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Umweltbildung und Aktionen

 
 
Bild: Kind mit Erdkröte
Amphibienschutz - Kind mit Erdkröte
(© LUBW, RP Karlsruhe, Autor: Merkert)

Jedes Jahr im März / April (bei milder Witterung auch früher !) setzt bei feuchtem Wetter die Wanderung der Amphibien - in erster Linie Erdkröten, Grasfrösche und Molche - aus den Winterquartieren zu den Laichgewässern ein.

Auch Kindern ist es erlaubt, bei den ehrenamtlichen Schutz- und Betreuungsmaßnahmen an Amphibienwanderstrecken unter Anleitung von Erwachsenen mitzuwirken !

 
Bild: Kinderland Baden-Württemberg - Logo
Kinderland Baden-Württemberg - Logo
(© Kultusportal Baden-Württemberg)

Umweltbildung und gesellschaftliche Kommunikation

Zahlreiche Umweltprobleme haben ihre Ursache in den Ansprüchen und Gewohnheiten vieler individuell handelnder Menschen. Betrachtet man die Freizeitgestaltung, das Mobilitätsverhalten, den Energieverbrauch oder die Produktwahl näher, zeigt sich, dass der private Bereich ganz entscheidend zum Ressourcenverbrauch und zu Umweltbelastungen beiträgt. Die Umweltpolitik muss dies den Bürgerinnen und Bürgern vermitteln und gleichzeitig versuchen, auf ein umweltgerechtes Verhalten hinzuwirken.

Viele Entscheidungen fallen in Prozessen, die der traditionellen Umweltpolitik vorgelagert sind und denen - erfolgversprechend - im Grundsatz nur mit sozialpsychologischen und kommunikativen Instrumenten (z.B. durch Erziehung und Bildung) beizukommen ist. In einem umweltpolitischen Gesamtkonzept einer demokratischen Gesellschaft kommt deshalb den kommunikativen Maßnahmen zur Förderung eines Einstellungs- und Verhaltenswandels eine entscheidende Bedeutung zu. Ziel dabei ist letztlich, ein umweltbewusstes Verhalten zu fördern und die Akzeptanz für notwendige "klassische Maßnahmen" der Umweltpolitik zu erhöhen.

Es besteht Einigkeit darüber, dass Umweltpolitik nicht nur aus Gründen der Werbewirksamkeit, sondern aus inhaltlichen Gründen eine Frage der gesellschaftlichen Kommunikation sein muss. Die Landesregierung will deshalb zusätzliche Instrumente nutzen: Massenkommunikationsmittel, Werbekampagnen, Stiftungen, Beraterkreise und personale Vorbilder, die sich auf die wichtigen und neuen Fragen der Umweltpolitik konzentrieren und auf das Schließen der Lücke von Umweltbewusstsein und Umweltverhalten. Die Verknüpfung der Themen mit dem Bereich Schule und Bildung muss intensiviert werden.

Insbesondere folgende aus anderen Bereichen bekannte Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten einer erfolgreichen Kommunikation und Motivation sollen berücksichtigt werden:

  • Notwendig ist eine Verständigung über gesellschaftspolitische Werte und Ziele, die unser Handeln begleiten (also: mehr als pure Information zu einem Umweltthema).
  • Bei empfohlenen Verhaltensweisen sollten nicht Verzicht und Verbote im Vordergrund stehen, sondern das lohnende Leitbild einer lebenswerten Zukunft in Frieden und Freiheit: Die Sicherung der Lebensgrundlagen für heutige und künftige Generationen.
  • Es gilt, auf das Umweltthema Lust zu machen. Wir müssen mit der Natur lernen und nicht über sie. Dauerhafter Erfolg wird sich dann einstellen, wenn wir Wissen mit positiven Erlebnissen in der Natur und Erfolgserlebnissen im Umwelthandeln koppeln.
  • Ein nachhaltiges und sozialverträgliches Umweltverhalten muss positiv in die vorherrschenden Lebenswelten und -stile der modernen Menschen eingebettet werden.

Eine dauerhaft umweltgerechte Entwicklung ist ein erstrebenswertes, gesamtgesellschaftliches Ziel, das am ehesten dann erreicht wird, wenn die einzelnen Bürgerinnen und Bürger bereit sind, ihren (freiwilligen) individuellen Beitrag zu leisten. Die Landesregierung wird dazu durch geeignete Maßnahmen einer umfassenden, gesellschaftlichen Kommunikation die Voraussetzungen schaffen.

Aktionen

 

Weiterführende Links:

Umweltbildung - Nachhaltigkeit lernen

Materialien für die Schule

Landesbildungsserver Baden-Württemberg