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Schutzmaßnahmen, -programme (1/4)
Schutz- und Pflegemaßnahmen
Naturschutzzentrum Obere Donau
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Bild: Naturschutzzentrum Obere Donau
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Das Naturschutzzentrum ist im alten Bahnhofsgebäude von Beuron untergebracht und liegt somit mitten im Herzen des Naturparks Obere Donau. Es arbeitet mit dem Naturparkverein Obere Donau zusammen, der seine Geschäftsstelle ebenfalls im Bahnhof eingerichtet hat. Eine der wichtigsten Aufgaben des Naturschutzzentrums ist es, gemeinsam mit dem Naturparkverein die Besucher über die ökologischen Zusammenhänge und die Gefährdungen der Landschaft aufzuklären und für einen schonungsvollen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren.

Weitere Aufgaben sind neben der Öffentlichkeitsarbeit die Betreuung der Naturschutzgebiete, die im Naturpark Obere Donau liegen und die Koordinierung der bestehenden Naturschutzaktivitäten in der Region.

Anschrift
Naturschutzzentrum Obere Donau
Wolterstr. 16
88631 Beuron
Tel.: 074 66/92 80-0
Fax: 074 66/92 80-23
e-mail: NAZObereDonau@t-online.de

 

 

Schutzmaßnahmen, -programme

Die Ausweisung von Schutzgebieten und die Schaffung von Verbundstrukturen muss von einem effizienten Management und Monitoringsystem der Schutzgebiete begleitet werden. Die biologische Umweltbeobachtung soll als landesweites Monitoringsystem ausgebaut werden.

Der gefährdeten und im Bestand zurückgehenden Tier- und Pflanzenwelt sind ausreichende und geeignete Lebensräume zu erhalten, ggf. neu zu entwickeln (z. B. Rekultivierung) und gegenüber anderen Nutzungsansprüchen zu sichern.

Das Land strebt an, flächendeckend eine dauerhaft umweltgerechte Nutzung von Natur und Landschaft auch außerhalb von Schutzgebieten zu etablieren, die eine zukunftsbeständige Bodennutzung ohne die vermeidbare Beeinträchtigung anderer Umweltmedien mit der Erzeugung hochwertiger und schadstoffarmer Lebensmittel verbindet.

 

Schutzmaßnahmen

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Schutzmaßnahmen, Natur und Landschaft

National: Ausweisung von Naturdenkmalen, Landschaftsschutzgebieten, Naturschutzgebieten, die Kartierung und der Schutz von Biotopen, die Landschaftsplanung, die Eingriffsregelung, die Einrichtung von Naturschutzzentren, Modellprojekte eines flächenhaften und nutzungsintegrierten Naturschutzes (PLENUM, Modellprojekt Konstanz) sowie die Förderung von umweltgerechten Wirtschaftsweisen in der Land- und Forstwirtschaft. Im Fachbereich Artenschutz erstellt das Land Hilfsprogramme für gefährdete Tier- und Pflanzenarten auf der Grundlage von § 42 Naturschutzgesetz.

International: Baden-Württemberg entwirft Schutzgebiets- und Entwicklungskonzepte, um die fachliche Grundlage für die Ausweisung von Schutzgebieten und für die Sicherung von Verbundflächen zu erarbeiten. Dabei sollen auch die internationalen Naturschutzvereinbarungen wie die Ramsar-Konvention umgesetzt und auf Grundlage der FFH- und der EU-Vogelschutz-Richtlinie in das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 eingebracht werden.

Die FFH-Richtlinie unterscheidet zwischen „natürlichen Lebensräumen von gemeinschaftlichem Interesse" und „prioritären natürlichen Lebensraumtypen" bzw. „Arten von gemeinschaftlichem Interesse" und „prioritären Arten". Prioritäre Lebensräume und Arten sind besonders gefährdet und im Anhang I und II der FFH-Richtlinie mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Für sie gelten besondere Verfahrensvorschriften und besondere Anforderungen an die Abwägung.

In Baden-Württemberg sind 12 Lebensraumtypen sowie 1 Pflanzenart und 3 Tierarten prioritär.

Prioritäre Lebensraumtypen (vereinfachte Bezeichnungen): Temporäre Karstseen, Kalk-Pionierrasen, Blauschillergrasrasen, Kalk-Magerrasen (orchideenreiche Bestände), artenreiche Borstgrasrasen, Naturnahe Hochmoore, Kalkreiche Sümpfe mit Schneidried, Kalktuffquellen, Kalkschutthalden, Schlucht- und Hangmischwälder, Moor- und Auenwälder mit Erle, Esche und Weide.

Prioritäre Arten: Sand-Silberscharte, Alpenbock (Rosalia alpina), Juchtenkäfer, Spanische Flagge;

(Verkürzter Gesetzestext der EU-Richtlinie - Klick auf das Natura 2000-Logo!).

Bild: Natura 2000 Logo
Natura 2000 Logo
Die FFH - Richtlinie - Natura 2000

Das "Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaften für den Umweltschutz (1987-1992)" enthält Bestimmungen zur Erhaltung der Natur und der natürlichen Ressourcen. Hauptziel der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitate) ist es, die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu fördern, wobei jedoch die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und regionalen Anforderungen berücksichtigt werden sollen. Der Zustand der natürlichen Lebensräume im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten verschlechtert sich unaufhörlich. Zahlreiche Arten wildlebender Tiere und Pflanzen sind in zunehmender Zahl ernstlich bedroht. Die bedrohten Lebensräume und Arten sind Teil des Naturerbes der Gemeinschaft, und ihre Gefährdung, der sie ausgesetzt sind, ist oft grenzüberschreitend (z.B. Zugvögel, Wanderfischarten). Daher sind zu ihrer Erhaltung Maßnahmen auf Gemeinschaftsebene erforderlich.

Zur Wiederherstellung oder Wahrung eines günstigen Erhaltungszustandes der natürlichen Lebensräume und der Arten sind besondere Schutzgebiete auszuweisen, um nach einem festgelegten Zeitplan ein zusammenhängendes europäisches ökologisches Netz zu schaffen. Diese Gebiete werden jeweils von den einzelnen Mitgliedsstaaten vorgeschlagen. Darüberhinaus ist auch ein Verfahren vorzusehen, wonach in Ausnahmefällen auch ohne Vorschlag eines Mitgliedstaates die Ausweisung eines Schutzgebietes möglich ist, wenn die Gemeinschaft dies für die Erhaltung eines natürlichen Lebensraums oder für das Überleben einer hochgradig gefährdeten Art für unbedingt erforderlich hält.

Für die Durchführung dieser Richtlinie ist ein Ausbau der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit unerläßlich. Daher gilt es, die hierzu erforderliche Forschung und wissenschaftliche Arbeit im Bereich des Umweltschutzes zu fördern.

Zur Überwachung und Umsetzung dieser Richtlinie erstellt eine Kommission in regelmäßigen Zeitabständen einen zusammenfassenden Bericht, der insbesondere auf den Ergebnissen der in den Mitgliedsstaaten durchgeführten Maßnahmen beruht. Für eine wirksame Durchführung dieser Richtlinie sind Aufklärungsmaßnahmen und eine Unterrichtung der Verwaltung und der allgemeinen Öffentlichkeit über die Ziele der FFH-Richtlinie unerläßlich.

Die FFH-Richtlinie enthält 6 Anhänge (I, II; III, IV, V u. VI).

Anhang I beinhaltet die natürlichen Lebensräume, die von bedeutendem gemeinschaftlichem Interesse sind (z.B. Hochmoore, Binnendünen, Pfeifengraswiesen, Trockenrasen aber auch Lagunen, Riffe und Meeresarme, ).

Anhang II enthält Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichen Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen (z.B. Kammolch, Biber, Luchs, Bodenseeveilchen). Anhang II ist eine Ergänzung des Anhangs I zur Verwirklichung eines zusammenhängenden Netzes von besonderen Schutzgebieten.

Anhang III beschreibt die Kriterien zur Auswahl der Gebiete, die als Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung bestimmt und als besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden könnten.

Anhang IV beinhaltet streng zu schützende Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse (z.B. Braunbär, Wildkatze, Mauereidechse, Sommer-Drehwurz).

Anhang V enthält Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichen Interesse, deren Entnahme aus der Natur und Nutzung Gegenstand von Verwaltungsmaßnahmen sein können (z.B. Weinbergschnecken, medizinischer Blutegel, Schneeglöckchen, Gelber Enzian, Weißmoos).

Anhang VI nennt verbotene Methoden und Mittel des Fangs, der Tötung und der Beförderung von Tieren (z.B. Fallen und Netze die in ihrer Funktion unselektiv wirken bzw. unselektiv ausgebracht werden, das Fangen mit Gift oder Sprengstoff - "Dynamitfischen").

Übersicht:

1 Schutzmaßnahmen, Natur und Landschaft