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Mittleres Oberrhein-Tiefland
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Schutzgebiete im Mittleren Oberrhein-Tiefland
Naturschutzgebiet Rastatter Rheinaue
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Bild: Rastatter Rheinaue
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Intakte Überflutungsaue innerhalb der Furkationszone des Rhein. Ein 850 ha großer Naturraum von besonderer Eigenart und Schönheit. Standort von Eichen-Ulmen Waldgesellschaften, Silberweidenwald sowie artenreicher Vegetation, besonders in und an den Gewässern. Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt erinnert ein wenig an tropische Urwälder, daher werden die Rastatter Rheinauen auch als „Badischer Dschungel" bezeichnet.

Mittleres Oberrhein-Tiefland:
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Mittleres Oberrhein-Tiefland

 

Mittleres Oberrhein-Tiefland

 
Bild: Staustufe Iffezheim
Staustufe Iffezheim bei Wintersdorf (Landkreis Rastatt)
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Das Wehr besteht aus sechs Wehrfeldern von je 20 Metern Breite und ermöglicht die Schiffbarkeit des Rheins flussaufwärts. Mit einer Stauhöhe von fast elf Metern bringt das deutsch-französische Rheinkraftwerk Iffezheim eine Leistung von 100 MW, genug für den Strombedarf einer Stadt mit der Größe Heidelbergs. Das Stauwehr verfügt über eine großzügig ausgebaute, funktionierende Fischtreppe, an der nachweislich zahlreiche Wanderfische (wie Aale, Lachse, Meerforellen) aufsteigen können.

Mit den Poldern Altenheim, dem Kulturwehr Kehl/Straßburg und dem Polder Söllingen/Greffern unterhalb der Staustufe Iffezheim, sind drei der insgesamt dreizehn geplanten Rückhalteräume am Oberrhein einsatzbereit. Diese stellen mit zusammen 66,6 Mio. m³ rund 40 Prozent des insgesamt zu erstellenden Rückhaltevolumens zur Verfügung.

 
Eisvögel (Alcedo atthis) im Polder Altenheim (Neuried)
(© RP Freiburg)

Die Nahrung setzt sich aus kleinen Fischen, Wasserinsekten und Kleinkrebsen zusammen.

Zum diesem Naturraum zählen die naturräumlichen Einheiten Offenburger Rheinebene, die Lahr-Emmendinger Vorberge und die Ortenau-Bühler Vorberge. Die durchgehende, schmale Vorbergzone erstreckt sich von Emmendingen im Süden bis fast auf die Höhe von Karlsruhe im Norden.

Den überwiegenden Anteil dieses Naturraumes nehmen grundwasserfeuchte, zeitweise auch überschwemmte Niederungen ein. Hier fließen die bekannten Flüsse Murg, Kinzig und Elz mit nordwestlicher Richtung dem Rhein entgegen. In vergangener Zeit waren die Oberläufe dieser Flüsse bevorzugte Laichgewässer des Europäischen Lachses (Salmo salar). Das Offenland bildet außerhalb der Rheinniederung mehr oder weniger zusammenhängende Flächen, die von inselförmigen Waldflächen durchsetzt sind.

In den ausgedehnten Überflutungsauen sind die Vermeidung weiterer Flächeninanspruchnahmen durch Siedlung, Verkehr und Rohstoffgewinnung sowie eine Verringerung der Gewässerbelastung vordringlich. Stattdessen sind durchgängige, naturnahe Gewässer- und Auenlebensräume anzustreben. In den Erholungslandschaften sollten die empfindlichen Standorte und Lebensräume (Gießen, offene Moore und Sümpfe, kleine Fließgewässer, Stillgewässer) durch geeignete Maßnahmen der Besucherlenkung gesichert werden, ohne daß die Zugänglichkeit der Landschaft erheblich eingeschränkt wird.