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Neckar-Odenwald-Kreis
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Mülbener See
Schwarzerlen (Alnus glutinosa) und Seerosen (Nymphaea alba)
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Bild: Mülbener See bei Waldbrunn (Neckar-Odenwald-Kreis)
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Mit 520 müNN ist der Mülbener See das höchstgelegene Stillgewässer im Naturpark Neckartal-Odenwald. Stille und Abgeschiedenheit sowie der naheliegende Luftkurort Mülben laden den Besucher zum längeren Verweilen ein.

 
Übersicht

Neckar-Odenwald-Kreis

 

Neckar-Odenwald-Kreis

 
Bild: Neckarschleife bei Haßmersheim, Bauland
Neckarschleife bei Haßmersheim (Neckar-Odenwald-Kreis)
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Haßmersheim liegt im Naturraum Bauland in einem weiten Tal, das sich aus der geologischen Formation des Unteren Muschelkalks aufbaut.

Im frühen Mittelalter wurde der Neckar hier von den Bischöfen aus Worms beherrscht. Später versuchte die Kurpfalz ab Haßmersheim ein Verkehrsmonopol durchzusetzen. Auf dem damals noch unverbauten Neckar vereitelte aber die niedrige Wasserführung während der Sommermonate einen geregelten Schiffsverkehr. In Haßmersheim, dem größten Schifferdorf Süddeutschlands, ist die Geschichte der Neckarschifffahrt noch heute lebendig.

 
Bild: Kastell Oberscheidental, Südportal, Ansicht
Römerkastell Oberscheidental, Reste des Südportals
(© LUBW, Autor: C. Antesbergert)

Römerkastell am ehemaligen Neckar-Odenwald-Limes.

 
Bild: Der Katzenbuckel (Neckar-Odenwald-Kreis)
Blick von Waldkatzenbach auf den Katzenbuckel
(© LUBW, Autor: C. Ritter)

Der Katzenbuckel, ein ehemaliger Vulkan und mit 625 m der höchste Berg im Odenwald. Entstanden vor etwa 60 Millionen Jahren durch die Verschiebung der Afrikanischen Scholle nach Norden. Als Folge davon entstand eine gewaltige Druckwelle. Durch Risse und Spalten drang Magma bis in den Bereich des Buntsandsteins vor und bildete einen riesigen Lavasee. Hochgespannte Gase führten dann zu einer Eruption und rissen einen etwa 600 Meter tiefen Krater mit einem Durchmesser von über einem Kilometer auf. Über viele Millionen Jahre stürzte ein Großteil der Kraterwände wieder ein und verschlossen den Schlot.

Ein geologischer Lehrpfad der "Weg der Kristalle" gibt Einblick in die Entstehungsgeschichte.

Der Neckar-Odenwald-Kreis liegt im Norden Baden-Württembergs und zählt zum Verwaltungsbereich des Regierungsbezirks Karlsruhe. Im Zuge der Kreisreform 1973 wurden die bisherigen Landkreise Buchen (Odenwald) und Mosbach zunächst unter dem Namen "Odenwaldkreis" vereinigt. Da es in Hessen aber einen Odenwaldkreis bereits gab (Verwaltungssitz Kreisstadt Erbach), wurde das baden-württembergische Gebiet 1974 zum "Neckar-Odenwald-Kreis" umbenannt.

Neben dem Bundesland Hessen grenzt der Neckar-Odenwald-Kreis im Norden an den Freistaat Bayern (hier: Landkreis Miltenberg). Im Osten berührt er den baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis sowie im Südosten den Hohenlohekreis. Im Süden reicht die Kreisgrenze bis an den Landkreis Heilbronn und im Westen an den Rhein-Neckar-Kreis. Die landschaftlich wichtigste Grenze im Kreisgebiet ist die geologische Grenzlinie zwischen Buntsandstein und Muschelkalk. Der Muschelkalk bildet vor allem im nördlichen Kreisbereich bei Hardheim eine deutliche Schichtstufe dieser Grenzlinie.

Nennenswert ist eine weitere Grenzlinie, der Neckar-Odenwald-Limes. In der damaligen Provinz Obergermanien, im 1. Jh. nach Chr., entstanden auf den Odenwaldhochflächen eine Reihe von Kastellen und Wachtürmen, die mittels einer durchgängigen Palisadenwand untereinander verbunden waren. Im Verlauf angepaßt an die Wasserscheiden, standen die Wachtürme jeweils in einem Abstand von etwa 700 m. Größere Kastelle errichteten die Römer bei Mudau-Schloßau, Neckarburken und Oberscheidental. Unter den kleineren Anlagen ist das Kastell bei Robern erwähnenswert. 160 n.Chr. gaben die Römer den Odenwaldlimes auf. Überreste ihrer Befestigungen sind heute noch vorhanden und können besichtigt werden.

Die höchste Erhebung im Landkreis ist die tertiäre Vulkanruine Katzenbuckel (626 m). Von der angrenzenden Hochfläche, dem 520 bis 580 m hohen Winterhauch, führen schluchtartig eingekerbte Klingen zu den tief im Mittleren Buntsandstein eingeschnittenen Flußtälern hinab. Die zum Neckar entwässernde Wolfsschlucht bei Zwingenberg ist ein typisches Beispiel für die klammartigen Bachläufe dieser Region. Am Neckarlauf selbst kann man gut nachvollziehen, wie die unterschiedlichen geologischen Formationen, in die der Fluß sich bei der Anhebung des Odenwalds einschneiden mußte, die landschaftliche Prägung des heutigen Neckartals beinflussten.

Das östlich sich ausbreitende Bauland ist ein zwischen 140 und 400 m hoch gelegenes Muschelkalkhügelland. Auf den Höhenstufen zwischen Seckach und Schefflenz finden sich lokal auch Deckschichten des Keupers.

Die Große Kreisstadt Mosbach mit ca. 25.100 Einwohnern ist auch größte Stadt im Kreis, die kleinste Gemeinde ist Zwingenberg am Neckar (ca. 690 Einwohner).