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Posidonienschieferwand - geschichtete Gesteinsplatten
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Bild: Posidonien-Schiefer Langenbrücken (Ldkr. Karlsruhe)
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Aufgeschlossene Ölschieferwand (Schwarzer Jura) mit geschichteten Platten, die sehr instabil sind. Bis zu der Endphase des 2. Weltkriegs wurde versucht aus dem ölhaltigen Gestein Treibstoff herzustellen.

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Weitere Nachrichten

Pressemitteilungen des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Pressemitteilungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

LGRB-Nachrichten

Seespiegel-Archiv: Gesamtindex

 
 

Willkommen beim Themenpark Umwelt

Bild: Rostfarbiger Dickkopffalter
Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) auf Skabiose
(© M. Linnenbach)

Der Rostbarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) besiedelt sowohl feuchte als auch trockene Lebensräume. Dazu gehören Wiesen, Wegränder, Brachen, Hochstaudenfluren sowie Übergangsbereiche zum Wald. Die Falter fliegen in einer Generation von Mai bis Juli und August.

In Baden-Württemberg ist die Art nicht gefährdet

Das Internetportal Themenpark Umwelt ist Teil des Umweltinformationssystems Baden-Württemberg (UIS BW). Konzipiert und entwickelt von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit einem Informationsangebot von derzeit ca. 3.000 Internetseiten möchte der Themenpark der interessierten Öffentlichkeit die Bedeutung der Umwelt in allgemein verständlicher aber fachlich fundierter Form aufzeigen. Die Internetpräsentation soll zwischen Mensch und Natur vermitteln, nicht zuletzt weil Natur und Landschaft durch ihre Ausprägung, Schönheit und Vielfalt grundlegende Sozialfunktionen erfüllen. Es lohnt sich also hineinzuschauen. Zur Orientierung werden die verschiedenen Zugänge hier kurz vorgestellt:

Der Zugang Unsere Umwelt präsentiert das Inventar an Bodenlandschaften, Geotopen, Mooren, Schutzgebieten sowie das BodenseeWeb.

In den Umweltthemen werden umweltpolitische Fragen zu Abfall als Ressource, Biologischer Vielfalt, Bodenschutz, Klimaschutz und Umweltbildung behandelt und beispielhafte Aktionen wie das Natura-TV präsentiert.

Die Umweltbeobachtung informiert über die Messnetze der landesweiten Bodendauerbeobachtung und über den Landschaftswandel in Baden-Württemberg.

Der Zugang Umwelt erleben führt zu Umwelterlebnisgebieten in Stadt- und Landkreisen. Auch Einrichtungen mit umweltgerechten Freizeitangeboten wie Naturschutzzentren, Freilichtmuseen und Lehrpfade werden hier gezeigt.

Aktuelle Themen


 

Bodenseeufer in Eriskirch ist renaturiert

Bild: Eriskircher Riedweg, Bodensee
Eriskircher Riedweg
(© B. Schmidt)

Unterwegs im Naturschutzgebiet: Auwald-Tafel am Eriskircher Riedweg

18.05.2017 Umweltminister Franz Untersteller: „Die Investition des Landes stärkt die Selbstreinigungskraft des Bodensees und ermöglicht den Bürgerinnen und Bürger ein besonderes Naturerlebnis." Für knapp 800.000 Euro hat das Land als Bauherr auf einer Länge von rund 300 Metern das früher mit Beton und Wasserbausteinen gesicherte Bodenseeufer am Strandbad in Eriskirch naturnah und flach neugestaltet. Umweltminister Franz Untersteller hat die Uferrenaturierung am 18.05. offiziell eingeweiht.

„Der Großteil der Tier- und Pflanzenarten des Bodensees lebt in den flachen Bereichen nahe des Ufers", betonte Umweltminister Untersteller. „Wenn diese Flachwasserzonen intakt sind, leisten sie einen enorm wichtigen Beitrag dazu, dass sich der See quasi von selbst reinigen kann."

Da das gesamte Bodenseeufer von Eriskirch im Naturschutzgebiet „Eriskircher Ried" liege und Grillplatz und Strandbad die einzigen öffentlichen Zugänge zum See darstellten, habe das Land großen Wert daraufgelegt, diese Freizeitnutzungen naturverträglich in die Pläne zu integrieren, sagte der Minister weiter. „Von dem neu erstellten Steg mit Beobachtungsplattform können die Besucherinnen und Besucher den Vögeln in der Bucht zuschauen und den fantastischen Panoramablick auf die Schweizer Alpen genießen. Die Maßnahme kombiniert somit Ökologie mit eindrucksvollem Naturerleben für die Bürgerinnen und Bürger", so Franz Untersteller.

Ergänzende Informationen

Die Maßnahme in Eriskirch ist Teil des Aktionsprogramms „Ufer- und Flachwasserzone am Bodensee" des Umweltministeriums. In den vergangenen rund sechs Jahren wurden hiervon sechs Maßnahmen mit einem Investitionsaufwand von knapp drei Millionen Euro umgesetzt. Hiermit wurde in Baden-Württemberg eine Uferlänge von circa 1,5 Kilometern renaturiert. Für 2017 und 2018 sind weitere Maßnahmen in Überlingen und Kressbronn mit einer Uferlänge von insgesamt 1,5 Kilometern im Bau beziehungsweise geplant.


 

Angewandter Artenschutz bei Stuttgart 21

Bild: Zauneidechse
Zauneidechse (Lacerta agilis), Männchen
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) ist die am weitesten verbreitete euröpäische Reptilienart. Der heutigen großflächigen Verbreitung kamen die im frühen Mittelalter beginnenden landschaftlichen Veränderungen durch den Menschen sehr entgegen. Sowohl die Rodung von Waldflächen als auch die Schaffung und Offenhaltung kleinparzelliger Anbauflächen mit den entsprechenden Saumstrukturen, bewirkten das Vordringen der Art bis in die unmittelbare Nähe des Menschen - so ist möglicherweise auch ihr Name entstanden.

Die Zauneidechse besiedelt mit Vorliebe ein locker bewachsenes, sonnenexponiertes Gelände und ist somit am Rande von Hecken, an Waldrändern und Bahndämmen, an Weg- und Straßenböschungen ebenso wie in naturnahen Gärten oder auf Trockenrasen anzutreffen. Wichtig ist, daß die Lebensräume strukturreich sind und genügend Nahrung bieten. Vor allem kleine Insekten und Spinnen gehören zu ihrer Beute. Die Tiere gehen erst bei einer Körpertemperatur von etwa 38° C auf Nahrungssuche.

Einen großen Teil des Jahres (etwa 5-7 Monate) verbringen Zauneidechsen in der Winterstarre in Unterschlüpfen  z. B. unter Baumwurzeln oder in Mauslöchern.

In Baden-Württemberg ist die Art nicht gefährdet.

09.05.2017 Umweltminister Franz Untersteller hat die Deutsche Bahn dafür gelobt, dass sie heute nach langen und zum Teil schwierigen Verhandlungen mit der Umsiedlung geschützter Zauneidechsen auf einer Stuttgart 21-Baustelle in Oberboihingen bei Esslingen begonnen hat.

„Es ist schön zu sehen", sagte Untersteller, „dass sich die Bahn entschlossen hat, das Artenschutzrecht nicht zu ignorieren und sich an die Gesetze zu halten. Wenn sie den artenschutzrechtlichen Vorgaben in ihrer Planung früher einen angemessenen Stellenwert eingeräumt hätte, wäre es insgesamt vermutlich schneller und billiger gegangen."

Untersteller machte deutlich, dass geschützte Tierarten keine Verhandlungsmasse für Investoren und Konzerne sein dürften. Es gehe vielmehr um den Erhalt eines wesentlichen Teils unseres Naturerbes, das weder ignoriert werden könne noch dürfe. „Ich finde es wichtig, dass wir unseren Kindern und Enkeln die Chance erhalten, seltene Tiere wie die Zauneidechse in der freien Natur entdecken zu können und nicht nur im Zoo hinter einer Scheibe. Deswegen sind das europäische und deutsche Artenschutzrecht so wichtig. Sich daran zu halten ist Verantwortung und Verpflichtung zugleich."

 


 

125 Jahre Landesfischereiverband

Bild: Fischtreppe bei Ladenburg
Fischtreppe am Unteren Neckar (Rhein-Neckar-Kreis)
(© M. Linnenbach)

Fischtreppe am Unteren Neckar bei Ladenburg, Beckenkaskade (Aufn. April 2009). Das Gefälle zwischen den einzelnen Becken beträgt 30 cm.

Im Vergleich zu anderen Fischpässen kann der Ladenburger Fischtreppe eine vergleichsweise gute Funktionalität bescheinigt werden. So stiegen z.B. im Mai 2002 pro Nacht etwa 90 Fische mit Hilfe der Fischtreppe in die nächst höher liegende Gewässerstufe des Unteren Neckars auf. Im November 2009 wurde ein weibliches Exemplar des Atlantischen Lachs (Salmo salar) nachgewiesen.

Die Durchgängigkeit von Fließgewässern für wandernde Fischarten (z.B. Lachs, Aal, Meerforelle, Maifisch) ist ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung des Gewässergütezustands in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

28.04.2017 Staatssekretär Andre Baumann: „Ein starker Fürsprecher wie der Landesfischereiverband tut der biologischen Vielfalt im und am Wasser in Baden-Württemberg gut." Am 29.04.17 feierte der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. sein 125jähriges Bestehen. Im Vorfeld des Jubiläums sagte Staatssekretär Andre Baumann: „Unsere Flüsse und Seen, die Fische und die biologische Vielfalt im und am Wasser brauchen einen starken Fürsprecher wie den Landesfischereiverband."

Nur mit der Unterstützung gesellschaftlicher Gruppen könne die Landesregierung ihr Ziel möglichst sauberer und naturnaher Gewässer in Baden-Württemberg erreichen, betonte Baumann. „Gemeinsam mit den Fischereivereinen und den Aktiven vor Ort können wir die Flüsse und Seen im Land ökologisch aufwerten und wieder in einen natürlicheren Zustand versetzen. Schritt für Schritt, Bachabschnitt für Bachabschnitt." Dies schaffe Flächen, auf die sich Hochwässer ausbreiten könnten sowie wertvolle Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten.

Staatssekretär Baumann betonte, dass Fische sowohl reines Wasser ohne Schadstoffe und mit ausreichendem Sauerstoff als auch vielfältige Gewässerstrukturen benötigten. So bräuchten beispielsweise Äschen ein kiesiges Gewässerbett und Wanderfische wie Lachs und Aal benötigen durchgängige Gewässer ohne Wanderungshindernisse. „Es ist daher gut, dass die Europäische Union mit ihrer Wasserrahmenrichtlinie eine gute Gewässerqualität fordert. Mit ihrem großen Engagement helfen uns der Landesfischereiverband und seine Mitglieder dabei, dieses Ziel zu erreichen."


 

Neue Förderung für Umwelt- und Naturschutzzentren in freier Trägerschaft

Bild: Federsee, Naturschutzzentrum (Ldkr. Biberach)
NABU Naturschutzzentrum Federsee
(© KIT, Autor: T. Schlachter)

Wichtige Institution vor Ort ist das Naturschutzzentrum Federsee des NABU, dem vom Land die Betreuung des Federseegebiets übertragen wurde. Es wurde 1987 gegründet.  Die Aufgaben des Zentrums werden in einem Betreuungsvertrag zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem NABU festgelegt. Mit seinen umfangreichen Angeboten auf dem Gebiet der Umweltbildung lockt das Naturschutzzentrum zunehmend mehr Menschen an den Federsee.

Anschrift:

NABU-Naturschutzzentrum Federsee

Federseeweg 6
88422 Bad Buchau
Tel.: 075 82/15 66
Fax: 0 75 82 /17 78
e-mail: NABU_Federsee@t-online.de

 

21.04.2017 Umweltminister Franz Untersteller: „Wir hoffen, dass unsere Förderung dazu beiträgt, die Zentren zu stärken und noch mehr Menschen für den Umwelt- und Naturschutz zu gewinnen."
Mit bis zu 5.000 Euro unterstützt das Umweltministerium in diesem Jahr die Arbeit von Umwelt- und Naturschutzzentren in freier Trägerschaft. Das Geld kommt Projekten in den Bereichen Bildung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit zugute. Insgesamt stehen im Naturschutzhaushalt dafür 100.000 Euro zur Verfügung.

„Die vielen Zentren leisten wertvolle Arbeit für den Umwelt- und Naturschutz im Land. Wir wollen mit unserer Förderung diese Arbeit sichtbarer machen und mehr Menschen die Chance geben, die Angebote der Umwelt- und Naturschutzzentren auch zu nutzen und sich selbst zu engagieren", sagte Umweltminister Franz Untersteller am 21.04.17 in Stuttgart. Mit der Förderung setzt das Umweltministerium eine Initiative der Regierungsfraktionen um.

Über die Förderfähigkeit eines Projekts entscheiden die Regierungspräsidien im Rahmen ihrer Zuständigkeit. Voraussetzung dafür ist ein Antrag auf Basis der Landschaftspflegerichtlinie (D 3, E 3). 70 Prozent der Projektkosten können erstattet werden, maximal jedoch 5.000 Euro. Sollten die eingereichten Anträge die insgesamt zur Verfügung stehende Fördersumme von 100.000 Euro übersteigen, entscheidet das Los. Vereine und Verbände können Anträge bis zum 16. Juni bei den Regierungspräsidien stellen.


 

30 Jahre Ökomobil in Baden-Württemberg

Bild: Ökomobil in Tübingen
Ökomobil vor dem Tübinger Rathaus
(© LUBW, Autor: M. Theis)

Das "Ökomobil" des Regierungspräsidiums Tübingen informiert vorort die Bevölkerung über Natur und Umwelt Baden-Württembergs. Das erste Ökomobil in Tübingen war 1987 zugleich das erste Umweltmobil in ganz Deutschland.

 

04.04.2017 Staatssekretär Andre Baumann: „Die vier rollenden Naturschutzlabore des Landes haben in den letzten 30 Jahren über 400.000 Interessierte für unsere einzigartige Natur in Baden-Württemberg begeistert."

Das Ökomobil im Regierungsbezirk Tübingen feiert dieses Jahr 30-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass gibt es eine viertägige Jubiläumstour aller vier Ökomobile durch die Regierungsbezirke des Landes. Beim Tour-Auftakt in Tübingen-Bebenhausen sagte Staatssekretär Andre Baumann am 04. April 2017: „Die vier rollenden Naturschutzlabore des Landes begeistern ihre Besucherinnen und Besucher für die Natur. Jung und Alt entdecken beim Blick durchs Mikroskop die Wunder unserer Natur neu. Staunen, Begeisterung und spielerische Wissensvermittlung - das ist der Zauber, der von Ökomobilen ausgeht."

Das erste Ökomobil in Tübingen war 1987 zugleich das erste Umweltmobil in ganz Deutschland. Es folgten die Ökomobile in den Regierungsbezirken Karlsruhe (1989) sowie Stuttgart (1992) und Freiburg (1993). Jedes Jahr organisieren die Ökomobile inzwischen über 500 Veranstaltungen mit über 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Baden-Württemberg. „Das Konzept ist einfach, aber noch immer genial: In ein Naturkundemuseum kommen die Kinder, das Ökomobil kommt zu den Kindern. Im Dorfteich wird getummelt und im Ökomobil geforscht", sagte Baumann. „In den letzten 30 Jahren haben die vier Ökomobile zusammen über 12.000 Veranstaltungen mit über 400.000 Besucherinnen und Besuchern absolviert."

Regierungspräsident Klaus Tappeser sagte: „Die Ökomobile leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt. Sie machen die Natur mit all ihren Lebewesen für Kinder und Jugendliche erlebbar. Und nur was man kennt und schätzt, möchte man auch schützen. Ich freue mich daher sehr darüber, dass die Nachfrage nach diesem besonderen Bildungsangebot stetig ansteigt". Weitere Stationen der Jubiläumstour sind Schwäbisch Gmünd (05.04.), Baden-Baden (06.04) und die Wutschmühle in Ewattingen im Landkreis Waldshut (07.04.).

Ergänzende Informationen

Die landeseigenen Fahrzeuge sind LKW (7,5 t) mit einer Länge von 10 Metern. Als „rollendes Naturschutzlabor" besitzen sie eine Innenausstattung aus sechs Tischen, 24 Sitzplätzen, moderne Multimediaausstattung, Binokulare, Mikroskope, Ferngläser, Tierpräparate usw...Die Anschaffungskosten für ein Ökomobil betragen rund 200.000 Euro. Die laufenden Kosten (einschließlich Personalaufwand) betragen für alle vier Ökomobile zusammen jährlich rund 500.000 Euro.


 

Besserer Hochwasserschutz in Riedlingen

Bild: Hochwasserschutzwände Riedlingen
Hochwasserschutzwände in Riedlingen (Ldkr. Biberach)
(© LUBW, Autor: B. Grießmann)

 16.03.2017 Riedlingen an der Donau hat jetzt einen besseren Schutz vor Hochwassern. Die heute in der Stadt eingeweihten verschiedenen Maßnahmen kosten insgesamt 2,1 Millionen Euro. Das Land hat Baumaßnahmen, Dämme und mobilen Spundwände mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert.

Gemeinsam mit Bürgermeister Marcus Schafft hat Umweltstaatssekretär Andre Baumann heute die umfassenden städtischen Hochwasserschutzmaßnahmen in Riedlingen eingeweiht. Baumann erinnerte dabei an die Hochwasserereignisse der Jahre 1980, 1990 und 1995, die in Riedlingen und 22 weiteren Städten und Gemeinden entlang der Donau hohe Schäden verursacht hatten. „Mit dem Klimawandel nehmen Starkregenereignisse und Hochwasser zu. Deshalb müssen wir in Schutzmaßnahmen investieren", sagte Staatssekretär Andreas Baumann.

„Auch wenn die dramatischen Ereignisse hier in der Region bereits viele Jahre zurückliegen, müssen wir uns bewusst sein, dass es jederzeit wieder zu einem schlimmen Hochwasser kommen kann", sagte der Staatssekretär im Rahmen der Feierlichkeiten. Dies gelte vor allem angesichts der Tatsache, dass mit dem Klimawandel Starkregenereignisse und Überflutungen tendenziell weiter zunehmen, erklärte Baumann und betonte: „Es ist enorm wichtig, dass sowohl das Land als auch die Kommunen in Maßnahmen zum Hochwasserschutz investieren, um Risiken zu minimieren und Schäden zu begrenzen."

Land fördert die Maßnahmen mit 1,5 Millionen Euro

Die heute in Riedlingen eingeweihten Schutzmaßnahmen kosteten insgesamt 2,1 Millionen Euro. Das Land förderte die städtischen Projekte mit 1,5 Millionen Euro. „Wir müssen die Kommunen finanziell unterstützen, damit sie die wichtigen Maßnahmen für einen modernen und ökologischen Hochwasserschutz umsetzen können. Und wir tun das gerne," sagte der Umweltstaatssekretär.

Insgesamt stellt die Landesregierung in diesem Jahr rund 90 Millionen Euro zur Finanzierung von Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Verbesserung der Gewässerökologie bereit. Baumann ist überzeugt: „Dies ist gut investiertes Geld, denn es ist auf lange Sicht sinnvoll, Hochwasserschutzkonzepte, wie hier an der Donau, zu unterstützen."

Der Hochwasserschutz in Riedlingen

Der Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Tübingen hatte für die Stadt Riedlingen eine Gesamtkonzeption für den Hochwasserschutz erstellt, die sowohl Maßnahmen in Trägerschaft des Landes als auch kommunale Maßnahmen umfasst. Die Landesmaßnahmen waren im Jahr 2012 abgeschlossen.

Kernmaßnahme war die Gewässeraufweitung des Hochwasserkanals auf einer Länge von 1,3 Kilometern. Zudem wurden an Donau, Hochwasserkanal und Brey‘schem Kanal 800 Meter Dämme, 1000 Meter Schutzmauern und 39 mobile Schutzwände mit gesamt 100 Metern Länge erstellt. In dem aufgeweiteten und renaturierten Hochwasserkanal wurde ein vorhandener Absturz zu einer ökologisch durchgängigen Rauen Rampe umgebaut. Die Landesmaßnahmen kosteten insgesamt vier Millionen Euro. Die Stadt Riedlingen beteiligte sich hieran im Rahmen des Vorteilsausgleichs mit rund 1,1 Millionen Euro.

Die bedeutendste der im vergangenen Jahr fertig gestellten städtischen Maßnahmen ist das Drosselbauwerk in der Schwarzach, das eine Abflussaufteilung gewährleistet. Darüber hinaus wurden im Bereich des Ober-/Unterrieds und in der Mühlvorstadt 740 Meter neue Dämme erstellt und 950 Meter vorhandene Dämme erhöht. Außerdem wurden Hochwasserschutzwände mit einer Gesamtlänge von 640 Metern gebaut und 40 Meter mobile Wände angeschafft.


 

Natura-TV sendet wieder Live-Videos

Bild: 2 Storchenküken 4.5.17
2 Storchenküken 4.5.17
(© Natura-TV, Autor: KIT)

Am 2. oder 3.5. ist das erste Storchenküken geschlüpft, seit 4.5. ist das zweite Küken geschlüpft.

06.03.2017 Natura-TV, das Naturerlebnisnetzwerk im Rahmen des Projekts "Lebendige Rheinauen", ist wieder auf Sendung!

Stand Mitte Mai: Die beiden Wanderfalkenküken sind flügge, die beiden Storchenküken wachsen und gedeihen. Weitere Informationen siehe Tagebuch 2017.

Erleben Sie live die Kinderstuben von Weißstorch, Wanderfalke & Co.

Sehen Sie sich auch unsere archivierten Bilder und Videos der vergangenen Jahre an!


 

Aktionsprogramm Jagst wird öffentlich diskutiert

Bild: Lebensraum Jagst
Lebensraum Jagst, Infotafel
(© LUBW, Autor: LRA Hohenlohekreis)

14.02.2017 Der aktuelle Stand des Aktionsprogramms Jagst wurde am 14.02.2017 in Kirchberg an der Jagst (Landkreis Schwäbisch Hall) der Öffentlichkeit vorgestellt. Anlass für das Programm war das massive Fischsterben nach dem Brand in der Lobenhauser Mühle in Kirchberg am 23. August 2015, ausgelöst von ammonium-nitrathaltigem Düngemittel, das mit dem Löschwasser in die Jagst geflossen war.

Zudem wird heute in Kirchberg der Abschlussbericht zu den ökologischen Auswirkungen des Großbrandes auf die Jagst präsentiert. Nach den Feststellungen der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, der Fischereiforschungsstelle sowie des Regierungspräsidiums Stuttgart hat sich der Fischbestand auf den ersten 25 Kilometern stromabwärts der Lobenhauser Mühle inzwischen leicht erholt. Nachdem die Jagst hier im vergangenen Frühjahr praktisch noch fischleer gewesen war, konnten im Herbst 2016 wieder häufiger Jagst-typische Fischarten wie die Barbe nachgewiesen werden.

„Dies ist zwar eine positive Entwicklung, von dem Niveau vor dem Brand ist die Jagst aber leider noch weit entfernt", erklärte Umweltminister Franz Untersteller im Vorfeld der Veranstaltung. Für ihn sei daher wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang zögen und die großen Chancen des Aktionsprogramms Jagst nutzten, betonte der Minister: „Die ökologischen Auswirkungen, insbesondere auf die Fische, werden uns leider noch lange beschäftigen. Das Programm hilft uns, die Schäden an der Jagst zu beheben und die Widerstandskraft des Flusses zu stärken." Die Maßnahmen verfolgten das Ziel, den Lebensraum Jagst für Fische und andere Wasserlebewesen aufzuwerten, sagte der Umweltminister weiter. Hierzu gehöre zum Beispiel, bestehende Wanderhindernisse in der Jagst zu beseitigen und so verschiedene Lebensräume wieder miteinander zu vernetzen. Somit könnten sich die Tiere verstärkt fortpflanzen und wieder größere Bestände mit einer Jagst-typischen Artenvielfalt erreichen. „Außerdem hat das Aktionsprogramm Modellcharakter", so Untersteller. „Von den Erfahrungen, die wir hier gewinnen, können auch andere Gewässer im Land profitieren."

Regierungspräsident Wolfgang Reimer erklärte: „Beim Aktionsprogramm Jagst ziehen viele Akteure an einem Strang, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Von der Fischereiforschungsstelle über die Fischer vor Ort mit ihren gemeinsamen Besatzmaßnahmen bis hin zu unserem Landesbetrieb Gewässer, der gemeinsam mit den örtlichen Behörden bereits über 40 gewässerökologische Maßnahmen umgesetzt hat. Das Regierungspräsidium nimmt hier seine wichtige Aufgabe als Bündelungsbehörde wahr und koordiniert das Aktionsprogramm Jagst in einer Geschäftsstelle. Damit sind wir auf einem guten Weg. Mein Dank gilt allen Beteiligten."

Nach annähernd 100 Untersuchungen, die die LUBW während und nach dem Schadensfall durchgeführt hat, kann Margareta Barth, Präsidentin der LUBW, ein positives Signal setzen: „Bleibende Schäden bei der Wasserqualität, den Wasserpflanzen und den Kleinlebewesen der Jagst gibt es nicht. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Wiederbesiedelungsmaßnahmen für die Fische auch greifen können", so Barth.


 

Südwesten bei Touristen beliebter denn je

Bild: Hegau von Süden Landschaft
Der Hegau von Süden
(© privat, Autor: K. Rilling)

Vom Fuß des Schiener Bergs kann man die Aussicht auf die drei großen Vulkanberge des Hegaus genießen. In der Bildmitte steht der massige Phonolithschlot des Hohentwiels. Links dahinter der breite Kegel des Hohenstoffeln als Zentrum der Berglandschaft des Hegaus. Den Hohenhewen als höchsten Hegauberg sieht man im Hintergrund rechts. Seine Kuppe besteht wie beim Hohenstoffeln aus Basaltgestein. Links neben dem Hohentwiel der aus Vulkantuff gebildete Rücken des Plören. Der Ort Worblingen liegt auf Schottern und Moränen der Würmeiszeit. Westlich davon, also im Bild rechts gelegen, der bewaldete Hartberg mit Deckentuffen. Im Vordergrund der südliche Teil der Singener Niederung mit der Radolfzeller Aach.

13.02.2017 Noch nie kamen so viele Touristen nach Baden-Württemberg wie 2016. Insgesamt zählte das Statistische Landesamt über 52 Millionen Übernachtungen. Baden-Württemberg kann damit zum sechsten Mal in Folge ein Rekordjahr verzeichnen.

Bei der Frage, wohin es in den Urlaub gehen soll, lautet die Antwort immer öfter „Baden-Württemberg". Zum sechsten Mal in Folge blickt der Tourismus im Land auf ein Rekordjahr zurück. Gegenüber 2015 stieg die Zahl der Übernachtungen um 2,5 Prozent auf jetzt über 52 Millionen. Der für den Tourismus zuständige Minister Guido Wolf freute sich über die guten Zahlen: „Die Erfolgsgeschichte des Tourismus mit ihrem starken Wachstum wird schon anschaulich, wenn wir lediglich zwei Jahre zurückblicken: 2014 hatten wir in Baden-Württemberg noch rund 49 Millionen statistisch erfasste Übernachtungen, 2016 sind es nun schon mehr als 52 Millionen."

Wirtschaftsfaktor und Jobmotor

Der Tourismus ist damit ein weiter bedeutender Wirtschaftsfaktor für Baden-Württemberg. „Wenn Baden-Württemberg nicht nur das Land der Schaffer, sondern auch das Land der Urlauber ist, tut uns das allen gut. Mittlerweile hängen im Land rund 326.000 Arbeitsplätze vom Tourismus ab. Damit ist er ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor für das Land", so Minister Wolf weiter. Der größte Anteil am Wachstum stammt von Touristen aus Deutschland. Hier stiegen die Übernachtungen um 3,0 Prozent. Bei Gästen aus dem Ausland betrug das Wachstum dagegen 0,7 Prozent - hier bestehe laut Minister Wolf noch Potential für den Tourismus im Land.

Schwarzwald ist die beliebteste Region

Die beliebteste Ferienregion war auch 2016 wieder mit 21,5 Millionen Übernachtungen der Schwarzwald. Auf Platz zwei folgt mit knapp neun Millionen Übernachtungen das nördliche Baden-Württemberg. Mit knapp 8,6 Millionen Übernachtungen folgt die Region Stuttgart auf Platz drei. Spitzenreiter bei den gestiegenen Übernachtungszahlen war mit knapp neun Prozent der Hegau als kleinstes Reisegebiet des Landes. Der Bodensee sowie die Schwäbische Alb lockten jeweils rund fünf Prozent mehr Gäste an.

Die Landesregierung erhöht 2017 die Mittel für das Tourismusmarketing von 4,3 auf 4,5 Millionen Euro. Das Tourismusinfrastrukturprogramm wächst im aktuellen Haushalt von bisher fünf auf jetzt sieben Millionen Euro.


 

Welttag der Feuchtgebiete am Oberrhein: Naturschönheit und einzigartige Artenvielfalt

 
Bild: Ramsar Logo
Ramsar Logo
(© public domain)

International Convention on Wetlands of International Importance especially as Waterfowl Habitat.

 
Bild: Wollmatinger Ried, Moor, Ramsar
Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried (Ldkr. Konstanz)
(© LUBW, Autor: M. Witschel)

Das Naturschutzgebiet "Wollmatinger Ried, Giehrenmoos und Dreifußwiesen" - so der amtliche Name - ist eines der wertvollsten Schutzgebiete am Bodensee. Die erste amtliche Unterschutzstellung reicht in das Jahr 1930 zurück. Die internationale Bedeutung wurde 1968 durch die Verleihung des Europadiploms der EU gewürdigt. Inzwischen zählen die Flächen auch zur Gebietskulisse der global agierenden Ramsar-Konvention.

Das 767 ha große Natur- und Landschaftsschutzgebiet wird von der NABU-Gruppe Konstanz vom Naturschutzzentrum Wollmatinger Ried aus betreut.

01.02.2017 Staatssekretär Andre Baumann und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Die Flusslandschaft am Oberrhein ist ein einzigartiges Naturparadies, Heimat für unzählige seltene Tiere und Pflanzen, die wir grenzüberschreitend schützen müssen." - In Breisach am Rhein fand am 02.02.2017 die zentrale Veranstaltung Baden-Württembergs und der französischen Région Grand Est (vormals Elsaß) zum Welttag der Feuchtgebiete statt. Das Oberrheingebiet zwischen Basel und Karlsruhe gehört gemäß der sogenannten Ramsar-Konvention zu den weltweit rund 2.250 schützenswerten Feuchtgebieten. Es steht damit auf einer Stufe mit so bekannten Gebieten wie dem brasilianischen Pantanal oder dem Okavango-Delta in Botswana.

„Feuchtgebiete wie unsere Rheinauen sind Schatzkammern für Mensch und Natur", erklärte dazu Umweltstaatssekretär Andre Baumann. „Die Rheinauen sind sehr reich an unterschiedlichen Lebensräumen und darum sehr artenreich. Sie sind unser Klein-Amazonien. Dazu sind sie ein wichtiges und beliebtes Naherholungsgebiet und schließlich auch ein wirksamer Schutz vor verheerenden Hochwasserschäden, weil Auen dem Rhein bei Hochwassern Raum geben."

Durch Versiegelung und landwirtschaftliche Nutzung oder durch frühere Flussbegradigung sei die biologische Vielfalt in Feuchtgebieten aber konkret bedroht, sagte Baumann. Der Welttag der Feuchtgebiete erinnere deshalb zurecht an die große Schutzbedürftigkeit solcher gewässernahen Gebiete.

Das Ramsar-Gebiet Oberrhein - Rhin supérieur erstreckt sich zwischen Basel/Ville-Neuf und Weil am Rhein im Süden auf beiden Seiten des Rheins über rund 190 Kilometer bis nach Karlsruhe. Der Oberrhein wurde im August 2008 durch das internationale Ramsar-Sekretariat als weltweit zehntes, grenzüberschreitendes Ramsar-Gebiet anerkannt.

„Naturschutz am Rhein kann nicht national, sondern muss europäisch gedacht und gemacht werden", erläuterte der Umweltstaatssekretär. „Nur wenn wir auf beiden Seiten des Rheins eng zusammenarbeiten, können wir die biologische Vielfalt in diesem ganz besonderen Lebensraum effektiv schützen." Um die Zusammenarbeit im Naturschutz zu verbessern und strategisch aufzustellen sei Anfang des Jahres das INTERREG-Projekt „RAMS'Artenschutz" ins Leben gerufen worden, ergänzte die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Der Vertrag zu diesem Projekt wird anlässlich des morgigen Welttags der Feuchtgebiete von den Partnern auf beiden Seiten des Rheins unterzeichnet. Es wird mit gut 400.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Bärbel Schäfer: „Mit dem Projekt „RAMS'Artenschutz" wollen wir eine tragfähige Strategie für die grenzüberschreitende Koordination des Schutzes von bedrohten Arten entwickeln. Es geht um die Entwicklung gemeinsamer Visionen und konkreter Projekte, die wir mit Hilfe des INTERREG-Programms umsetzen wollen. Für Beiträge zum effizienten Schutz der Umwelt und zu einer nachhaltigeren Nutzung der Ressourcen stehen dort bis 2020 fast 43 Millionen Euro zur Verfügung. Vergeben sind bislang nur ein Viertel dieser Mittel, also haben potenzielle Projektträger noch die Riesenchance, innovative Vorschläge für Umweltschutz und eine nachhaltige Raumentwicklung zu platzieren."

Ergänzende Informationen

Der internationale Welttag der Feuchtgebiete wird seit dem Jahr 1997 alljährlich weltweit begangenen. Seit dem Jahr 2008 richten die französische Region Grand Est (vormals: Alsace), die DREAL Grand Est, Alsace Nature und das Land Baden-Württemberg alljährlich alternierend den Welttag im Ramsar-Gebiet Oberrhein aus. Der letzte Welttag der Feuchtgebiete fand am 02.02.2016 in Straßburg statt.

Das Übereinkommen zum Schutz der Feuchtgebiet, kurz Ramsar-Konvention, geht auf das Jahr 1971 zurück. Die Konvention ist nach der Stadt Ramsar im Iran benannt, in der 1971 die Verhandlungen zu dem Abkommen stattfanden. Die Bundesrepublik Deutschland hat das Abkommen im Jahr 1976 ratifiziert. Insgesamt wurden in der Bundesrepublik 34 Gebiete vom Ramsar-Sekretariat als Feuchtgebiete internationaler Bedeutung anerkannt. Davon entfallen drei auf Baden-Württemberg. Neben dem Oberrhein sind dies das Wollmatinger Ried sowie der Mindelsee.


 

You Tube Kanal der Landesregierung Baden-Württemberg

28.01.2017 - Aktueller Imagefilm der Landesregierung

Imagefilm: In Baden-Württemberg gibt es alles"
(© Land BW)

 

Baden-Württemberg unterstützt heimische Schafhalter

Bild: NSG Elsenzaue-Hollmuthang, Rhein-Neckar-Kreis
Pflegemaßnahme mit Schafen im Naturschutzgebiet Elsenzaue-Hollmuthang
(© M. Linnenbach)

Beweidung mit Hausschafen (Ovis orientalis aries), s. You Tube Video: http://youtu.be/z_gg18Gzx5c

18.01.2017 Die Schäferei hat in Baden-Württemberg eine lange Tradition. Die Landesregierung will sich gemeinsam mit den Schafhaltern im Südwesten den Herausforderungen der Zukunft stellen. Neben einer ausgewogenen Förderpolitik sei vor allem das Kaufverhalten der Konsumenten wichtig für den Erhalt einer leistungsfähigen Schäferei.

„Die Schäferei steht im Land für rund 50.000 Hektar gepflegte Kulturlandschaft und erzeugt hochwertige, authentische und regionale Lebensmittel", sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch in Wolfegg (Landkreis Ravensburg). Ziel der Landesregierung sei es, sich gemeinsam mit den Schafhaltern im Südwesten den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Neben einer ausgewogenen Förderpolitik sei vor allem das Kaufverhalten der Konsumenten wichtig für den Erhalt einer leistungsfähigen Schäferei.

„Lammfleisch aus Baden-Württemberg hat keine langen Transportwege hinter sich. Es ist frisch und genussreich", erklärte die Staatssekretärin. Der Erfolg beispielsweise des ‚Württemberger Lamms‘ belege, dass immer mehr Menschen hochwertigen und regional erzeugten Lebensmitteln den Vorzug gäben, und auch bereit wären, dafür angemessene Preise zu zahlen. Aufgabe der Politik und der Erzeuger sei es, den Verbrauchern den Zusammenhang zwischen der Produktion hochwertiger Lebensmittel und der Pflege unserer einmaligen Kulturlandschaften immer wieder darzulegen.

„Niedrige Erzeugerpreise für Fleisch und Wolle machen es schwierig, ein ausreichendes Familieneinkommen zu erwirtschaften. Auch steigen die Flächenpachten in ebenen und günstigen Lagen, was die wirtschaftliche Lage vieler Schäfereien zusätzlich verschärft", betonte Gurr-Hirsch. Das Land unterstütze daher die schafhaltenden Betriebe auf vielfältige Weise. Ein direkter finanzieller Ausgleich für gesellschaftliche Leistungen, wie die Pflege und den Erhalt von Naturschutzflächen, Beratungs- und Bildungsangebote sowie die Unterstützung von Forschungs- und Vermarktungsprojekten und der Tierzucht allgemein seien die Bausteine der baden-württembergischen Förderpolitik. „Unser Ziel ist es, unseren Betrieben eine standortsgerechte und individuell maßgeschneiderte Förderung zukommen zu lassen", sagte Staatssekretärin Gurr-Hirsch. Mit dem Agrarumweltprogramm FAKT und der Landschaftspflegerichtlinie LPR hätte man geeignete Instrumente, um dieses Ziel zu erreichen.

 


 

Landesweite Streckenergebnisse und Gutachten zum Wildverbiss an Waldbäumen liegen vor

Bild: Rehe, Schnee, Winter
Rehwild (Capreolus capreolus)
(© public domain)

Wildtierregulierung und ihre Auswirkungen werden durch ein Monitoring begleitet. In den Kernzonen von Schutzgebieten ist die Jagd grundsätzlich eingeschränkt oder ganz untersagt. Eine möglichst unberührte Natur ohne menschliche Eingriffe ist naturschutzfachliches Ziel für solche Regelungen.


 08.01.2017 - „Wildtiere sind Teil unserer Kulturlandschaft. Die in den vergangenen Jahren rasant gestiegenen Schwarzwildbestände richten immer wieder große Schäden an und stellen uns vor große Herausforderungen, die wir nur gemeinsam lösen können", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk. Wildschweine würden von menschlichen Strukturen und den Folgen des Klimawandels profitieren und sich entsprechend stark vermehren.

„Die Streckenergebnisse des Jagdjahres 2015/2016 belegen, dass sich die Jägerinnen und Jäger intensiv für die Regulation unserer heimischen Wildtierbestände einsetzen", sagte der Minister. Es sei bisher schon eine Herausforderung gewesen, die Rehwildbestände so zu regulieren, dass eine natürliche Verjüngung der heimischen Hauptbaumarten möglich sei. Mit dem rasanten Anstieg der Schwarzwildbestände in den letzten Jahren seien die Ansprüche an die Jägerinnen und Jäger im Land gewachsen. Die Jagdstrecke an Schwarzwild habe im abgelaufenen Jagdjahr 2015/16 einen Zuwachs von rund 40 Prozent zur Vorjahresstrecke und mit insgesamt rund 68.000 Wildschweinen den bisher zweithöchsten Wert für Baden-Württemberg erreicht. „Um die Jägerinnen und Jäger bei der Regulation der Schwarzwildbestände zu unterstützen, haben wir einen landesweiten Runden Tisch Schwarzwild einberufen. Unter wissenschaftlicher Begleitung sollen Praxishinweise zum Management dieser Wildtierart erarbeitet und die Thematik effektiver Schwarzwildbejagung beleuchtet werden", sagte der Minister. Der Runde Tisch ‚Schwarzwild‘ setze sich aus Vertreten der Jägerschaft, der Land- und Forstwirtschaft, des Veterinärwesens sowie des Natur- und Tierschutzes zusammen.

Rehwildbewirtschaftung

„Mit rund 167.000 erlegten Tieren ist das Reh nach wie vor die häufigste in Baden-Württemberg erlegte Wildtierart. Eine effektive Rehwildjagd ist notwendig, um die naturnahe Verjüngung unserer Wälder sicherzustellen", erklärte der Forstminister.

Die Forstlichen Gutachten zum Wildverbiss würden eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Bemessung der Anzahl der zu erlegender Rehe in den Jagdrevieren darstellen. Alle drei Jahre würden die unteren Forstbehörden die Verbissbelastung der verschiedenen Baumarten im Wald aufnehmen. „Unsere Auswertungen zeigen, dass im Regelfall der Wildverbisses durch gezielte Bejagung an schützenswerten Verjüngungsflächen bei den allermeisten Baumarten auf ein vertretbares Maß abgesenkt werden kann", sagte Peter Hauk. Lediglich bei der Baumart Eiche und bedingt auch bei der Tanne sei eine reine Bejagung nicht immer ausreichend. Dort müsse mit entsprechenden Schutzmaßnahmen aufwändig nachgeholfen werden.

„Forstliche Gutachten zum Wildverbiss an Waldbäumen"

In Baden-Württemberg ist das „Forstliche Gutachten zum Wildverbiss an Waldbäumen" als ein landesweites, jagdrevierbezogenes Schätzverfahren konzipiert. Das Verfahren hat sich seit über 30 Jahren bewährt.


 

Fahrrad-Jahr 2017 beginnt

Bild: Radfahren
Fahrradfahren liegt im Trend
(© LUBW)


30.12.2016 - Am 12. Juni 1817 ist Karl Drais erstmals auf seiner Laufmaschine (Draisine) durch Mannheim gefahren. Das Fahrrad feiert 2017 also 200. Geburtstag. „Ich freue mich, mit den Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg, 2017 das große Fahrrad-Jubiläum feiern zu können", sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Die Laufmaschine gilt als die Urform des Fahrrads. Anlässlich des 200-jährigen Fahrrad-Jubiläums stellen das Land Baden-Württemberg und zahlreiche Partner über das Jahr verteilt ein vielfältiges Programm auf die Beine. „Dabei wird für jeden etwas dabei sein", ist sich Minister Hermann sicher. Zu den Highlights des Jubiläumsjahres zählen beispielsweise die „Jubiläumstour. Die nachhaltigste Roadshow der Welt.", die als mobile Ausstellung von Mai bis August 2017 mit Lastenfahrrädern durch Baden-Württemberg tourt sowie die bereits im November 2016 eröffnete Landesausstellung „2 Räder - 200 Jahre" im Mannheimer Technoseum. Als enge Partner des Landes bereiten auch die beiden Drais-Städte Mannheim und Karlsruhe große Veranstaltung anlässlich des Fahrrad-Jubiläums vor.

Gewinner beim Jubiläumswettbewerb zum Fahrrad-Jahr 2017 stehen fest

Um das Fahrrad-Jubiläum mit möglichst vielfältigen Aktivitäten landesweit gestalten zu können, wurde schon 2016 der „Jubiläumswettbewerb. Fahrrad. Ideen. Entwickeln." ausgeschrieben. Gesucht waren spannende Ideen für Aktionen in und aus Baden-Württemberg, mit denen das Fahrrad 2017 gefeiert wird. „Das Interesse am Wettbewerb war enorm - es gab über 70 eingereichte Beiträge, allesamt kreative Ideen rund um das Thema Fahrrad. Die Bandbreite reichte von Veranstaltungen, Design- und Sportwettbewerben über Forschungsbeiträge bis hin zu touristischen Inszenierungen. Die Gewinner des Jubiläumswettbewerbs stehen nun zum Start des Jubiläumsjahres fest", freut sich Minister Hermann.

Zu den jeweils drei Gewinnern aus acht Kategorien zählt die Idee von Uwe Mayer für ein erzählendes, historisches Bilderbuch für Kinder mit dem Titel „Die Laufmaschine - Vom Herrn Baron von Drais und seiner erstaunlich nützlichen, sagenhaften Erfindung!". Mit einer anderen prämierten Projektidee legt der Landkreis Göppingen im Jahr des Fahrrad-Jubiläums den Fokus auf das Themenfeld Radfahren und Inklusion und möchte damit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen Perspektiven in der Fortbewegung mit dem Fahrrad aufzeigen. Explorinho - die Werkstatt junger Forscher an der Hochschule Aalen will für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren einen Kurs für den Bau eines kreativen Fahrradrahmens unter ästhetischen, praktischen und unter Leichtbau-Aspekten anbieten. Die Stadt Konstanz plant in Kooperation mit der Hochschule Konstanz, studentische Kampagnen-Entwürfe zur Förderung des Radverkehrs ausarbeiten zu lassen.

Die Gewinner des Jubiläumswettbewerbs erhalten zwischen 1.000 und 3.000 Euro für die Projektideen. „Ich freue mich, dass wir mit dem Wettbewerb so zahlreiche Akteurinnen und Akteure für das Fahrrad-Jubiläum begeistern konnten. Ich hoffe, dass nun auch alle Beiträge im Jahr 2017 umgesetzt werden können."

Für eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg macht sich stark für die Entwicklung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität. Das Fahrrad und der Radverkehr nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Um das Mobilitätsverhalten im Land dauerhaft zu verändern und den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr zu steigern, setzt sich die im Jahr 2012 vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg gestartete Initiative RadKULTUR für eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur im Land ein. Gemeinsam mit den vom Land geförderten RadKULTUR-Kommunen bietet sie ein vielfältiges Programm, um den Spaß am Fahren zu fördern und die Menschen zu motivieren, in ihrem Alltag ganz selbstverständlich aufs Rad zu steigen.

Quelle: Ministerium für Verkehr


 

Klatschmohn (Papaver rhoeas) wird Blume des Jahres 2017

Bild: Klatschmohn, Blüte
Klatschmohn (Papaver rhoeas), Blüte
(© C. Antesberger)

Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist eine einjährige bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 cm erreicht. Die Blütezeit verläuft je nach Standort und Klima von Mai bis Juli. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber der Milchsaft.

Blume des Jahres 2017

31.10.2016 Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) als bekanntester Vertreter aller Mohnarten, ist Blume des Jahres 2017. Das teilte die Loki Schmidt Stiftung, die diese jährlich kürt, am 31. 10. 2016 in Hamburg mit. Die auffallend rot blühende zarte Ackerpflanze sei in Deutschland gar nicht mehr so häufig.

Durch diese Wahl solle auf die allgemeine Gefährdung der Ackerwildkräuter und deren Bedeutung für die Vielfalt in der Kulturlandschaft aufmerksam gemacht werden.Aufgrund des fortschreitenden Rückgangs der Pflanzenvielfalt sind auch die Bestäuber wie Schmetterlinge und Bienen sowie andere Insekten, die diese Wildpflanzen als Nahrungspflanzen und Lebensstätte nutzen, stark bedroht.

 

 


 

Fichte ist Baum des Jahres 2017

Bild: Taubenmoos(Ldkr. Waldshut), winter
NSG Taubenmoos, bodensaurer Fichtenwald
(© LUBW, Autor: J. Schaber)

Auf den schattigen Lichtungen der Waldmoore und in den nordexponierten Lagen der Hangmoore taut der Schnee meist erst Ende April/Anfang Mai vollständig ab.  Das NSG wurde 2007 gemeinsam mit dem "Naturschutzgroßprojekt Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental" durch das Regierungspräsidium Freiburg ausgewiesen. Derzeit laufen Überlegungen die ökologisch wertvolle Hochfläche in die Gebietskulisse des Biosphärengebiets Südschwarzwald einzubinden.

 13.10.2016 Die Fichte ist eine wichtige Baumart für die heimische Waldwirtschaft. Sie wächst in Baden-Württemberg auf 34 Prozent der Waldfläche. Fichtenholz ist ein wichtiger Rohstoff für die heimische holzverarbeitende Industrie. Nach Branchenangaben finden bundesweit rund zwei Drittel des erzeugten Nadelschnittholzes Verwendung in der Bauwirtschaft. Fichte ist in Baden-Württemberg die dominierende Nadelholzart.

„Lange Jahre war die heimische Baumart Fichte als naturfern verpönt. Richtig eingesetzt und richtig behandelt, ist die Fichte eine sehr leistungsfähige Baumart mit vielen Vorzügen. Ihre Wahl zum Baum des Jahres 2017 begrüße ich außerordentlich", sagte Forstminister Peter Hauk. Neben vielen anderen Baumarten werde die Fichte auch in Zukunft auf den richtigen Standorten klimastabile Mischwälder im Südwesten mit prägen. Fichtenholz, das zu Bauholz verarbeitet werde, speichere langfristig große Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid.

Der Baum des Jahres wird durch die Dr. Silvius Wodarz-Stiftung ausgerufen.