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Neckarinsel Oberer Wörth beim Botzheimer Wasen (Rhein-Neckar-Kreis)
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Bild: NSG Unterer Neckar, Botzheimer Wasen
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Die Neckaraue zwischen Botzheimer Wasen und der Neckarinsel Oberer Wörth steht seit 1986 unter Schutz (Aufn. November 2010). Die Vegetation der Aue am Unteren Neckar besteht aus Schilfröhrichten und Weiden, stellenweise vermischt mit Ulme und Eiche als Standortstypen der Hartholzaue.

Noch im 19. Jahrhundert bildete der Neckar am Unterlauf  zahlreiche Inseln aus. Je nach Bewuchs unterschied man zwischen Griene (= sandige, kiesige Inseln, die nur mit Buschwerk bewachsen sind) und Wörthe (= bewaldete Flussinseln).

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Meldungen

30.09.2014 Vereinswettbewerb zum Thema Heizungspumpentausch mehr

30.09.2014 Fessenheim muss abgeschaltet werden – Umweltminister fordert verlässliche … mehr

26.09.2014 Untermaßholderbach (Hohenlohekreis) ist eins von drei Bioenergiedörfern 2014 mehr

24.09.2014 Kurzzeitig erhöhte Schwefeldioxidwerte in Baden-Württemberg mehr

Weitere Nachrichten

Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: Neckarschleuse Haßmersheim
Neckarschleuse Haßmersheim (Neckar-Odenwald-Kreis)
(© M. Linnenbach)

Neckarschleuse Haßmersheim, im Hintergrund die Burg Hornberg (Aufn. 2014)

Kartenansicht Google.Maps

Das Internetportal Themenpark Umwelt ist Teil des Umweltinformationssystems Baden Württemberg (UIS BW). Konzipiert und entwickelt von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit einem Informationsangebot von derzeit ca. 2.800 Internetseiten möchte der Themenpark der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung der Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form aufzeigen. Die Internetpräsentation soll zwischen Mensch und Natur vermitteln, nicht zuletzt weil Natur und Landschaft durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen erfüllen. Es lohnt sich also hineinzuschauen. Zur Orientierung werden die verschiedenen Zugänge hier kurz vorgestellt:

 

Aktuelle Themen


 

Schwimmender Neckarkongress in und um Heilbronn

25.09.2014 Unter der Schirmherrschaft von Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller findet am 29. September der vierte Neckarkongress statt. Nach Stuttgart 2009, Villingen-Schwenningen 2010 und Ladenburg 2012 bereist der Kongress dieses Jahr auf einem Schiff den Neckar zwischen Heilbronn und Bad Wimpfen. Erwartet werden über 150 Teilnehmer aus Politik und Verwaltung, darunter Vertreter der Kommunen, der Schifffahrt, der Wasserwirtschaft, der Touristik, des Naturschutzes und der Fischerei.

Organisiert wird der Neckarkongress des Umweltministeriums von der dort angesiedelten Akademie für Natur- und Umweltschutz sowie dem Regionalverband Heilbronn-Franken mit Unterstützung der weiteren vier Regionalverbände am 376 Kilometer langen Fluss.


 

25 Jahre Natur- und Landschaftsschutzgebiet Waldhägenich

Bild: NSG Waldhägenich
NSG Waldhägenich bei Bühl (Ldkr. Rastatt)
(© LRA Rastatt)

Gehölzstruktur im NSG Waldhägenich mit frisch gemähter Wiese rechts und blütenreicher und ungemähter Wiese links (Streifenmahd).

Kartenansicht Google.Maps.

Bühl 20.09.2014 „Die Lebensqualität und die Zukunft der Menschheit hängen entscheidend von einer intakten Natur ab. Die Natur ist unsere Lebensgrundlage und bietet Rohstoffe, Ressourcen, Erholung und Stille. Es gibt damit zahlreiche ökologische, ökonomische und soziale Gründe, die Schöpfung zu bewahren. Darüber hinaus wollen wir auch aus Verantwortung gegenüber unseren Kindern ihnen eine intakte Natur hinterlassen und unsere Heimat bewahren“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde bei einer Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes Waldhägenich in Bühl (Landkreis Rastatt).

Stiftung Waldhägenich – Brückenbauer zwischen Mensch und Natur

„Dass viele Menschen aus Bürgerschaft, Verwaltung und Unternehmen mit viel Klugheit Verantwortung für unsere Natur übernehmen wollen und es auch tun, ist eine Stärke Baden-Württembergs. Die Bedeutung des Engagements vor Ort zeigt sich hier in der Arbeit der Naturstiftung Waldhägenich – zum Beispiel im konkreten Einsatz für die typischen blütenreichen Mähwiesen“, sagte Bonde. Gerade in einem dicht besiedelten Raum mit vielfältigen Nutzungsinteressen sei es eine besondere Herausforderung, den Erhalt dieser besonderen Landschaft und ihrer Artenvielfalt voran zu bringen. „Als Brückenbauer zwischen Mensch und Natur hat die Naturstiftung eine wichtige Aufgabe übernommen, die durch den behördlichen Naturschutz allein nicht möglich wäre. Sie als in der Naturstiftung Engagierte zeigen täglich aufs Neue, dass der Einsatz für eine intakte Natur jede Anstrengung wert ist“, sagte Bonde abschließend.

NSG Waldhägenich

Ende des 18. Jahrhunderts war der Waldhägenich – von wenigen kleinen Waldflächen abgesehen –, eine große, zusammenhängende, oft überschwemmte und damit feuchte Wiesenfläche, die nur Heu vom minderer Qualität brachte. Tiefgreifende Wasserbaumaßnahmen in den 1960er Jahren und der Strukturwandel in der Landwirtschaft weg von der Viehhaltung hin zum Ackerbau haben in Verbindung mit einer Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung grundlegende Veränderungen mit sich gebracht. Insbesondere wurden viele Wiesen umgebrochen oder intensiviert. Dieser Entwicklung sollte mit der Ausweisung zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet entgegen gewirkt werden.

Die Ausweisung des Waldhägenich als Schutzgebiet war aufgrund vielfältiger Nutzungsinteressen nicht einfach. Daher wurde am 12. Juni 1989 die Naturschutzstiftung Waldhägenich als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet. Für die Gründung der Stiftung wurde von der Stadt Bühl und ansässigen Firmen ein Stiftungsvermögen von einer Million Deutsche Mark aufgebracht. Die Stiftung hat unter anderem die Aufgabe, die Akzeptanz des Gebiets durch Entschädigungen für die landwirtschaftliche Einbußen zu erhöhen.


 

Neues Internet-Angebot des Landes: Dem Müll auf der Spur im Themenpark Umwelt

Bild: Wertstofftonnen
Wertstofftonnen der Stadt Karlsruhe
(© LUBW)

In Karlsruhe werden Wertstoffe über die Wertstofftonne gesammelt und anschließend sortiert.

 04.09.2014 Umweltminister Franz Untersteller: „Abfall ist ein wachsender Wirtschaftsfaktor.”

Abfall ist Rohstofflieferant und Energiequelle. Was genau mit dem Abfall in Baden-Württemberg passiert, wie er aufbereitet wird und Wertstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückgeschleust werden, darüber informiert ein neues Internetangebot des Landes im Portal „Themenpark Umwelt“.

„Rohstoffe und Energie aus Abfall sind ein wichtiger Beitrag, damit Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort unabhängiger von den internationalen Rohstoff- und Energiemärkten wird. Unser Ziel muss es sein, die Abfallwirtschaft noch umfassender zu einer Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln“, betonte Umweltminister Franz Untersteller  am 04.09. anlässlich der Freischaltung der neuen Informationsmöglichkeit.

Mülltrennung ist die Voraussetzung für eine hochwertige Verwertung von Abfällen und mittlerweile als ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz im Bewusstsein vieler Bürgerinnen und Bürger verankert. Es stellt sich jedoch immer wieder die Frage, was mit den sorgsam getrennten Materialien passiert, sobald sie den eigenen Haushalt verlassen haben. „Hier setzen wir an. Die neuen Internetseiten, die wir für den Themenpark Umwelt erstellt haben, informieren die Öffentlichkeit auf anschauliche Weise über unterschiedliche Arten von Abfall, mögliche Verwertungswege und daraus entstehende Recyclingprodukte“, erläuterte Margareta Barth, Präsidentin der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg.

Zahlreiche Abbildungen und Videosequenzen zeigen, wie hinter den Kulissen aus Abfall wieder Rohstoff wird. Glas beispielsweise kann fast hundertprozentig wiederverwertet werden. Voraussetzung ist jedoch, dass dieses getrennt gesammelt wird und nicht im Restmüll landet. Metalle können ohne Qualitätseinbußen recycelt werden, das heißt die bei der Wertstofftrennung erfassten Metalle verbleiben vollständig im Kreislauf. Das Metallrecycling hat dabei eine sehr lange Tradition: bereits in der Bronzezeit, also vor Tausenden von Jahren, schmolzen unsere Vorfahren unbrauchbar gewordene Gegenstände aus Metall wieder ein, um den wertvollen Rohstoff weiter zu nutzen. Erfreulich ist auch die Verwertungsquote bei Papier – fast das gesamte Altpapieraufkommen wird verwertet. Und wussten Sie schon, wie die Druckerfarbe aus dem Altpapier entfernt wird? Oder welche Wege Ihr Bioabfall nimmt? Auch einem hochmodernen Nah-Infrarot-Trenner, der unterschiedliche Plastiksorten in rasender Geschwindigkeit sortiert, kann bei der Arbeit zugesehen werden.

Das Internetangebot „Abfall als Ressource“ ist Teil des Themenparks Umwelt. Neben den neuen Seiten zum Abfall in der Rubrik Umweltthemen bietet dieser zahlreiche weitere, anschaulich aufbereitete Informationen rund um unsere Umwelt.

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Landesregierung fördert Höhenlandwirtschaft im Land stärker als jemals zuvor

 
Bild: Minister Alexander Bonde
Minister Alexander Bonde
(© Land BW, dpa)
 
Bild: Schafbeweidung
Schafbeweidung von Wacholderheiden
(© Autor: H.-P. Döhler)

Das baden-württembergische Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) fördert eine nachhaltige und produktive Nutzung der Kulturlandschaft sowie eine artgerechte Tierhaltung und die Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen.

 30.08.2014 Die Landesregierung setzt ab dieser Förderperiode gezielt einen Schwerpunkt auf Höhenlandwirtschaft und Grünlandförderung und fördert Betriebe in Höhenlagen stärker als je zuvor.

„Traditionelle bäuerliche Bewirtschaftung, Kühe auf Weiden, hochwertige Milchprodukte aus heimischer Erzeugung und nicht zuletzt die Prägung einer attraktiven Urlaubs- und Erholungslandschaft – das sind die Markenzeichen der baden-württembergischen Höhenlandwirtschaft. Die Bäuerinnen und Bauern arbeiten dafür oft auf steilen, wenig ertragreichen und schwierig zu bewirtschaftenden Flächen mit kurzen Sommern und langen, strengen Wintern. Unsere Landwirtinnen und Landwirte in den Höhenlagen leisten durch diese Arbeit jeden Tag einen Dienst für die Gesellschaft. Bäuerlichen Familienbetrieben muss es möglich sein, ein auskömmliches Einkommen zu erwirtschaften. Deswegen setzt Grün-Rot ab dieser Förderperiode gezielt einen Schwerpunkt auf Höhenlandwirtschaft und Grünlandförderung und fördert Betriebe in Höhenlagen stärker als je zuvor. Denn unser Ziel ist die flächendeckende Bewirtschaftung der Grünlandstandorte“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, beim Besuch eines Milchviehbetriebs in Titisee-Neustadt (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Offenhaltung der Landschaft am einfachsten durch Weidehaltung

Die Landesregierung hat die Förderprogramme zur Grünlandbewirtschaftung gezielt gestärkt: Statt 149 Millionen Euro wie zu Beginn der letzten Förderperiode stehen in der aktuellen Förderperiode nunmehr 169 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Das Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) fördert eine nachhaltige und produktive Nutzung der Kulturlandschaft sowie eine artgerechte Tierhaltung und die Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen. „Das Baukastenprinzip mit rund 40 zum Teil kombinierbaren Fördermaßnahmen ermöglicht es den Betrieben, sich für die individuelle Situation das passende Maßnahmenbündel zusammenzustellen. Die neu geschaffene Sommerweideprämie bringt Tiere vom Stall auf die Weide und führt zu mehr Tierwohl. Das Heumilchprogramm ist eine Alternative zur dominierenden Silagebereitung – vor allem für Betriebe, die auf Hartkäse spezialisiert sind“, so Bonde. Die Grünlandsteillagenförderung sei ein Ausgleich dafür, dass Bewirtschaftung von steilem Grünland oft aufwändig, mühsam und teilweise nur in Handarbeit möglich sei. Die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) sei eine weitere wichtige Säule zur Offenhaltung der Landschaft. „Die Förderung über die Landschaftspflegerichtlinie haben wir um nahezu zwei Drittel aufgestockt. Grün-Rot verbessert damit die Voraussetzungen, um artenreiches Grünland mit Wiederkäuern schonend zu bewirtschaften“, so Bonde. Viele touristisch reizvolle Landschaften im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb könnten davon profitieren. „Mit der Ausgleichszulage Landwirtschaft (AZL) unterstützt die Landesregierung zusätzlich die aufwändige Bewirtschaftung von Flächen in Mittelgebirgslagen und benachteiligten Gebieten mit 30 Millionen Euro pro Jahr. Gerade typische Grünlandstandorte, die sonst oft kaum rentabel zu bewirtschaften wären, profitieren von diesem Zuschuss“, sagte der Minister.

Agrarförderung zum Wohle aller

„Mit unseren neuen Förderprogrammen nutzen wir die Chance, die Agrarförderung an gesellschaftlichen Wünschen auszurichten. Von attraktiven Kultur- und Naturlandschaften profitiert letztlich die ganze Gesellschaft: Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus – und alle, die hochwertige regionale Lebensmittel schätzen. Das Land trägt mit seiner Förderpolitik maßgeblich dazu bei, dass bäuerliche Familienbetriebe ein angemessenes Einkommen erwirtschaften können – gerade in der Höhenlandwirtschaft mit ihren besonderen Herausforderungen“, so Bonde.

Weiterführender Link:


 

Landesweite Verbreitungskarte des Uhus jetzt online

Bild: Junge Uhus (Bubo bubo)
Junguhus (Bubo bubo) bei Dietlingen im Enzkreis
(© AGW, Autor: B. Fischer)

Eine akualisierte Karte*, basierend auf den Daten der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW), zeigt die Brutverbreitung des Uhus (Bubo bubo) in Baden-Württemberg für den Zeitraum von 2008 bis 2012. In der  Übersichtskarte wird die absolute Anzahl unterschiedlicher Reviere je Quadrant auf der Topografischen Karte 1:25.000 (TK 25-Quadrant) dargestellt, die im Zeitraum 2008 bis 2012 in mindestens in einer Brutsaison von Uhus besetzt waren.

Diese Informationen können beispielsweise bei der Auswahl und artenschutzrechtlichen Beurteilung von Standorten für Windenergieanlagen hilfreich sein. Die neue Übersichtskarte zum Uhu und zu weiteren windkraftempfindlichen Arten sowie die entsprechenden Geodaten sind unter diesem Link einsehbar.

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* Die Karten wurden, soweit nicht anders vermerkt, auf Basis des Räumlichen Informations- und Planungssystems RIPS der LUBW und des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystems ATKIS des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg erstellt © Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (www.lglbw.de ) Az.: 2851.9-1/19


 

Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg warnt vor Aussterben der Wanderschäferei

NSG Elsenzaue-Hollmuthang, Beweidung mit Schafen
(© M. Linnenbach)

19.08.2014, - Der baden-württembergische Landesschafzuchtverband warnt vor dem Aussterben der Wanderschäferei mit dramatischen Folgen für die Umwelt. Das wäre sicherlich das Ende zahlreicher Land- und Naturschutzgebiete im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb. Derzeit liege der Stundenlohn für Schäfer mit 4,90 Euro weit unter dem künftigen Mindestlohn von 8,50 Euro; deswegen ist auch das Interesse an diesem Beruf so gering.





 

Minister Untersteller gibt Startschuss für Mikroplastikuntersuchungen im Land

 
Bild: Umweltminister Untersteller, Mikroplastik
Umweltminister Franz Untersteller bei der Probenahme
(© Land BW, dpa)
 
Bild: Bodenexkursion 2005 (66)
Forschungsschiff Kormoran (LUBW, ISF)
(© KIT, Autor: C. Düpmeier)

07.08.2014 Umweltminister Franz Untersteller gab am 07. August in Lauffen am Neckar den offiziellen Startschuss für die landesweiten Mikroplastikuntersuchungen in den baden-württembergischen Gewässern. Für diese Untersuchungen werden sowohl das Messschiff „Max Honsell“ der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg als auch die "Kormoran" des Instituts für Seenkunde (ISF) am Bodensee eingesetzt.

Die LUBW koordiniert die Untersuchungen und konnte für die wissenschaftliche Betreuung den Spezialisten Professor Dr. Christian Laforsch von der Universität Bayreuth gewinnen. Untersteller ließ für die erste symbolische Probennahme im Neckar ein Netz von der „Max Honsell“ ins Wasser. Dabei handelt es sich um ein „Manta Trawl“, das speziell für die Probenahme von Wasseroberflächen entwickelt wurde.

Bilder von im Meer treibendem Plastikmüll sind uns schon lange gegenwärtig. Dieser zersetzt sich und wird zu Mikroplastik, das von Meerestieren aufgenommen wird. Die Verbreitung von Mikroplastik in der marinen Umwelt ist inzwischen gut dokumentiert. Dagegen weiß man bisher wenig über die Verbreitung von Mikroplastik in den heimischen Flüssen und Seen.

„Kunststoffe haben unser Leben zwar in vielen Bereichen positiv verändert“, erklärt der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller, „aber wie alle Dinge hat auch Kunststoff eine zweite Seite, eine Nebenwirkung, die uns zunehmend Probleme macht. Kunststoffe besitzen eine extrem lange Abbauzeit von mehreren hundert Jahren. Viele Kunststoffe, die in die Umwelt gelangt sind, sind auch heute noch dort zu finden. Wir hinterlassen den kommenden Generationen ein langlebiges und unangenehmes Erbe, dessen Risiko wir kaum abschätzen können.“

Im letzten Herbst hat eine Untersuchung am italienischen Gardasee die Verantwortlichen in Europa aufhorchen lassen. Im Sediment wurde Mikroplastik gefunden. Bisher war man davon ausgegangen, dass Mikroplastik eher ein Thema der Meere sei.

„Wir nehmen von politischer Seite diese Tatsachen sehr ernst“, betont Umweltminister Untersteller. Deshalb haben wir die LUBW beauftragt, die baden-württembergischen Gewässer auf Mikroplastik zu untersuchen. Mit gesicherten Erkenntnissen können wir gezielt handeln und die richtigen Konsequenzen ziehen – national und international. In den Gewässern lebende Würmer, Schnecken, Muscheln, Wasserflöhe und Muschelkrebse nehmen das Mikroplastik mit der Nahrung auf. Die Organismen dienen dann selbst wieder als Nahrungsquelle für Fische. So gelangen die Schadstoffe möglicherweise in die Nahrungskette.

Die Präsidentin der LUBW, Margareta Barth, ergänzt: „Wir sind froh, dass wir für diesen Auftrag Professor Laforsch gewinnen konnten. Er hat die Untersuchungen am Gardasee durchgeführt und tätigt zurzeit weitere in Bayern. So ist durch eine einheitliche Untersuchungsmethode die Vergleichbarkeit der Ergebnisse gewährleistet.“

 

Weiterführende Links:

Mikroplastikuntersuchungen in Baden-Württemberg (PDF)


 

Höhlen auf der Schwäbischen Alb für Unesco-Welterbe nominiert

Bild: Hohler Fels bei Schelklingen - Fundstätte
Hohle Fels bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) - Fundstätte der Venus von der Alb
(© LGRB, Autor: Burgmeier, Bergner)

Nordöstlich von Schelklingen ragen aus dem Oberem Massenkalk des Weißen Jura, drei Felsentürme aus dem unteren rechten Talhang der Schelklinger Ach. Am Fuß des mittleren Felsens (Hohle Fels) befindet sich ein torbogenförmiger, vergitterter Zugang (Breite  5 m, Eingangshöhe ca. 3 m) zu der 120 m langen Höhle des Hohlen Fels.

Im September 2008 wurde hier die bekannte Figurine "Venus von der Alb" geborgen. Mit einem geschätzten Alter von 35.000 Jahre ist sie bislang die älteste geschnitzte Menschenfigur der Welt. Die Figur lag zerbrochen in sechs Fragmenten etwa 20 Meter vom Höhleneingang entfernt. Zuvor wurden bereits in den Jahren 1870/71 zahlreiche Funde aus der Altsteinzeit hier entdeckt. In den Kriegsjahren diente die Höhle als Bunker.

Venus von der Alb

 

 

 

 

Venus von der Alb
© picture-alliance / dpa

Die Karsthöhle ist mit 500 m² Grundfläche und einem Rauminhalt von 6000 m³ eine der größten Höhlenhallen Süddeutschlands und entsprechend kulturgeschichtlich wertvoll - Naturdenkmal.

12.06.2014 Die Chancen der Schwäbischen Alb mit den Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf den Titel als Unesco-Welterbestätte steigen. Die Kultusministerkonferenz hat den Antrag positiv bewertet, wie das Kultusministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. „Die Entscheidung der Kultusministerkonferenz, den Vorschlag  Baden-Württembergs Höhlen der ältesten Eiszeitkunst zu nominieren, kann  als ein sehr großer Erfolg für das Land gewertet werden“, sagte Wissenschaftministerin Theresia Bauer.

Die Höhlen der ältesten Eiszeit wurden vom Fachbeirat auf den ersten Platz  gesetzt. Grundvoraussetzung für einen Antrag auf den Status ist, dass eine Stätte von „außergewöhnlichem universellen Wert“ sein muss. Wie ein Ministeriumssprecher mitteilte, ist nun davon auszugehen, dass auch die  Unesco-Kommission in Paris dem Vorschlag zustimmt.

Derzeit  liegen 4 von bundesweit 38 Welterbestätten im Südwesten. Neben der  Klosteranlage Maulbronn sind es der obergermanisch-rätische Limes, die Klosterinsel Reichenau und die prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee.

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Reduzierung des Flächenverbrauchs ist wichtige Daueraufgabe von Land und Kommunen

 

08.04.2014 Baden-Württemberg will bei der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme weiterhin Fortschritte erreichen und gemeinsam mit den Kommunen den Vorrang der Innenentwicklung in Städten und Gemeinden vor der Inanspruchnahme neuer Flächen stärken. Dies hat nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Vorteile...



 

KlimaNet für Kids

Bild: Klimanet 4 Kids
Klimanet 4 Kids - Logo
(© UM)

Ihr wollt das Klima schützen und euch für die Umwelt stark machen? Dann seid ihr hier genau richtig. KlimaNet 4 Kids erklärt euch die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Energieverbrauch und zeigt auf, wie ihr in eurer Schule, aber auch zu Hause aktiv werden könnt. Ihr könnt nämlich eine ganze Menge zum Klimaschutz beitragen.