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Besucherbergwerk Teufelsgrund
Eingangsbereich mit Empfangsgebäude
(Element 1 von 25: Bild)
Bild: Bergwerk Teufelsgrund im Münstertal
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Eingangsbereich mit Empfangsgebäude. Hier werden die Besucher entsprechend eingewiesen, um später sicher in das Bergwerk einzufahren. Das Tragen von Schutzkleidung und Helm während der Besichtigung ist Pflicht.

Besucherbergwerk Teufelsgrund:
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Besucherbergwerk Teufelsgrund

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Besucherbergwerk Teufelsgrund im Münstertal

 
Bild: Teufelsgrund, Münstertal (Breisgau-Hochschwarzwald)
Besucherbergwerk Teufelsgrund im Münstertal, Stollenportal
(© LUBW , Autor: H. Hartig)

Vergittetertes Mundloch des Friedrich-Stollens, dessen südlicher Bereich 1970 als Besucherbergwerk ausgebaut wurde.

 
Bild: Besucherbergwerk Teufelsgrund
Besucherbergwerk Teufelsgrund im Münstertal, Friedrich-Stollen
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Der Teufelsgrund im Münstertal zählt zu den ältesten Bergwerken im Südschwarzwald (Betriebszeit etwa 1.000 Jahre). Sie umfaßt 5 verschiedene Abbausohlen, die ein umfangreiches Stollensystem besitzen. Für die Öffentlichkeit ist davon nur der Friedrich-Stollen als Besucherbergwerk begehbar.

 

 

Im Münstertal und seinen weit verzeigten Nebentälern befinden sich an die 50 verschiedenen Erzgänge, in denen vom frühen Mittelalter bis in die 1950-er Jahre mit wechselndem Erfolg Silber, Blei, Kupfer und zuletzt auch Fluß- und Schwerspat abgebaut wurden.

Durch den mittelalterlichen Bergbau wuchs die Stadt Münster zu einer der reichsten Städte im Südschwarzwald heran. Während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) kam der Bergbau auch hier zum Erliegen. Zum einen fehlten Bergleute und Finanzmittel, zum anderen waren die Hänge des Schwarzwaldes durch Rodung nahezu entwaldet. So überstanden im Münstertal nur wenige Gruben diese Krisenzeit. 1806 überschritt Napoleon Bonaparte I. den Rhein, vertrieb die österreichischen Besatzer und machte Baden zu seinem Bündnisstaat. Bereits 1809 engagierte sich das Großherzogtum Baden für die wichtigsten Gruben vor Ort. So konnten noch im gleichen Jahr die Arbeiten am Teufelsgrund wieder aufgenommen werden. Die Zahl der beschäftigten Bergleute zu dieser Zeit waren neben dem Steiger, 8 Hauer, 8 Grubenhuntläufer sowie 20 Haldenarbeiter pro Schicht (Tag/ Nacht). Die Arbeiter waren durchweg Einheimische aus dem Münstertal.

Die nachfolgende Industrialisierung des Bergbaus im Südschwarzwald brachte viele Industrielle und Handelshäuser hervor, die Geld für die Ausbeutung der Erzvorkommen gaben. So kam es im 19. Jh. zu einer weiteren Blütezeit des Bergbaus im Münstertal. Neue Stollen und Schächte wurden geteuft. Ab 1860 beteiligten sich sogar englische Investoren an der Rohstoffgewinnung. Der sog. Engländerschacht im Schindlergang der Grube Teufelsgrund weist auf dieses Kapitel des Bergbaus hin. Ende des 19. Jh. endeckte die Industrie die Verwendung von Schwer- und Flußspat, die nun auch im Münstertal gefördert wurden.

Mit Beginn des 20. Jh. konzentrierte sich der Abbau in den Gruben Teufelsgrund und Schindler fast ausschließlich auf Flußspat (Fluorit, CaF2) und Schwerspat (Baryt, BaSO4). 1958 stellte man den Betrieb wegen niedriger Rohstoffpreise vollständig ein. Zehn Jahre später erwarb die Kommune Münstertal den Teufelsgrund und eröffnete 1970 auf der Sohle des Friedrich-Stollen das heutige Besucherbergwerk.

Zwei Jahre später (1972) richtete die Gemeinde einen Seitenstollen speziell zu einer Asthma-Therapiestation ein. Die heilklimatisierende, saubere Luft im stillgelegten Bergwerk hat inzwischen vielen Menschen mit Atembeschwerden spürbare Linderung, teilweise sogar Heilung gebracht. Zahlreiche Mineralien-Ausstellungen und -börsen fördern zusätzlich den allgemeinen Bekanntheitsgrad des Schaubergwerkes. - Glück Auf!

Hammer und Schlägel

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