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Naturdenkmal Rappenfels bei Bad Urach-Hülben
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Bild: Rappenfels (Ldkr. Reutlingen)
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Nordöstlich vom Nägelesfelsen findet sich das Naturdenkmal Rappenfels * an der L 250. Der etwa 200 m lange geologische Aufschluss präsentiert ein Schichtpaket der Unteren Felsenkalke (Weißjura γ).

 


* Das baden-württembergische Naturschutzgesetz (2005) definiert als Naturdenkmale Gebiete bis zu 5 ha (flächenhafte Naturdenkmale) oder Einzelbildungen der Natur, deren Schutz und Erhaltung aus wissenschaftlichen, ökologischen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder kulturellen Gründen oder wegen ihrer Eigenart, Seltenheit oder landschaftstypischen Kennzeichnung erforderlich ist.

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Meldungen

19.12.2014 Zweiter Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg veröffentlicht mehr

18.12.2014 Leckage an einer Leitung des Abwasseraufbereitungssystems im Kernkraftwerk Phili… mehr

18.12.2014 Befunde an Befestigungswinkeln von Stromschienen in Leittechnikmodulen im Kernkr… mehr

15.12.2014 Förderprogramme im Naturschutz und in der Landschaftspflege für Baden-Württember… mehr

Weitere Nachrichten

Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: Der Lochenstein im Winter, Schwäbische Alb, NSG
Blick auf den Lochenstein (Zollernalbkreis)
(© Autor: RP Tübingen)

Das bekannte Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein im Zollernalbkreis mit dem Weiß-Jura Felsen Lochenstein im Hintergrund.

Das Internetportal Themenpark Umwelt ist Teil des Umweltinformationssystems Baden Württemberg (UIS BW). Konzipiert und entwickelt von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit einem Informationsangebot von derzeit ca. 2.800 Internetseiten möchte der Themenpark der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung der Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form aufzeigen. Die Internetpräsentation soll zwischen Mensch und Natur vermitteln, nicht zuletzt weil Natur und Landschaft durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen erfüllen. Es lohnt sich also hineinzuschauen. Zur Orientierung werden die verschiedenen Zugänge hier kurz vorgestellt:

Der Zugang Unsere Umwelt präsentiert das Inventar an Bodenlandschaften, Geotopen, Mooren, Schutzgebieten sowie das BodenseeWeb.

In den Umweltthemen werden umweltpolitische Fragen zu Abfall als Ressource, Biologischer Vielfalt, Bodenschutz, Klimaschutz und Umweltbildung behandelt und beispielhafte Aktionen wie das Natura-TV präsentiert.

Die Umweltbeobachtung informiert über die Messnetze der landesweiten Bodendauerbeobachtung und über den Landschaftswandel in Baden-Württemberg.

Der Zugang Umwelt erleben führt zu Umwelterlebnisgebieten in Stadt- und Landkreisen. Auch Einrichtungen mit umweltgerechten Freizeitangeboten wie Naturschutzzentren, Freilichtmuseen und Lehrpfade werden hier gezeigt.

Aktuelle Themen


 

Internationaler Tag des Bodens 2014 in Baden-Baden Neuweier

Bild: Internationaler Tag des Bodens 2014, Exkursion
Internationaler Tag des Bodens 2014 in Baden-Baden Neuweier
(© RP Ka )

Neben Vorträgen zum Thema Boden und Wein wurden auch Exkursionen in die nähere Umgebung angeboten.

07.12.2014 am Sonntag, den 07. Dezember fand in den Räumen des Weinguts Schloss Neuweier und der Baden-Badener Winzergenossenschaft der Internationale Tag des Bodens statt. Schwerpunktthema in diesem Jahr waren die Weinbergsböden (Rigosole) im Baden-Badener Rebland. Die Veranstaltung wurde vom Regierungspräsidium Karlsruhe federführend organisiert. Die LUBW, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz, stand wieder unterstützend zur Seite und war mit ihrer Bodenschutzausstellung sowie mit dem mobilen Röntgen-Fluoreszenz-Analysator, mit dem Bodenproben von Besuchern auf Schwermetalle untersucht werden können, vor Ort.

Neben Fachvorträgen zum Thema Boden und Wein wurden auch Exkursionen in die nähere Umgebung angeboten. Mit Unterstützung der LUBW wurden im Vorfeld drei unterschiedliche Lack-Bodenprofile von Weinbergsböden in Verbindung mit entsprechenden Landschaftsfotos hergestellt. Die gelungene Veranstaltung fand regen Zuspruch bei zahlreichen Besuchern.

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Der Wald leidet unter dem Klimawandel

 
Bild: Forstwirtschaft Odenwald
Forstwirtschaft - Buchen und Fichten leiden besonders unter lang anhaltender Trockenheit
(© B. Grießmann)
 
Bild: Buchecker
Buchecker (Fruchtkörper) der Rotbuche (Fagus sylvatica)
(© M. Linnenbach)

Klimabedingt kommt es in den letzten Jahren zu einer vermehrten Fruchtbildung bei der Buche, die zu einem schlechten Kronenzustand beitragen kann.

 04.12.2014 Der alljährliche Waldzustandsbericht dokumentiert den Gesundheitszustand des Waldes in Baden-Württemberg. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Ergebnisse bei fast allen Baumarten verschlechtert.

„Der jährliche Waldzustandsbericht ist vergleichbar mit einem Blutbild. In diesem Jahr zeigt sich, dass es dem Patienten Wald wieder etwas schlechter geht. Bei vielen Baumarten, insbesondere der Fichte und der Buche, haben sich die Kronenschäden verstärkt. Wir müssen leider davon ausgehen, dass hier bereits Auswirkungen der Klimaerwärmung im Wald sichtbar werden“, sagte Forstminister Alexander Bonde bei der Vorstellung des Waldzustandsberichtes 2014.

Besonders die warme und trockene Frühjahrswitterung und das insgesamt sehr warme Jahr 2014 haben dem Wald zugesetzt. Zudem führten Schadinsekten und ein starker Fruchtbehang zu weiteren Belastungen. „Die Luftreinhaltemaßnahmen der letzten Jahrzehnte haben gewirkt, sie sind nicht die Ursache der heutigen Schadbilder. Was unser Wald jetzt dringend braucht, sind weitere Anstrengungen im Klimaschutz. Grün-Rot hat mit dem Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept ein umfangreiches und engagiertes Maßnahmenpaket vorgelegt. Wir benötigen endlich auch auf nationaler und internationaler Ebene eine Klimaschutzpolitik, die diesen Namen verdient. Es reicht nicht aus, die Folgen des Klimawandels nur zu verwalten, wie es die Bundesregierung derzeit tut, indem sie Kohlendioxidschleudern wie Kohlekraftwerke unverändert weiterlaufen lässt“, so Bonde.

Mehr Waldfläche geschädigt

„Der Anteil der Waldfläche in Baden-Württemberg, der als deutlich geschädigt einzustufen ist, nahm im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozentpunkte auf 42 Prozent zu. Besonders deutlich ist die Abnahme der nicht geschädigten Waldbestände von 33 Prozent auf aktuell 24 Prozent. Der mittlere Nadel-/Blattverlust der Bäume erhöhte sich um vier Prozentpunkte auf 26 Prozent. Damit hat sich die tendenzielle Verbesserung des Waldzustandes der letzten Jahre nicht fortgesetzt“, so der Minister. Die vorteilhaften ökologischen Eigenschaften gegenüber dem Klimawandel zeigen sich bei der Tanne. „Durch ihr Wurzelsystem kann die Tanne auch tiefere Bodenschichten erschließen und ist damit weniger anfällig für Trockenphasen. Dementsprechend hat sich der mittlere Nadelverlust um vergleichsweise moderate zwei Prozentpunkte auf 25 Prozent erhöht – deutlich weniger als bei der flach wurzelnden Fichte“, so Bonde. Die Fichte ist zwar weiterhin die Hauptbaumart mit den geringsten Nadel-/Blattverlusten. Der Nadelverlust der Fichte erhöhte sich jedoch dieses Jahr um vier Prozentpunkte auf 23 Prozent. Nachdem die Eiche in den letzten Jahren unter verschiedenen Raupen und Mehltau gelitten hatte, verbesserte sich ihr Zustand nun um knapp einen Prozentpunkt auf 29 Prozent.

Sorgenkind Buche – auffallend viele Bucheckern

Auch der Zustand der Buche verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich, der mittlere Blattverlust erhöhte sich auf 35 Prozent – plus sechs Prozentpunkte. „Sorge bereitet uns auch dieses Jahr die Buche. Sie ist die aktuell die am stärksten betroffene Baumart. Dies ist im langjährigen Vergleich umso besorgniserregender. Bis kurz vor der Jahrhundertwende waren die Ergebnisse der Buchen immer deutlich besser als der Durchschnitt. Seither beobachten wir einen deutlichen Anstieg der Schäden mit starken jährlichen Schwankungen. Die Ursachen hierfür sind noch nicht klar. Auffallend ist die häufige, extrem starke Fruchtbildung bei der Buche, die zu einem schlechten Kronenzustand beiträgt. Waldbesucherinnen und Waldbesucher sehen in diesem Jahr auffällig viele Bucheckern. Dies konnten wir in der Vergangenheit nicht in diesem Maße beobachten“, sagte Bonde. Ein Grund könnten die deutlich steigenden Jahresdurchschnittstemperaturen und die dadurch verlängerte Vegetationszeit sein. Weitere Gründe für den Zustand der Buchen sind Insektenschäden und regionale Spätfrostschäden.

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Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz


 

Stadttauben sind keineswegs vogelfrei

Bild: Stadttaube (verletzt)
Verletzte Stadttaube (Columba livia forma domestica) im Bereich der BAB 656 Mannheim-Friedrichsfeld.
(© LUBW, Autor: C. Ritter)

Stadttauben haben durch die zahlreichen Gefahrenquellen im Siedlungsbereich eine Lebenserwartung von nur zwei bis drei Jahren. Im Vergleich dazu lebt die Wildform, die  Felsentaube ca.  10 - 15 Jahre.

03.12.2014 „Stadttauben gelten ein bisschen als Schmuddelkinder unter den Tieren, aber das macht sie natürlich nicht rechtlos“, sagte die Landesbeauftragte für Tierschutz, Dr. Cornelie Jäger. Sie verwies auf eine aktuelle Aufarbeitung zur Rechtslage aus ihrer Einrichtung. „Wir werden immer wieder gefragt, ob Stadttauben in Fallen gefangen werden dürfen“, schildert Jäger. Neben tierschutzrechtlichen Bedenken sind es insbesondere die Vorgaben der Bundesartenschutzverordnung, die die Bejagung von Tauben mit Fallen verbieten.

Darüber hinaus gelte für die Stadttauben natürlich auch der tierschutzrechtliche Grundsatz, dass niemand Tieren ohne vernünftigem Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen dürfe. „Wenn eine Stadttaubenpopulation sinnvoll betreut werden soll, dann geschieht dies am erfolgversprechendsten mit einem abgestimmten und konsequent umgesetzten Stadttaubenkonzept. Dabei erfolgt die Fütterung von Tauben ausschließlich in betreuten Taubenschlägen und die Eier dort werden systematisch und kontinuierlich gegen Attrappen ausgetauscht“, sagte Jäger. Wichtig sei dabei auch, die Bevölkerung sehr gut einzubeziehen, zusätzliche Fütterungen und Nistplätze im Umfeld eines betreuten Taubenschlags zu verhindern und die Tauben eng an die sachkundig betriebene Unterkunft zu binden. „So besteht eine reelle Chance, eine überschaubare und vor allem gesunde Taubenpopulation zu haben, ohne auf unzulässige Methoden beim Fangen oder Töten zurückzugreifen“, fasste Jäger zusammen.

Die Aufarbeitung der Rechtslage Tierschutz; Fang verwilderter Tauben (PDF)


 

Was tun im Klimawandel? Machen Sie mit bei der Umfrage des Umweltministeriums zu den Folgen des Klimawandels

Bild: Umfrage Klimawandel UM
Umfrage zu den Folgen des Klimawandels

Dem Klimawandel entschlossen begegnen und den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase schrittweise verringern - diese Ziele stehen im Vordergrund der Klimapolitik des Landes. Doch selbst bei einer begrenzten weltweiten Klimaerwärmung um zwei Grad, lassen sich für Mensch, Umwelt und Natur weitgehende Folgen ableiten und teilweise schon heute - auch in Baden-Württemberg - erkennen.

Über die gravierenden gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen sind sich die Menschen in sehr unterschiedlichem Umfang bewusst. Deshalb hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft eine Online-Umfrage im Beteiligungsportal des Landes gestartet. Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Einschätzungen, Erwartungen und Vorschläge zum Umgang mit den Klimaveränderungen einbringen.

Die Ergebnisse fließen in die Anpassungsstrategie des Landes ein. Mit dieser will sich die Landesregierung gegen die zu erwartenden Klimafolgen wappnen, mögliche Chancen nutzen und Folgekosten verringern. Einen ersten Entwurf der Strategie hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft am 14. November vorgestellt.

Machen Sie mit bei der Umfrage des Umweltministeriums und nehmen Sie sich circa 15 Minuten Zeit, um die 19 Fragen zu den Auswirkungen des Klimawandels zu beantworten!


 

Stallpflicht für Wildvogel-Risikogebiete

Bild: Haushuhn (Gallus gallus domesticus)
Geflügelhaltung, Haushühner
(© GNU-FDL, Autor: Dickbauch)

Eine weite Verbreitung des Haushuhns (Gallus gallus domesticus) fand bereits unter der Herrschaft der Römer statt, die mit als als erste begannen Hühner als Eier- und Fleischlieferanten zu halten bzw. zu züchten. Zurzeit werden im europäischen Raum über 180 bekannte Rassen und Farbenschläge unterschieden.

 

26.11.2014 Die Übertragungswege des aktuell in Großbritannien, den Niederlanden und in Mecklenburg-Vorpommern aufgetretenen Geflügelpest-Virus H5N8 sind derzeit noch nicht geklärt. Ein möglicher Übertragungsweg für das Geflügelpest-Virus H5N8 sind Wildvögel. Daher gilt ab sofort Stallpflicht für Hausgeflügel 500 Meter um den Bodensee und am Rhein.

Vor diesem Hintergrund hat auch das Friedrich-Löffler-Instituts des Bundes in einer aktuellen Lagebeurteilung vom Dienstagabend sicherheitshalber die bundesweite Empfehlung ausgesprochen, in Gebieten mit hoher Wildvogeldichte eine Stallpflicht für Geflügel anzuordnen. „Um einen möglichen Verbreitungsweg für die Geflügelpest auszuschalten, hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vorsorglich die zuständigen Landratsämter und Bürgermeisterämter der Stadtkreise gebeten, bis auf Weiteres in einem Streifen von 500 Metern um den Bodensee und entlang des Rheins eine Stallpflicht für Geflügel anzuordnen. Die Stallpflicht gilt sowohl für gewerbliche als auch für private Geflügelhaltungen“, sagte Verbraucherminister Alexander Bonde.

Stallpflicht ist auf wenige Risikogebiete begrenzt

Bislang gibt es trotz verstärkter Untersuchung von Wildvögeln keinerlei Anzeichen für ein Auftreten der Geflügelpest in Baden-Württemberg. „Die auf wenige Risikogebiete begrenzte Stallpflicht trägt dazu bei, den Infektionsweg über Wildvögel dort zu unterbrechen, wo er am wahrscheinlichsten auftreten kann. Ich appelliere an alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter, die Stallpflicht konsequent einzuhalten“, so Bonde.

Keine Geflügelmärkte, -ausstellungen und -börsen in Risikogebieten möglich

In den definierten Risikogebieten im Abstand von 500 Metern um den Bodensee und entlang des Rheins dürfen zudem keine Geflügelmärkte, Geflügelausstellungen und Geflügelbörsen durchgeführt werden. Geflügel aus diesen Gebieten darf nicht ausgestellt werden.

Bisherige Biosicherheitsmaßnahmen weiter notwendig

Zugang haben. Bei vermehrten Todesfällen oder starken Leistungsabnahmen müssen Abklärungsuntersuchungen durchgeführt werden. Die Veterinärämter bei den Landratsämtern und Bürgermeisterämtern können bei Bedarf über die Anforderungen Auskunft geben.

Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz


 

Der Bodensee als Winterquartier

 
Bild: Der Untersee,Luftbild
Bodensee-Untersee aus der Vogelperspektive
(© Grohe 2009, Autor: Grohe)
 
Bild: Dreikantmuschel
Dreikantmuschel (Dreissena polymorpha)
(© HYDRA 2006, Autor: Unger)

Diesen fast schon "alteingesessenen" Einwanderer aus dem Schwarzen Meer kennt man im Bodensee seit den 1960er-Jahren. Aufgrund der hohen Individuenzahl drohte er zeitweilig, Rohre der Wasserversorgungen zu verstopfen. Inzwischen hat sich die wegen ihrer Zeichnung auch Zebramuschel genannte Art im See etabliert und ist zu einer wichtigen Nahrungsquelle für Wasservögel geworden. Mit ihren scharfkantigen Schalen haben hingegen die Füße schon manches Badegastes unangenehme Bekanntschaft geschlossen.

Der ca. 536 km2 große Bodensee besitzt für zahlreiche Wasservögel eine überregionale Bedeutung als Rast- und Überwinterungsquartier. Viele Vogelarten, denen es im Winterhalbjahr nicht warm genug ist, legen hier einen Zwischenstopp ein, bevor sie nach Südeuropa oder Afrika weiterziehen.

Traditionell beobachten und zählen Vogelkundler (Ornithologen) die Vögel auf dem See. So konnten bislang ca. 400 Arten im Seegebiet nachgewiesen werden, darunter über 30 Wasservogelarten, die sich regelmäßig an dem Gewässer einfinden.

Vor allem Kolbenenten, Bläßhühner und Tafelenten ernähren sich von den im See üppig wachsenden Armleuchteralgen (Characeen). Dabei ist  Bequemlichkeit Trumpf: Zunächst werden die Flachwasserzonen (z.B. am Untersee) bis etwa ein Meter Tiefe abgeweidet. Etwa ab Dezember, müssen die Vögel etwas tiefer tauchen. Dann wird die 1,5 Meter- bis 2 Meter-Tiefenzone abgeweidet. Im Februar gibt es nur noch an tieferen Stellen genügend Wasserpflanzen zu fressen.

Neben den Wasserpflanzen werden auch die Muschelbänke (Dreikantmuscheln) während des Winterhalbjahres durch die Wasservögel erheblich dezimiert.

Allgemeine Infos zu den Vogelarten, Vogelstimmen, Bestandsentwicklung

Haubentaucher | Blässhuhn | Kolbenente | Höckerschwan | Graureiher

 

Vögel in Deutschland 2011 (BfN)


 

Höhlen auf der Schwäbischen Alb für Unesco-Welterbe nominiert

Bild: Hohler Fels bei Schelklingen - Fundstätte
Hohle Fels bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) - Fundstätte der Venus von der Alb
(© LGRB, Autor: Burgmeier, Bergner)

Nordöstlich von Schelklingen ragen aus dem Oberem Massenkalk des Weißen Jura, drei Felsentürme aus dem unteren rechten Talhang der Schelklinger Ach. Am Fuß des mittleren Felsens (Hohle Fels) befindet sich ein torbogenförmiger, vergitterter Zugang (Breite  5 m, Eingangshöhe ca. 3 m) zu der 120 m langen Höhle des Hohlen Fels.

Im September 2008 wurde hier die bekannte Figurine "Venus von der Alb" geborgen. Mit einem geschätzten Alter von 35.000 Jahre ist sie bislang die älteste geschnitzte Menschenfigur der Welt. Die Figur lag zerbrochen in sechs Fragmenten etwa 20 Meter vom Höhleneingang entfernt. Zuvor wurden bereits in den Jahren 1870/71 zahlreiche Funde aus der Altsteinzeit hier entdeckt. In den Kriegsjahren diente die Höhle als Bunker.

Venus von der Alb

 

 

 

 

Venus von der Alb
© picture-alliance / dpa

Die Karsthöhle ist mit 500 m² Grundfläche und einem Rauminhalt von 6000 m³ eine der größten Höhlenhallen Süddeutschlands und entsprechend kulturgeschichtlich wertvoll - Naturdenkmal.

Die Chancen der Schwäbischen Alb mit den Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf den Titel als Unesco-Welterbestätte steigen. Die Kultusministerkonferenz hat den Antrag positiv bewertet, wie das Kultusministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. „Die Entscheidung der Kultusministerkonferenz, den Vorschlag  Baden-Württembergs Höhlen der ältesten Eiszeitkunst zu nominieren, kann  als ein sehr großer Erfolg für das Land gewertet werden“, sagte Wissenschaftministerin Theresia Bauer.

Die Höhlen der ältesten Eiszeit wurden vom Fachbeirat auf den ersten Platz  gesetzt. Grundvoraussetzung für einen Antrag auf den Status ist, dass eine Stätte von „außergewöhnlichem universellen Wert“ sein muss. Wie ein Ministeriumssprecher mitteilte, ist nun davon auszugehen, dass auch die  Unesco-Kommission in Paris dem Vorschlag zustimmt.

Derzeit  liegen 4 von bundesweit 38 Welterbestätten im Südwesten. Neben der  Klosteranlage Maulbronn sind es der obergermanisch-rätische Limes, die Klosterinsel Reichenau und die prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee.

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Land lässt landeseigene Staatswaldflächen nach dem FSC-Standard zertifizieren

Bild: Natursteinwerke Wüst bei Niederhofen, Ldkr. Heilbronn
Staatswald Oberer Fuchsberg bei Niederhofen (Ldkr. Heilbronn)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Im Zuge der FSC-Zertifizierung verzichtet der Landesbetrieb ForstBW im Staatswald bei der regulären Waldbewirtschaftung zukünftig auf den Einsatz von Pestiziden und auf großflächige Kahlhiebe.


Untere Forstbehörde Heilbronn

Lerchenstraße 40

74072 Heilbronn

 

Die Landesregierung lässt landeseigene Staatswaldflächen nach dem FSC-Standard zertifizieren. Im Zuge der FSC-Zertifizierung verzichte der Landesbetrieb ForstBW im Staatswald beispielsweise bei der regulären Waldbewirtschaftung zukünftig auf den Einsatz von Pestiziden und auf großflächige Kahlhiebe.

„Der Staatswald ist besonders dem Allgemeinwohl verpflichtet und übernimmt eine Vorbildfunktion in der umweltgerechten, sozial verträglichen und ökonomisch sinnvollen Waldbewirtschaftung. Wir wollen sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen einen verantwortungsvoll bewirtschafteten Wald mit funktionierendem Ökosystem vorfinden. Gleichzeitig soll die langfristige wirtschaftliche Nutzung von Holz als bedeutendem nachwachsendem Rohstoff möglich sein. Die Landesregierung lässt deshalb die landeseigenen Staatswaldflächen nach dem anerkannten FSC-Standard zertifizieren“, sagte Forstminister Alexander Bonde anlässlich der im Mai 2014 bevorstehenden FSC-Zertifizierung des Staatswaldes.

Im Zuge der FSC-Zertifizierung verzichte der Landesbetrieb ForstBW im Staatswald beispielsweise bei der regulären Waldbewirtschaftung zukünftig auf den Einsatz von Pestiziden und auf großflächige Kahlhiebe. Die Vitalität der Waldböden bleibe dauerhaft erhalten durch eine schonende Befahrung und eine standortangepasste Nutzung. „Die moderne Waldbewirtschaftung, die bereits im etablierten Alt- und Totholzkonzept zum Tragen kommt, ergänzt der Landesbetrieb ForstBW durch die neue Waldbaurichtlinie und die Gesamtkonzeption Waldnaturschutz. FSC ist damit so etwas wie ein Öko-Siegel für den Wald“, so Bonde. Die unabhängigen Auditoren überprüften auch die Anforderungen an die Arbeitssicherheit und die Gesundheitsvorsorge.

FSC Zertifikat

FSC, als Zertifikat von kommunalen und größeren privaten Forstbetrieben gestartet, ist heute auch in den Staatswäldern angekommen. Die Landeswälder im Saarland, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin und in Teilen Rheinland-Pfalz sind FSC zertifiziert. Hessen und Niedersachsen haben die FSC-Zertifizierung ebenfalls angekündigt.

Das gleichrangige Zusammenführen von ökologische, sozialen und ökonomischen Erfordernissen ist wesentliches Element des FSC-Standards. Unabhängige externe Auditoren überprüfen jährlich ForstBW hinsichtlich der Einhaltung der FSC-Kriterien und veröffentlichen die Resultate in einem Bericht.


 

Das EU-Schulfruchtprogramm

 
Bild: Äpfel
Reife Äpfel
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war es üblich, Äpfel im eigenen Garten oder auf dem "Äckerle" anzubauen. Mit Beginn des Industriezeitalters wanderten viele Menschen in die Großstädte. Die Selbstversorgung aus dem heimischen Obstgarten ging zurück. Es entwickelte sich der erwerbsmäßige Obstanbau.

In den gemäßigten Breiten der Erde ist Apfel heutzutage das meistgeerntete Obst. Weltweit werden jährlich über 60 Mio Tonnen des mehr oder weniger rotbäckigen Kernobstes aus der Familie der Rosengewächse geerntet - das macht rund 8,5 Kilogramm pro Kopf der Weltbevölkerung.

gängige Apfelsorten, die besonders für Gärten und den Bio-Anbau geeignet sind:

Ananas Renette:
Früchte klein, guter Tafelapfel, Ernte ab Mitte Oktober, guter Geschmack

Freiherr von Berlepsch:
hoher Vit. C-Gehalt, sehr guter Tafelapfel, Ernte ab E. Okt., Aufbewahrung in Folien

Goldrenette v. Bleuheim:
Tafelapfel, nussartiger Geschmack, saftig, mürbe, Ernte ab M. Okt.

Boskoop:
große Früchte, süß-säuerliches Fleisch, Ernte Anfang Okt., gute Lagerfähigkeit

James Grieve:
mittelgroß, saftig, säuerlich, Tafelapfel - Frischverzehr, Ernte ab Mitte August

Ribston Pepping:
guter Tafelapfel, muskatartig, mittelgroß, gut haltbar, Ernte bis Mitte. Nov..möglich

Zuccalmaglios Renette:
guter Tafelapfel, mittelgroß, saftig, Ansprüche an Boden hoch, Ernte im Okt.

Ontario:
hoher Vit.C-Gehalt, Ernte Mitte Okt., guter Lager- u. Winterapfel

Winterambur:
große Früchte, saftig, Ernte Anfang Okt.

Hauxapfel:
Mostsorte, starke Säure, Ernte Mitte Okt.

Kaiser Wilhelm:
Tafelapfel, mittelgroß, A. Okt. säuerlichsüß, druckempfindlich

Gelber Edelapfel:
hoher Säuregehalt, gute Lagereigenschaften, bes. für Mus - bleibt weiß

Goldparmäne:
Tafelapfel - Frischverzehr, aromatisch u. süß, M. Sept., Pollenspender!

Melrose:
gutschmeckend, Lagerobst, Ernte Anfang Okt.

 
Bild: Obst und Gemüse
Wochenmärkte bieten ein vielfältiges Angebot an Obst und Gemüse
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Wochenmärkte und Bauernmärkte bieten dem Verbraucher stets eine große Auswahl an frischen, vitaminreichen Produkten. Hier ist der Kunde noch König.


ausgewählte Literatur: Leitzmann, C. (2001): Welternährung zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Die globale Ernährungssituation. Biologie in unserer Zeit 31(6), S. 408 - 416 (2001), ISSN 0045-205X

Ziel des EU-Schulfruchtprogramms ist es, Kinder möglichst früh an ein gesundheitsförderndes Ernährungsverhalten heranzuführen und zu vermitteln, dass Obst und Gemüse nicht nur gesund ist sondern auch lecker schmeckt. Neben diesem direkten Effekt soll mit dem Programm auch dem rückläufigen Obst- und Gemüseverzehr entgegengewirkt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen stellt die EU den Mitgliedsstaaten 90 Millionen Euro zur Kofinanzierung von Obst- und Gemüselieferungen an vorschulische und schulische Einrichtungen zur Verfügung.

Baden-Württemberg nutzt die Chancen, die das Programm bietet.

Unter Federführung des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz wurden die Voraussetzungen für die Programmdurchführung geschaffen. Für Baden-Württemberg stehen jährlich mindestens 2 Millionen Euro für Obst- und Gemüsemahlzeiten zur Verfügung. Leider kann das Land nicht für die notwendige Kofinanzierung einstehen. Das heißt 50 Prozent der Kosten müssen von Dritten getragen werden. Dies können zum Beispiel Schulträger, Fördervereine, Eltern oder Sponsoren sein.

Alltagskompetenz und gesundheitsfördernde Ernährung werden in Schulen und Kindertagesstätten fast nebenbei erlernt. Schon einfache Veränderungen schaffen verführerische Situationen:

  • lassen Sie die Kinder gemeinsam frühstücken
  • ein Korb mit Früchten im Raum motiviert zum Zugreifen
  • in Stücke geschnittene Früchte bleiben selten liegen
  • am Schulkiosk wird frisches Obst und Gemüse angeboten
  • das Früchtethema kann zu jeder Jahreszeit in mehreren Fächern bearbeitet werden
  • Kresse auf der Fensterbank ziehen
  • Kräuter im Schulgarten pflanzen und ernten
  • das Angebot im Lebensmittelhandel testen
Quelle: MBW Marketinggesellschaft mbH