Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
NSG Taubergießen
Karte
Kartenlegende
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Naturschutzgebiet Taubergießen
Rheinseitenarm mit Silberweiden
(Element 1 von 7: Bild)
Bild: NSG Taubergießen - Überflutungsaue
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Nur wenige Gebiete am Oberrhein besitzen noch solch eine Vielfalt an naturnahen Lebensräumen. Dieser Reichturm begründet den besonderen Reiz und Wert dieser mittelbadischen Auenlandschaft.

NSG Taubergießen:
Weitere Informationen
 
Übersicht
 

Gefährdung und Schutz

Bild: Wald- & Gewässer im NSG Taubergießen
Veränderung der Wald- und Gewässerlandschaft
(© RP Freiburg)
Veränderungen der Wald- und Gewässerlandschaft im südlichen Teil des Naturschutzgebietes nach der Tullachen Rheinkorrektion im 19.Jhd. und nach dem Rheinausbau im 20.Jhd.

Durch die Rheinbegradigung nahm vor allem die Hochwasserhäufigkeit ab, Gebiete hinter dem Hochwasserdamm (HWD) werden seither quasi nicht mehr überflutet. Durch den Rheinausbau sind auch Überschwemmungen vor dem Damm sehr selten geworden. Außerdem sank der Grundwasserspiegel ab.

Vor den Eingriffen des Menschen war die Auenlandschaft ein Mosaik aus Wasser-, Kies-, und Waldflächen, das durch jedes Hochwasser neu gestaltet wurde. Durch die Rheinbegradigung im 19. Jh. nahm die Überflutungshäufigkeit stark ab, der Bau des Schifffahrtskanals Mitte des 20. Jh. führte zu einer drastischen Absenkung des Grundwasserspiegels. Der drohenden Austrocknung im Schutzgebiet sollen die künstlich verbundenen Altrheinzüge und feste Schwellen im Rhein entgegenwirken. Rheinwasser wird über mehrere Einlassbauwerke am Ufer eingespeist. Eine Anhebung des Grundwasserspiegels konnte dadurch jedoch nicht im erhofften Maß erreicht werden.

Besonderes Augenmerk gilt dem Schutz der Quellgewässer (Gießen), die eine Besonderheit des Gebietes sind. Durch Ausschluss einer forstlichen Nutzung können sich in den Bannwäldern naturnahe Bestände entwickeln. Ein Wiesen-Umbruchverbot und die Regelung der Düngung dienen der Erhaltung der artenreichen Wiesenlandschaft.

Auch die im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms (IRP) des Landes Baden-Württemberg geplanten Maßnahmen zur kontrollierten Überflutung eines Teil der ehemaligen Überflutungsaue dienen dem Schutz und Erhalt noch bestehender Auwälder am Oberrhein.

Mit dem Prädikat Ramsar-Gebiet werden Möglichkeiten geschaffen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich auszubauen, um den Tourismus auf nachhaltige, umweltverträgliche Art und Weise zu organisieren. Ramsar ist eine zusätzliche Auszeichnung für das Oberrheingebiet und kann von Kommunen und Verbänden als touristisch wertvolles Prädikat bei der Werbung und als zusätzliches Argument beim Beantragen von Fördermitteln Verwendung finden.