Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Baden-Württemberg
BW-Standardkarte
Anregungen oder Fragen?
Suche
Suche in …
Umweltportale
Die Böckinger Lösswand - Zeugnis der Klimaveränderungen
(Element 2 von 2: Bild)
Bild: Lösswand Heilbronn-Böckingen
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Die mächtige Lösswand in Heilbronn-Böckingen ist ein eindruckvolles Zeugnis für die globalen Klimaveränderungen während der letzten 400.000 Jahre.

Der bräunliche Bodenhorizont ist Lösslehm der letzten Warmzeit des Pleistozäns. Darunter lagert Löss aus der vorletzten, darüber liegt Löss der letzten Eiszeit - (periglaziale Sedimentation).

 

Was ist neu oder geändert?

Meldungen

28.08.2014 Energiewendetage am 20. und 21. September – Umweltministerium unterstützt … mehr

27.08.2014 Ergebnisse der landesweiten Grundwasserüberwachung 2013 mehr

26.08.2014 Ergebnisse der Marktüberwachung 2013 im Bereich Chemikaliensicherheit veröffentl… mehr

26.08.2014 Von A wie Artenschutz bis Z wie Zikadenfauna Baden-Württembergs mehr

Weitere Nachrichten

Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: NSG Apfelberg bei Werbach
Naturschutzgebiet Apfelberg bei Werbach (Main-Tauber-Kreis)
(© B. Flicker)

Nordwestlich von Werbach erstreckt sich die flach gewölbte "Wertheimer Hochfläche". Hier ragt über dem Taubertal der markante Apfelberg auf. Das bedeutende Kalk-Magerrasen-Schutzgebiet ist das älteste NSG im Tauberland (ausgew. 1941) und verfügt über einen bemerkenswerten Orchideenbestand.

Kartenansicht Google-Maps

Das Internetportal Themenpark Umwelt ist Teil des Umweltinformationssystems Baden Württemberg (UIS BW). Konzipiert und entwickelt von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit einem Informationsangebot von derzeit ca. 2.800 Internetseiten möchte der Themenpark der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung der Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form aufzeigen. Die Internetpräsentation soll zwischen Mensch und Natur vermitteln, nicht zuletzt weil Natur und Landschaft durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen erfüllen. Es lohnt sich also hineinzuschauen. Zur Orientierung werden die verschiedenen Zugänge hier kurz vorgestellt:

 

Aktuelle Themen


 

Landesregierung fördert Höhenlandwirtschaft im Land stärker als jemals zuvor

 
Bild: Minister Alexander Bonde
Minister Alexander Bonde
(© Land BW, dpa)
 
Bild: Schafbeweidung
Schafbeweidung von Wacholderheiden
(© Autor: H.-P. Döhler)

Das baden-württembergische Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) fördert eine nachhaltige und produktive Nutzung der Kulturlandschaft sowie eine artgerechte Tierhaltung und die Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen.

 30.08.2014 Die Landesregierung setzt ab dieser Förderperiode gezielt einen Schwerpunkt auf Höhenlandwirtschaft und Grünlandförderung und fördert Betriebe in Höhenlagen stärker als je zuvor.

„Traditionelle bäuerliche Bewirtschaftung, Kühe auf Weiden, hochwertige Milchprodukte aus heimischer Erzeugung und nicht zuletzt die Prägung einer attraktiven Urlaubs- und Erholungslandschaft – das sind die Markenzeichen der baden-württembergischen Höhenlandwirtschaft. Die Bäuerinnen und Bauern arbeiten dafür oft auf steilen, wenig ertragreichen und schwierig zu bewirtschaftenden Flächen mit kurzen Sommern und langen, strengen Wintern. Unsere Landwirtinnen und Landwirte in den Höhenlagen leisten durch diese Arbeit jeden Tag einen Dienst für die Gesellschaft. Bäuerlichen Familienbetrieben muss es möglich sein, ein auskömmliches Einkommen zu erwirtschaften. Deswegen setzt Grün-Rot ab dieser Förderperiode gezielt einen Schwerpunkt auf Höhenlandwirtschaft und Grünlandförderung und fördert Betriebe in Höhenlagen stärker als je zuvor. Denn unser Ziel ist die flächendeckende Bewirtschaftung der Grünlandstandorte“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, beim Besuch eines Milchviehbetriebs in Titisee-Neustadt (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Offenhaltung der Landschaft am einfachsten durch Weidehaltung

Die Landesregierung hat die Förderprogramme zur Grünlandbewirtschaftung gezielt gestärkt: Statt 149 Millionen Euro wie zu Beginn der letzten Förderperiode stehen in der aktuellen Förderperiode nunmehr 169 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Das Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) fördert eine nachhaltige und produktive Nutzung der Kulturlandschaft sowie eine artgerechte Tierhaltung und die Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen. „Das Baukastenprinzip mit rund 40 zum Teil kombinierbaren Fördermaßnahmen ermöglicht es den Betrieben, sich für die individuelle Situation das passende Maßnahmenbündel zusammenzustellen. Die neu geschaffene Sommerweideprämie bringt Tiere vom Stall auf die Weide und führt zu mehr Tierwohl. Das Heumilchprogramm ist eine Alternative zur dominierenden Silagebereitung – vor allem für Betriebe, die auf Hartkäse spezialisiert sind“, so Bonde. Die Grünlandsteillagenförderung sei ein Ausgleich dafür, dass Bewirtschaftung von steilem Grünland oft aufwändig, mühsam und teilweise nur in Handarbeit möglich sei. Die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) sei eine weitere wichtige Säule zur Offenhaltung der Landschaft. „Die Förderung über die Landschaftspflegerichtlinie haben wir um nahezu zwei Drittel aufgestockt. Grün-Rot verbessert damit die Voraussetzungen, um artenreiches Grünland mit Wiederkäuern schonend zu bewirtschaften“, so Bonde. Viele touristisch reizvolle Landschaften im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb könnten davon profitieren. „Mit der Ausgleichszulage Landwirtschaft (AZL) unterstützt die Landesregierung zusätzlich die aufwändige Bewirtschaftung von Flächen in Mittelgebirgslagen und benachteiligten Gebieten mit 30 Millionen Euro pro Jahr. Gerade typische Grünlandstandorte, die sonst oft kaum rentabel zu bewirtschaften wären, profitieren von diesem Zuschuss“, sagte der Minister.

Agrarförderung zum Wohle aller

„Mit unseren neuen Förderprogrammen nutzen wir die Chance, die Agrarförderung an gesellschaftlichen Wünschen auszurichten. Von attraktiven Kultur- und Naturlandschaften profitiert letztlich die ganze Gesellschaft: Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus – und alle, die hochwertige regionale Lebensmittel schätzen. Das Land trägt mit seiner Förderpolitik maßgeblich dazu bei, dass bäuerliche Familienbetriebe ein angemessenes Einkommen erwirtschaften können – gerade in der Höhenlandwirtschaft mit ihren besonderen Herausforderungen“, so Bonde.

Weiterführender Link:


 

Landesweite Verbreitungskarte des Uhus jetzt online

Bild: Junge Uhus (Bubo bubo)
Junguhus (Bubo bubo) bei Dietlingen im Enzkreis
(© AGW, Autor: B. Fischer)

Eine akualisierte Karte*, basierend auf den Daten der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW), zeigt die Brutverbreitung des Uhus (Bubo bubo) in Baden-Württemberg für den Zeitraum von 2008 bis 2012. In der  Übersichtskarte wird die absolute Anzahl unterschiedlicher Reviere je Quadrant auf der Topografischen Karte 1:25.000 (TK 25-Quadrant) dargestellt, die im Zeitraum 2008 bis 2012 in mindestens in einer Brutsaison von Uhus besetzt waren.

Diese Informationen können beispielsweise bei der Auswahl und artenschutzrechtlichen Beurteilung von Standorten für Windenergieanlagen hilfreich sein. Die neue Übersichtskarte zum Uhu und zu weiteren windkraftempfindlichen Arten sowie die entsprechenden Geodaten sind unter diesem Link einsehbar.

-----------------------------------------------

* Die Karten wurden, soweit nicht anders vermerkt, auf Basis des Räumlichen Informations- und Planungssystems RIPS der LUBW und des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystems ATKIS des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg erstellt © Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (www.lglbw.de ) Az.: 2851.9-1/19


 

Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg warnt vor Aussterben der Wanderschäferei

NSG Elsenzaue-Hollmuthang, Beweidung mit Schafen
(© M. Linnenbach)

19.08.2014, - Der baden-württembergische Landesschafzuchtverband warnt vor dem Aussterben der Wanderschäferei mit dramatischen Folgen für die Umwelt. Das wäre sicherlich das Ende zahlreicher Land- und Naturschutzgebiete im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb. Derzeit liege der Stundenlohn für Schäfer mit 4,90 Euro weit unter dem künftigen Mindestlohn von 8,50 Euro; deswegen ist auch das Interesse an diesem Beruf so gering.





 

Minister Untersteller gibt Startschuss für Mikroplastikuntersuchungen im Land

 
Bild: Umweltminister Untersteller, Mikroplastik
Umweltminister Franz Untersteller bei der Probenahme
(© Land BW, dpa)
 
Bild: Bodenexkursion 2005 (66)
Forschungsschiff Kormoran (LUBW, ISF)
(© KIT, Autor: C. Düpmeier)

07.08.2014 Umweltminister Franz Untersteller gab am 07. August in Lauffen am Neckar den offiziellen Startschuss für die landesweiten Mikroplastikuntersuchungen in den baden-württembergischen Gewässern. Für diese Untersuchungen werden sowohl das Messschiff „Max Honsell“ der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg als auch die "Kormoran" des Instituts für Seenkunde (ISF) am Bodensee eingesetzt.

Die LUBW koordiniert die Untersuchungen und konnte für die wissenschaftliche Betreuung den Spezialisten Professor Dr. Christian Laforsch von der Universität Bayreuth gewinnen. Untersteller ließ für die erste symbolische Probennahme im Neckar ein Netz von der „Max Honsell“ ins Wasser. Dabei handelt es sich um ein „Manta Trawl“, das speziell für die Probenahme von Wasseroberflächen entwickelt wurde.

Bilder von im Meer treibendem Plastikmüll sind uns schon lange gegenwärtig. Dieser zersetzt sich und wird zu Mikroplastik, das von Meerestieren aufgenommen wird. Die Verbreitung von Mikroplastik in der marinen Umwelt ist inzwischen gut dokumentiert. Dagegen weiß man bisher wenig über die Verbreitung von Mikroplastik in den heimischen Flüssen und Seen.

„Kunststoffe haben unser Leben zwar in vielen Bereichen positiv verändert“, erklärt der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller, „aber wie alle Dinge hat auch Kunststoff eine zweite Seite, eine Nebenwirkung, die uns zunehmend Probleme macht. Kunststoffe besitzen eine extrem lange Abbauzeit von mehreren hundert Jahren. Viele Kunststoffe, die in die Umwelt gelangt sind, sind auch heute noch dort zu finden. Wir hinterlassen den kommenden Generationen ein langlebiges und unangenehmes Erbe, dessen Risiko wir kaum abschätzen können.“

Im letzten Herbst hat eine Untersuchung am italienischen Gardasee die Verantwortlichen in Europa aufhorchen lassen. Im Sediment wurde Mikroplastik gefunden. Bisher war man davon ausgegangen, dass Mikroplastik eher ein Thema der Meere sei.

„Wir nehmen von politischer Seite diese Tatsachen sehr ernst“, betont Umweltminister Untersteller. Deshalb haben wir die LUBW beauftragt, die baden-württembergischen Gewässer auf Mikroplastik zu untersuchen. Mit gesicherten Erkenntnissen können wir gezielt handeln und die richtigen Konsequenzen ziehen – national und international. In den Gewässern lebende Würmer, Schnecken, Muscheln, Wasserflöhe und Muschelkrebse nehmen das Mikroplastik mit der Nahrung auf. Die Organismen dienen dann selbst wieder als Nahrungsquelle für Fische. So gelangen die Schadstoffe möglicherweise in die Nahrungskette.

Die Präsidentin der LUBW, Margareta Barth, ergänzt: „Wir sind froh, dass wir für diesen Auftrag Professor Laforsch gewinnen konnten. Er hat die Untersuchungen am Gardasee durchgeführt und tätigt zurzeit weitere in Bayern. So ist durch eine einheitliche Untersuchungsmethode die Vergleichbarkeit der Ergebnisse gewährleistet.“

 

Weiterführende Links:

Mikroplastikuntersuchungen in Baden-Württemberg (PDF)


 

Bau der B 31, Ortsumgehung Friedrichshafen (Bodenseekreis)

Bild: Unio crassus, Bachmuschel
Bachmuschel oder Kleine Flussmuschel (Unio crassus)
(© LUBW, Autor: D. Baumgärtner)

Die Bachmuschel (Unio crassus), auch Kleine Flussmuschel genannt, wird ca. sechs Zentimeter lang. Sie hat eine elliptische, kurz eiförmige Schale, deren dickste und höchste Stellen hinter dem Wirbel liegen. Der Unterrand verläuft fast ganz gerade. Das dickwandige Gehäuse besitzt eine dunkle Grundfärbung, es erinnert mit grünen Strahlen an eine Unio tumidus, oder mit den korrodierten Wirbeln an eine kleine Flußperlmuschel. Gute Lebensbedingungen findet U. crassus in rasch fließenden, sauerstoffreichen Bereichen von Bächen und Flüssen. Dort lebt sie auf kiesigem oder sandigem Substrat und ist meistens im Sediment eingegraben.

In Baden-Württemberg kommen zwei verschiedene Unterarten vor.

  • die Rheinunterart Unio crassus nanus (LAMARCK 1819) mit einer regelmäßig elliptischen, wenig bauchigen Schale, deren Unterrand leicht gebogen ist
  • sowie die Donaurasse Unio crassus cythera, KÜSTER 1836 mit einer gestreckten, elliptischen bis nierenförmigen Schale, die am Unterrand - an eine Flussperlmuschel erinnernd - eingebuchtet ist.

Dichte Bestände und fortpflanzungsfähige Vorkommen sind in Baden-Württemberg selten geworden. Nicht nur die Jungmuscheln sind sehr empfindlich gegenüber Gewässerverschmutzung und setzen ein gut mit Sauerstoff versorgtes Lückensystem im Bachgrund (hyporheisches Interstitial) voraus, auch die adulten Tiere können sich nur in Bächen mit einem Nitratgehalt unter 10 mg/l  fortpflanzen. Durch Gewässerverschmutzung und Lebensraumzerstörung sind die Populationen der einst weitverbreiteten Art auf wenige Reste zusammengeschrumpft.

Wirtsfische der Kleinen Flussmuschel sind Groppe (Cottus gobio), Elritze (Phoxinus phoxinus), Döbel (Leuciscus cephalus), Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus), Kaul- und Flußbarsch (Gymnocephalus cernua bzw. Perca fluviatilis).


Gefährdung und Schutz:

Während die Muschellarven, die Glochidien, dem Plankton angehören und wahrscheinlich von vielen filtrierenden Gewässerbewohnern als Nahrung aufgenommen werden, haben die erwachsenen Najaden in der heimischen Fauna so gut wie keine direkten Fraßfeinde. Ein großer Muschelräuber ist allerdings der erst in diesem Jahrhundert aus Nordamerika eingeschleppte Bisam (Ondatra zibethica). Normalerweise wird er als reiner Pflanzenfresser eingestuft, nimmt aber insbesondere im Winter Muscheln als zusätzliche Nahrung auf. Mit seinen Zähnen bricht er die Schale auf. Solcherart getötete Muscheln kann man zu großen Haufen zusammengetragen an Fraßplätzen in der Nähe von Bisambauten entdecken. In kleinen Muschelpopulationen kann der Bisam bestandsgefährdende Schäden anrichten und unmittelbar zum lokalen Aussterben beitragen.

Die Bachmuschel ist europaweit geschützt gemäß der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, Anhang II (Richtlinie 92/43/EWG des Rates der Europäischen Gemeinschaft vom 21. Mai 1992).

Rote Liste Deutschland - Vom Aussterben bedroht

Weichtier des Jahres 2006

Tübingen 05.08.2014 Zwischen Ende Juli und Anfang September beginnen Experten damit, die artenschutzrechtlich streng geschützte Bachmuschelbestände * aus einem 480 m langen Abschnitt des Mühlbaches zu bergen und in den oberstromigen Bereich des Mühlbachs umzusiedeln. Für den Bau der B 31 (hier: Ortsumgehung Friedrichshafen) müssen die ansässigen Bachmuscheln (Unio rassus) umgesiedelt werden, da dieser Abschnitt des Mühlbachs von der künftigen Trasse der B 31 im Bereich der Anschlussstelle Schnetzenhausen in Anspruch genommen wird.

Über die offene Verlegung des Mühlbachs und die Bachmuschelumsiedlung können sich Interessierte auf der Seite externer Link www.muehlbachverlegung.de ausführlich informieren.

Quelle: Regierungspräsidium Tübingen

___________________________________________

Die Bachmuschel ist europaweit geschützt gemäß der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, Anhang II (Richtlinie 92/43/EWG des Rates der Europäischen Gemeinschaft vom 21. Mai 1992).


 

Naturschutzgebiet Reußenberg bei Crailsheim-Maulach - Landschaft der Dolinen und Lachen.

01.08.2014 Als erstes Naturschutzgebiet im heutigen Regierungsbezirk Stuttgart wurde 1937 die Gipsdolinenlandschaft des Reußenbergs, fünf Kilometer nordwestlich von Crailsheim, unter Schutz gestellt. Danach wurde die Schutzgebietsfläche noch zweimal erweitert: 1972 von ursprünglich 61 auf 116 ha sowie 1975 auf die heutige Größe von insgesamt 183 ha.

Der wissenschaftliche Wert des Gebiets liegt in seinen besonderen geologischen Verhältnissen (Verkarstung). Die wertvollste Fläche, die sog. „Schwarze Lache" wurde bereits 1934 durch den Forst sichergestellt. Das weitläufige Schutzgebiet stellt heute das schönste Beispiel einer Gipsdolinenlandschaft dar, das es in Baden-Württemberg gibt. Es ist über Wanderwege gut erreichbar.

...mehr...

Naturschutzgebiet Reußenberg bei Crailsheim-Maulach - Landschaft der Dolinen und Lachen.
(© M. Linnenbach)

 

Landesregierung erhöht Fördergelder für die Naturparke im Land auf 3 Millionen Euro pro Jahr

 
Bild: Naturparkzentrum, Stausee Ehmetsklinge. Ldkr. Heilbronn
Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg am Stausee Ehmetsklinge
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Unmittelbar am Zaberfelder Stausee Ehmetsklinge befindet sich das Domizil des Naturparkzentrums Stromberg-Heuchelberg.

Kontakt

Telefon (0 70 46) 88 48 15

Telefax (07046) 88 48 16

www.naturpark-stromberg-heuchelberg.de

info@naturpark-stromberg-heuchelberg.de

 

Öffnungszeiten:

Mi bis So und Feiertage 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage

 

 
Bild: Obere Donau
Naturpark Obere Donau
(© GNU FDL, Autor: J. Aubele)
Verlauf der Oberen Donau von der Quelle bis Ulm. Die grüne Fläche zeigt das Areal des ca. 85.700 ha großen Naturparks'' Obere Donau'', der in den Jahren 1992 u. 1995 als Schutzgebiet ausgewiesen wurde.

06.07.2014 Die grün-rote Landesregierung erhöht die Fördergelder für die Großschutzgebiete Baden-Württembergs mit Beginn der neuen EU-Förderperiode ab 2015 um 600.000 Euro auf künftig drei Millionen Euro pro Jahr. „Damit unterstützen wir vielfältige Projekte – von Selbstvermarktungsinitiativen über touristische Angebote bis hin zu Elektro-Tankstellen im Ländlichen Raum“, sagte Minister Alexander Bonde.

„Unsere Naturparke im Ländlichen Raum sind ein wertvolles kulturelles Erbe. Sie tragen zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit unserer einzigartigen Kulturlandschaft bei und stehen gleichermaßen für Natur- und Umweltbildung, naturnahen Tourismus und regionale Spezialitäten. Auch für die nachhaltige Entwicklung des Ländlichen Raums sind Naturparke wichtig, da sie einerseits Raum für Erholung, Wandern und Sport bieten, andererseits Arbeitsplätze im Ländlichen Raum schaffen – beispielsweise im Tourismus. Der Ländliche Raum ist geprägt von veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Um ihn gerade auch mit unseren Naturparken zukunftsfähig weiterzuentwickeln, erhöht die grün-rote Landesregierung die Fördergelder für Naturparke mit Beginn der neuen EU-Förderperiode ab 2015 um 600.000 Euro auf künftig drei Millionen Euro pro Jahr. Damit unterstützen wir vielfältige Projekte – von Selbstvermarktungsinitiativen über touristische Angebote bis hin zu Elektrotankstellen im Ländlichen Raum“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde in Königsfeld (Schwarzwald-Baar-Kreis) anlässlich der Festveranstaltung „15 Jahre Naturpark Südschwarzwald“.

Ländlicher Raum als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum

Der Tourismus sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und bilde gemeinsam mit der Landwirtschaft und dem Naturschutz ein magisches Dreieck nachhaltiger Wertschöpfung im Ländlichen Raum, so der Minister weiter. „Dieses Zusammenspiel funktioniert im Naturpark Südschwarzwald beispielhaft. Damit kreative und innovative Ideen unbürokratisch gefördert werden können, ist ab der neuen Förderperiode eine vereinfachte Förderung möglich, die rein aus Landesmitteln bedient wird“, sagte Bonde abschließend.

Weitere Informationen

Die ersten Großschutzgebiete in Baden-Württemberg waren die Naturparke, die zwischen 1972 und 2000 gegründet wurden. Die Naturparke sind nach Landesnaturschutzgesetz großräumige Gebiete, die als vorbildliche Landschaften für eine naturnahe Erholung einheitlich zu planen, zu entwickeln und zu pflegen sind. Finanziert werden sie durch das Land, in den meisten Fällen ergänzt durch Mittel der EU. Die Naturparke erhalten zusätzlich Gelder aus der Glückspirale.

Der Naturpark Südschwarzwald entstand im Jahr 1999, als sechster Naturpark im Land. Aktuell gibt es sieben Naturparke in Baden-Württemberg. Diese sieben Naturparke nehmen rund ein Drittel der Landesfläche ein. Mehr als siebzig Prozent aller Landkreise haben Flächen in einem Naturpark.


 

Höhlen auf der Schwäbischen Alb für Unesco-Welterbe nominiert

Bild: Hohler Fels bei Schelklingen - Fundstätte
Hohle Fels bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) - Fundstätte der Venus von der Alb
(© LGRB, Autor: Burgmeier, Bergner)

Nordöstlich von Schelklingen ragen aus dem Oberem Massenkalk des Weißen Jura, drei Felsentürme aus dem unteren rechten Talhang der Schelklinger Ach. Am Fuß des mittleren Felsens (Hohle Fels) befindet sich ein torbogenförmiger, vergitterter Zugang (Breite  5 m, Eingangshöhe ca. 3 m) zu der 120 m langen Höhle des Hohlen Fels.

Im September 2008 wurde hier die bekannte Figurine "Venus von der Alb" geborgen. Mit einem geschätzten Alter von 35.000 Jahre ist sie bislang die älteste geschnitzte Menschenfigur der Welt. Die Figur lag zerbrochen in sechs Fragmenten etwa 20 Meter vom Höhleneingang entfernt. Zuvor wurden bereits in den Jahren 1870/71 zahlreiche Funde aus der Altsteinzeit hier entdeckt. In den Kriegsjahren diente die Höhle als Bunker.

Venus von der Alb

 

 

 

 

Venus von der Alb
© picture-alliance / dpa

Die Karsthöhle ist mit 500 m² Grundfläche und einem Rauminhalt von 6000 m³ eine der größten Höhlenhallen Süddeutschlands und entsprechend kulturgeschichtlich wertvoll - Naturdenkmal.

12.06.2014 Die Chancen der Schwäbischen Alb mit den Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf den Titel als Unesco-Welterbestätte steigen. Die Kultusministerkonferenz hat den Antrag positiv bewertet, wie das Kultusministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. „Die Entscheidung der Kultusministerkonferenz, den Vorschlag  Baden-Württembergs Höhlen der ältesten Eiszeitkunst zu nominieren, kann  als ein sehr großer Erfolg für das Land gewertet werden“, sagte Wissenschaftministerin Theresia Bauer.

Die Höhlen der ältesten Eiszeit wurden vom Fachbeirat auf den ersten Platz  gesetzt. Grundvoraussetzung für einen Antrag auf den Status ist, dass eine Stätte von „außergewöhnlichem universellen Wert“ sein muss. Wie ein Ministeriumssprecher mitteilte, ist nun davon auszugehen, dass auch die  Unesco-Kommission in Paris dem Vorschlag zustimmt.

Derzeit  liegen 4 von bundesweit 38 Welterbestätten im Südwesten. Neben der  Klosteranlage Maulbronn sind es der obergermanisch-rätische Limes, die Klosterinsel Reichenau und die prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee.

...mehr...


 

Erstmals Maifische (Alosa alosa) wieder im Unteren Neckar nachgewiesen

 
Bild: Maifisch
Maifisch (Alosa alosa)
(© RP Karlsruhe)

Der zu den Heringsartigen zählende Maifisch (Alosa alosa) bewohnt europäische Küstengewässer und wächst dort bis zu einer Körperlänge von etwa 70 Zentimeter heran.

 
Bild: Fischtreppe bei Ladenburg
Fischtreppe am Unteren Neckar (Rhein-Neckar-Kreis)
(© M. Linnenbach)

Fischtreppe am Unteren Neckar bei Ladenburg, Beckenkaskade (Aufn. April 2009). Das Gefälle zwischen den einzelnen Becken beträgt 30 cm.

Im Vergleich zu anderen Fischpässen kann der Ladenburger Fischtreppe eine vergleichsweise gute Funktionalität bescheinigt werden. So stiegen z.B. im Mai 2002 pro Nacht etwa 90 Fische mit Hilfe der Fischtreppe in die nächst höher liegende Gewässerstufe des Unteren Neckars auf. Im November 2009 wurde ein weibliches Exemplar des Atlantischen Lachs (Salmo salar) nachgewiesen.

Die Durchgängigkeit von Fließgewässern für wandernde Fischarten (z.B. Lachs, Aal, Meerforelle, Maifisch) ist ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung des Gewässergütezustands in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Karlsruhe 07.05.2014 - Bei einer Untersuchung der EnBW an einem Fischpass im Unteren Neckar bei Ladenburg konnte am vergangenen Wochenende erstmals seit mehr als 80 Jahren wieder ein Maifisch (Alosa alosa) nachgewiesen werden. Sowohl A. Ness als der mit der Untersuchung beauftragte Biologe als auch F. Hartmann vom Regierungspräsidiums Karlsruhe werten diesen Fang als Sensation. Bereits in den 1920er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war der Maifisch im Neckar durch den Ausbau des Neckars nahezu verschwunden. Dass diese Fischart nun wieder im Neckar auftaucht, ist ein gutes Zeichen für die Gewässerentwicklung und ein Ansporn für die Wiederherstellung der Durchgängigkeit am Neckar gleichermaßen. Zurzeit plant die zuständige Bundeswasserstraßenverwaltung an den Wehranlagen des schiffbaren Neckars funktionsfähige Fischaufstiegsanlagen.

Wanderfische legen bekanntermaßen sehr lange Strecken zurück, um in ihre Laichgebiete zu gelangen. Prominentes Beispiel hierfür ist der Atlantische Lachs, der schon seit längerem nach Baden-Württemberg zurückkehrt und dabei tausende Kilometer vom Atlantik in die Laichgewässer zurücklegt. Ein weiterer Hochleistungsschwimmer ist der Maifisch, der im Rhein seit vielen Jahrzehnten nur als seltener Sonderfund nachgewiesen oder gefangen werden konnte, jedoch noch im vorletzten Jahrhundert in riesigen Schwärmen aus dem Rheindelta kommend den Rhein und Neckar hochzog. Historische Aufzeichnungen dokumentieren Massenaufstiege des Maifisches im Neckar bis Heilbronn und im Rhein bis weit über Basel hinaus.

Der Energieversorger EnBW in Baden-Württemberg setzt sich seit mehreren Jahren für umfangreiche Fischschutzmaßnahmen am Rhein und an anderen Gewässern ein. An einem ihrer Kraftwerke bei Karlsruhe wurde bereits im vergangenen Sommer im Rahmen von Routineuntersuchungen ein besonderer Fang getätigt: Zwei junge Maifische gingen ihr ins Netz. Seit vielen Jahrzehnten wurden keine Jungfische mehr in diesem Rheinabschnitt nachgewiesen. Der aktuelle Fund der Jungtiere belegt eindeutig, dass Maifische südlich von Karlsruhe erfolgreich abgelaicht haben und sich aus dem Laich auch Jungfische entwickelten.

Frank Hartmann von der Fischereibehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe freut sich über diesen Erfolg beim Maifisch und betont die erfolgreiche Zusammenarbeit des Regierungspräsidiums Karlsruhe beim Fischartenschutz mit Partnern beim Bund, bei Verbänden und bei der EnBW. Der Maifisch ist ein bedeutender Bestandteil der natürlichen Fauna in Baden-Württemberg und findet durch gemeinsame Anstrengungen am Rhein und am Neckar allmählich wieder einen geeigneten Lebensraum vor.

Quelle: Regierungspräsidium Karlsruhe, Schloßplatz 1-3, 76131 Karlsruhe


 

Land lässt landeseigene Staatswaldflächen nach dem FSC-Standard zertifizieren

Bild: Natursteinwerke Wüst bei Niederhofen, Ldkr. Heilbronn
Staatswald Oberer Fuchsberg bei Niederhofen (Ldkr. Heilbronn)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Im Zuge der FSC-Zertifizierung verzichtet der Landesbetrieb ForstBW im Staatswald bei der regulären Waldbewirtschaftung zukünftig auf den Einsatz von Pestiziden und auf großflächige Kahlhiebe.


Untere Forstbehörde Heilbronn

Lerchenstraße 40

74072 Heilbronn

 

23.04.2014 Die Landesregierung lässt landeseigene Staatswaldflächen nach dem FSC-Standard zertifizieren. Im Zuge der FSC-Zertifizierung verzichte der Landesbetrieb ForstBW im Staatswald beispielsweise bei der regulären Waldbewirtschaftung zukünftig auf den Einsatz von Pestiziden und auf großflächige Kahlhiebe.

„Der Staatswald ist besonders dem Allgemeinwohl verpflichtet und übernimmt eine Vorbildfunktion in der umweltgerechten, sozial verträglichen und ökonomisch sinnvollen Waldbewirtschaftung. Wir wollen sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen einen verantwortungsvoll bewirtschafteten Wald mit funktionierendem Ökosystem vorfinden. Gleichzeitig soll die langfristige wirtschaftliche Nutzung von Holz als bedeutendem nachwachsendem Rohstoff möglich sein. Die Landesregierung lässt deshalb die landeseigenen Staatswaldflächen nach dem anerkannten FSC-Standard zertifizieren“, sagte Forstminister Alexander Bonde anlässlich der im Mai 2014 bevorstehenden FSC-Zertifizierung des Staatswaldes.

Im Zuge der FSC-Zertifizierung verzichte der Landesbetrieb ForstBW im Staatswald beispielsweise bei der regulären Waldbewirtschaftung zukünftig auf den Einsatz von Pestiziden und auf großflächige Kahlhiebe. Die Vitalität der Waldböden bleibe dauerhaft erhalten durch eine schonende Befahrung und eine standortangepasste Nutzung. „Die moderne Waldbewirtschaftung, die bereits im etablierten Alt- und Totholzkonzept zum Tragen kommt, ergänzt der Landesbetrieb ForstBW durch die neue Waldbaurichtlinie und die Gesamtkonzeption Waldnaturschutz. FSC ist damit so etwas wie ein Öko-Siegel für den Wald“, so Bonde. Die unabhängigen Auditoren überprüften auch die Anforderungen an die Arbeitssicherheit und die Gesundheitsvorsorge.

FSC Zertifikat

FSC, als Zertifikat von kommunalen und größeren privaten Forstbetrieben gestartet, ist heute auch in den Staatswäldern angekommen. Die Landeswälder im Saarland, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin und in Teilen Rheinland-Pfalz sind FSC zertifiziert. Hessen und Niedersachsen haben die FSC-Zertifizierung ebenfalls angekündigt.

Das gleichrangige Zusammenführen von ökologische, sozialen und ökonomischen Erfordernissen ist wesentliches Element des FSC-Standards. Unabhängige externe Auditoren überprüfen jährlich ForstBW hinsichtlich der Einhaltung der FSC-Kriterien und veröffentlichen die Resultate in einem Bericht.


 

Reduzierung des Flächenverbrauchs ist wichtige Daueraufgabe von Land und Kommunen

 

08.04.2014 Baden-Württemberg will bei der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme weiterhin Fortschritte erreichen und gemeinsam mit den Kommunen den Vorrang der Innenentwicklung in Städten und Gemeinden vor der Inanspruchnahme neuer Flächen stärken. Dies hat nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Vorteile...



 

KlimaNet für Kids

Bild: Klimanet 4 Kids
Klimanet 4 Kids - Logo
(© UM)

Ihr wollt das Klima schützen und euch für die Umwelt stark machen? Dann seid ihr hier genau richtig. KlimaNet 4 Kids erklärt euch die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Energieverbrauch und zeigt auf, wie ihr in eurer Schule, aber auch zu Hause aktiv werden könnt. Ihr könnt nämlich eine ganze Menge zum Klimaschutz beitragen.