Hohlen Fels.

Im September 2008 wurde hier die bekannte Figurine "Venus von der Alb" geborgen. Mit einem geschätzten Alter von 35.000 Jahre ist sie bislang die älteste geschnitzte Menschenfigur der Welt. Die Figur lag zerbrochen in sechs Fragmenten etwa 20 Meter vom Höhleneingang entfernt. Zuvor wurden bereits in den Jahren 1870/71 zahlreiche Funde aus der Altsteinzeit hier entdeckt. In den Kriegsjahren diente die Höhle als Bunker.

Venus von der Alb

 

 

 

 

Venus von der Alb
© picture-alliance / dpa

Die Karsthöhle ist mit 500 m² Grundfläche und einem Rauminhalt von 6000 m³ eine der größten Höhlenhallen Süddeutschlands und entsprechend kulturgeschichtlich wertvoll - Naturdenkmal.

12.06.2014 Die Chancen der Schwäbischen Alb mit den Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf den Titel als Unesco-Welterbestätte steigen. Die Kultusministerkonferenz hat den Antrag positiv bewertet, wie das Kultusministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. „Die Entscheidung der Kultusministerkonferenz, den Vorschlag  Baden-Württembergs Höhlen der ältesten Eiszeitkunst zu nominieren, kann  als ein sehr großer Erfolg für das Land gewertet werden“, sagte Wissenschaftministerin Theresia Bauer.

Die Höhlen der ältesten Eiszeit wurden vom Fachbeirat auf den ersten Platz  gesetzt. Grundvoraussetzung für einen Antrag auf den Status ist, dass eine Stätte von „außergewöhnlichem universellen Wert“ sein muss. Wie ein Ministeriumssprecher mitteilte, ist nun davon auszugehen, dass auch die  Unesco-Kommission in Paris dem Vorschlag zustimmt.

Derzeit  liegen 4 von bundesweit 38 Welterbestätten im Südwesten. Neben der  Klosteranlage Maulbronn sind es der obergermanisch-rätische Limes, die Klosterinsel Reichenau und die prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee.

Karsthöhlen in Baden-Württemberg  → mehr...


 

Das EU-Schulfruchtprogramm

 
Bild: Äpfel
Reife Äpfel
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war es üblich, Äpfel im eigenen Garten oder auf dem "Äckerle" anzubauen. Mit Beginn des Industriezeitalters wanderten viele Menschen in die Großstädte. Die Selbstversorgung aus dem heimischen Obstgarten ging zurück. Es entwickelte sich der erwerbsmäßige Obstanbau.

In den gemäßigten Breiten der Erde ist Apfel heutzutage das meistgeerntete Obst. Weltweit werden jährlich über 60 Mio Tonnen des mehr oder weniger rotbäckigen Kernobstes aus der Familie der Rosengewächse geerntet - das macht rund 8,5 Kilogramm pro Kopf der Weltbevölkerung.

gängige Apfelsorten, die besonders für Gärten und den Bio-Anbau geeignet sind:

Ananas Renette:
Früchte klein, guter Tafelapfel, Ernte ab Mitte Oktober, guter Geschmack

Freiherr von Berlepsch:
hoher Vit. C-Gehalt, sehr guter Tafelapfel, Ernte ab E. Okt., Aufbewahrung in Folien

Goldrenette v. Bleuheim:
Tafelapfel, nussartiger Geschmack, saftig, mürbe, Ernte ab M. Okt.

Boskoop:
große Früchte, süß-säuerliches Fleisch, Ernte Anfang Okt., gute Lagerfähigkeit

James Grieve:
mittelgroß, saftig, säuerlich, Tafelapfel - Frischverzehr, Ernte ab Mitte August

Ribston Pepping:
guter Tafelapfel, muskatartig, mittelgroß, gut haltbar, Ernte bis Mitte. Nov..möglich

Zuccalmaglios Renette:
guter Tafelapfel, mittelgroß, saftig, Ansprüche an Boden hoch, Ernte im Okt.

Ontario:
hoher Vit.C-Gehalt, Ernte Mitte Okt., guter Lager- u. Winterapfel

Winterambur:
große Früchte, saftig, Ernte Anfang Okt.

Hauxapfel:
Mostsorte, starke Säure, Ernte Mitte Okt.

Kaiser Wilhelm:
Tafelapfel, mittelgroß, A. Okt. säuerlichsüß, druckempfindlich

Gelber Edelapfel:
hoher Säuregehalt, gute Lagereigenschaften, bes. für Mus - bleibt weiß

Goldparmäne:
Tafelapfel - Frischverzehr, aromatisch u. süß, M. Sept., Pollenspender!

Melrose:
gutschmeckend, Lagerobst, Ernte Anfang Okt.

 
Bild: Obst und Gemüse
Wochenmärkte bieten ein vielfältiges Angebot an Obst und Gemüse
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Wochenmärkte und Bauernmärkte bieten dem Verbraucher stets eine große Auswahl an frischen, vitaminreichen Produkten. Hier ist der Kunde noch König.


ausgewählte Literatur: Leitzmann, C. (2001): Welternährung zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Die globale Ernährungssituation. Biologie in unserer Zeit 31(6), S. 408 - 416 (2001), ISSN 0045-205X

Ziel des EU-Schulfruchtprogramms ist es, Kinder möglichst früh an ein gesundheitsförderndes Ernährungsverhalten heranzuführen und zu vermitteln, dass Obst und Gemüse nicht nur gesund ist sondern auch lecker schmeckt. Neben diesem direkten Effekt soll mit dem Programm auch dem rückläufigen Obst- und Gemüseverzehr entgegengewirkt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen stellt die EU den Mitgliedsstaaten 90 Millionen Euro zur Kofinanzierung von Obst- und Gemüselieferungen an vorschulische und schulische Einrichtungen zur Verfügung.

Baden-Württemberg nutzt die Chancen, die das Programm bietet.

Unter Federführung des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz wurden die Voraussetzungen für die Programmdurchführung geschaffen. Für Baden-Württemberg stehen jährlich mindestens 2 Millionen Euro für Obst- und Gemüsemahlzeiten zur Verfügung. Leider kann das Land nicht für die notwendige Kofinanzierung einstehen. Das heißt 50 Prozent der Kosten müssen von Dritten getragen werden. Dies können zum Beispiel Schulträger, Fördervereine, Eltern oder Sponsoren sein.

Alltagskompetenz und gesundheitsfördernde Ernährung werden in Schulen und Kindertagesstätten fast nebenbei erlernt. Schon einfache Veränderungen schaffen verführerische Situationen:

  • lassen Sie die Kinder gemeinsam frühstücken
  • ein Korb mit Früchten im Raum motiviert zum Zugreifen
  • in Stücke geschnittene Früchte bleiben selten liegen
  • am Schulkiosk wird frisches Obst und Gemüse angeboten
  • das Früchtethema kann zu jeder Jahreszeit in mehreren Fächern bearbeitet werden
  • Kresse auf der Fensterbank ziehen
  • Kräuter im Schulgarten pflanzen und ernten
  • das Angebot im Lebensmittelhandel testen
Quelle: MBW Marketinggesellschaft mbH