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Boden, Böden, Bodenschutz

 
 
Böden in Gefahr
(© Stadt Stuttgart, Autor: RP Stuttgart)

Der Boden - Ein schützenswertes Gut

Mit Luft, Wasser und Sonnenlicht gehören Böden zu den natürlichen und unentbehrlichen Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Sie haben sich in Jahrtausenden gebildet und bilden den obersten, belebten Teil der Erdkruste. Böden bilden ein komplexes System aus mineralischen und organischen Substanzen. Sie sind von Hohlräumen durchsetzt, in die Wasser und Luft eindringen, in denen Pflanzenwurzeln sich ausbreiten und die Wasser und Nährstoffe speichern können.

Böden filtern auch Schadstoffe aus dem Niederschlagswasser und ermöglichen die Bildung von sauberem Grundwasser. Im Naturhaushalt, im Wasserkreislauf, im Energie- und Stoffhaushalt der Atmosphäre sowie als Lebensraum für Organismen spielen Böden eine unersetzliche Rolle und stellen als land- und forstwirtschaftliche Standorte eine der wichtigsten Lebensgrundlage des Menschen.

Die Böden des Landes in ihrer Fruchtbarkeit und Vielfältigkeit stellen als "Boden-Schatz" auch im weltweiten Vergleich gesehen ein natürliches Tafelsilber Baden-Württembergs dar. Dieses gilt es auch für kommende Generationen zu erhalten.

Der Boden - Unterschiedliche Definitionen

In der Bodenkunde wird unter Boden die oberste verwitterte Schicht der Erdkruste einschließlich der darin befindlichen organischen Substanz, dem Bodenwasser und der Bodenluft verstanden. Auch sprechen „Bodenkundler" nicht nur von Boden sondern viel lieber noch von Böden. Gemeint sind dann die unterschiedlichen Ausprägungen der Böden auf Grund der verschiedenen Entstehungsbedingungen. Im Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) wurde der Begriff des Bodens oder der Böden weitergefasst. Dort umfassen die Begriffe die gesamte Schicht der Erdkruste, soweit diese Träger von Bodenfunktionen ist. Damit werden also auch größere Teile des geologischen Untergrunds mit eingeschlossen.

Im BBodSchG sind auch die Funktionen von Böden genannt und aufgeteilt in natürliche Funktionen, die Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte und die Nutzungsfunktionen. Natürliche Funktionen umfassen Leistungen des Bodens als Lebensgrundlage und Lebensraum, als Bestandteil des Naturhaushalts und als Filter- und Puffer für Stoffe. Demgegenüber sind die Nutzungsfunktionen des Bodens wie der Begriff schon sagt auf mögliche Nutzungen von Boden ausgelegt. Diese umfassen die Nutzung einer Rohstofflagerstätte, als Fläche für Siedlung und Erholung oder als Produktionsstandort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung.