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Schwarzwald
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Landschaften und Lebensräume
Teufelsmühle bei Loffenau (Ldkr. Rastatt)
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Bild: Teufelsmühle (Nordschwarzwald)
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Die Teufelsmühle (518 m) im Naturraum Nördlicher Talschwarzwald zwischen Albtal und Murgtal. Die Abbildung zeigt den im Jahr 1910 vom Schwarzwaldverein erbauten Aussichtsturm mit Ausflugsheim und Gastwirtschaft. Vom Turm aus hat man einen überragenden Ausblick über das Murgtal bis hinüber zu den Vogesen. Die Lokalität ist mit dem Pkw über eine Nebenstraße ab Risswasen gut erreichbar (gebührenpflichtig).

 

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Schwarzwald

 

Naturraum Schwarzwald

 
Bild: Battertpanorama
Felspanorama am Battert (Baden-Baden)
(© LUBW, LGRB, Autor: R. Steinmetz)

Geologisch und erdgeschichtlich bedeutende Felsformation im Naturraum Nördlicher Talschwarzwald.

 
Bild: Holzbrücke Forbach (Ldkr. Rastatt)
Forbacher Holzbrücke im Murgtal (Aufn. 2009)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die ca. 40 m lange Holzbrücke in Forbach ist eine Nachbildung des Originals aus dem Jahre 1778.

Im Jahr 1775 wurde damit begonnen, vorort ein solides Brückenbauwerk aus Holz zu bauen. Für die Konstruktion waren 2.714 laufende Festmeter starker Eichenbohlen erfoderlich. Die Holzbrücke erwies sich als extrem belastbar. Schwere Fuhrwerke und Kutschen sowie Reitpferde polterten 160 Jahre täglich über die Bohlen. 1796 marschierten französische Soldaten und 1814 ritten die Kosaken über das Bauwerk. Im April 1945 fuhren französische Panzer darüber. Diese außerordentliche Belastung hinterließ in der Konstruktion starke Verformungen und eine Absenkung um ca. 50 cm. Damit war nach Kriegsende ein Neubau notwendig. Die jetzige Holzbrücke wurde in den Jahren 1954/55 originalgetreu nachgebaut.

 

 

 
Bild: Feldberg, Luftbild
Das aufgefaltete Feldberg-Massiv (Breisgau-Hochschwarzwald)
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Das aufgefaltete Feldberg-Massiv (1.493 m üNN.) von Westen aus betrachtet. Der Gebirgsstock im Naturraum Hochschwarzwald zählt zum kristallinen Grundgebirge. Die Niederschläge erreichen nahezu 2.000 mm jährlich Sie liegen im Schnitt  jedoch etwas niedriger als im Nordschwarzwald.

 

 
Biosphärengebiet Schwarzwald, (19.02.2016)
(© Land BW, Autor: RegierungBW)

Nach dem Start des Biosphärengebietes Schwarzwald am 1. Februar 2016 haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Naturschutzminister Alexander Bonde und die Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Landkreise und Gemeinden als zweiten grundlegenden Schritt die Vereinbarung zur Zusammenarbeit in diesem Gebiet unterzeichnet.

 

Der Naturraum Schwarzwald wird unterteilt in die naturräumlichen Untereinheiten:

Der Nördliche Talschwarzwald ist der westliche Randstreifen des Nordschwarzwaldes, der im Osten durch die hohe Stufe des Buntsandsteins, im Westen durch die Bruchstufe des Oberrheins, die durch zahlreiche Talausgänge gegliedert ist, begrenzt wird. Nach Norden bildet das Tal der Murg die Grenze zu den Schwarzwald-Randplatten, nach Süden das Tal der Rench die Grenze zum Mittleren Schwarzwald. Westlich wird er begrenzt durch die Oberrheinische Tiefebene, östlich durch die Gäuplatten.

Der Naturraum Grindenschwarzwald und Enzhöhen bildet das Kernstück des Nordschwarzwaldes. Das Gebiet ist durch hohe Niederschlagsmengen und Hochmoorbildung auf den Hochflächen geprägt. Auf den Bergkuppen sind die sog. Grinden anzutreffen. Sie sind durch Brandrodung mit anschließender Beweidung und Streunutzung der niedergebrannten Waldflächen entstanden.

Die östlich an den Grindenschwarzwald anschließenden Enzhöhen sind nicht so stark zertalt. Hier herrschen Missen und Hochmoore vor. Missen sind noch mineralbodenbeeinflußte, flachgründige Vermoorungen unter Wald. Die Hochflächen wurden im Pleistozän stark durch die letzte Eiszeit geprägt. An den ost- und nordostexponierten Talhängen treten Kare auf, die zum Teil wassergefüllt sind. Der Begriff Kar stammt vom althochdeutschen Wort „Kar" für Gefäß ab. Kare sind große kreisförmige Mulden, die in der Eiszeit von Hängegletschern ausgehobelt wurden.

Der Hochschwarzwald umfaßt die höchste Aufwölbung des Grundgebirges, die um den Feldberg Höhen bis knapp 1.500 m üNN. erreichen. Nach Norden bildet das Elztal die Grenze zum Mittleren Schwarzwald. Nach Westen vermittelt die Bruchscholle des Markgräfler Hügellandes zwischen den mächtigen Erhebungen von Blauen und Belchen und der Oberrheinniederung. Der Südrand wird von abfallenden buntsandsteinbedeckten Bruchstufen, dem Bergland von Weitenau und dem Hotzenwald gebildet. Nach Osten geht der Hochschwarzwald im nördlichen Teil in den südöstlichen Schwarzwald über, im südlichen Teil schließen sich die Muschelkalkflächen des Alb-Wutach-Gebietes an.

Der Südöstliche Schwarzwald gehört zum Grundgebirgsschwarzwald. Im Westen (Hotzenwald, Ldkr. Waldshut)  dominieren Gneise und Granite, im Osten tritt der aufgelagerte Buntsandstein (Deckgebirge) an der Oberfläche hervor. Auf den westlichen Hochflächen herrschen zwischen den Wäldern Einzelhöfe mit Grünlandwirtschaft und intensiver Viehzucht vor, auf den östlichen Hochflächen dominieren zusammenhängende Fichten-Wälder.

Im Bereich des Südschwarzwaldes befindet sich der Naturpark Südschwarzwald. Er ist mit 333.000 ha der größte Naturpark Deutschlands. 2001 wurde am Feldberg das Naturschutzzentrum Südschwarzwald eröffnet. Gemeinsam mit der Geschäftsstelle des Naturparks Südschwarzwald e.V. hat es seinen Sitz im Haus der Natur.