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Erlebnisgebiete der Region
Schwarzenbachtalsperre
Blick auf die Schwarzenbachtalsperre
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Bild: Schwarzenbachtalsperre, Ldkr. Rastatt
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Blick von der Birkenaustraße auf die Schwarzenbachtalsperre.

Durch ihre verkehrsgünstige Lage ist die Schwarzenbachtalsperre bei Forbach ein beliebtes Naherholungsziel im Nordschwarzwald. Sowohl im Sommer als auch im Winter finden sich für den Besucher attraktive Freizeitangebote.
Ebenso sehenswert ist das an die Talsperre angeschlossene Pumpspeicherkraftwerk Forbach (Rudolf-Fettweis-Werk), eines der ältesten Energieunternehmen Baden-Württembergs (heute EnBW). Das Kraftwerk in Forbach bietet ganzjährig Führungen für interessierte Besuchergruppen an.

 
Übersicht

Landkreis Rastatt, Stadt Baden-Baden

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Landkreis Rastatt

 
Bild: Staustufe Iffezheim
Staustufe Iffezheim bei Wintersdorf (Landkreis Rastatt)
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Das Wehr besteht aus sechs Wehrfeldern von je 20 Metern Breite und ermöglicht die Schiffbarkeit des Rheins flussaufwärts. Mit einer Stauhöhe von fast elf Metern bringt das deutsch-französische Rheinkraftwerk Iffezheim eine Leistung von 100 MW, genug für den Strombedarf einer Stadt mit der Größe Heidelbergs. Das Stauwehr verfügt über eine großzügig ausgebaute, funktionierende Fischtreppe, an der nachweislich zahlreiche Wanderfische (wie Aale, Lachse, Meerforellen) aufsteigen können.

Mit den Poldern Altenheim, dem Kulturwehr Kehl/Straßburg und dem Polder Söllingen/Greffern unterhalb der Staustufe Iffezheim, sind drei der insgesamt dreizehn geplanten Rückhalteräume am Oberrhein einsatzbereit. Diese stellen mit zusammen 66,6 Mio. m³ rund 40 Prozent des insgesamt zu erstellenden Rückhaltevolumens zur Verfügung.

 
Bild: Holzbrücke Forbach (Ldkr. Rastatt)
Forbacher Holzbrücke im Murgtal (Aufn. 2009)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die ca. 40 m lange Holzbrücke in Forbach ist eine Nachbildung des Originals aus dem Jahre 1778.

Im Jahr 1775 wurde damit begonnen, vorort ein solides Brückenbauwerk aus Holz zu bauen. Für die Konstruktion waren 2.714 laufende Festmeter starker Eichenbohlen erfoderlich. Die Holzbrücke erwies sich als extrem belastbar. Schwere Fuhrwerke und Kutschen sowie Reitpferde polterten 160 Jahre täglich über die Bohlen. 1796 marschierten französische Soldaten und 1814 ritten die Kosaken über das Bauwerk. Im April 1945 fuhren französische Panzer darüber. Diese außerordentliche Belastung hinterließ in der Konstruktion starke Verformungen und eine Absenkung um ca. 50 cm. Damit war nach Kriegsende ein Neubau notwendig. Die jetzige Holzbrücke wurde in den Jahren 1954/55 originalgetreu nachgebaut.

 

 

 
Bild: Schwarzenbachtalsperre, Ldkr. Rastatt
Schwarzenbachtalsperre - Blick von der Staumauer auf den Stausee (Aufn. 2007)
(© LUBW, Autor: R. Kober-Moritz)

Blick auf die gut gefüllte Talsperre. In den Sommermonaten kann man dort Boote ausleihen. Stellenweise ist auch Baden gestattet.

 
Bild: Schurmsee, Luftbild  (Ldkr. Rastatt) - Luftbild
Der Schurmsee im Naturraum Grindenschwarzwald und Enzhöhen
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Die Entstehung des Schurmsees geht auf die letzte Eiszeit zurück. Infolge niedrigerer und damit wärmerer Lage bildeten sich im Nordschwarzwald sog. Kargletscher, in deren Zungenbecken sich nach dem  Abschmelzen des Eises Karseen bildeten. Seit 1985 Naturschutzgebiet.

Im Westen hat der Landkreis Anteil an der Oberrheinischen Tiefebene, im Osten am Nordschwarzwald sowie an der Vorbergzone. Der Hohe Ochsenkopf ist mit 1.054 m.ü.NN die höchste Erhebung des Landkreises. Der Rhein, der die natürliche Grenze zu Frankreich und der Pfalz bildet, verlässt das Kreisgebiet bei Au am Rhein auf einer Höhe von etwa 105 m.ü.NN. Der Landkreis grenzt von Norden nach Süden an die Landkreise Germersheim (Pfalz), Karlsruhe, Calw, Freudenstadt sowie an den Ortenaukreis. In der Mitte bildet der Stadtkreis Baden-Baden eine Enklave, die vollständig vom Kreisgebiet umgeben ist. Der Landkreis umfasst 23 Gemeinden und 6 Städte. Größte Stadt und Verwaltungssitz ist Rastatt mit 47.110 Einwohnern, die kleinste Gemeinde ist Weisenbach mit gerade 2.465 Einwohnern. Die Stadt Forbach im Nordschwarzwald besitzt das größte Gemeindegebiet im Landkreis. Im Westen grenzt sie an den Grindenschwarzwald mit der Stufenfläche des Mittleren Buntsandsteins. Im Osten reicht sie bis zu den Hochflächen der Enzhöhen.

Landschaft

Im Osten ist der Landkreis durch den Nordschwarzwald geprägt. Dort finden sich auch mit über 1000 m.ü.NN die drei höchsten Berge im Kreisgebiet, der Mehliskopf, die Badener Höhe und der Hohe Ochsenkopf. Im Westen wird die Landschaft vor allem durch das Oberrheinische Tiefland bestimmt. Der nördliche Teil des Tieflandes lässt sich in die breite Rheinaue und die östlicher gelegenen Hardtebenen der eiszeitlichen Niederterrassen, welche die Rheinniederungen überragen, gliedern. Diese unfruchtbaren Sand- und Geröllböden der Niederterrassen sind mit Kiefernmischwäldern bedeckt. Eine Besonderheit dieses Landschaftraumes sind die eiszeitlichen Sanddünen bei Iffezheim und Sandweier. Weiter östlich, Richtung Nordschwarzwald, werden diese Landschaftsformen durch die teilweise vertorften und vermoorten Gebirgsrandniederungen begrenzt. Noch weiter im Osten beginnt der 2014 gegründete Nationalpark Schwarzwald. Insgesamt besitzt der Landkreis Rastatt 26 Landschaftsschutz- und 30 Naturschutzgebiete.

Geschichte

Bereits in der Jungsteinzeit war der heutige Landkreis von Menschen bewohnt. Vor allem in der fischreichen Kinzig-Murg-Rinne haben sich die Menschen damals niedergelassen. Auch die Römer haben hier gesiedelt und Spuren hinterlassen, so wurden römische Kunstwerke, Statuen, Reliefs und Münzen gefunden. Nachdem diese abgezogen waren, wurde die Region erst in der Zeit der Merowinger (450 - 750 n.Chr.)von Menschen bewohnt. Gräber aus der Zeit befanden sich in Sinzheim, Bietigheim und Hügelsheim. Erst im frühen Mittelalter wurden die überflutungsgefährdeten Rheinauen besiedelt, noch später, im Hoch-Mittelalter, wurden die Schwarzwaldtäler bewohnt. Im Jahre 1700 wurde Rastatt durch den Markrafen Ludwig Wilhelm zur Residenzstadt und das Schloss nach Versailler Vorbild errichtet. Heute zählt der Landkreis mit den seinen High-Tech-Unternehmen, zu den Regionen mit sehr hoher, wirtschaftlicher Bedeutung.

Übersicht:

1 Landkreis Rastatt