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Umwelt und Klima

 
 
Bild: Globus
Wie viel Erwärmung verträgt die Erde?
(© Landesmedienzentrum BW)

Herausforderung Klimawandel

Nach dem vierten und fünften Sachstandbericht des Weltklimarats (IPCC 2007, 2013) ist der Klimawandel inzwischen eindeutig nachgewiesen: Die Beobachtungen bestätigen einen Anstieg der mittleren globalen Luft- und Meerestemperaturen, das ausgedehnte Abschmelzen von Schnee und Eis sowie den Anstieg des mittleren globalen Meeresspiegels. Als wichtigste Ursache gilt die Verbrennung fossiler Energieträger und die damit verbundene Freisetzung von Treibhausgasen.

In seinem jüngsten Bericht1 warnt der IPCC, dass die globale Mitteltemperatur in Bodennähe von 1880 bis 2012 um 0,85 °C gestiegen ist. In den vergangenen 30 Jahren waren in Deutschland lediglich sechs Jahre zu kalt. 2014 lag die Jahresmitteltemperatur jedoch bei 8,7 °C und damit um 2,1 °C höher als in der Referenzperiode 1961 - 1990. Damit war 2014 das wärmste Jahr seit Beginn regelmäßiger Temperaturmessungen 18812. In Baden-Württemberg ist die Temperatur in den letzten 100 Jahren im Mittel um mehr als 1 °C angestiegen3.

Für Mensch und Natur werden erhebliche Folgen befürchtet. Der Klimawandel wird mit häufigeren Unwettern und Überschwemmungen in Verbindung gebracht, die zusätzliche Menschenleben fordern und Schäden in Millionenhöhe verursachen könnten. Auch auf die Tier- und Pflanzenwelt kann sich der Klimawandel negativ auswirken.

Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) - 
Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen

Im IPCC arbeiten weltweit Hunderte von Wissenschaftlern zusammen und sammeln Forschungsergebnisse zum Klimawandel. Regelmäßig werden Sachstandsberichte veröffentlicht, die Empfehlungen für politische Entscheidungsträger enthalten.

Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die negativen Folgen des Klimawandels durch entsprechende Maßnahmen noch in Grenzen gehalten werden können. Diese müssten jedoch ambitionierter als bisher vorangetrieben werden, damit das strategische Ziel des Europäischen Rates1, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf höchstens 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, erreicht werden kann. Der IPCC-Bericht stellt fest, dass die 2-Grad-Grenze bei unveränderter Emissionsrate bereits Mitte dieses Jahrhunderts überschritten werden könnte.

 


1 5. Sachstandsbericht des IPCC, 1. Teilbericht, Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger, 2013
2 Pressemitteilung Deutscher Wetterdienst v. 30.12.2014
3
Zukünftige Klimaentwicklung in Baden-Württemberg, LUBW 2013
4 Beschluss EU-Tagung vom 8./9. März 2007 in Brüssel