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Dornacher Ried mit Häckler Ried (Ldkr. Ravensburg)
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Bild: Dornacher Ried mit Häckler Ried
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Blick auf die verlandeten Riedflächen, im Vordergrund blüht ein Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus). Die Pflanze wächst bevorzugt auf feuchten Standorten wie im Uferbereich von Bächen, Flüssen und Seen.

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31.07.2014 Landes-IT als wichtiger Faktor nachhaltiger Politik – Kabinett verabschied… mehr

30.07.2014 Umweltminister Franz Untersteller in Serbien und Kroatien mehr

30.07.2014 Weiterentwicklung des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes – Kabinett gibt Novelle d… mehr

11.07.2014 Land unterstützt Kommunen bei Sanierung von Altlasten mit über 14 Millionen Euro mehr

Weitere Nachrichten

Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: Südtangente Karlsruhe
Karlsruhe, Südtangente am 30.07.2014, Starkregen mit Aquaplaning
(© M. Linnenbach)

Südtangente Karlsruhe 30.Juli 2014, Blickrichtung Nordost. Unwetterartige Niederschläge gegen 12:32 Uhr.

Das Internetportal Themenpark Umwelt ist Teil des Umweltinformationssystems Baden Württemberg (UIS BW). Konzipiert und entwickelt von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit einem Informationsangebot von derzeit ca. 2.800 Internetseiten möchte der Themenpark der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung der Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form aufzeigen. Die Internetpräsentation soll zwischen Mensch und Natur vermitteln, nicht zuletzt weil Natur und Landschaft durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen erfüllen. Es lohnt sich also hineinzuschauen. Zur Orientierung werden die verschiedenen Zugänge hier kurz vorgestellt:


 

Baden-Württemberg verdoppelt die Haushaltsmittel für den Naturschutz

24.07.2014 Baden-Württemberg rückt den Naturschutz ins Zentrum der Politik. Die Landesregierung verdoppelt die Mittel für den Naturschutz bis zum Jahr 2016 gegenüber der Vorgängerregierung von 30 auf 60 Millionen Euro. „Wir haben den Erhalt der Biodiversität ins Zentrum der Naturschutzstrategie gestellt“, sagte der Naturschutzminister Alexander Bonde. Zudem habe die Landesregierung eine Reihe von neuen Schwerpunkten aufgegriffen.

Naturschutzstrategie Baden-Württemberg ist bundesweites Vorbild
(© Land BW)

 

Naturschutzgebiet Weissacher Tal im Enzkreis

17.07.2014 Aktueller Blick auf das Weissacher Tal zwischen Freudenstein und Knittlingen. Talaue im Kraichgau mit Auwald, Streuobstwiesen und Offenland, - teilweise auch geschützt als Naturschutzgebiet "Weissacher Tal". Das Klima mit reichlicher Sommerwärme und mäßigen Niederschlägen sowie die fruchtbaren, kalkreichen Böden und Hanglagen (Weinanbau) haben dieses Tal schon früh zu einem der bevorzugten Siedlungsgebiete werden lassen.

Google.Maps

Weissacher Tal zwischen Freudenstein und Knittlingen im Enzkreis (Aufn. Juli 2014)
(© M. Linnenbach)

 

Landesregierung erhöht Fördergelder für die Naturparke im Land auf 3 Millionen Euro pro Jahr

 
Bild: Naturparkzentrum, Stausee Ehmetsklinge. Ldkr. Heilbronn
Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg am Stausee Ehmetsklinge
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Unmittelbar am Zaberfelder Stausee Ehmetsklinge befindet sich das Domizil des Naturparkzentrums Stromberg-Heuchelberg.

Kontakt

Telefon (0 70 46) 88 48 15

Telefax (07046) 88 48 16

www.naturpark-stromberg-heuchelberg.de

info@naturpark-stromberg-heuchelberg.de

 

Öffnungszeiten:

Mi bis So und Feiertage 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage

 

 
Bild: Obere Donau
Naturpark Obere Donau
(© GNU FDL, Autor: J. Aubele)
Verlauf der Oberen Donau von der Quelle bis Ulm. Die grüne Fläche zeigt das Areal des ca. 85.700 ha großen Naturparks'' Obere Donau'', der in den Jahren 1992 u. 1995 als Schutzgebiet ausgewiesen wurde.

06.07.2014 Die grün-rote Landesregierung erhöht die Fördergelder für die Großschutzgebiete Baden-Württembergs mit Beginn der neuen EU-Förderperiode ab 2015 um 600.000 Euro auf künftig drei Millionen Euro pro Jahr. „Damit unterstützen wir vielfältige Projekte – von Selbstvermarktungsinitiativen über touristische Angebote bis hin zu Elektro-Tankstellen im Ländlichen Raum“, sagte Minister Alexander Bonde.

„Unsere Naturparke im Ländlichen Raum sind ein wertvolles kulturelles Erbe. Sie tragen zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit unserer einzigartigen Kulturlandschaft bei und stehen gleichermaßen für Natur- und Umweltbildung, naturnahen Tourismus und regionale Spezialitäten. Auch für die nachhaltige Entwicklung des Ländlichen Raums sind Naturparke wichtig, da sie einerseits Raum für Erholung, Wandern und Sport bieten, andererseits Arbeitsplätze im Ländlichen Raum schaffen – beispielsweise im Tourismus. Der Ländliche Raum ist geprägt von veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Um ihn gerade auch mit unseren Naturparken zukunftsfähig weiterzuentwickeln, erhöht die grün-rote Landesregierung die Fördergelder für Naturparke mit Beginn der neuen EU-Förderperiode ab 2015 um 600.000 Euro auf künftig drei Millionen Euro pro Jahr. Damit unterstützen wir vielfältige Projekte – von Selbstvermarktungsinitiativen über touristische Angebote bis hin zu Elektrotankstellen im Ländlichen Raum“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde in Königsfeld (Schwarzwald-Baar-Kreis) anlässlich der Festveranstaltung „15 Jahre Naturpark Südschwarzwald“.

Ländlicher Raum als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum

Der Tourismus sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und bilde gemeinsam mit der Landwirtschaft und dem Naturschutz ein magisches Dreieck nachhaltiger Wertschöpfung im Ländlichen Raum, so der Minister weiter. „Dieses Zusammenspiel funktioniert im Naturpark Südschwarzwald beispielhaft. Damit kreative und innovative Ideen unbürokratisch gefördert werden können, ist ab der neuen Förderperiode eine vereinfachte Förderung möglich, die rein aus Landesmitteln bedient wird“, sagte Bonde abschließend.

Weitere Informationen

Die ersten Großschutzgebiete in Baden-Württemberg waren die Naturparke, die zwischen 1972 und 2000 gegründet wurden. Die Naturparke sind nach Landesnaturschutzgesetz großräumige Gebiete, die als vorbildliche Landschaften für eine naturnahe Erholung einheitlich zu planen, zu entwickeln und zu pflegen sind. Finanziert werden sie durch das Land, in den meisten Fällen ergänzt durch Mittel der EU. Die Naturparke erhalten zusätzlich Gelder aus der Glückspirale.

Der Naturpark Südschwarzwald entstand im Jahr 1999, als sechster Naturpark im Land. Aktuell gibt es sieben Naturparke in Baden-Württemberg. Diese sieben Naturparke nehmen rund ein Drittel der Landesfläche ein. Mehr als siebzig Prozent aller Landkreise haben Flächen in einem Naturpark.


 

Bau einer Grünbrücke über die A 8 bei Mutschelbach (Ldkr. Karlsruhe)


02.07.2014 Mit dem Bau der Grünbrücke am Wingertsberg bei Mutschelbach an den Schwarzwaldrandplatten soll eine Wiedervernetzung der durch die Autobahn durchschnittenen Lebensräume erfolgen. Die Maßnahme ist sowohl im Wiedervernetzungsprogramm des Bundes als auch im Generalwildwegeplan des Landes enthalten, da in diesem Bereich ein Wildtierkorridor von internationaler Bedeutung verläuft. Insbesondere für heimische Waldsäugetiere sollen die Waldgebiete „Buchwald“ und „Herrmannsgrund“ wieder miteinander verbunden werden. Überregional ist die Maßnahme Bestandteil einer Verbindung vom Schweizer Jura über den Schwarzwald und Odenwald bis zu den deutschen Mittelgebirgen.



Die Grünbrücke vernetzt die größeren zusammenhängenden Waldflächen beiderseits der A 8 (Foto: Manfred Grohe, © UM)


Weiterführende Links:

 

Landesnaturschutzpreis 2014, Bewerbungen noch bis 1. August möglich

20.06.2014 Noch bis 1. August für den Landesnaturschutzpreis bewerben! - Streuobstwiesen sind Kulturlandschaft und Biotop zugleich. Das Land zeichnet Menschen aus, die sich für den Erhalt dieser einzigartigen Streuobstwiesen einsetzen.

  • Ein Landwirt bei der Mostäpfellese mit Erntehelfern auf seiner Streuobstwiese in Wernsreute nahe Ravensburg. (Symbolbild: © dpa)


    Streuobstwiesen zählen zu den Schätzen unseres Landes: Sie sind touristisch attraktive Kulturlandschaften und als Biotop für viele Tier- und Pflanzenarten unersetzlich. Baden-Württemberg verfügt mit über 100.000 Hektar Streuobstwiesen europaweit über die bedeutendsten Streuobstbestände. Ihr Schutz und Erhalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Mit dem Landesnaturschutzpreis 2014 möchten wir Initiativen in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, die sich für den Erhalt unserer einzigartigen Streuobstwiesen einsetzen und die biologische Vielfalt dieses Lebensraums verbessern”“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Freitag, den 20. Juni in Stuttgart. „„Ob Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Verbände, Kindergärten oder Schulen –es gibt im Land sehr viele, die sich für den Erhalt unserer Streuobstwiesen einsetzen. Sie alle haben noch bis zum 1. August dieses Jahres die Möglichkeit, sich für den Landesnaturschutzpreis 2014 zu bewerben”“, sagte Bonde.

  • Der Landesnaturschutzpreis, der 2014 unter dem Motto „„Vielfalt in Streuobstwiesen – Wir machen mit!“” steht, wird von der Stiftung Naturschutzfonds alle zwei Jahre vergeben. Er ist mit 20.000 Euro dotiert. In der Regel wird das Preisgeld auf mehrere Preisträgerinnen und Preisträger aufgeteilt. Ausgezeichnet werden können beispielsweise praktische Pflege- oder Bewirtschaftungsmaßnahmen, Arten- und Biotopschutzvorhaben, Patenschaften, Kooperationen und Bildungsmaßnahmen. Die Verleihung des Landesnaturschutzpreises 2014 ist für das Frühjahr 2015 vorgesehen.


 

Höhlen auf der Schwäbischen Alb für Unesco-Welterbe nominiert

Bild: Hohler Fels bei Schelklingen - Fundstätte
Hohle Fels bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) - Fundstätte der Venus von der Alb
(© LGRB, Autor: Burgmeier, Bergner)

Nordöstlich von Schelklingen ragen aus dem Oberem Massenkalk des Weißen Jura, drei Felsentürme aus dem unteren rechten Talhang der Schelklinger Ach. Am Fuß des mittleren Felsens (Hohle Fels) befindet sich ein torbogenförmiger, vergitterter Zugang (Breite  5 m, Eingangshöhe ca. 3 m) zu der 120 m langen Höhle des Hohlen Fels.

Im September 2008 wurde hier die bekannte Figurine "Venus von der Alb" geborgen. Mit einem geschätzten Alter von 35.000 Jahre ist sie bislang die älteste geschnitzte Menschenfigur der Welt. Die Figur lag zerbrochen in sechs Fragmenten etwa 20 Meter vom Höhleneingang entfernt. Zuvor wurden bereits in den Jahren 1870/71 zahlreiche Funde aus der Altsteinzeit hier entdeckt. In den Kriegsjahren diente die Höhle als Bunker.

Venus von der Alb

 

 

 

 

Venus von der Alb
© picture-alliance / dpa

Die Karsthöhle ist mit 500 m² Grundfläche und einem Rauminhalt von 6000 m³ eine der größten Höhlenhallen Süddeutschlands und entsprechend kulturgeschichtlich wertvoll - Naturdenkmal.

12.06.2014 Die Chancen der Schwäbischen Alb mit den Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf den Titel als Unesco-Welterbestätte steigen. Die Kultusministerkonferenz hat den Antrag positiv bewertet, wie das Kultusministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. „Die Entscheidung der Kultusministerkonferenz, den Vorschlag  Baden-Württembergs Höhlen der ältesten Eiszeitkunst zu nominieren, kann  als ein sehr großer Erfolg für das Land gewertet werden“, sagte Wissenschaftministerin Theresia Bauer.

Die Höhlen der ältesten Eiszeit wurden vom Fachbeirat auf den ersten Platz  gesetzt. Grundvoraussetzung für einen Antrag auf den Status ist, dass eine Stätte von „außergewöhnlichem universellen Wert“ sein muss. Wie ein Ministeriumssprecher mitteilte, ist nun davon auszugehen, dass auch die  Unesco-Kommission in Paris dem Vorschlag zustimmt.

Derzeit  liegen 4 von bundesweit 38 Welterbestätten im Südwesten. Neben der  Klosteranlage Maulbronn sind es der obergermanisch-rätische Limes, die Klosterinsel Reichenau und die prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee.

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Umweltministerium fördert weitere Neubau- und Modernisierungsprojekte der Kleinen Wasserkraft

Bild: Die Appenmühle in Daxlanden
Appenmühle in Karlsruhe-Daxlanden, einst Getreidemühle heute Energieerzeuger
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Das moderne Laufwasserkraftwerk der Stadtwerke Karlsruhe versorgt heute ca. 80 Haushalte mit elektrischer Energie. Mit einer Leistung von ca. 40 KW zählt die Appenmühle zu den sog. Kleinkraftwerken.

19.05.2014 Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat elf weitere Maßnahmen zur technischen und ökologischen Modernisierung der kleinen Wasserkraft mit insgesamt rund zwei Millionen Euro gefördert. „Die Maßnahmen führen dazu, dass künftig pro Jahr über 2,3 Millionen Kilowattstunden Strom zusätzlich an klimafreundlicher Energie erzeugt werden, das entspricht dem Verbrauch von fast 1.000 Vier-Personen-Haushalten“, erklärte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller am 19.05. in Stuttgart. Zudem beseitigen die Maßnahmen Wanderhindernisse für Fische und andere Wasserbewohner und dienen damit in einigen Fällen auch der Wiederansiedlung des Lachses und anderer seltener Wanderfische im Land.

Die Gesamtinvestitionen der jetzt geförderten Maßnahmen betragen rund acht Millionen Euro. Einen Landeszuschuss in Höhe von 200.000 Euro erhält zum Beispiel der Betreiber einer Wasserkraftanlage an der Unteren Argen. Der Ausbau der Anlage wird sowohl die Ökologie des Flusses verbessern, als auch die jährliche Stromerzeugung um fast 600.000 Kilowattstunden erhöhen. Die ebenfalls geförderte Reaktivierung einer stillgelegten Anlage an der Erms wird über 300.000 Kilowattstunden CO2-freien Strom erzeugen, außerdem wird hiermit zugleich die sogenannte Durchgängigkeit für die Lebewesen im Fluss verbessert.

„Der Erfolg unseres Programms belegt, dass die Berücksichtigung wichtiger ökologischer Belange für die Wirtschaftlichkeit der Wasserkraftanlagen keinen Nachteil bedeuten muss.“ Im Gegenteil, von einer durchdachten und sinnvollen Modernisierung profitierten Anlagenbetreiber und Umwelt gleichermaßen, sagte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft weiter.

Ergänzende Informationen

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft fördert die technische und ökologische Modernisierung der sogenannten kleinen Wasserkraft bis zum Jahr 2015 mit insgesamt 6,9 Millionen Euro. Eine Maßnahme kann mit maximal 200.000 Euro gefördert werden.


 

Erstmals Maifische (Alosa alosa) wieder im Unteren Neckar nachgewiesen

 
Bild: Maifisch
Maifisch (Alosa alosa)
(© RP Karlsruhe)

Der zu den Heringsartigen zählende Maifisch (Alosa alosa) bewohnt europäische Küstengewässer und wächst dort bis zu einer Körperlänge von etwa 70 Zentimeter heran.

 
Bild: Fischtreppe bei Ladenburg
Fischtreppe am Unteren Neckar (Rhein-Neckar-Kreis)
(© M. Linnenbach)

Fischtreppe am Unteren Neckar bei Ladenburg, Beckenkaskade (Aufn. April 2009). Das Gefälle zwischen den einzelnen Becken beträgt 30 cm.

Im Vergleich zu anderen Fischpässen kann der Ladenburger Fischtreppe eine vergleichsweise gute Funktionalität bescheinigt werden. So stiegen z.B. im Mai 2002 pro Nacht etwa 90 Fische mit Hilfe der Fischtreppe in die nächst höher liegende Gewässerstufe des Unteren Neckars auf. Im November 2009 wurde ein weibliches Exemplar des Atlantischen Lachs (Salmo salar) nachgewiesen.

Die Durchgängigkeit von Fließgewässern für wandernde Fischarten (z.B. Lachs, Aal, Meerforelle, Maifisch) ist ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung des Gewässergütezustands in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Karlsruhe 07.05.2014 - Bei einer Untersuchung der EnBW an einem Fischpass im Unteren Neckar bei Ladenburg konnte am vergangenen Wochenende erstmals seit mehr als 80 Jahren wieder ein Maifisch (Alosa alosa) nachgewiesen werden. Sowohl A. Ness als der mit der Untersuchung beauftragte Biologe als auch F. Hartmann vom Regierungspräsidiums Karlsruhe werten diesen Fang als Sensation. Bereits in den 1920er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war der Maifisch im Neckar durch den Ausbau des Neckars nahezu verschwunden. Dass diese Fischart nun wieder im Neckar auftaucht, ist ein gutes Zeichen für die Gewässerentwicklung und ein Ansporn für die Wiederherstellung der Durchgängigkeit am Neckar gleichermaßen. Zurzeit plant die zuständige Bundeswasserstraßenverwaltung an den Wehranlagen des schiffbaren Neckars funktionsfähige Fischaufstiegsanlagen.

Wanderfische legen bekanntermaßen sehr lange Strecken zurück, um in ihre Laichgebiete zu gelangen. Prominentes Beispiel hierfür ist der Atlantische Lachs, der schon seit längerem nach Baden-Württemberg zurückkehrt und dabei tausende Kilometer vom Atlantik in die Laichgewässer zurücklegt. Ein weiterer Hochleistungsschwimmer ist der Maifisch, der im Rhein seit vielen Jahrzehnten nur als seltener Sonderfund nachgewiesen oder gefangen werden konnte, jedoch noch im vorletzten Jahrhundert in riesigen Schwärmen aus dem Rheindelta kommend den Rhein und Neckar hochzog. Historische Aufzeichnungen dokumentieren Massenaufstiege des Maifisches im Neckar bis Heilbronn und im Rhein bis weit über Basel hinaus.

Der Energieversorger EnBW in Baden-Württemberg setzt sich seit mehreren Jahren für umfangreiche Fischschutzmaßnahmen am Rhein und an anderen Gewässern ein. An einem ihrer Kraftwerke bei Karlsruhe wurde bereits im vergangenen Sommer im Rahmen von Routineuntersuchungen ein besonderer Fang getätigt: Zwei junge Maifische gingen ihr ins Netz. Seit vielen Jahrzehnten wurden keine Jungfische mehr in diesem Rheinabschnitt nachgewiesen. Der aktuelle Fund der Jungtiere belegt eindeutig, dass Maifische südlich von Karlsruhe erfolgreich abgelaicht haben und sich aus dem Laich auch Jungfische entwickelten.

Frank Hartmann von der Fischereibehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe freut sich über diesen Erfolg beim Maifisch und betont die erfolgreiche Zusammenarbeit des Regierungspräsidiums Karlsruhe beim Fischartenschutz mit Partnern beim Bund, bei Verbänden und bei der EnBW. Der Maifisch ist ein bedeutender Bestandteil der natürlichen Fauna in Baden-Württemberg und findet durch gemeinsame Anstrengungen am Rhein und am Neckar allmählich wieder einen geeigneten Lebensraum vor.

Quelle: Regierungspräsidium Karlsruhe, Schloßplatz 1-3, 76131 Karlsruhe


 

Land lässt landeseigene Staatswaldflächen nach dem FSC-Standard zertifizieren

Bild: Natursteinwerke Wüst bei Niederhofen, Ldkr. Heilbronn
Staatswald Oberer Fuchsberg bei Niederhofen (Ldkr. Heilbronn)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Im Zuge der FSC-Zertifizierung verzichtet der Landesbetrieb ForstBW im Staatswald bei der regulären Waldbewirtschaftung zukünftig auf den Einsatz von Pestiziden und auf großflächige Kahlhiebe.


Untere Forstbehörde Heilbronn

Lerchenstraße 40

74072 Heilbronn

 

23.04.2014 Die Landesregierung lässt landeseigene Staatswaldflächen nach dem FSC-Standard zertifizieren. Im Zuge der FSC-Zertifizierung verzichte der Landesbetrieb ForstBW im Staatswald beispielsweise bei der regulären Waldbewirtschaftung zukünftig auf den Einsatz von Pestiziden und auf großflächige Kahlhiebe.

„Der Staatswald ist besonders dem Allgemeinwohl verpflichtet und übernimmt eine Vorbildfunktion in der umweltgerechten, sozial verträglichen und ökonomisch sinnvollen Waldbewirtschaftung. Wir wollen sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen einen verantwortungsvoll bewirtschafteten Wald mit funktionierendem Ökosystem vorfinden. Gleichzeitig soll die langfristige wirtschaftliche Nutzung von Holz als bedeutendem nachwachsendem Rohstoff möglich sein. Die Landesregierung lässt deshalb die landeseigenen Staatswaldflächen nach dem anerkannten FSC-Standard zertifizieren“, sagte Forstminister Alexander Bonde anlässlich der im Mai 2014 bevorstehenden FSC-Zertifizierung des Staatswaldes.

Im Zuge der FSC-Zertifizierung verzichte der Landesbetrieb ForstBW im Staatswald beispielsweise bei der regulären Waldbewirtschaftung zukünftig auf den Einsatz von Pestiziden und auf großflächige Kahlhiebe. Die Vitalität der Waldböden bleibe dauerhaft erhalten durch eine schonende Befahrung und eine standortangepasste Nutzung. „Die moderne Waldbewirtschaftung, die bereits im etablierten Alt- und Totholzkonzept zum Tragen kommt, ergänzt der Landesbetrieb ForstBW durch die neue Waldbaurichtlinie und die Gesamtkonzeption Waldnaturschutz. FSC ist damit so etwas wie ein Öko-Siegel für den Wald“, so Bonde. Die unabhängigen Auditoren überprüften auch die Anforderungen an die Arbeitssicherheit und die Gesundheitsvorsorge.

FSC Zertifikat

FSC, als Zertifikat von kommunalen und größeren privaten Forstbetrieben gestartet, ist heute auch in den Staatswäldern angekommen. Die Landeswälder im Saarland, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin und in Teilen Rheinland-Pfalz sind FSC zertifiziert. Hessen und Niedersachsen haben die FSC-Zertifizierung ebenfalls angekündigt.

Das gleichrangige Zusammenführen von ökologische, sozialen und ökonomischen Erfordernissen ist wesentliches Element des FSC-Standards. Unabhängige externe Auditoren überprüfen jährlich ForstBW hinsichtlich der Einhaltung der FSC-Kriterien und veröffentlichen die Resultate in einem Bericht.


 

Reduzierung des Flächenverbrauchs ist wichtige Daueraufgabe von Land und Kommunen

 

08.04.2014 Baden-Württemberg will bei der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme weiterhin Fortschritte erreichen und gemeinsam mit den Kommunen den Vorrang der Innenentwicklung in Städten und Gemeinden vor der Inanspruchnahme neuer Flächen stärken. Dies hat nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Vorteile...



 

Diebstahlsicherung für Holz dank Satellitentechnik

Bild: Holz zur Herstellung von Papier
Altpapier ersetzt Holz als Rohstoff
(© VDP e.V., Autor: Verband Deutscher Papierfabriken e.V.)

12.02.2014 „Holz, unser wichtigster nachwachsender heimischer Rohstoff, ist leider auch für Diebe zu einem begehrten Gut geworden. Jede gestohlene LKW-Ladung Holz führt zu einem wirtschaftlichen Verlust von durchschnittlich 1.200 Euro. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es allerdings fast unmöglich zu erkennen, ob angebotenes Brennholz aus legalen Quellen stammt. Die neue GPS-Technik ermöglicht es, über versteckte Sender Holzdiebe zu verfolgen und ihnen das Handwerk zu legen. Das schützt auch die Kunden beim Holzeinkauf vor Hehlerware“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Mittwoch (12. Februar) bei einem Besuch auf dem Wertholzplatz in Urbach (Rems-Murr-Kreis).

„Das Land und der Landesbetrieb ForstBW haben beschlossen, aktiv gegen Holzdiebstähle vorzugehen“, sagte der Minister. In Holzlagerplätzen – sogenannten Poltern – werden dazu spezielle GPS-Sender platziert. Diese Transponder lösen bei der Verladung ein Signal aus. Das Forstpersonal kann dann direkt in Abstimmung mit dem Käufer klären, ob der Transport berechtigt ist. „Ist die Abfuhr des mit Sendern markierten Holzes illegal, wird die Polizei eingeschaltet und das Holz kann direkt sichergestellt werden“, erklärte der Minister. Im Nachbarland Hessen konnte bereits ein Holzdieb auf diese Weise überführt werden.

Hintergrundinformationen:

Im Staatswald von Baden-Württemberg werden jährlich rund zwei Millionen Festmeter Holz nachhaltig geerntet. ForstBW verkauft davon etwa 18 Prozent als Brennholz, das sind ca. 400.000 Festmeter.

Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz


 

KlimaNet für Kids

Bild: Klimanet 4 Kids
Klimanet 4 Kids - Logo
(© UM)

Ihr wollt das Klima schützen und euch für die Umwelt stark machen? Dann seid ihr hier genau richtig. KlimaNet 4 Kids erklärt euch die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Energieverbrauch und zeigt auf, wie ihr in eurer Schule, aber auch zu Hause aktiv werden könnt. Ihr könnt nämlich eine ganze Menge zum Klimaschutz beitragen.