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Eisinger Loch
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Altes und Neues Eisinger Loch
Wegweiser zu den Eisinger Löchern
(Element 1 von 9: Bild)
Bild: Eisinger Löcher (Enzkreis)
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Der am Weg zu den Eisinger Löchern installierte graue  Muschelkalkfelsen enthält auch sichtbare Spuren von Keuper (gelb).

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Eisinger Loch

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Altes und Neues Eisinger Loch

 
Bild: Altes Eisinger Loch (Enzkreis)
Altes Eisinger Loch, Höhlenportal (Aufn. 2014)
(© M. Linnenbach)

Die Eisinger Löcher sind seit 1985 als Naturdenkmal ausgewiesen.

 
Bild: Altes Eisinger Loch bei Pforzheim
Altes Eisinger Loch (Aufn. 2003)
(© LUBW, Autor: Hartig)

Öffnung der eindrucksvollen Einsturzdoline

– Karstbildungen und Einsturzdolinen im Muschelkalk.

Etwa 10 km nördlich von Pforzheim befinden sich die beiden bekannten Einsturzdolinen zwischen Eisingen und Neulingen (Enzkreis). Beide Geotope bilden eindrucksvolle Karstformationen und sind seit 1985 als Naturdenkmal (ND) ausgewiesen.

Solche Erdfälle ereignen sich bevorzugt dort, wo Gips (Anhydrit), Salze oder Kalkstein unter dem Erdboden liegen und im Laufe der Zeit durch Wasser (Oberflächenwasser, Grundwasser) ausgelaugt werden (Verkarstung). Durch diesen stets fortschreitenden Prozess entstehen im Laufe der Zeit kleinere unterirdische Hohlräume. Diese verbinden sich untereinander zu immer größeren Höhlen. Je nach Fließrichtung des Wassers im Gestein unterscheidet man zwischen:

  • Schichthöhlen - sie erstrecken sich vorwiegend parallel zur Schichtung, und
  • Klufthöhlen - sie entstehen durch Ausweitung von Klüften.

Oft treten beide Höhlenformen kombiniert auf. Ist die Tragfähigkeit des geologischen Untergrundes derart minimiert, stürzt letztendlich der Oberboden an der Erdoberfläche in diesem Bereich ein. In Baden-Württemberg finden sich Einsturzdolinen und Karsthöhlen weit verbreitet in den Kalkformationen des Muschelkalks und des Jura (z. B. Schwäbische Alb).

Höhlen und Dolinen, die immer wieder neu enstehen, zeigen, dass die Auflösung von Gestein im Untergrund kein abgeschlossener Vorgang ist, sondern auch in unserer Zeit noch vor sich geht. Sie sind wertvolle Biotope und zugleich auch Zeugen der Erdgeschichte (Bodendenkmale).

Kartenansicht - Google.maps

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