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Biologische Vielfalt

 
 
Natur nah dran - Biologische Vielfalt in Kommunen fördern
(© NABU Baden-Württemberg)

Biologische Vielfalt

Die Biologische Vielfalt ist eine tragende Säule der menschlichen Existenz. Der Schutz der Arten und ihrer Lebensräume sichert langfristig auch unser eigenes Überleben. Entsprechend der Konvention von Rio de Janeiro (1992) wird unter dem Begriff Vielfalt der Arten sowohl die Variabilität innerhalb der Arten als auch die Vielfalt der Lebensräume (Ökosysteme) verstanden.

Das Übereinkommen ist dabei keine reine Naturschutzkonvention, sondern enthält auch Aussagen zu einer gerechten wirtschaftlichen Nutzung der biologischen Vielfalt. Der völkerrechtlich bindende Vertrag wurde bislang von 188 Staaten und der Europäischen Gemeinschaft ratifiziert. Die wichtigsten Ziele des Übereinkommens sind:

  • Erhalt der biologischen Vielfalt.
    Der Begriff „Biologische Vielfalt" umfasst dabei die Vielfalt der Arten, der Lebensräume sowie die genetische Vielfalt. Städte und Gemeinden sind wichtige Partner, um die Biodiversität in Baden-Württemberg zu erhalten. Deshalb unterstützt das Land kommunale Projekte zum Erhalt der biologischen Vielfalt mit dem Förderwettbewerb „Natur nah dran" . Über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg sollen in insgesamt 50 Kommunen innerörtliche Freiflächen in naturnahe, artenreiche Grünanlagen umgewidmet werden. Das Projekt soll als Signal für andere Kommunen, aber auch für private Grünflächenbesitzer wirken, ihrerseits ein naturgemäßes Flächenmanagement zu etablieren.
  • Nachhaltige Nutzung.
    Die Nutzung unserer Landschaft darf nicht zu einem langfristigen Rückgang der biologischen Vielfalt führen.
  • Ausgewogene, gerechte Aufteilung der Vorteile, die sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergeben. Dieses Ziel berücksichtigt, dass die Länder des Südens aufgrund ihres Artenreichtums reich an genetischen Ressourcen sind, während die Industrieländer über die technologischen Voraussetzungen für eine umfangreiche wirtschaftliche Nutzung dieser Ressourcen verfügen. Das Übereinkommen sieht u. a. vor, dass die Länder, die die genetischen Ressourcen beherbergen, angemessen an den Erlösen aus der Nutzung dieser Ressourcen beteiligt werden.

In Baden-Württemberg kommen schätzungsweise 50.000 wildlebende Tier- und Pflanzenarten vor. Darunter befinden sich Arten, die nur in Baden-Württemberg vorkommen und für deren Schutz unserem Land eine besondere Verantwortung zukommt (z. B. für Arten mit Verbreitungsschwerpunkt in Baden-Württemberg).

Generell kann jeder sich am Schutz der biologischen Vielfalt beteiligen. Ziel des Themenparks ist, jeden aufzurufen und zum eigenen Handeln zu motivieren.