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Nägelesfelsen bei Urach
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Nägelesfelsen bei Seeburg
Naturschutzgebiet Nägelesfelsen, Felsflächen im Nordwesten mit typischer Felsvegetation
(Element 1 von 5: Bild)
Bild: Nägelesfelsen, Felsen, Felsengebüsch
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Naturschutzgebiet Nägelesfelsen, Felsengalerie auf der rechten Talseite der Erms.

Nägelesfelsen bei Urach:
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Übersicht

Nägelesfelsen bei Urach

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Der Nägelesfelsen bei Bad Urach (Ldkr. Reutlingen)

 
Bild: Nägelesfelsen bei Seeburg (Ldkr. Reutlingen)
Nägelesfelsen bei Bad Urach-Seeburg (Aufn. um 1985)
(© LUBW, Autor: H.-D. Bergner)

Beherrschende Felsformation im gleichnamigen Naturschutzgebiet Nägelesfelsen, am nördlichen Ortsrand von Bad Urach-Seeburg. Die 120 m lange und 30 m bis 40 m hohe, Felsengruppe des Weißjura endet teilweise in schlanken, spitzen Felstürmen (im Volksmund "Nägel"). Auf dem Steilhang oberhalb der Felsen erstreckten sich früher weitläufige Wacholderheiden. Heute wachsen hier Eschen, Eichen und vor allem Buchen (Fagus sylvatica).

 

 
Bild: Nägelesfelsen bei Bad Urach-Seeburg (Ldkr. Reutlingen)
Nägelesfelsen bei Bad Urach-Seeburg (Aufn. 2007)
(© public domain, Autor: Xocolatl)

Felsformation am nördlichen Ortsrand von Seeburg (Stadtteil von Bad Urach). Die 120 m lange und 30 m bis 40 m hohe, massige Felsgruppe in den Unteren Felsenkalken des Weißjura δ endet teilweise in schlanken, erodierten Felstürmen. Auf dem Steilhang oberhalb sind die Wacholderheiden nahezu verbuscht.

Die Fläche ist seit 1937 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Schutzgebiet hat eine Größe von 12,4 ha und umfasst Teile der Waldabteilungen Nägelesfelsen, Kiesgrube und Breitenstein des Staatswalddistriktes Eichhalde.

Der Nägelesfelsen im gleichnamigen Naturschutzgebiet zeigt sich am nördlichen Ortsrand von Bad Urach-Seeburg an einem Steilhang über dem Ermstal. Die seit 1937 geschützte Felsformation besteht aus steilen, nahezu senkrechten Weißjura-Felsflächen (Weißjura δ) sowie aus Schutthängen, die aus erodierten Geröllmassen dieser Felsen entstanden sind.

Sowohl die Felsformation selbst als auch der anstehende Hangschutt sind verhältnismäßig schwach verwittert. Dies rührt daher, dass hier nach der letzten Eiszeit ein Bergsturz erfolgt sein muss. Das Abgleiten der Weißjuramassen ist sowohl auf die steile Hanglage, als auch auf den darunter lagernden Braunen Jura zurückzuführen. Die abgestürzten Gesteinsmassen finden sich stellenweise bis weit unten am Hangfuß. Auf dem Steilhang oberhalb der Felsen erstreckten sich früher weitläufige Wacholderheiden. Heute wachsen hier Eschen, Eichen und vor allem Buchen (Fagus sylvatica). Erwähnenswert ist auch das Vorkommen der Eibe (Taxus baccata).

Im Osten stößt man auf tief verkarstete Spalten, die sog. Höllenlöcher. Über sie ist bislang wenig bekannt. Nordöstlich vom Nägelesfelsen findet sich das Naturdenkmal Rappenfels an der L 250. Im Süden liegt das Naturschutzgebiet "Der Rutschen" mit dem bekannten Uracher Wasserfall.

Noch bevor das Gelände am Nägelesfelsen unter Schutz gestellt wurde, hat man die Fläche bereits 1924 als Bannwald  (LWaldG § 32)  ausgewiesen. Somit wird das Gebiet seit längerer Zeit nicht mehr forstlich bewirtschaftet, weswegen sich der Wald ohne menschliches Einwirken standortgerecht entwickeln konnte.

Der Nägelesfelsen zählt seit 2005 zur FFH-Gebietskulisse ''Uracher Talspinne'' (Gebietsnr.: 7522341) und seit 2008 zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Das Gebiet ist öffentlich zugänglich. Über den Traufweg (Fußweg) von Bad Urach aus über Egis kann man den Aussichtspunkt am Nägelesfelsen gut erreichen.

Übersicht:

1 Der Nägelesfelsen bei Bad Urach (Ldkr. Reutlingen)