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Landkreis Ravensburg
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Erlebnisgebiet der Region
Geologischer Lehrpfad an der A 96 bei Wangen
Erratische Blöcke aus der Alpenregion, Rastplatz Ettensweiler
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Bild: Geologischer Lehrpfad an der A 96 bei Wangen
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20 verschiedene alpine Gesteine, die während der Eiszeit in den Raum Wangen transportiert wurden, werden auf der Anlage des Parkplatzes Ettensweiler an der A 96 präsentiert. Zur besseren Anschauung können die Rasenflächen betreten werden.

Die auf den Rastplätzen Ettenweiler und Humbrechts an der A 96 aufgestellten Findlinge wurden beim Bau der Autobahn (1987-1989) in einer Grundmoräne des Rheingletschers zwischen der Oberen und Unteren Argen geborgen. Schwere Baumaschinen machten es möglich, die freigelegten Felsblöcke auf den beiden Rastplätzen zu sammeln und je nach ihrer Herkunft gesteinskundlich zu katalogisieren. Am 08.05.1991 erfolgt dort die Einweihung eines geologischen Lehrpfads. Seither werden die Anlagen durch das Regierungspräsidium Tübingen betreut und gepflegt. Reisende, die dort anhalten, erwarten spannende Einblicke in das Eiszeitgeschehen am Bodensee.

 
Übersicht

Landkreis Ravensburg

 

Landkreis Ravensburg

 
Bild: Schussental (Ldkr. Ravensburg)
Blick über das Schussental auf die Allgäuer Alpen
(© LUBW)

Blick von Bettenweiler bei Zogenweiler in den Bregenzerwald und auf die Oberstdorfer und Vorarlberger Alpen. Der markante Gipfel in der rechten Bildhälfte ist der Widderstein (2.533 müNN.) am Hochtannbergpass.

 
Bild: Pfrunger-Burgweiler Ried
Pfrunger-Burgweiler Ried (Ldkr. Ravensburg u. Sigmaringen)
(© Autor: LUBW)

Einzigartiger ausgedehnter Moorkomplex aus Hoch-, Zwischen- und Niedermooren als Lebensraum einer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt. Die Vielfalt der von Natur und Kultur geprägten Landschaftselemente soll für die künftigen Generationen bewahrt werden. Das Naturschutzgebiet Pfrunger-Burgweiler Ried hat eine Größe von ca. 779 ha, davon befinden sich im Landkreis Ravensburg 161 ha und im Landkreis Sigmaringen 618 ha.

 
Bild: Erratischer Block  bei Waldburg
Naturdenkmal Findlingsgruppe bei Waldburg (Ldkr. Ravensburg)
(© LGRB, Autor: Burgmeier)

Im Wald nahe dem Schloß Waldburg befindet sich eine der größten Anhäufungen erratischer Blöcke in Oberschwaben. Der ehemals sehr große Block besteht jetzt aus 5 teilweise noch übereinander liegenden Felsen(Höhe ca. 3 m, Grundfläche ca. 5 x 5 m). Bohrlochreste zeigen an, dass der Block einst gesprengt wurde und größere Gesteinsmengen des Findlings entfernt wurden. Das Naturdenkmal liegt im Bereich einer würmeiszeitlichen Seitenmoräne.

Der Landkreis Ravensburg (RAV) gehört zur Landschaft des Oberschwäbischen Hügellands, einer eizeitlich geprägten Region, die über große Zeiträume hinweg von Wäldern überzogen und von den Klöstern St. Gallen, Weingarten und Reichenau aus besiedelt wurde. Der Landkreis geht zurück auf das gleichnamige württembergische Oberamt Ravensburg, das nach dem Übergang der ehemals freien Reichsstadt Ravensburg und deren Umland an Württemberg 1810 errichtet wurde.

Bereits im Mittelalter gelangt Ravensburg zu Wohlstand über seinen Handel mit ganz Europa. Nach dem 30-jährigen Krieg rückt Oberschwaben an den Rand des wirtschaftlichen und politischen Geschehens. Abgeschiedenheit und Verödung vor allem im 17 Jh. und 18. Jh. prägen das Landschaftsbild. Kleinbäuerlicher Ackerbau, Milchwirtschaft, Obstanbau stehen im Wechsel mit Waldweide oder Torfgewinnung in den zahlreichen Niedermooren (z.B. Wurzacher Ried, Dornacher Ried, Pfrunger Ried).

1806 werden die Oberämter Altdorf, Isny und Waldsee errichtet. Ab 1810 haben auf dem heutigen Kreisgebiet neben Ravensburg noch die Oberämter Leutkirch, Saulgau, Tettnang, Waldsee und Wangen Anteil. Ab 1810 gehörten die Oberämter zur Landvogtei am Bodensee und ab 1818 zum Donaukreis. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Ulm-Friedrichshafen (heute: Südbahn) um 1850 kommt es zu den ersten industriellen Ansiedelungen und leichtem Wohlstand.

1924 wird der Donaukreis aufgelöst und die Oberämter in Landkreise umbenannt. 1938 werden die Landkreise Leutkirch und Waldsee aufgelöst, wobei der Großteil des Landkreises Waldsee zum Landkreis Ravensburg (der Rest zum Landkreis Biberach) und der Großteil des Landkreises Leutkirch zum Landkreis Wangen gelangt. Mit der baden-württembergischen Kreisreform am 1. Januar 1973 wird der Landkreis Wangen (ehem. Kfz-Kennzeichen WG) mit dem Landkreis Ravensburg vereinigt. Ferner werden einige Orte des Landkreises Saulgau, sowie zwei Orte des Landkreises Biberach dem neuen Landkreis Ravensburg angeschlossen. 1976 gab es nochmals eine kleine Grenzbereinigung mit dem Landkreis Biberach. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Ravensburg noch 39 Gemeinden, darunter acht Städte und hiervon wiederum vier Große Kreisstädte (Leutkirch im Allgäu, Ravensburg, Wangen im Allgäu und Weingarten). Größte Stadt des Kreises ist Ravensburg, die kleinste Gemeinde ist Guggenhausen.

Ravensburg verfügt heute über ca. 50.000 Einwohner (Stand: 2011). Gemeinsam mit Weingarten ist die Stadt Oberzentrum in der Region Bodensee/Oberschwaben. Die Landschaft liegt im unmittelbaren Wassereinzugsgebiet des Bodensees. Häufige Inversionswetterlagen prägen das Klima, vor allem im Schussental.