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NSG Wernauer Baggerseen
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Wernauer Baggerseen
Wernauer Baggerseen (Ldkr. Esslingen)
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Bild: NSG Wernauer Baggerseen
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Wertvoller Sekundär-Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die ehemaligen Kiesgruben haben sich nach ihrer Rekultivierung zu einem überregional bedeutsamen Rastplatz für seltene Wasservogelarten entwickelt. Die Biotopvielfalt an den Wernauer Baggerseen ist  wegen der Weitläufigkeit des Geländes besonders groß. Ökologischer Ausgleichsraum und hochwertiges naturkundliches Lehr- und Studiengebiet.

NSG Wernauer Baggerseen:
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Übersicht
 

Naturschutzgebiet Wernauer Baggerseen

 
Bild: Wernauer Baggerseen, Wasserfläche
Wernauer Baggerseen - Blick über die Wasserflächen des Großen Sees
(© RP Stuttgart, Autor: R. Wolf)

Das 1981 ausgewiesene Naturschutzgebiet Wernauer Baggerseen hatte anfangs eine Größe von rund 32 ha.In den Folgejahren wurde es auf 45 ha ausgedehnt. Die Schutzgebietsfläche wird im Norden vom südlichen Straßenrand der alten B 313 und im Süden vom Böschungsfuß der Bahnlinie begrenzt. Der Neckarlauf ist vom Schutzgebiet ausgenommen. Die Seenplatte im Neckartal, geht auf die Gewinnung der dort ehemals als Flußschotter vorhandenen Kiese und Sande zurück.


 
Bild: Kiesinsel, Wernauer Baggerseen
Kiesinseln und Flachwasserzonen
(© RP Stuttgart, Autor: R. Wolf)

Das Mosaik von offenen Wasserflächen, Kiesbänken ohne und mit Vegetation sowie von Ufergehölzen ist ideal für die Tierwelt.

Die Wernauer Baggerseen liegen südöstlich von Stuttgart zwischen der Stadt Wernau und der Gemeinde Köngen im Landkreis Esslingen. Sie sind letzte Zeugen eines ehemals umfangreichen Kiesabbaus in der Talaue des Neckarbeckens. Seit 1908 wurde auf den Gemarkungen Pfauhausen (Wernau), Wendlingen und Köngen nahezu das gesamte sedimentierte Schottermaterial des Neckars großflächig abgebaut. Die Entnahme der Rohstoffe endete Anfang der 1960er Jahre.

Das heutige Naturschutzgebiet ist untrennbarer Teil der Flussaue. Obwohl die Stillgewässer und Feuchtniederungen durch den Menschen geschaffen wurden, passen sie aufgrund ihres naturnahen Charakters gut in das Landschaftsbild. Vergleichbare Flächen sind sonst nirgendwo im Mittleren Neckarraum anzutreffen. Der Wasserhaushalt der Wernauer Baggerseen ist inzwischen mit Ausnahme des Erblehensees vollständig vom Neckar abgekoppelt. Die Seen werden überwiegend durch die Grundwasserströme der Talaue sowie über den Grundwasserzufluss der linksseitigen Hangwälder gespeist. Eine wertvolle Ergänzung des Schutzgebiets bringen die Flächen des Erblehensees und die daran anschließenden, mit Weiden bestandenen Feuchtwiesen

Da zahlreiche Siedlungs- und Verkehrsflächen das Neckartal durchschneiden, stellen die im Bereich der Baggerseen verbliebenen Freiflächen mit ihren Biotopen wertvolle Ersatzlebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten dar. Die kleinräumige Vernetzung verschiedener Lebensraumtypen beherbergt vor allem eine artenreiche Vogelwelt.

Besucher können die Baggerseen auf einem Fußweg umrunden. Als Ausgangspunkt bietet sich der Neckardammweg auf der Ostseite an. Hier ist seit 1993 ein Naturlehrpfad mit zahlreichen Informationstafeln angelegt. Um brütende und rastende Wasservögel nicht zu beeinträchtigen, sollen die markierten Wege nicht verlassen werden.

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