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Gäuplatten im Neckar- und Tauberland
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Schutzgebiete im Naturraum Gäuplatten
Neckarquelle Schwenninger Moos (Schwarzwald-Baar-Kreis)
(Element 1 von 44: Bild)
Bild: Schwenninger Moos, Neckarursprung
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Das Schwenninger Moos auf der Europäischen Wasserscheide zwischen Donau und Rhein auf der Baar. Das Moor gilt als Quelle des Neckars und wurde 1985 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Mit einer Fläche von ca. 98 ha stellen die naturnahen Flächen ein wertvolles Naherholungsgebiet  für die Stadt Schwenningen dar.

Das Foto zeigt den Bereich des Neckarursprungs (Neckarquelle).

Gäuplatten im Neckar- und Tauberland:
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Gäuplatten im Neckar- und Tauberland

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Sanftes Hügelland, tiefeingegrabene Flüsse, ausgedehnte Heckenzüge

 
Bild: Obere Gäue - Stufenlandschaft
Obere Gäue - Landschaftsbild
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die überwiegend landwirtschaftlich geprägte Obere Gäue grenzt an die Waldgebiete des Schwarzwalds und des Keuperberglands. Generell zeigt sich meist ein abwechslungsreiches Landschaftsbild mit einem Wechsel von Ackerland, Grünland und inselhaft vorkommenden Wäldern. Auf den fruchtbaren Lösslehmböden des Korngäus dominiert der Ackerbau, während auf schweren Böden des Unteren Muschelkalks, auf flachgründigen Kuppen im Oberen Muschelkalk und in den Talauen Grünlandnutzung in den Vordergrund tritt.

 
Bild: NSG Wacholderheide Wurmberg, Winter
NSG Wacholderheide Wurmberg und Brücklein bei Hardheim (Neckar-Odenwald-Kreis)
(© B. Flicker)

Naturschutzgebiet Wacholderheide Wurmberg und Brücklein bei Hardheim im Bauland (Aufn. Februar 2014).

Seit 1995 werden die Wacholderheiden um Hardheim wieder mit Schafen beweidet. Damit konnte das traditionelle Bild dieser Kulturlandschaft wieder hergestellt werden.

Die Gäuplatten im Neckar- und Tauberland sind ein Teil des Süddeutschen Schichtstufenlandes und umfassen die Naturräume Baar-Wutach-Gebiet, Obere Gäue, Neckarbecken, Strom- und Heuchelberg, Kraichgau, die Kocher-Jagst-Ebenen, die Hohenloher-Haller-Ebene sowie Bauland und Tauberland. Sie schließen sich in östlicher Richtung an die waldbedeckten Abdachungen von Schwarzwald und Odenwald an und bilden eine weitflächige, flachwellige Landschaft. Charakteristisch sind Gestalt und Ausprägung der Flusstäler, die in die Gäuplatten eingeschnitten sind. Sie finden sich am Oberlauf des Neckars zwischen Rottweil und Talhausen, an der Schlichem, an der unteren Rems sowie an Main, Jagst und Kocher.

Die Gäuplatten werden primär von den Schichtpaketen des Muschelkalks bestimmt, die in weiten Bereichen vom Lettenkeuper oder vom Löss bedeckt sind. Der Löss wurde noch während des Pleistozäns als Feinmaterial aus den Schotterflächen der Schmelzwasserflüsse ausgeweht. Inselartig verteilt findet sich hier auch Gipskeuper.

Wo Muschelkalk ansteht, finden sich Trockentäler und Dolinen als charakteristische Elemente der Verkarstung (z. B. Neulinger Dolinen, Eisinger Löcher). Das Talnetz ist in Folge der Verkarstung geringer entwickelt und auf wenige, in die Kalkplatten eingesenkte Haupttalzüge beschränkt. Im Norden Baden-Württembergs sind die unteren Schichten des Muschelkalks so widerständig, dass sie Stufen ausbilden, während sonst der Hauptmuschelkalk der Stufenbildner ist.

Übersicht:

1 Sanftes Hügelland, tiefeingegrabene Flüsse, ausgedehnte Heckenzüge