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Der Taubergießen - Fauna
Schnatterente (Anas strepera)
(Element 1 von 26: Bild)
Bild: Schnatterente (Anas strepera)
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Die 44 bis 55 cm große Schnatterente wiegt 500 bis 1.300 g und erreicht eine Flügelspannweite bis zu 95 cm. Die Vögel bevorzugen pflanzenreiche Stillgewässer. Die Abbildung zeigt ein Männchen.

Die Bestände in Baden-Württemberg nehmen seit einigen Jahren deutlich zu (ggf. durch Klimawandel ?). Die Verbreitungsschwerpunkte liegen vor allem am Bodensee (hier: Mausergast ab Mitte Juni) sowie am Oberrhein (Taubergießen, Wagbachniederung).


Gefährdung

Rote Liste Baden-Württemberg = Ungefährdet

Literatur:

Bauer, H.-G., Boschert, M., Förschler, I., Hölzinger, J., Kramer, M. & Mahler, U. (2016): Rote Liste und kommentiertes Verzeichnis der Brutvogelarten Baden-Württembergs. 6. Fassung, Stand 31.12.2013. Naturschutz-Praxis, Artenschutz 11.

 

NSG Taubergießen:
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Fauna

 
Bild: Eisvogel mit Fisch (2)
Eisvogel (Alcedo atthis) - Vogel des Jahres 2009
(© LUBW , Autor: D. Nill)

Der Eisvogel (Alcedo atthis) ernährt sich und seine Brut überwiegend von drei bis acht Zentimeter langen Fischen, die er von einer Ansitzwarte aus im Sturzflug unter Wasser erbeutet. Naturnahe, klare Still- und Fließgewässer, insbesondere unverbaute Flussauen, bieten dem Vogel die besten Möglichkeiten für den Fischfang.

Der Eisvogel war bereits 1973 Jahresvogel. Damals waren seine Bestände und Brutplätze wegen zunehmender Wasserverschmutzung sowie Störungen durch Erholungssuchende stark zurückgegangen. Inzwischen hat sich die Qualität unserer Gewässer durch den Bau von Kläranlagen deutlich verbessert. Auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie setzte neue Impulse für den Gewässerschutz. Dennoch ist der Eisvogel nicht sehr häufig. Denn wo Bäche und Flüsse in ein Korsett aus Stein und Beton gezwängt worden sind und Stauwehre wandernden Fischarten den Weg versperren, findet der Eisvogel weder genügend Nahrung noch ausreichend Brutmöglichkeiten. Daher erfolgte durch die Naturschutzverbände die nochmalige Nominierung für das Jahr 2009.


Gefährdung

Rote Liste Baden-Württemberg Kategorie V - Vorwarnliste

Literatur:

Bauer, H.-G., Boschert, M., Förschler, I., Hölzinger, J., Kramer, M. & Mahler, U. (2016): Rote Liste und kommentiertes Verzeichnis der Brutvogelarten Baden-Württembergs. 6. Fassung, Stand 31.12.2013. Naturschutz-Praxis, Artenschutz 11.

 

 

 
Bild: Grasfrosch (Rana temporaria)
Grasfrosch (Rana temporaria)
(© GNU-FDL, Autor: A.Birken)

Grasfrosch - Rana temporaria LINNAEUS, 1758

Grasfrösche laichen sehr zeitig im Frühjahr - in der Oberrheinebene bereits Ende Februar. Die Männchen erscheinen gewöhnlich vor den Weibchen am Laichgewässer (Flachwasserzonen von Weihern, Teichen und Seen; stellenweise auch Gräben und Rückhaltebecken). Die Art ist in Baden-Württemberg derzeit noch ungefährdet.

Die Fauna der Wiesen zeigt sich entsprechend der großen Pflanzenvielfalt die in einer besonderen Artenfülle. Neben Schmetterllingen, Libellen, Heuschrecken und Wildbienen kann man hier im Frühjahr und Sommer den etwa sperlingsgroßen Neuntöter beobachten. Gehölzreiche Wiesenlandschaften sind seine bevorzugten Brutgebiete.

Ein typischer Bewohner der Wald-Gewässerlandschaft ist die Wasserfledermaus (Myotis daubentoni).Vor allem die alten Stieleichenwälder bieten dem Mittelspecht, aber auch zahlreichen Insekten und Spinnen eine geeignete Lebensstätte.

Der Eisvogel ist einer der typischsten und auch bekanntesten Auenbewohner des Schutzgebietes. Er verbringt auch den Winter hier und ist zur Nahrungssuche auf eisfreie Gewässer angewiesen. In strengen Wintern können die Altrheine völlig zufrieren. Dann bleiben oft nur noch die Quellgewässer offen, die damit eine entscheidende Rolle für den Bestand des Eisvogels spielen. Zahlreiche andere an Gewässer gebundene Vogelarten wie Schnatter-, Tafel-, Pfeif- und Krickente, Wasseralle, Drosselrohrsänger, Haubentaucher, Blässhuhn, Flussregenpfeifer und Zwergdommel leben ebenfalls im Schutzgebiet. Zur Überwinterung kommen zahlreiche Graugänse in die Rheinniederung.

Für die Fischfauna stellen die strömungsberuhigten Altrheinarme bedeutende Laichgebiete und Futterplätze dar. Auch für die Überwinterung erfüllen die Rheinschlingen wichtige Funktionen. Die Auenlandschaft des Taubergießen bietet ebenso Amphibien optimale Lebensbedingungen. Allerdings sind in den letzten Jahren viele Tümpel und Flachwasserzonen verlandet und zugewachsen. Grasfrosch und Moorfrosch kommen regelmäßig im Gebiet vor.

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